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gebohren den 6. apr. an. 1673. Königl. Polnischer und Chur-sächsischer Hof-Rath, wie auch Fürstl. Sächsischer Hofmei-ster zu Forsta. Der jüngere heissel Carl Christian von Gold-stein auf Klein-Liebenau, gebohren den r8. dec. an. 1679.Nebst diesen hat sich auch einer von des obgemeldten berühm-ten Obersten Carls hinterlassenen söhnen in dem Braunschwet-gischen niederlassen, von dessen nachkommen an. 1718. Carlals Fürstl. Braunschweigifcher Hauptman» florirte. Obengedachter v. Kilians Gvldstein naher anverwandter oder bru-der war des Churfürsten Joachimi II- von BrandenburgRath, und !an es seyn, daß von demselben die von Gold-stein in Preussen abstammen , die sich auch in Polen ausge-breitet haben, und daselbst Kossowski genennet werden. Vondemselbigen war Arnd entsprossen , der sich in dem zo. jähri-gen kriege, als Schwedischer General-Major hervor gethan/und an. 1654. zu Königsberg gestorben. bitt.
8usL. 11b. IV. §. 6z. lib. VI. §. 71- üb. VII. §. 86. üb. XIII.§. 67. Üb. XVII. §. 6. Lr/rox. tom. I. L II.
snnsl. 8sx. Inä. cbron. Ludolphs fthaubühne,
tom. II. lib. XVV. L. ). f 87. 61sr. biogr.
Goletta, stehe Goulette.
Golfs, bedeutet den arm eines meers, welcher tief inein land hinein gehet/ und deren jeder seinen nahmen vondem daran stossenden lande bekommet; man weiß aber nochbis auf den heutigen tag nicht / was die meer-busen, welchedas meer auf der mitternächtigen feite der Tarlarey sormirt/für vornahmen haben / weil die länder dort herum noch meh-rentheils unbekannt sind. Der vornehmste Golfo von demOceano orientsll ist der von Nanquin / welcher China gegenosten lieget. Gegen mittag desselbigen Königreichs liegt derGolfo von Cochinchine. Die vornehmsten meer-busen des mittä-gigen Ocesni, oder des Indischen meers/ sind die von Bengala/Persien und Arabien; der von Bengala liegt gegen mittag vonIndlen/ der von Persien scheidet Persenland von Ärabien/und dervon Arabien/ sonst das Rothe meer genannt/ scheidet Arabien vonAsien. Die vornehmsten meer-busen des Mittelländischen meerssind das Adriatifche meer / oder der Golfo 61 Venezia; dasTarentinische / oder der Golfo cü Taranto; der von Thessa-lonich / oder Golfo 61 Salonichi ; kropontis oder Nsrs 61Marmors ; ?0MU8 Luxmus , oder das Schwartze meer / undder kslus Nseoti«. In dem Ooesno occläentsü ist das MarsLslrkmum , sonst Linus Loäsmi8 genannt / oder die Oft - see /so zwischen Teutschland/ Schweden und Dänemarck ist. DasMeiste meer/ oder der Golfo 61 St. Nicolas/ ist das vornehm,sie in Moscau / und in America der von Mexico.
bist. orb. terr. csx>. ;. f 6. L logg.
xsg. 26.
* Golgatha/ oder Golgotha, ist nach Hieronymo keinHebräisch, sondern ein Syrisch wort;
6e rsr. inventor. Im Syrischen heißt es Gogulto. Eswar dieser ort vor Jerusalem / auf welchem man die armensünder richtete. , Lmestr. II. 8. Er hat den nahmenbekommen von bba oder bsbs s rotunäs <L volubill forms,oder wie einige wollen , von dem Lrsnlo, weil ihrem vorge-ben nach allda die schedeln der menschen häufig lagen, wel-ches doch falsch / weil die Iüden die abgethanen Missethäternicht liegen liessen / sondern begruben. In diesem orte wurdeder Heyland ans creutz geschlagen, und unter die übelthätevgerechnet. XXVII. ;z. XIX. 7. Er lag ge-
gen abend, und suchet Lundius in Jüdischen heiligthümmern,II. 6. x. 268- ein geheimnis darinn, weil nemlich die Iüdensich gegen abend oder gegen das Ällerheiligste richten mustenm ihrem gebät / so hätten sie sich auch zugleich gegen Golga,tha stellen müssen / oder an den ort, wo der Ällerheiligste ge-creutziget worden wäre. Es ist dieser berg nach der zeit mitmehrerer erde überführet, und gantz unkenntbar gemacht wor-den , vermuthlich bey der belaaerung der stadt Jerusalem, dadurch der Römer kriegs - wercke alles zu unterst und zu öberstgekehret worden, und gehöret also ein starckcr glaube dazu,we m man ihn noch gar eigentlich zeigen, auch so gar wei-sen will, worinn das creutz Christi gestecket, welches rund,anderthalben fuß tief, sechs zoll im durchschnitt weit, mit sil-bernem bleche eingefaßt, und mit einer kleinen capelle über-bauet gewesen. Einigen kommt es seltsam vor, daß solcherort fast mitten in dem heutigen Jerusalem gewiesen wird, dadoch solches viel kleiner ist, als es ehemals gewesen, und wol-len daher diesen ort vor falsch ansehen, oder doch daraus zei-gen , daß Jerusalem von seiner stelle verrückt, und die mei-sten heiligen orter falsch angegeben worden seyn mästen.
Goliath, ein Riese unter den Philistern, sprach 40. tagelang den Jsraeliten von des Sauls armer Hohn, dannen-hero David ihn mit einem stabe und schleuder attaquirte, undmit einem steine an die stirn traf, daß er zur erden sanck.Er warf sich nachmals über ihn her, hieb ihm mit seinem ei-genen schwerdt den köpf ab, und brachte solchen zum Könige.Man hält davor, David habe bey dieser gelegenheit den 14;.Psalm gemacht, wie denn auch selbiger diese Überschrift füh-ret: Ein Psalm Davids wider Goliath, r. xvn.
smlh. ^uäsic. üb. VI. csx. 10. ,
üb. I. csx. 60.
* Golisand, Gollisano / lat. Loüümum, eine kleine stadt
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In Sicilien, drey Meilen von Mazara iindvon T-miniAlgen. Sie hat vor dem eigene Grafen aus dem haust r." ^gehabt, und jetzv führet eine linie des Hauses Montanatitul davon.
Golius, ( Jacobus) war gebohren im Haag an.aus einer vornehmen familie. Sein vatter war Tyeova ^1-Lckusrlur bey dem Holländischen'Lehn-hofe , welcher zu s x,tung der stadt Leiden, als sie von den Spaniern bciage» ^viel beygetragen. Auch von der Mutter feite (so A«>»melar hieß) ist seine familie ansehnlich gewesen, niainhannes Hemelar , Lsnonlcus zu Antwerpen, ein geieiv^,in der müntz-wissenschafft sehr erfahrner mann, derst^der gewesen. Er hatte eine gantz besondere lust zum»»,.^,legte sich auch nicht allein auf die sprachen, die
Griechisch-und Lateinische antiquitälen, sondern aucy ' ^Theologie und Medicin, und trieb mit grossem eifer r^thematic. In seinem 20. jähre verließ er die Acavs' ^Leiden, allwo er unter Thoma Erpenio grosse prog'» WHmacht, und begab sich aufs land, mit dem vorsah.gantze jähr nichts zu thun, als zu studiren; allemallzuvieles studiren fiel er in eine kranckheit, und m»W^j>ivorhaben unterbrochen. Hierauf that er mit der-V ^ gc-von Tremouille eine reise nach Franckreich, welches »»legenheit gab, daß er nachRocheüeberuffenwurde- ^ „jchkim Griechischen zu införmiren. Er bediente selbige er-lange , weil ihn die innerliche kriege, die sich endlichoberung selbiger stadt endigten, nöthigten, wieder»'» § erin sein vatterland zu drucken. Wenige zeit daraus d^ean. 1622. mit dem Holländischen Abgesandten zum ^be-vor, Marocco, bey welcher gelegenheit er sich Erven» Wc",neu raths, sich in der Arabischen spräche zu pe»
bediente. Er offtrirte daselbst dem Könige MuleMAWM,grossen Atlas und das Neue Testament in Arabischerwelche ihm Erpenius nebst einem schreiben zuschick»-, . ^ n>c -ge zeit darauf präfentirte er dem Kbnige ein memo» El-ches in Arabischer spräche und K7I0 Lbrllllsna. welch^.,^ c
bigen landen etwas besonders war, geschrieben, Wwa-um die expedition der affairen des Abgesandten am»ches dem Könige dergestalt gefiel, daß er solche , ArE,testen leuthen zeigte, auch stlbst mit dem Golfo zu ^verlangte, welcher ihm aber, weil er das Arabischenach der art der gebohrnen Araber oder MauruM'^E"sprechen konnte, in Spanischer sprach antwortete.half dieses so viel, daß der Abgesandte sofort stme che>>bekam. Er durchsuchte daselbst viel fchristen, so bev rs>>ropaern unbekannt find, und sonderlich die E
alten Königreiche Fez und Marocco, welche er über»'-te. Er trug auch viel zusammen, so die Worte Wpibetraf Solcher gestalt brachte er die treflichste» sGstch heraus, welche dem Erpenio wohl hätten könn»ten kommen, woferne er nicht durch eine austectem» Sswenige zeit daraus verstorben. Indessen hat Golmo WEscheuet, und die gantze kranckheit über bey ihm m>sn _ist auch an. 1624. ihm in der Arabischen ürotbWn Msolger bestätigt worden , wie ihn Erpenius selbst ,iic^tode hierzu vorgeschlagen. Weil er aber immer mNachrichten aus Orient holen wollte, nahm er »^0,Obern urlaub, um eine reise in Levante zu thu»' ^.Aleppo, und hielte sich daselbst anderthalb mhr aus, eeine reise in Arabien und Mesopotamien, und E , und»»zu lande nach Conftantinopel. Seine gelehrsaMW.^^imVge aufführung thaten ihm auf der reise gut/adM»,^daß er auch von den Türcken in ihre bibliolhecre'd»>wurde, und sonst überall freyen zuggng bekam- E'kffßbrachte er sich durch seine glückliche euren Ws,WcüWWWege, und ließ einen so guten nahmen im Oneiu ^fblches noch feinem bruder, welcher einige zerrdiese reise that, grossen nutzen brachte. Nach t"ch>,v braA,jähren kam er an. 1629. wieder nach Leiden, ^
nebst vielen besondern Nachrichten auch die hEAodi ,
scripte mit sich, und weil er indessen nach W»»lii tode zum krakellm-s Mstbemstum war sasi^'^.Mvertrat er hernach beyde stellen mit grossemM mehre» /Er hatte mit den gelehrtesten leuthen correspondE MMdie wissenschafft seiner sprachen wohl anzuwen^, glaube»^,,sich bcmuhete, die ungläubigen zum Christlich"' xiieEftibringen, daher er den Christen, die unter 0, MechsiW,.joch seuszeten, zum besten die Conseßion, 0"' überund die Liturgie der Reformirten ins Arav s von sch-Er war sonst von einem guten temperamem »gesundheit; starb endlich, nachdem er alle hin ^
ren-stellen durchloffen, den 28. stpt. an. h, v „keß 2. sohne: Theodorum, der als Bürgern' » geEj^ian. 1679. verstorben, und Matthaum, enund redlichen mann, veasnum Luns- Üoim. sM^gb-Haag an. 1702. im sept. gestorben, "nrei. ' onnS yM-sind bekannt: Vexicon ArsbiLUM; ^,011 kck,'s,,,er
L Vsr. cum noü8, so eine grosse wissenfchali ,<jcht ,zhgenländischen Geographie in sich halten, aver ^yice ^ ^gebracht worden; LrsbUsä-L Vim lumecksn ' „ieM»Vgv>von aber seine verheissene Lateinische Übersetz
tag kommen , und anders. MmsoW lilnor'