Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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einige geglaubet, Cartessushabe seine, meynung, die seele derIhiere betreffend, von diesem b/lsäiso überkommen und entleh-net. Andere hingegen finden wahrscheinlicher, daß dieser Welt-weise , welcher wenig zu lesen gewöhnet war, vielleicht nichteinmal etwas von Pereira leben, will geschweige» von stinenmeynungen gewußt. Über diß war diese frage schon eine ftreit-srage unter den Weltweisen zu Cäsaris zeiten. Die Lwici be-haupteten sonderlich diese meynung, und lehrten in ihren schu-len , es sey nichts als einige gleichheit zwischen den thaten derIhiere und den unserigen, und zwischen den mmschen und thie-ren seyen zwey gantz verschiedene »atmen. Sie nahmen denthieren alle ieidenschafften und sonderlich den zorn hinweg, undsagten , die würckungen, so wir an ihnen wahrnehmen, ob siegleich den würckungen der menschlichen leidenschafften dem äus-serlichen schein nach beykämen, seyen doch nichts als eine physica-lische und mechanische bewegung des gebiuts, welches bald walle,bald sanft in ihren ädern lauste, je nachdem es von einer äußerli-chen Ursache in die Hitze oder nicht gebracht werde, und der thierezorn oder vielmehr die bewegung, welche sie machen, wenn siezornig scheinen, sey nichts anders, als, so eine ihrer natnr zuwi-oerlauffende oder den laufhemmende Ursache ihre lebens - geisteraufhüpfen mache, gleichwie eine kugel, welche auf einer ebenegemorsten wird, fanft läuft, und hingegen aus verschiedene wei-se hüpfet, und seltsame sprünge machet, je nachdem sie etwas,das ihren laufhemmet, antust, ohne daß sie jedoch eine füh-lung davon hak. Es ist aber diese meynung nicht nrm von den8wici8 zu Rom schon behauptet worden, sondern zoc>. jähre vorden zeiten Cäsaris von einem L^nico, so Diogenes soll gewesenseyn, welcher kräfftig gelehret, daß die thiere keine empsindungnoch erkänntnis ihrer sechsten oder ihres thuns haben. WennPereira alles dieses gewußt hätte, so wäre es eine gute antwortfür diejenigen gewesen, so ihm aufgebürdet haben, daß er einegantz neue lehre bringe, welche noch keinem vernünftigen mannzu sinne kommen, oder zu sinne habe kommen können, und wenner selbst belesener gewesen, so hätte er wol über die unbelesen-heit seiner widersächer spotten können, gleich wie manchmalnicht unsere grosse wissenschafft, sondern die Unwissenheit derandern uns gelehrt scheinen machet. Neben dieser meynung, sodie Lntoniancl Mrgsrim behauptet, widerleget Pereira noch indem besagten tractate die meynung Aristotelis von der Aistsriaxrims , und Galeni meynung , die sicher betreffend. An. r;;8.ließ er noch ein ander wcrck in fol. heraus gehen, welches ernennet: Nova verague IVIeäicina Lüristiana, ratione compro-data. , üepubl. cles lettres, inart. sug. fext. an. 1684.UNd spr. an. 168;. Dr-?- vocs

Gomignies, ein kleiner ort im Hennegau, welchen Ertz-Hertzog Albert an. 1614. zu einer Grafschafft erhoben hat. *

Gommern, ein städtlein, schloß , Superintendent;, undAmt zwischen dem Hertzogthum Magdeburg , der GrafschafftBarby und dem Anhalt - Zerbstischen gelegen. Es begreift dieehemalige Aemter Gommern, Elbenau, Ranis, PlötzkauundGottau, worauf das Burggrasthum Magdeburg fundiret ist.Lud. Persona vermeynet in seiner oration von Wittenberg,Gom-mern habe den nahmen von Gomer Japhets söhne ; andernkommt es nicht unglaublich vor, daß es von den Limbris gleich-sam Cimmern qenennet sey ; doch ist es wahrscheinlicher, daßGomern einen Wendischen nahmen habe, wie viel andere örterdaherum, tmd Gomerin geheißen habe. Durch den vergleich vonan. r;7y. zwischen Augusto, Churfürsten von Sachsen undIoach. Friderico, Marggrafen von Brandenburg, behielt sich-er letzte, als äämüüürator des Ertz-Stifts Magdeburg, auf dieausser dem Ertz-Stift gelegene Aemter Gommern, Elbenau,Ra-nis, Plötzkau, rc. seine jura als eine Reichs - Stand - und lehn-schafft vor, reservirte sich auch den titul und wapen davon. Sonsthat der Churfürst Augustus das schloß daselbst fast aus dem grün-de erhoben, und Gommern an. 1578- mit schönen gebäuden zie-ren lassen. rüeatr. 8sx. k. II. p. topvgr.

Lax. kup. p. 7. Lünigs Reichs-Archiv, wm. I. Ipec. p. m. üidSachsen, x. 109. Hamb. hift. remarq. 6. an. 1702. p. ;4. feg.

Gomora von Lopez, (Franciscus) ein Spanischer Priestervon Sevilla gebürtig , lebte um das jähr und schrieb eineuniversal-historie von Indien in 2. theilen, welche ins Französi-sche und Italiänische übersetzet worden. Bernardus Dias äelCastillo spricht ihm vielfältig den glauben ab. bibl.

Üilp.

Gomorrha, war eine von den städten in Judäa. Es sollensie die Cananaer um das jahr der Welt 1870. erbauet haben, siewurde aber nebst 4. andern durch feuer vom Himmel verzehret,allwo anjetzo der üacus Lfpüaültes oder das Todte meer ist. Siehatte zu Abrahams zelten ihren eigenen König. xix.

, lib. I. antig. äuclalc. 6/eZ. üiü. O^naü. I.

x. iz.

-f Gondebaldus, oder Gundebaldus, ein König in Bur-gundten, war der älteste von Gundiochi oder Gundeuchi 4. söh-nen. Er wendete sich zum Arianischen glauben , und wurdevonOlybrio zumkstritio gemacht. An. 4yi..suchte er ludenItaliänischen unrnhen seine Herrschafft zu erweitern, gieng alsoüber die Alpen, fiel in Italien ein, plünderte Asti, Turin,Vercelli,Novara und andere orte aus , und führte eine grosse menge vonbeute und gefangenen zurück. rnj/c-e//. p. 99. Er theilte sichan. 47z. mit seinen brüdern in seines vatters Herrschafftemmach-aber nachgehends mit seinem bruder Gvndegisilo einen anschlag,

>en, nemlich Chilperico und Gvndemaro,. ^a. Allein er wurde an. 476. bey Autun ? > ^rk> eine aute weile imverboraenen aus,fv-„er-

den andern beydenihrige zu nehmen.

gen, und hielt sich eine gute weile im verborgenen am , pxr-meynte, er wäre gar todt. Hierauf gieng er, ehe man n»,sahe, wieder zu selbe, überrumpelte seine bruder ^Vienne, richtete Chilpericum hin, und verbrannte wo, ^rum in einem thurn, verübte auch viel grausamkellengantzen Königlichen familie, und ließ Vienne durchausplündern. Darnach brachte er seine Unterthanenin einen friedlichen stand, und machte vortreßiche isisibr-destoweniger wurde er von Gvndegisilo, seinem jungen,.(welchem Clodoväus beystund, der bey solcher gelegenvL^ch-fchwieger - vatters Chilperici tod rächen wollte, als rm>ter Chrotildis mit ihm verheurathet war;) an.ufer des -uffes Ouche ohnfern Dijon geschlagen; woraufaufs neue ermannete, und nach Ävignon begab.daselbst von Clodoväv belagert wurde, machte er dnrw ^lung seines Raths Aredii friede, unter der bedingung emlichen tributs. Nachgehends gieng er seinem untreue'auf den hals, belagerte und plünderte Vienne aus, Ko-Gondegisilum in einer kirche todt,daß er also an.nig zu Burgund war. Dem ungeachtet, weil er 0.1c »rcil,Puncten nicht hielte, gerieth er abermals mit Clodovao >und gieng in Italien, daselbst Theodoricum um HU U Ast sMchen; allein er erhielt seinen zweck nicht, sondernseines landes abtreten, und noch darzu in Italien m» §ner an. ;»8. oder wie andere sagen, an. 417. feinen.dem Seine gemahlin Caratene hatte drey kinder ^ Aals Sigismundum, Godomarum, und eine loch",,

.. " - äiormM' l^Sicye

selbiger der autüor von den kurZunäianuM, I (

brog seinem Loäici legum aneiguarum inferiret hüdauch Gondegisilus.) '

.. ,. ^ /Ltae. in cbrnn. d>?'

, iib. js. 9. 28. üb. I. f.b'

Lurgunä. üb. II. Von Bünaus Teutsche Reichs-Hm»üb. III. x. 859- Masco», geschichte der Teutschem . MGondebaldus, ein König der Wandalen in AssGundamundus. Ä

Gondebaldus, zum spott Ballomer genannt.vor Clotarii I. söhn aus, welcher ihn aber durchauserkennen wollte, auch nicht vor seinen bastard, ^er sey eines müllers söhn, oder wie Gregorius / ^,1

eines beckers, der zugleich wolle gewebt. So viel M v ^, r>seine mutter, als sie bey Clotario I. in Ungnade g»om'ihm zu dem König von Paris, Chilberto I. gcßohen,demselben zuerst sehr wohl aufgenommen, Hernach ^wieder ausgeliefert worden, der ihm die haare aM,..

Nach Clotarii tode nahm ihn Charibertus, König r» §

der zu sich; Sigebertus aber, König in Australien, ^ W ^in seine Hände, und relegirte ihn nach Cöln, von ANarses in Italien, und sodann an. 54;- weiter nawnopel begab, allwo er von dem Kayser Tiberio aiM> ,, aste tractirt wurde. Bald daraufkam Gontran - ^

von den Grossen in Austrasien, an des Kaystrs jiive^bete Gondebaldum, die Francken verlangten st>n^'^r>e>n ^niemand wüßten, der sie regieren könnte, als ihn. ^ voN,,.xSnun Gondebald hierdurch hatte bereden lassen,. ü. ,

Kayser Tiberio secundirt wurde, kam er zu Marje>»i gE'Mer von dem Bifchoffe Theodors und von dem .

lo wohl empfangen wurde. Allein daselbst sitzte EU,§von ihm ab, beraubte ihn seiner schätze, tractlrre u. M ^sehr übel, und nöthigte ihn dadurch, baß er NZ, «ach ^ ,i>,auf den insuln bey Toulon aushalten. Aber end"^.^, i>mrici tode beredten ihn die vornehmen Herren desfvnderheit Brunichild, den titul eines Königs aEauf er einige progressen machte, aber weil der pjesien wider feine Hoffnung ihm nicht beystunde, po>> > ^trieben, in dem castell zu Comminges belagert, alle»', yoiiadhärenten, die ihn doch zu diesem unternehE derw^zlifrischt, verrathen, übel tractirt, und von BEE>rci> ,Constantinopel geholt hatte, selbst an. 58;. rE».tode geworffen wurde. üb- I ri»'

Da«/'«-/, hüt. äs krancs üv.^

Gondebaldus, siehe, Gundebaldus.

Gondegifllus , oder Gundegistlus, Öderer MGundiochi, des Königs von Burgundien,

Er nahm das ihm von Gondebaldovom lande ein, trat mit selbigem wider sin.^ ß^pt cksten brüder in ein bündnis, und erwchlte sinl ^seiner residentz. Er war aber so souverain MM'und feine Unterthanen von seinem bruder hattmvt^EjP,sollen; weil er aber seinem bruder nicht mehr m berev^He.wollte, wiegelte er Clodoväum wider ihn ant , ^ -00.^^in seine Herrfchafften einzufallen, welches aucym'^cht, ulein nachdem Gondebald mit Clodovao ft'rde

Allein

nur,» „uu-vcm c9onveoalv muer Gondegisilum in Vienne, in welche stadt er d" ^0leitung, die ihm ein brunnen-meistcr zeigte, rm-,. den

^ ^ .

silus in eine Ärianische kirche ffohe ,"uiidan. ;oo. erschlagen wurde. in cnr

üb. II. D« , nilt - ^

Gondemarus, ein König der West -Gotye> ,„,d

succedirte an. 6 ,c>. Viterico, und regrerte 2.nate. Er war mit auf dem an. 6i°. r» Toledo g

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