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tisanen, die vor ihm her tantzen und springen, und sodannfolget seine cavallerie und tnfanterie. Es giebt in Golconda eineunzehlige menge huren , welche gehalten sind, ihre nahmen beydem vsroM oder Stadt - Richter in ein buch einschreiben zulassen. Sie geben dem Könige keinen zins; jedoch muß allefreytage eine gewisse anzahl von ihnen samt einer Gouvernantinmit mufic vor seinem ercker erscheinen, und vor ihm tantzen,ist aber der König nicht zugegen, so wird ihnen von einem ku-nucko ein zeichen gegeben, daß sie wieder fortgehen sollen. Die-se weibs-bilder können ihre glieder so künstlich auf alle weise dre-hen , daß, als einsten der regierende Koma die stadt Masulipa-tan gerne sehen wollte, nenne von ihnen sich so eng in einanderschlössen, daß sie einen elephanten vorstelleten, dergestalt, daßihrer viere die vier füsse präsentireten, viere den leid, und dieletzte den rüssel. Auf diesem vermeynten thicre nun saß der Kö-nig als auf seinem throne, und hielte also seinen einzug in diestadt. Unter der regierung des Indianischen Königs Abkar,welcher des Gehan-Guir vatter war, erstreckte sich das gebiethdes Groß-Mogols nicht weiter, als bis nach Narbeder, allwoder fluß, welcher dadurch fliestet, fein Reich von dein gebiethedes Raja von Narsinga, welches bis an das vorgebürge Como-rin sich erstreckte, absonderte, so, daß alle andere Rajas eini-ger Massen seine Unterthanen und Vasallen waren. Dieser Rajawar so mächtig, daß er vier armeen zu fuß unter eben so vielGeneralen auf den deinen halten konnte, unter welchen der vor-nehmste sein quartier in denjenigen landschafften hatte, worausjetzo das Königreich Golconda bestehet. Der andere hatte dieprovintz Visapour inne; der dritte Dultabat; und der vierteBrampour. Als aber endlich der letzte Raja von Narsinga ohneerben verstarb, so maßten sich die Generals-personen die ihnenuntergebene provintzen eigenthümlich an , und liessen sich, nach-dem sie einen herrlichen sieg wider Abkar, den Groß-Mogol, er-halten, souveraine Könige tituliren. Gehan-Guir aber, Abkarssöhn, brachte bald die länder des Königs von Brampour untersteh; Cha-Gehan, des Gehan-Guirs söhn, eroberte Dultabat,und Aurengzeb, des Cha-Gehan söhn, den grösten theil vonVisapour. Was den König von Golconda anlanget, ließ sichder Groß-Mogol mit ihm nicht in krieg ein, sondern als er sichzu einem jährlichen tribut von 200000. pagods oder 400000.cronen unserer müntze nach, verstünde, blieb er im frieden.Heut zu tage ist der mächtigste von diesen Rajas der von Velou,welcher sein gebieth bis an das Capo von Comorin erstrecket, undeines theils in dem lande von Narsinga succediret hat.
»re»-, voigge äes Inäes.
Gold von Senffteneck, eine adeliche und nunmehro Frey-herrliche familie, ist eine der berühmtesten und ansehnlichsten indem Ertz-Stift Saltzburg. bl. lebte an. 1460. und ward eingroß-vatter Haimerani, der des Bischoffs zu Passau, Urbani vonTrembach, schwester zur ehe gehabt, und dessen Hauptmann zuMautern gewesen. Sein enckel Johann Ulrich, Ertz-Bischöff-kcher Oberster und Schloß-Hauptmann zu Saltzburg, wurde inden Freyherrn-stand erhoben, und hatte unterschiedliche söhne,von welchen der älteste, Paris Rudolph, Ritter des Elephanten-Hrdens worden. Keinmal:, k. IV. p. 99.
* Goldach, ein kleiner fluß in dem gebiethe des Abts von St.Gallen in der Schweitz. Er läuft durch das enge und sehr tiefethat, Martins-Tobel genannt, darüber man an. 1467. einewunderbare brücke gebauet hat. Diese hält no. schuhe in derlänge, 14. in der breite, und 96. in der höhe. Das dvrfGoldach hat ohne zweifel von dem fluß seinen nahmen. Lmt
Goldacker, ein adeliches geschlecht in Thüringen, davon an.1119. Siegmund dem turnier zu Göttingen beygewvhnet. Johnvon Goldacker soll zuerst an. 1221. mit der H. Elisabeth ausKärndten in Thüringen gekommen seyn. Dessen enckel Her-mann, war um das jahrizi;. Hof-Marschall bey Friderico,Landgrafen in Thüringen, und hinterließ einen söhn, nahmensJohn; dieser ward ein vatter Hartmanns, der von nngemeinerlänge und stärcke gewesen, und Kayfer Maximilian» I. als Ober-ster gedienet. Sein söhn gleiches nahmens war Chur - Sächsi-scher Ober-Steuer-vireÄor, und ein groß - vatter Bnrchardi,Kayserl. Obersten und Chur-Brandenburgischen Kriegs-Raths,wie auch Commendanten zu Siburg. Dessen söhn ChristophCaspar starb an. 1694. als Chur-Sachsischer Kriegs-LommilL-riu8 des Thüringischen kreises, und hinterließ drey söhne. Son-sten findet man ausser dieser linie in dem Sachsen - Gothaischenvon diesem geschlecht folgende: 1.) Hermann, der in einem kauf-briefe über Presel von an. 1444. als zeuge angeführt wird.2.) Hans, der an. 149z. von denHertzogen zu Sachsen mitCrayenburg bestehen worden. Hartmann, welcher alsChur-Brandenburgischer Oberster an. 1650. bey Röbel in demMecklenburgischen über etliche Schwedische compagnien einigenVortheil erhalten. 4.) Hermann, welcher in eben demselbenjähre Chur-Brandenburgischer Commendant in der vestung Peitzgewesen. aim-st. 8sx. pufmdorffs Schwedische
kriegs-geschichte. Sort-a
* GoldKP, ein fluß und stadt gleiches nahmens in Preussen.Der fluß nimmt seinen Ursprung an den grentzen von Litthauen.Er läuft endlich unterhalb Angerburg in die Angerap.
Goldast, (Melchior) von Haiminsfeld, sonst auch Gol-dinaft genannt, war auf einem land-guthe zu Espen bey Bt-
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schoffszell in -er Schweitz an. 1576. gebohren. Er A^chzwar vor einen vom Adel aus, war es aber nicht, ya»nicht viel zum besten, wannenhero Rittershusius, bey wer zu Altorff in pension war, in verschiedenen vrm ^mahnen muste, ehe er das schuldige tisch-geld von ^ so
te. Aus seinen brieftn, so Thulemariuü ebiret, erv
viel, daß er sich an. 1598. zuBischoffszell aufgehalten! .Wil-dem folgenden jähre zu St. Gallen bey Bartholomao ^ger aus einem ansehnlichen geschlechte dieser stadt,welchem gelehrte erläulerungen über verschiedene orter ^raZinis üntiguit. Klsmmann. ^oacbinii Valliani dem dem ^ ,yje
der loriptoium KlemanniLorum OolllaKi angehänget !
dann auch dieser Schobingern gern seinen Mscensc ^net. In eben demselbigen jähre ist er mit des Pail"'nen als Hofmeister zu Genf bey Iacobo Lectw dAn. 1602. war er noch zu Genf, es gieng ihm."^schlecht; doch wandte er sich noch in selbigem jähresänne, weil er daselbst mit leichtern kosten leben konnre» ^darauf kam er wieder nach Genf, da er denn antcommendation»bey dem Hertzoge von Bouillonwurde, welche stelle er aber nicht lange bekleidet,denn findet, daß er bereits im febr. an. i6oz. t" iV. W-gewesen, und an. 1604. eine condition zu Forsteg nicht1605. hielte er sich zu Bischoffszell auf, allwo sim üE,!i -»chder beste war, sonderlich wegen der rcligton, welchebey seinen nächsten freunden verhaßt machte. An.zu Franckfurt, allwo er sich verehlichte, und bis an-' MeilBhielt, wiewol er sich daselbst mehrentheils mit bucher-i^Mernehren muste. Ob er gleich Hoffnung an den Chur-^schen Hof zu kommen hatte, gieng es doch wieder M»,, M,gegen bekam er den titul als Sachsen-Weimarischer M ^ Mmachte vor dasselbe Haus einige deductionen, schubsbefehl deu tractat lle iVIajoratu. Aus der vorrede bevL^iioten tractats siehet man, baß er an. 161;. an Grat M z»von Schauenburg Hof gekommen sey. Er starb s', hgi"Giessen, allwo er kurtzzuvor die Cantzler-stcllc crham.^ihcsund zwar im aug. an. iü^. Zu Bremen ist stü" ,befindlich. Scioppius, welcher ihn haffete, well ^ „Iitt"daß der meiste bericht von seiner person, welchen dce ° pMin dem Nünlkero tlxpakntimlxo angebracht, denjeuGoldastum wäre zugesandt worden, hat viel dE 'von ihm ausgegeben,und unter andern, daß er sey ZÄastiBÄden, welches aber nicht ihn, sondern seinen bruder Ebetroffen. Man giebt diesem mann den billichen gcMer das üullium der Teutschen antiqnitäten und' hades Zuri8 publici von den ersten aufgebracht,
Versuchung der dazu nöthigen Urkunden und bE ,a>einen ungemeinen fleiß angewendet; wie dannschriften oder vielmehr ausgaben von andern und ^ s'cken, lediglich dahin ihr absehen haben. Es si"d «'s.maniearum rerum leriptorer vetulki vol. Ul.;perii komani, feu lle .junsllickions L kotLlkarsksxse; Lonüirutioirum Imxerislium tomi IV. i .
Kerum 8oriptore8 vetere8; lle kegno Loksmis >.Loaüirucionum Imperialium; 8tatum LkofLNprs UReichs-Handlungen; Neichs-satzmigen; O-uKollc«" ^. M.MriX; vixeK-lIteZia ssu LoliüitutionL8äeLuLNSN nVin parkenetiL08 8crixtore8 vstere8 ; äpologia L„d b .Lenwria Lpilioiarum kinlvlogicarum; <Lc. Dteje, ^
beyzufügen : Virorum clarilllmoruin L äoäkoruw ^ j sMKolclallum Lpiüol-e, ex kibliorüeca ÜenriLi 0»^ ./^eNmarii 1688. 4 - Das meiste, so man hieranist, daß er hin und wieder verschiedenes aus stwewdert, und beygefüget, als ob er es also in den aa . „ni ^gefunden. Er hat auch unter Justi Lipsii nahmen,''nach seinem abfaü von der Protestirenden restgld''pfen, eine oration lle ciuplici Loncorllia I.iceLegionis an. 1600. zu-Zürich drucket! lassen, welch^, da f ^;i. jul. an. 1574. zu Jena sollte gehalten v§ii
Lipsius nicht nur an eine solche fchrift niemals geo^ nM. ,,auch schon fünfgantzer monat vorher, ncmlich de>'^ gevu»^,Jena weggezogen war; wiewol bey diesem allen'"./ gew, ^wißheit da ist , ob hierin» Goldast selbst der betruv A / ^oder , ob er von andern zuvor betrogen worden > 7-^ ep"
»raslö pallim. , in vita s-iplii. ^
< 7 o«^r«Z. in pr-ef. all laLit. lle mor. 6erm. M/x/e.
6vs " " ...
Lrs/z>r«,, in Kinpliotill. Lciop?' Elltst^^eGoldbach , ist ein bach in dem Lucerner-länblem,^ y, ^der auf der Alp Goldzyten entspringt, und bey,I-a^ Mt
grosse Emmen fällt; er führet ein reiches gold^ stcck!^und findet man da oft gold-körnlein so groß, E ^ ^
knöpfe sind. Gcheuchzers berg-reis. rom. V. .^ii, ^Goldbach , eine uralte adeliche familie mfff"
welcher Helwig an. i;oy. des Teutschen orde'w ^ oM^Preuffen worden. Georg, Chur-Sächsijcherzu Querfurt, muste dieses schloß an. 164r. de>> ^geben. von Ritter-orden.
* Goldberg , lat. OnlllberZa, eine stadtLiegnitz am Katzbach in Schlesien, so „ahmebund ein feines O^mnallum hak. Sie hat den n v „och
vormaligen gold - gruben bekommen /davon m Hechyg
spüren bemercket. Das Lymnslluw daselbst v"
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