Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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General-Major; 5.) Franciscus Rüdiger, RaßMerGene-ral - Major. In dem XVI. Xeculo hat diese familie unter an-dern in Polen die Grafschafften Golczevo, Arnskrohne, unddie Herrschafft Draheim; in der Marck Brandenburg aber dreHerrschaften Dramburg und Arnswalde besessen. Es ist auchwahrscheinlich, daß das an der Oder m dem Lebusischen kreisegelegene schloß Goltz von selbiger seinen Ursprung habe. Oöa/^rorb. ?oI. vit. Lxrle. klocens. cie reb. §eÜ.

k. Baron vorder Golcze Urmuldr. OenesloZiZ.

(Doltzen ^ ein offener flecken, aber alter ort an der Chur-Sächsisch - und Märckischen greitze in der Nieder - Lausitz , andem flüßlein Goltze, so unweit dun dorfe Ledelbeben in disSpreefallt. In dem XVII. Xeculo hat der ort dreyerley Herren ge-habt , indem ein theil denen oon Breda», ein theil denen vonSchlichen, und das übrige denen von Stutterheim zugestan-den. Von alters sind allM besondere Burggrafen gewesen, dieaber abgestorben. Herma-in Burggraf zu Golsyn ist um das jähri; 18. umgebracht worden, hat aber noch söhne hinterlassen.An. i;y;. hat es Marggraf Wilhelm der etnäugigte eigen-thümlich besessen; nachdem haben es die von Minckwitz gehabt.Im Hußiten - und dem Teutschen dreißigjährigen kriege hat derort viel schaden erlitten. Viel. Äo/MMr«r scripc. Xulm. rom. IV.sppsnä. Diplomat, x. 18;. Grossers Lausitzische merckwürdig-keiten, k. III. Lausitzische beschreibung, p. 77.

Goltzius, (Henricus) ein berühmter mahler, war an.zu Mulbracht, einem kleinen städtlein in dem Hertzogthum Iü-lich, gebohren. An. i?yi. gieng er in Italien, und nachdemer sich einige zeit zu Venedig und Neapolis aufgehalten, zeichne-te er die tceflichsten wercke der berühmtesten meister ab, welcheer bey seiner rückkehr in kupfer stach. Er starb im 59. jähre sei-nes allers an. 1617. Sein vatter, Johann Goltz, war sehrgeschickt auf glas zu mahlen. FVLH, entretiens lur les vies

Xe? keintres.

Goltzius, (Hnbertus) ein berühmter Niederländer, warzu Venlo , allwo sich sein vatter Rogerius, ein mahler vonWürtzburg, damals aufhielt, den ;o. oct. an. 1^26. geboh-ren. Er hatte nebst der Mahlerey eine sonderbare Neigung zuden üuäiis, alten inlcriptionibus, tsbulis, Medaillen und an-dern antiquitäten, in deren erkäüntuis er sich sehr übte. Er hieltsich in die 12. jähr zu Antwerpen auf, bis er an. 1558. nachBrügge gieng, allwo er zwey brüder , Marcum nnd Guido-«iem Laurinum, antraf , die ihm grosse dienste thaten. Erreisete hierauf durch Franckreich, Teutschland und Italien, undbekam die allerschönsten cabineter zu sehen , wurde auch zumLive Xomana ernennet. Nachdem er wieder zurück in die Nie-derlande gekommen war, legte er sich mit grossem fleiß auf dieErklärung der müntzen, und starb zu Brügge den 14. may an.

Er hat verschiedenes heraus gegeben, als: Vlvas ammumImperutorum Imsgiueb a fullo LveXire ucl Lurolum V.; kuXosPlagistrutuum äc Iriumpliorum Xomunorum; Lataloxum 6ou-tulum; äs OriZine «L 8tatu kopuli Xomani; Tlicsaurum LeiLntiguuri-e ; VXsm lulü Lselsris . XuZuXi L Viksrü; 8ici!iumL muZnum 6rgscirim ex uummis; Itinerurrum per Italism, 6er-maniLm UL 6-lUism ; wovon jedoch meistentheils nur die samm-lungen und abrisse der müntzen von Goltzio, die beschreibun-gen aber und auslegungen von andern Gelehrten sind; es ist auchGoltzio von einigen schuld gegeben worden, daß er viel mün-tzen , so nie in der wett gewesen, ertichtet, und deren abschilde-rungen, als wären sie würcklich von alten müntzen, in seinebücher eingeschoben; von welcher anklage ihn doch viel andere,eben von denen, welche man für Goltzens erfindung geachtet, undderen gleichwol noch seithero mehrere stücke zum Vorschein kom-men , und aus der erden Herfür gegraben worden, den gutenmann scheinen ledig zu sprechen ; welchem auch über das beyseinen vielen reisen und beständig hieraus gewandtem fleissc nochwol gewisse einzele stücke von müntzen haben unter die äugenfallen können, und also von ihm zu seinem künftigen gebrauchabgerissen werden , welche nachgehenbs verlohren gegangensind. DeMir», biist. kel§. p. ;92. 8-rverVr«,, lttkou. kslß.p. ;48. kkilolopk. p. 142. 6l-rÄ»r, vol. II. p. 202.

A«,, ?. I. sse 8. X. X. x. 2)8- *

* Golup, oder Golba , Golube, lat. 6olubiu , einestadt im Polnischen Preussen, in dem Palatinat von Culm amfluß Tribenten, ungefehr 6. messen von Thorn ostwärts gelegen,hat ein schloß, welches Conrad Sack der Landmeister an. izoo.fundirt, da er auch, nachdem er abgedanckt, die übrige zeitseines lebens zugebracht. Schütze, beschreibung der Land-Preussen p. N- Dre stadt aber muß eine geraume zeit hernacherst gebauet seyn. Hartknochs Preussen , II. z. p. 41z. An.1460. ward dre stadt durch verratherey von den Teutschen Or-dens - Rittern erobert , allein das schloß gieng nicht über.Schütze, 1.0. x. 286. b.

(Fomarus, (Franciscus) war zu Brügge den ;o. jan. an.gebohren. Sein vatter gleiches nahmens und seine Mut-ter Johanna Moermannin, waren beyde von dar in die Pfaltzgezogen, um die Reformirte religion, die sie angenommen hat-ten , sicherer zu exerciren, und liessen ihn, nachdem er in seinemvatterlande 15. jähr die schule besuchet, zu Straßburg unter Jo-hanne Sturnno studiren. Er war daselbst ;. jähr, gieng abervon dar nach Neustadt, seine Xucliazu treiben, weil die Refor-mirten krnkeXore8 von Heidelberg sich dahin retiriret, und hattevor andern Franciscum Iunium, Simonem Stenium, Zacha-

riam Ursinum und Dan. Tossanum zu Präceptoren.that er an. i;8r. eine reise in Engeüand, hörte zuRaynoldum,und zuCambridge Guilielmum Whitakcrum^ ^auch daselbst an. I ;84. im jul. öaccglaursus. Folgcndc^^^ ^'il

brachte er zu Heidelberg zu, allwo man die AcademieChurfürsten Ludovici tobe wiederum ausgerichtet hatte.^'.wurde er von der Niederländischen gemeine zu FrimnAMte,Prediger verlangt, welche stelle er auch bis an. izsl'-f,da dieselbige sich durch verfolglmg gantz zerstreuete. Ä'M Z»wurde er LrokeXor VXeoloAixe zu Leiden , zuvor aberx M,Heidelberg. Selbiger krokeXivu wartete er fleißig undbis er an. iso;. Jacobum Arminium zum coüegen bera 'ser machte ihm mit seinen neuen lehr - sätzen viel zuche er nicht allein auf dem catheder angriff, sondern aMseyn der Staaten von Holland zweymal darwider

mal sie beyde allein an. 1608. in der Versammlung de^ HM

von Holland, und zum andern mal im folgendengen fünfe. Es fruchtete aber wenig, und wiewol Al, Mkurtz darauf starb, konnte doch Gomarus dessen lehre »cc«pfen. Wannenhero er aus Mißvergnügen, zumal 0»nahm, daß jenem Conradus Vorstius succediren sollte 1,dre Academie zu Leiden verließ ; von bannen kam erdelburg in Seeland, und wurde daselbst ksllor und 'Hieologi« und 6ing. Hebr. bis an. 1614. da er znM vielIbeoIoZiM nach Saumur beruffen ward, woselbstjähr lehrte, gieng aber an. 1618. von darnach Gronmser der oberste krokessor in der Theologie und HebrassE',,, Mwurde. In solchem amte soll er so fleißig gewesenman feiner in 22. jähren nur zweymal im äullnorw AMhat, das erste mal, als er an. 1618. nach Dordreasi HxeEnianischen controversien halber abgefertiget, und das a" Eals er nach Leiden zu Übersetzung des übersekten AM ^ Mments gefordert worden. Er hat sich dreymal verevnm ,,ebEnur von der andern frau kinder hinterlassen. Sems gMarbeit war, daß er die biblischen bücher, sonderlicher ^Testament mit commemsriis erläuterte. Im ubrw llnder lehre der Lomra - Nemonstranten sehr eiftrigein scharfer visxutator; welches er sonderlich aus?,,«. giifUzu Dordrecht sehen lassen , da er auch seine handM'-Mi'Ktisch warf, und Martinio einen kämpf anbot, well erbeypflichten wollte. Er starb den n. jan. an.

schriften sind an. 164;. zu Amsterdam zusammen geo -,7den. p. 79. llcb'

6/ovE, ep. ;z. IMoria articulorum ; li'kg ^ c>

Xantium vir. Benthems kirchen - und schul - staat / ' .

x. 209. LVeütt'«-, sascic. I

Gomatrudis, Königin aus Franckreich, ^^bect»^und Brunulsis schwester, wurde an den König vclSin Franckreich z» Clichy ohnfern Paris vermählet. usie aber nachmals unter dem verwände der unfrnm» >das jähr 629. oder wie andere wollen, 6; z. s

Gombaldus, (Ioh. Ogier) zu seiner M ane ^ Evornehmsten Poeten in Franckreich, war zu ^

ohnweit Brouage in Xaintonge aus einem adelicyr» zv^gebohren, aber ein Cadet, und der Reformirten re>vthan. Zu Bourdeaux legte er den gründ seiner ,

zu ende der regierung Königs Henrici IV. nach pichtder Maria äs Medicis in sonderbare gnade, das ^hssichvhjSeinen freyen zutritt zu ihr hatte, sondern auch eme'sion von 1200. Reichs - thalern erhielt, welche mw'^auf 800. und endlich gar bis auf 400. vermindert/ ^ mi §ansein ende gereichet worden , wicwol auch ,st eir>eH^innerlichen kriege unterweilen ins stecken gerietst-den ersten Mitgliedern der Französischen Academ e ^

zwar von denen, welche schon zuvor ihre zusammen Mc«Conrart an. 1629. hielten, woraus die Acadeime^H am.genommen. Er war einer von den dreyen, wl« ^ Mbdie XacutL dieser angehenden Academie zu exammgen ward. An. 16;;. den 12. mattn hielt er yarstch FAcademie, welcher einer von den ersten war, so

ten worden. Er starb endlich an. 1666. da er Hs

war. Er hat verschiedenes geschrieben , als: ^grossen applautum gefunden ; ein Hirten - gen"-' ßpistw»genannt; ein Volumen koemstum; Volum? -Volumen LpiZrammatum; liaZoeäiam , ^-isteNTrugicomosäi-im Lhclippe , Welche Von dM T ^oll?- k'

ten worden. , niXoire cls 1'Xcaäemie r

L lettre« sse MonX. 6omba - . Mes

Gomberville, (Marin le) siehe Roy. Av

Gombs, ist einer der sieben theile oder sogen« heMHEoder Land - Gerichten, daraus das Wallisettlan^^Ae ö. L,,ß.zwar der oberste von dem Ursprünge der Rstom^upt - „obkirchen in sich begreift, und darinn Arnen dee ^ pe» ^

Gomev, des Japhets söhn. Einige halten iva -vnter der Gomeriten oder Limmenorum, emev ^0

Syrien sich aufhaltenden Asiatischen volckv, ;S-

vor den urheber der Gallier oder Gcssatier, 0 ^genennet wurden. Allein die erste meynnngcapitel des Propheten Ezechiels die wahrschelM j^. ^e--Mtig. lib. XVII. c. 7.

liv. I. c. i. Lssglex. ssb- lH- ^