Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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836
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8 Z 6 gos got

Gosselinus, (Antonius) war von Caen gebürtigund Kö-niglicher krokeilor der Historie und Elpquentz , und kestor desLolleZü äu Bois. Er hat an. i6;6. IliKolre lies ancisns 6au-lois ediret, darin» er aber, nach Bocharti darüber verfertig-ten anmerckungen, sich vielfältig geirret hat.

Gosselinus, (Johannes) Königlicher Libirc>tkecsr;u8 zuParis, unter der Könige Caroli IX. und Henrici III. regierung,war von Vire aus der Normandie gebürtig, und m den spra-chen wohl erfahren, am meisten aber legte er stch auf dre Astro-nomie. Er starb im hohen alter, indem er in das camin-feuer fiel, daraus er sich, weil er allein und darzu von altergantz entkräfftet war, nicht helffen konnte, und also verbrann-te. Man hat von ihm Hiüoriam Imaginum Loelellium noüroLeculc, accommoäatsm; la IVlsin Hsrmonigue, cm Ie8 krln-cipe8 äs Üluügue antigus <8: moäerne; Lpbemeriäs8 ou ülma-nac äu jour L äs la uuit xour cent SN8 commengana eu l'au1571. bibl. kraus. p. 708. p. 2Z0.

Gosselinus , (Julianns) gebürtig von Rom, feinem ge-fchlechte nach aber stammte er aus dem Montferratifchen vonNizza äella Paglia her. Er wurde in dem 17. jähre seines altersFerdinand! von Gonzaga, Vice-Königs von Sicilien, 8ecre-tariua, zog auch mit ihm, als er Gouverneur von Maylandwurde. Er hatte nachmals eben diese function bey dem Hertzogevon Alb« und bey dem Hertzoge von Seßia, welche nach desGonzaga tode Gouverneurs zu Mayland waren. Der Hertzog"von Seßia führte ihn mit an den Spanischen Hof , allwo Gos-selinus sich durch feine gefchicklichkeit und klugheit so angenehmmachte, daß man auch dem Hertzoge rieth, er würde wohl thun,wenn er in feinen affairen, die er an dem Königlichen Hofe hät-te , keinen andern brauchen würde, als ihn, daher er auchne jährliche penflon von 200. rthln. bekam. Der Marquis vonPefcara, des Hertzogs von Seßia Nachfolger, hielt von Gosse-lino eben so viel, als seine vorfahren; allein als der Hertzogvon Albuquerque Gouverneur zu Mayland wurde, hatte eSnicht viel gefehlet, Gossclinus hätte zugleich ehre und leben ver«lohren. Allein er wußte sich so heraus zu wickeln, daß ihm die-se Verfolgung noch zu ehren gereichen muste. Gleichwol wur-de er in feine stelle nicht eher eingesetzt, als unter dem Mar-quis von Ayamonte und dem Hertzoge äs Terranova, welcheGouverneurs zu Mayland waren, denen er in feiner Secreta-riats-steüe satisfaction gab. Unter andern guten eigenschaff-ten wird von ihm qerühmet, daß er streitige fachen beyzulegengar glücklich gewesen. Er starb endlich zu Mayland den 12.febr. an. i?8?. im 62. jähre seines alters. Er hat verschiede-nes geschrieben, als: Kims; OilcorlI; I-ettere; ksgionamen-ti lopra li Lomponimenli äel Loigkele; Oickiararione ä'alcu-ni Lompoiümenti; Vita äi Don keräin-mäo Lonraga; trsLougiure , cios äs' karri e 8s1visti contra i Neäici, äel Lau-te O'iovan kuigi äe kielcki contra la Lepuklica äi Leuova §5ä'alcuni kiacentini contra il loro llnca kietro kuigi karne-se, <Lc. M/r«,', tkeatro ä'stuom. letter. k. I. x. lzq..bibl. Ilom. 26.

Gosselinus, (Wilhelmus) gebürtig von Caen, lebte in demxvl. Lculo, und that viel in der Mathematic. Er hat ge-schrieben : äs ilrta inagna, leu äe occulta parke numerornm,guar >8: ülgebra äicitur, 1ibro8 guatuor. kerür'er ka«^>rr-v-rr, P. 478-

Gossenprot, oder Hossenprot, (Sigismund) ein Bene-dictiner, lebte um das jähr 148;. in Teutschland, und schriebeine chronick von Augspurg, welche Joh. Pistorius mit unterseinen lcriptoribu8 rsrum Lerm. publiciret. , äs Ulk.

I.st. lib. III. c. 6.

* Gosson, (Nicolaus) ein Rechtsgelehrtev, gebürtig von

Arras, war aus einem vornehmen geschlecht entsprossen, undthat sich durch seine gelehrsamkeit dergestalt hervor, daß manihn zum Rathsherrn in seiner geburts-stadt machte. Weiler aber bey dem Spanischen Hofe in verdacht kam, als wenner es mit den mißvergnügten hielte, so muste er an. 1588. den12. octobr. in dem 72. jähre seines alters durch des henckersHand sterben. Er hat einen Lommentarium über die 2;. erstenartickul der Lonluetuäinuln gtrebatenlnim, Antwerpen i;82.in 4. geschrieben, bibl. Lelg.

Gostinin, eine stadt und Castellaney in Nieder-Polen, inder Woywodfchafft Rava, nebst einem guten castelle, 2. oder;. weilen von der Weischel, und eben so weit von Ploczko gele-gen. Der Groß-Hertzvg von Moscau, Basilius Suski, wel-chen seine Unterthanen in Stanislai Zolkiewski, des Generalsüber des Polnischen Komgs Sigismundi trouppen, Hände ge-liefert, wurde an. i6i i. nach Gostinin geführet, und starb da-selbst kurtz hernach, t'b,, kolonia. , in kolon.

2er/er. äelcript. kolon. polt. x. 69.

* Gotarzes, ein König der Parther, zuzeiten der Römi-schen Kayser Tiberii und Claudrr, war des Parthischen Kö-nigs Artabani II. söhn, und bruder Bardianis. Als dieserBardianes von seinen Unterthanen wegen seines unnöthig an-gefangenen krieges ermordet worden , kam dieser Gotarzesan seine stelle. Einige wollten zwar den Meherdaten, Phra-hatls III- enckel, haben, und holten ihn auch von Rom nachHause. Als er nach Hause kam, suchte dieser Meherdates sichAbgarum, den Arabischen, und Jtzatem den AdiabenischenKonig, und Parrhacem, einen clienten seines vatters, auf

got

feine feite zu bringen. Allein er wurde nicht allcjn vo» ^tarze aufs Haupt geschlagen, sondern auch von stlmniwehnten vermeynten guten freunden, die es heimlichtarze hielten, diesem übergeben, und auch von ihm v» - ^mern zum schimpfe seiner ohren und nase beraubet, »>>Königreich ungeschickt gemacht. Nicht lange daraustarzes an einer kranckheit gestorben', und Vonones ms ^ ^beruffen worden. , aimsl. XI. 8- ao. ^

i;. 14. ,

Gotha, eine bekannte stadt in Thüringen an derdie residentz einer Sächsischen linie aus dem ErnestmuGe»se; daher auch ein besonder Fürstenthum den nahrm,

Die stadt hat nach Tenzels meynung, ihre benennungGuthaa oder guten wasser, so daherum zu finden. A„-rtwollen den nahmen von den Gothen herleiten, die auwerbauet hätten ; es ist aber sicherer zu sagen, daß siezuer-ci I. zelten aus einigen umliegenden dörfern zu einer uwachsen, und von Meingotho, Abt zu Hirschfeld,zu stände gebracht worden. Anfänglich soll sie den ^von Schwartzburg, und nachmals denen von jst es rgehöret haben, so aber schwerlich zu beweisen. Gewn«daß sie bald anfangs den Landgrafen von Thüringen W W.Zu Albertivegeneria Zeiten hat sie viel ausstehen miiM'^cich1412. den ;o. jul. wurde sie von dem Landgrafen «K,dem streitbaren erobert, weil dessen vetter, LanM" Derbrich der einfältige, solche an fremde zu bringenwar. An. 144;. kam sie in der landes-theilungWilhelm den tapfern. An. 148;. kam sie an §burfm> . ^und nach Churfürst Johann Friedrichs tode an H^L^eishann Friedrich den mittlern. Es war ehemals d«' ^ pBvestes schloß, Grimmenstein genannt, welches E' >nVI. ÜLLulo zu der zeit, als die Sachsen und Frana„ M, stdas Königreich Thüringen getheilet, gestanden haue»' Eaber nicht glaublich. Wahrscheinlicher ist es, daß es um , ek-len Landgrafen von Thüringen, Henrici kassomS'bauet worden. An. i; 80. hat Landgraf BalthafarsW^ keseinigen wercken versehen. An. 1478. ließ Hertzog ^.0.Grimmenstein mit gräben und basteyen bevestlgen- „eiB'wurde selbiges schloß auf Churfürst Johannis defthlvo'mit treflichen wercken fortisiciret, und n. jähr bae»^^«bracht, daß es nach art selbiger zeiten für eine der belu> Mgen paßiret, dergestalt, daß, als an. 1546. Hertzog ^von Sachsen das gantze land daherum eroberte, ^und Grimmenstein unangefochten ließ. Als der Chmi ^ Fhann Friedrich an. 1547. bey Mühlderg gefangen em s-oste er nicht allein die stadt Gotha dem Kayser ubekgevMUdem es ließ auch derselbe die vestungs - wercke cEdurch den General Lazarum Schwendi nieder -- u»v ^ Mdurchreissen. An. i;?2. vergönnte Kayser CaE^,fürst Johann Friedrich, als er aus dem gefangms ^vestungs-wercke wieder aufzubauen. An. 156°.vestung von Hertzog Johann Friedrichen, als er , rk.Grumbach nebst seinem anhange aufgenommenbesser fortisiciret, und mit nöthigem Proviant, m» HE,starcker besatzung versehen. Nachdem nun besasssich auf keine weise

eyen. uramvem nun "7,ist

von der Grumbachkschen , u"

abwendig machen lassen, wurde er in die acht"die execution Churfürst Augusts von SachstnSelbiger ruckte mit seinem volck und geschützt ami;66. vor die stadt Gotha und das schloß GrimmU 1bekam sie den 1;. april an. 1567. ein, da denn ^pec m ^Friedrich gefangen nach Wien geführet, Grumvam ,seinem anhange bestrafet wurde, und muste brmvsland Hertzog Johann Wilhelmen, Johannhuldigen; doch erhielten nachmals des ungmcm^,, 6.«Printzen in der zu Erfurt errichteten theilung ^an. 1572. diese stadt wieder. Als diese aber »v'^bnrHAgiengen, fielen ihre lande an. iü;8- an vle^<, m ^und Weimarische Häuser, und kam Gotha am. - bestd^y,an das Weimarische Haus, hernach in dieses amtheilung an Hertzog Ernst den frommen; dE. stem iserliche permißion an des schlosses Grimmenm» panderwartige Fürstliche residentz unter dem nav Futst^ik-stein bauen , und den ersten grundstein zu

a?

schloß - kirche in seinem beyseyss den 24. oct.gen. So hat auch hie stadt unter seinem W" ,brich, wie auch seinem enckel gleiches nav" paß ra-then , nahrung und Zierlichkeit so zugenommn'wol für die schönste stadt in Thüringen pavU '^otha

oder^ellg 8 Georgenchal, Ämt

Aöur-g, Kloffer-Am^N^?^!?^ Jchtershaustn - blmk »werth und einigen and-.? ' Amt und Most a<

Reichs-und Kr^s"täaen^ - hat auch sitz

- - - cnrcn. 8^. rer.

e- Merckwurdlgk. von Thutt

Itin. ÄNN. 8LX. ^ ,--7,

x. zyi. iuK. 6otk. luppie -

-f Gothaisches Haus. Der

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