Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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813
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Eey 1,2t. 1K. Lrpenii, hat Golius auf dessen absteksden, Ucht gegeben an., 162;. und ebenfalls, doch mit ei-Zusatz, Lrpenü 6rsnimst. Lrsb. an. 1656. 6>§.ksüo kun. < 7 o/M^«r, melsngS8 biltorigus8. L^/c-. *

t» h^ürs, (Petrus) Iacobi bruder, wurde bey feiner mut-5 ,. Johanne Hemekario erzogen, der ihn in seiner»>vgx "Meit zur annehmung des Cathoiischen glaubens be->de,j,' er erwachsen war / nahm er den orden der Car-Ä,tz^^arsusser an , und nennte sich k. Cölestinum äs St.tM,.,'' Er befand bey sich eine gleiche begierde den Orien»ili b/,Ä 'brachen obzuliegen, und den östlichen theil der weit?°>l ' ww er sich denn lange zeit auf dem berge Liba-

N ^'gehalten hat , nachgehends aber zu Roin Lroksstors^"talischen sprachen worden. Er hat den Thomam>es ins Arabische übersetzt , und in dem 74. jähre fei-Avnim noch eine reise auf die Malabarischen kästen Vor-sitz, um an der bekehrung der ungläubigen zu ar-''»ch ß..Die beyden brüder haben einander hertzlich geliebet;liesse,, bs Iacobus ihrem oncle/ dem Hemelario, nie ver-^liiyii O'nien, er ihm seinen bruder den Petrum zu der- ">tton der Römischen kirche gezogen.

!ü , (Thcophilus) Professor Noriüimn zu Straßburg,^inp'-^8. gebohren, und an. räoo. verstorben. Er hat einder 10. bücher äriikotelis sä Xicomsciium , in-stlner koliticorum , und eine Griechische Grammatik

(Joh. Wilhelm) in der Pegnitzischen bluinen-ge-» genannt Cleander. Er war zu Nürnberg, woselbst?rger » , Johann Hieronymus Golling, ein nahmhaffterV , gebohren. Den gründ seiner studien legte er:»»g tz" ^5mnstio Lgiäisno seiner vatter-stadl, unter anfüh-^ e»^ geschicktesten lehrmeister, von welchen er sich gegen». I des jahrö 172;. nach Altorf auf die Academie be-!'»e seiner schonen wissenschafft legtezer auch verschie-

Kol la öffentlichen disputationen auf dem theologischen

? philosophischen Catheder ab ; davon er eine äs Oo.^ -„tz^mholiss L imuiüvs unter krok. Feuerlin an. 1725.

Zrsäu Nsgiltsril unter prok. Schwartzen, äs!> ^I>S g ^bci8 vsteium lkomsnorunr sä illlilir. Älsrc. VI. 27.

novl koeäeris loss, an. 1726. iind bald her-bste» v'tte unter Bernholden, äs Imsgins vei in Homins,M 27. mit allgemeinem beyfall vertheidigte, auch umA ?eit sich als krackes äs läsis universslibu» lxecis-Atirj , und äs läesrum univerfslium Ilrilirsts ha-

'Mw, worauf er noch einmal als krscks8 äs Lsutionsss er tzp "Ls circa Voces difputirte. Das folgende jähr besa-ss)/ ^''»ehmsten Ober-Sächsische städte und Universträ-^ 8eiek„?^ndte sich darauf nach Helmstädt, allwo er aus^ lectionen und dem gelehrten Umgang des AbtsUns tzN Henniges, Hardts, Treuers, Lackemachers und Reu-t, . ."utzen und vergnügen schöpfte, zumal aber int? Ä» Rulandischen sprachen sich mit besonderm fleisse übe-i» Ast an trat er in gesettschafft seines bruders eine gelehr-^ sahe sich erst in Nieder - Sachsen, daraufdj k.llvch und sodenn in Engelland unter den berühmtesten^v.liebe, „v"den Gelehrten um, von welchen er insgesamtg»nst-bezeigungen genossen. Bald nach seinerä>> "id «-Sonden erhielte er die Nachricht, daß ein Hoch-»^inv^^ochweiftr Rath zu Nürnberg ihn zum Intz>e<stors« Oeconomi-L auf ihre Universität Altorf ernen-Mllgnd er nach einem aufenthalt von zwey monatenv^beaak ^ / und sich über Holland und Flandern nachq> ° Von bannen kehrte er über Straßburg, BaselMuach seinem vatterlande zurück, disputirte etli-diz ^erji. ° "e Lstslks 8ervorum; äs IIso L Rsligions ; äs' lltch IseliZionis, und äs bsecellitste kevelstio-

chx l> ulken, die ihn kannten, die vergnügenste hoff-diis^bn fast täglich zunehmenden Verdiensten, wel-^ItägjVs,s^lnen den 22. dec. an. 17^2. auf ein hcfti-lvyyh^ges fieber erfolgten tod mit einem mal unterbro-

aiik^en ' (Leonhard) ein Nürnbergifcher mahler, wardKia^l, Hbr. an. 1604. Er kam an. 1617. zu Paul>eq-M>g d-^,^">hmten künstler, in die lehre, und gieng nachh in " un. rörz. in Italien, allwo erchch die ge-^ „,Esienzmahler-kunst stärcker zu werden, über 5. jähr'He?Aernm, machte. An. 1629. da er einige zeit zn,Nürnberg angelanget, verfertigte er ein Herr-.Vdie abnehmung des HErrn Christi vom creutzUach dem noch andere schöne wercke, unter wel-zwey altar-blatte, die er in die nahe bey Nürn-Uwens bey St. Leonhard, zum angedencken seinesM, Utejt, ^^erehret. Er hatte an. 164;. mit den mahlern, um er sich gäntzlich von denselben abgesondert^ 3 . künö,"ov- an. 1667. gestorben ist. Doppelmayrs"ltler.

k?", so Üadt in dem Stettinischen gebiethe in Vor-Ulchx Mge s^si rch verschiedene feuers-brünste und die Teut-ms abnehmen gerathen, Pomme-

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* Golo, lat. Ools, ein fluß auf der insul Corsica, der imsee Gena entstehet, und ins meer von Corsica fällt.

Golowm, siehe Gallorvin.

Goltz, (von der) ein Freyherrliches geschlecht in Polenund Böhmen, welches von Androclo aus Dacten , einemleibeigenen des Römischen krocnnlülis in Africa, feinen Ur-sprung haben soll. Man erzehlt von demselben, daß er sichwegen des harten tractaments von seinem Herrn entfernet,nachgehends aber deswegen zn Rom verurtheilt worden, sichmit einem löwen in einen kämpf einzulassen, da es denn ge-schehen , daß derselbe den Aneroclum, als welcher sich auffeiner flucht eine zeitlang in deflm höle aufgehalten, erkannt,und ihm keinen schaden zugefüget. Diese begebenheit soll denRath zu Rom vermocht haben, ihm nicht allein das leben,sondern auch das bürger-recht zu Hencken, mit der Verord-nung, daß er m seinem wapen eim, löwen führen sollte.Einer von seinen nachkommen nahm eine aus dem geschlechtder Mäniner in Hetrurien zur ehe, und fügte deren wapen,welches eine rothe mauer vorstellte, dem seinigen bey. Vondiesem nun soll das Edle Teutsche geschlecht von Dienheim,als welches eben dergleichen wapen führet > ensprossen feyn ,davon sich Andreas an. mz. in Polen begeben, und den nah.men Prawda angenommen, nachdem er Johannis Prawdä,Grafen von Sczawin und Trombki, wie auch Land - Rich.ters von Gostimen, einzige tochter geheurathet. Mit derfel.ben zeugte ersöhne, welche sich von den ihnen zuaehö.rigen Grafschafften Trombki, Golczevo und Sczawin benen-net. Der mittelste erbte Golczevo, und ist der Ahn-Herr derGolczischen familie worden, welche sich nachgehends in un.terschiedliche zweige ausgebreitet, die sowol den nahmen alsdas wapen verändert, und sich nach ihren Herrschaffren undRitter-sitzen benennet haben. Von der link, so den nahmenGoltz behalten, sind ;. leidliche brüder nach einander Btfchöf.fe zu Plotzko gewesen, nemlich Nicolaus l. an. 1567. Sta,nislaus I. an. r;69. und Dobislaus l. mit dem zunahmenSowka äs Golczevo, an. i;7i. Paulus äs Golczevo, Woy.wode von Plotzko, liebte die jägerey dermaffen, daß er dievvrwercke Kopipki und Matwice, so zoooo. thlr. werth wa-ren, vor 2. Hunde hingab. Andreas war gleichfalls Woy-wode von Plotzko, lebte an. 1460. und hinterließ einen söhn,welcher feinen nahmen sowol als seine chargcn erhielt, letzt,lieh aber kslsrinus von Veltz wurde, und mit einer von Opv-rowska 5. söhne zeugte, die waren i.) Nicolaus, kslseinusvon Beltz, und Staroste von Rave; 2.) Bartholomäus, derHertzoge zu Plotzko Cantzler; ;.) Johannes; 4.) Petrus, einStaars-erfahrner Herr, der noch an. 1591. gelebt; und ;.)Christophorus, beygenannt Niszczychi. Dieser letztere wurdeStaroste von Czechanov und Prasnic, unter König Stepha-ns aber Feldherr, und hat an. i?88. die wähl Königs Sigis-mundi III. unterschrieben. Andreas und Felix, 2. leiblichebrüder, nennten sich Siergscii äs Golczevo; jener war ks-Ist,mu8 von Rave und Staroste zu Plotzko, dieser aber Ca.stellan zu Rip. Günther von der Goltz war Kayserlicher Ge.neralißimus unter Rudvlpho II. Matthia und Ferdinands II.wie auch Statthalter in Bohmen und Mähren. Er besaß un-terschiedene Grafschafften und Herrschafften, in Ungarn, Böh.men und Mähren, begehrte aber den Reichs-Fürstlichen titnlnicht anzunehmen, womit man seine vortrefltche dem HauseOesterreich erzeigte dienste belohnen wollte. MartinuS Mari-milianus war Kaysers Ferdinandi III. General-Feld-Zeugmei.ster, und ließ in dem zo. jährigen kriege seine tavferkeit sehen.Er gieng ohne erben ab, und hinterließ seine in Böhmen gele«qene Herrschafften seinen nächsten unverwandten, von denenWentzel Anton und Johann Frantz, als Königlich - Böhmi-sche Cammer-Gerichts-Räthe, noch an. 1729- gelebt. Joa.chim Rüdiger ist nebst seiner gantzen fanulie, wegen seiner derCron Franckreich geleisteten kriegs-dienste, von Ludovico XIV.in den Freyherrn-stand erhoben, und ihr wapen mit;. listenvermehrt worden. Nach diesem wurde er General über dieChur-Brandenburgische Infanterie, hierauf General-Feld-Mar.schall-Lieutenant bey dem Könige in Danemarck, ChristianoV. und letztens General-Feid-Äarschall bey dem Churfürstenin Sachsen, Joh. Georgio II. da er denn dessen armee bey dementsatz der stadt Wien commandirte, und bald darauf im hohenaller starb. Nach ansang des XVIII. lkculi thaten sich folgen,de vor andern hervor: i.) Henricus, welcher anfangs dem Kö-nige in Preussen, hernach aber dem Könige in Polen gedienet,und etliche jähr bis an. 1727. Ober - Commendant in Dantziggewesen. Hierauf trat er in Nußische dienste als General-Feld-Marschall-Lieutenant , und hielt sich bey unterschiedlichengelegenheiten wohl; allein nach der Macht bey Pultawamaßte man ihm bey, als wenn er nicht genugsam Vorsichtig-keit gebraucht, den marsch der Schweden zu verhindern,da sie sich unter dem General Crassau aus Polen m Pom-mern gewendet. Er kam darüber m arrest, letzte sich aberwieder in freyheit, und starb an. 1717. zu Buna m Lit-thauen in hohem alter. 2.) Fridericus war anfangs Cam«mer-Herr bey dem Kaystr Leopoldo , hernach aber Polnisch,und Chur-Sächsischer geheimer Rath,, wie auch Reichs-8e-nswr in Polen, z.) Franclftuö Joachlmus, Polnisch-undCbur - Sächsischer General - Mawr, wie auch Staroste vonSrode. 4.) Georg Günther, Polmich-rmd Chur-Sächsischer

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