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h/E ste durch,vielfältige dolchen-stiche ermorden, und ihnendas Haupt abschneiden, welches sie sodann als ein° Zeichen selbst auf zwey piquen gesteckt zu den übrigenthat °?schwornen in ihr quartier brachte. Diese blutdürstigeSey,-r ^ckte zu Salamanca ein solches feuer, als jemals einesii»d Der sämtliche Adel und das volck zertheilten sich,We«! len es einige mit denen Manzani, und bedauerten dieMeuchelmörderischer weise entleibten, andere mit denenSah v ?' und hatten erbarmung mit der betrübten Mutter; ,esde bewegen viele scharmützel unter beyden parteyen, und wur-han».?lut - bad noch viel grösser worden seyn, wann nicht Jo-teyen. Gonzalez dasselbe in etwas gehemmet, ja zuletzt die par-»erE ruhe gesetzet hätte. Die arbeit, so er deswegen hatte,»vr Mdhte ihm kranckheiten, deswegen, beneben daß cr schon zu-«en N rohe über sich sechsten gewesen, that er ein gelubde, ei-ges„,,Mönchsorden anzunehmen. Darum, so bald er wiederc« .^worden, erwehlte er das Augustiner-kloster zu Salaman-sey„°riche Mönche schon seit an. 1202. daselbst sollen gewesentefo>.'und an. 1458. durch den k. Johannes von Salamancai>e„ "V/ und zu einer sehr harten regul sind angehalten wor-M,,„^ie hatten ein jeder in seiner zelte nichts als einen stroh-°hli?k zwey decken ; ihre röcke waren von sehr grobem tuche,l'grn ?wder darunter zu tragen. Sie pflegten von Allerhei-bky l w'bis Wcyhnachten zu fasten, und fiengen ihre fastensey, r <Luinc,usgel;m-> an. Sie assen des Mittwochs fasten-spei-tak yww borsten zwar fische essen, sie sind aber daherum so rar,dvj, 'L deren nur sehr selten zu kosten bekamen. Johannes!>chr^. amanca hatte eben erstgemeldte reformation zu endekleide und war Prior in dem kloster, da Gonzalez sich ein-ksi^lteß. Er erhielt auch die einkleidung, ohne daß er aller, ud anderer casteyungen wegen, wie es bey anderndlo->v°,, zu geschehen pfleget, auf die probe gesetzet wurde. Dochdurch alle Übungen der demuth paßwen, und zagte>>l>ch !?lchen unterthänigen und blinden gehorsam, daß er kurtzi>! y»!",uer proftß schon tüchtig gehalten wurde, die Xovirior»loh, ^richten, worinn sonften nur die alten und seit langeminnren Mönche starck genug gehalten werden. We->»«ch.ouat hernach wurde er zum vsstnstore der provintz ge-SäyaJ ^ud nahm auf sich die Superioren in bett particular-ys? der Augustiner zu erwehlen, ihre ordens - reguln in^der<-!5dantz zu halten, und sich den darin» nachlaßigen zu!>i lx./chen, und sie durch die regul wieder auf den rechten wegSey Etwas zeit hernach fiengen obgemeldte verwirrun-»elten an- und kostete es Johannen, abermal einen gedop-te iy y 'wr, um denselben einhalt zu thun. Auf einen tag, dad°y friedens-wercke begriffen war, drohete ihm einerMck,« Aufrührern ihn umzubringen; er aber ließ sich nichtVv ^sondern ließ seinen predigt-stuhl vor desselben Haus'Skeit !Jueg hinauf, und redete mit solcher stand-und hertzhaff-? bey auch mit solcher macht und eindruck das volck an, daßMeisten zuhörern eine sehnsucht nach der friedens-M zweckte. Der aufrührer erzörnte sich über dieses Predl-?d, Mrockenheit, und schickte deswegen bewafnete an ihnBey ,wMdaxi stiuschweigcn aufzulegen, da sie aber zu ihm na-M, y»y ?^de» sie durch sein ansehen gleichsam gantz entkraff-'bhylten °aten ihn etzender inständig mit seinen predigten ein-gabt y!;.als daß sie ihn roh und hart anzufahren das HertzMha-Wten. Es geschahe aber noch mehrmals, daß seinen ^>as aN ihm dergleichen gefahr zugezogen hat. Donxsist kli-i« Alvarez von Toledo bat ihn auf einen tag nach Alba,Mh «en etwan vier stunden von Salamanca abgelegenen°!e vred L^en , und auf den tag, da sie ihren Patron feyerten,Nivyiij^ ^ halten; da er vernommen, daß dieser Herr sehru«d heftig wäre, und in seinen Herrschaften emeM eiy , ?uckte gcwalt ausübte, so brachte er in seiner pre-.jbdey / saß die Lehen-Herren ihre Vasallen lieben, und sie als^ g'z„mchl aber als ihre sclaven tractiren sollen. Don Gar-> dA°?bez »ahm ^ g.hx hvel auf, daß Johannes Gonzalezs Materie geredt hätte, drohete auch, solches an ihms ».' z>v /schickte ihm zu dem ende, da er wieder verrer-Uiey. >? Männer nach, die ihn auf dem wege übel rracttrenhJU sie sich aber ihm näherten, geschahe es, daß die PferdeÄiich gben, und zu steigen anfiengen, so daß es den reutern un-y-^beq-n West,, , Johannem und seinen freund zu erreichen;A>?ihlinii. ^nöthiget worden, abzusteigen, und ihn zu fuß umk, ?ber V?' bitten. Die tradition meldet noch weiter: DonU andere hteraufhin unleidliche schmertzen gefuhlet, undW iu bey.,w"^l gewußt, als den k. Johannem Gonzalez zuyy^seiyx Tuffen, und ihn demüthig um Verzeihung und GOttby^. anzuruffen, zu bitten. Der kmer that es
r^Ebgyx?j.brhlelt es, und der Grosse machte stimm kloster zurSnvieg.,, bbsche geschencke, worunter noch ein reicher peltz-^wwd, und zum Wahrzeichen dieser geschichte die-f-y schall- . fuhr kscer Gonzalez fort, alle laster auf«r s-Und freymüthig bey grossen und kleinen zu bestra-Ht ^'gern,aa/mH nicht weichhertziger gegen sich selbsten, soby^Mitet? fehler und unvollkommenhciten an sich spurte.
g,?«swegen öfters zwey bis dreymal des tages,dy^Suyap ' ,nes ^uperiotn darüber ihm gemachte harte bc-KjA "icht Poster demuth an, trachtete auch möglichst,tugeuy^b thun, seine reue und wahre busse zu bezeugen,"sich xxJ'en wegen wurde er zweymal zum Prior in Sa--chlet, doch erfreute er sich über diese erhohung
keiner andern ursach wegen, als dieweil er dadurch mehreregemalt und ansehen bekam, seine liebe gegen seine mil-brüderauszuüben, und die fchlbaren bey der genauen observantz ih-rer regul zu halten. Einsten ward er durch das gemeine stadt-geschrey einer unziemlichen liebe eines gewissen Ritters miteiner jungen Wittwe belehret; da nun dieses in der stadt grosseärgeruis gab, warnete er sie beyde ins geheim diese gemein-schafft zu unterbrechen. Da es aber auf diese weise nichts ver-fangen wollte, lud er sie in einer seiner predigten gantz höflichein, und da sie erschienen, redete er mit solcher krasst von der-gleichen unglückseligen Verbindungen, und brachte den Ritterdadurch zu einer reue und zum enlschlusse, davon abzustehen; erhielt auch sein vorhaben dermaßen, daß er den ksrer besuchte,sich und seinen wandet desselben anleituttg anbefahl, und aufsein anrathen sich bey den Augustinern zu Salamanca einklei-den zu lassen, den vorsah nahm, wo er auch würcklich diefunden seiner jugend nachmals die übrige zeit seines lebensdurch abbussete. Die wittwe aber war nicht so bußfertig,und ward vielmehr so rasend über diese änderung ihres gelieb-ten , daß sie sich an dem kace,- auf das mercklichste zu rächenschwur; diese drohungen waren nicht umsonst, und die wür-ckung erfolgte bald darauf. Der gute kswr ward beym altardurch eine Hostie vergiftet; er fühlte sobald eine grosse Mat-tigkeit, und da er keinen solchen argwohn hatte, fuhr er fort seinamt zu versehen, bis er endlich der stärcke des eingenomme-nen gifts weichen , und von seiner Verrichtung abstehen muste.Er gab seinen geist aufden n. jun. an. 1479. in dem 49. jähreseines alters. Die wittwe, welche ihn vergiften lassen, erkenne-te aber bald darauf ihr lasier, und erhielte auch die Vergebungdurch eine sonderbare gnade, die der sterbende kscer derselbennoch in dem letzten augenblick vor seinem tobe soll erhalten ha-ben. Der zulauf des volcks war außerordentlich bey seinerleich-begängntS , und sollen bey seinem grabe unzehlig viel kran-cke gesund worden seyn. Ferdinandus LrwiwlicM und CarolusV. hielten um seine canonisttion, jener bey Alexander VI. unddieser bey Paulo III. an, und Philippus III. wiederholte dasnemliche begehren bey Elemente VIII. Dieses krusrs lebens-lauf ist unter andern beschrieben worden von dem Vr-wer Ni-colaus Robiuus, einem Augustiner - Mönch, und vociorsIPeoIoZlsL der Parisischen Facultät, und in dieser stadt an»1692. in i2. gedruckt worden. Liv«»,, wm.
XX. p. 626.
* Gonzalez, (Thyrseus) ein Spanier, und General überdie Jesuiten, welcher zu Rom den24. oct. an. 170;. gestorbenist. Er hat die meynung von der krobabilimre, welche vonvielen verfochten worden, zu widerlegen getrachtet, und dar-innen sonderlich seine ordens - brüder angegriffen. Er hathierüber, da er schon General gewesen, an. 1687. zu Rom einwerck drucken lassen, und darinnen gezeiget, daß diese meynungnicht überhaupt in seinem orden angenommen worden, weswe-gen er auch einige suckore8 von seiner Societät angezogen,welche derselben gleich ihm nicht beygepflichtet haben. Hernachwiderleget er dieselbe mit starcken gründen, jedoch ohne daß esscheinet, als wollte er denjenigen übel, welche hierinnen andersals er gedencken. Über diß hat er noch einen tractat wider diepropositionen der versammlung der Französischen Geistlichkeitgemacht, welche an. 1682. gehalten worden. L« IV», bibl.uutk. LLLlek. ftec. XVII.
* (Food, (Thomas) ein Engelländer, war voÄor Ibeo-Ingi-e und Nrigiiter Lollegü Lslliolenlib zu Oxford. Er hateinen Vi-ilogvm von Atheisten und andern ketzern , unter demtitul: sirml3nu8 Lncl. Ollbit8ntiu8, wie auch eine kleine Logicin seiner mutter-sprache geschrieben, und ist an. 1678. den 9.april gestorben.
Goodman«, (Christophorus) ein Engelländer, war derReformirten religion zugethan. Er wandte sich unter der Le-gierung Mariä, Königs Henrici VIII. ältester Printzeßin, an.155-;. nach Genf, und ließ daselbst ein buch drucken, in wel-chem er behaupten wollte, daß die weibs-personen zu der Le-gierung nicht tüchtig wären. Als aber die Elisabeth, welcheseiner religion war, zu der Crone kam, wollte er gerade dasgegcntheil darthun. , t^r. 222. , bist. fte-
lorm. stnglic.
Goodman«, (Johannes) ein gelehrter und frommerHieoic>8U8 des letzter« liLLuli , wurde, nachdem er seine sturdien absolvirt, und geringere, dienste versehen, heil. SchriftOo-st. und krok. wie auch Königl. Ordinari-Prediger. An.1686. den i z. jun. erlangte er das Archidiaconat von Middke-sex. Als König Wilhelm III. bald nach besteigung des En-glischen throns, auf anrathen Tillotsons eine Commißion von;o. gelehrten und friedfertigen IKeoloM ernennet, welchetrachten sollten, die Presbyterianer zu der kirche zu bringen,und deshalben die Liturgie und kirchen-ordnung von neuemübersehen, und wo nöthig, verbessern sollten, war Goodman»auch in dieser anzahl, starb aber bald hernach an. i6yo.Seine an das licht gegebene und wohl ausgearbeite schrittensind: 'Iks kenitent psrclonsä, oder discurs von natur der snn«'de und würckung der busse ; VVchter. LvemnA Lcmkerencs,darinn die fundamente der religion gesprachs-weise ausgelegtWerden; Tbs olcl steligion äemonstrareck in sts Lrincipler»nä Lr-r-stice; Lnguiry inco tbe Lautes os tbe prskenc ns-eleäk os Lroteüam XeliLio« sack Lburch ob LvLlanä; 8er-
monr.