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und X. Gerichten - Bund, wie auch der Herrschasst Wormsund dem Veltlin, und begreift n. grosse Hochgerichte, wel-che in 21. kleine oder halbe Hochgerichte abgetheilt werden.Die n. grossen sind (i.) die stadt Chur. (2.) Die vierDörfer , nemlich Zizers , Jgis, Trims und Untervatz. (;.)Ortenstein. (4.) Obervatz. (5.) Oberhaldstein. (6.) Be-ve, oder Stallen. ( 7.) Prägell. ( 8.) Ober - Engadin.( 9.) Unter - Engadin. (iv.) Münsterthal. ( n.) Pusch-laff. In diese sind die 21. kleine also eingetheilt. (1.) Diestadt Chur allein. O.) Die vier dörfer auch allein. (z. <L 4.)Ortenstein und Fürstnaw. (;. L 6.) Obervatz und Bergün,oder Greiffenstein. ( 7. 8. L 9.) Tintzen , Reams und Tief-fenkastel. (10. )Beve. (n.) Avers. (12.) Remüs. (1;.)Schlimms. (14. 6c i;.) Prägell , Ober-Porta und Unter-Porta. (16. L,7.) Engadin ob und unter der Merula.(18. öL 19.) Unter-Engadin ob und unter V3I lälna. (20.)Münsterthal. (21.) Puschlaff. Eine jede dieser gemeindenist frey, hat ihren eigenen Ammann, Richter, satzungen, ge-wohnheiten , hohe und niedere Gerichte. Das Haupt des gan-tzen Bundes ist der Bunds - Präsident, welcher aus den Rä-then der stadt Chur, durch das loos, alljährlich auf demBnnds-tage zu Chur erwehlt wird. Dieser Bund nahm feinenansang an. 1419. da Bifchoff Johannes zu Chur mit seinenGottshans-leuthen sich in der stadt Chur verbunden, auch mitder stadt Zürich ein bürger-recht auf z 1. jähr errichtet hat. An.1498. schloß dieser Bund ein ewiges bündnis mit den VII.alten Orten. /ofi cle ftepustl. Helver. lik. I. p. ;c>7.
lec>. A Ich. II. p. 607. leg. IvliXk. p. ; 19.
cliron. N8cr. uck sn. 1419. k. II. p. 111;. *
Gottstatt, war eine Abtey Bernhardiner - ordens an derSylt zwischen Nydau und Büren gelegen, und kam mit Bü-ken an Bern, welche stadt nunmehr» einen Landvogt alldorthat. Es war auch ein Frauen - kloster daselbst. Der stifterwar Graf Rudolph zu Nydau und Neuenburg, um das jähr1247. Es wurde aber an. 1482. dieAebtißin mit samt ihrenNonnen, ihres ärgerlichen lebens halber, aus dem lande ver-schickt. An. i z28. haben die bauren in der Graffchafft Nydaueinen aufstand erregt, das kloster überfallen, und etliche fässermit wein darinnen ausgeleert. Es sind aber Raths-botschafftenvon Bern und Viel eilends dahin geritten, und haben die fchwü-rigen köpfe mit guten Worten abgethätiget; aber die anfanget'wurden hernach gegriffen und abgestraft, neben ersetzung desschadens. Der letzte Abt, nahmens Joh. Schilling, wardnach der Reformation der erste Schaffner des klosters.kill. N8cr. Ich. XlX. c. 6. Nett/e»-. k. II. Ich. I. x. 90. *
Gottzell, ein Bayerisches kloster und Abtey der regulirtenChor-Herren St. Augustini zum Bißthum Regenspurg undStraubingischen Pfleg-Gericht Vichtbach gehörig. Die stif-tung des klosters wird sowol einem Ritter Heinrich von Pfal-ltng und seiner gemahlin, als auch Heinrich Bifchoff zu Re-genspurg, so an. 1286. gelebet, zugeschrieben. Lhur-Bayern,xa§. ,24.
Goualiar, oder Govaleor, eine stadt in einer gleichbe-nannten provintz im Reiche des Groß-Mogols disseits des flussesGanges gegen die östliche feite von Agra zu. Dieser vrt wirdvor einen der besten in Indien gehalten, weil daselbst der Kayferseine schätze in Verwahrung hat. Es ist daselbst eine vestung,worein der Groß-Mogol diejenigen Fürsten bringen lässet, de-ren er sich versichern, oder sie heimlich hinrichten lassen will.Tavermer.
* Gouave, oder Cmnä-Oouve, lat. 60avum, eine Fran-zösische colonie in Nord - America, an einem grossen meer-busen,der sich an die kästen der insul St. Domingo erstrecket. Siehaben an der nördlichen feite gedachten busens eine andere colo-nie , ?etit-6ouve genannt, gehabt, die ihnen aber die Engel-länder an. 1702. abgenommen.
Gouda, (Johann von) war zu Utrecht an. 1571. geboh-ren, und begab sich an. i;88. unter die Jesuiten zu Tournay.Er hat auch unter ihnen die Philosophie zu Douay und die'lUeologiam Norslem zu Antwerpen gelehret, nicht wenigergantze fünf und zwanzig jähr das volck zu Antwerpen und Brüs-sel in predigten unterrichtet. Er starb zu Brüssel den 18. dec.an. rüzo. gar gählings. Er hat in Niederländischer sprächegeschrieben r äpologigm pro vorn in von. LucküMlN 8-lcrrr-inento IrLnsluKllÄMiütione contra kranc. L 8am. ftansber-gio«; VieiricEmIranssubllantiationem; Lxamen Lranc. 60-mari, fso. Vitenbogsrcii L van. Laitellani, Lc. bibl.
Lelgic. äe kerixtor. 8. ss
Goude, Gaude, Der Gau, eine mittelmäßige grosse stadin Süd-Holland, an der Jffel, etwa fünf weilen von Leide,gelegen. Einige fuhren den nahmen von gold her, welche,die Niederländer goud nennen, weil der thurn daselbst mit golde bedeckt gewesen; es ist aber sicherer ihn von dem Cimbrische,Worte gouw herzuführen, welches eine wasser-leitung bedeutet; wie denn auch die wasser-leitung, so aus dem Rhein,durch diese stadt geführet wird , und hernach sich in die Jffel ergiesset, Gou genennet wird. Sie ist wegen ihrer schleusten, wo,durch man das umliegende land in wenig stunden unter wasse,setzen kan, berühmt, und hat den sechsten platz unter denjenige,städten, welche Deputirte zu der Versammlung der General-Staaten von Holland schicken. An. 1420. brannte sie bis aus
gou
fünf Häuser ab; anjetzo befindet sich daselbst eine schontund ein prächtiges Rath-haus. Man sagt, daß sie^unter dem Grafen von Holland, Florentio V. erbauetwol sie noch vor älter zu 'ächten, weil sie damals nur l ^worden, wie auch , daß sie zwey besondere Herren « _ dcoHause Blois gehabt, unter welchen der letztere sie an. MGrafen von Holland eingeräumet. Vormals war v",schönes schloß, so Johannes Hannonius, Herr von-eM gMerbauet, woselbst auch die xrivilegia und cichlowa» - ^yelNfen von Holland verwahret worden , welches man,^„ri"Niederländischen kriege niedergerissen, daß nur aller» 0 Er-stehen blieben. LsMvig. Lel§- k'
topogr. circ. fturgmiä. x>. 1;;.
* Goude, (Cornelius von) ein geschickter poetegstlxiDgstlebte um die mitte des 16. jahrhunderts. Er war ein no gro!>Martin Hemskerckens. Nachdem er in seiner jugeno e' ^ 10sen abscheu vor dem überflüßigen trincken gehabt, vf', gcB"'dem alter demselben also ergeben , daß er sich danm -richtete. Groß allgemein Hoü. Lexicon.
* Goudelin, (Pierre) ein Französischer Poet.'
ÜLLuIo , gebürtig von Toulouse. Sein vatter war u> EM8, er aber studirte die sum, und wurde als ^r>>nonimen. Doch verwaltete er solche stelle niemals,
te sich blos, seinem naturell zu folge, auf die Poesie ' AMsconisthen spräche, darinnen er der erste Lichter gow ME-munterer verstand und gute einfalle machten ihn.beynehmen Herren beliebt, daß sie ihn zur tafel zogen- ^sich aber dieses Vortheils nicht recht zu bedienestAübel zurecht gekommen seyn, wenn ihm nicht seme"' tLaus mitleiden eine jährliche pension von ;oo. lmreo
gemeiner stadt verschafft hätten , welche er j-tes esbis an sein an. 164.9. im 70. jähre seines alterS er,genossen. Da er in der Poesie seiner mukter-spram^^jB 'gänger gehabt, hat man sich verwundert, wie er ^haba sweit bringen können; wie denn seine qetichte viel ssfunden, und daher zum öftern zu Toulouse und aumzu Amsterdam aufgelegt wsrden. Nr. 6s lo Ta>m 9den eine Nachricht von dem leben des Verfassers vow ^s>HNr. Doujat aber, ein mitglied der FranzosiMn xjes ^ein viekionarium der schwersten Gasconischen reden - ,
ten beygefüget. §0«.
*Goudhöven, (Valerius) wardan. 1577-!»^gebohren. Er studirte zu Utrecht, Coln, Love»
Über alles andere, legte er sich auf die alterthummer ,terlandes. Er hat eine alte chronick von HvssssssMeir'ländischer spräche heraus gegeben, welche er E ' ^
bessert, vermehret, und mit vielen geschlecht-regMV^x hgnr449. bis an. 1620. bereichert hatte. Er hat aum gber.ssfl,und beschreibnng von Dordrecht gemacht, we>w M-vnicht gedruckt ist. Er starb an. 1628. Groß ^Lexicon. bibl. Lelx.
Goudimel, (Claudius) ein berühmterMBayle mit gutem gründ aus gewissen versen des ^ ghermasset,) aus der krrmLlie-Lomte gebürtig,der bekannten Parisischen dlut-hochzeit um derzu Lyon an. 1572. als viel städte in Franckreich sf yFchen exempel der Pariser folgten, massamret, ^
Paris, wieckAubignesaget. Varillasconftmd'r^^jungen Claudino. Er hat vornemlich die mumschen Übersetzung der Psalmen des Dementis l.
dori Bezä componirt, und selbige in Melodien sH lss
»»1, lib. LII. p. 10;;. , bitt. scb >
c. 4. P- 547- üb. X. k. 7-7-
sm-ltum leliguise. Ulik. cle Lliarl. lX. ss ^ gchürll?^eck
* Govea, (Antonius äs) ein Portiigstst/ ^ MrBeja, trat in den orden der Augustiner-Eremsst, ein^,„die Theologie zu Goa, war auch daselbst Prwr" an ? soseines ordens. An. 1602. meng er als GesiE« deE
niq Schach-Abbas nach Persien. Er erhielte 0, yH ^,,schlssiviel, daß der König den Nililonariis erlauvl^^xe a >> ,„,clium in seinen landen frey zu predigen. T>er rn ^-,1-aber gerieth nicht so wohl, da er dem SchaHÄ, Mvea. j. BdcnTürcken einen krieg anzufangen, weswegen M , be-gleich als einen Abgesandten an den P<Wv alliaEM»Spanien gebrauchen ließ , um dieselbe sti emst - Myreden. Denn er erhielte nichts als den Uw> Mstss^pgrtibus und Viosrii äpolioliLi in Persien. Chro .4 bssdarüber so zornig, daß er nicht allein A " „M A iv-rsgönnte freyheiten revocirte, sondern auch G0"v„jger st'seiner zurückkunft ins gefängnis setzte. Nacys„ »or ^ Mer wieder auf freyen fuß gestellt, da er 0hielte, in sein vatterland zurück zu kehof"'^hern lst'.jos^das ungluck,unterwegs bey Sardinien von see-r M ro° „sto
und nach Algier gebracht zu werden. Seme s kamten ihn aber an. 1620. da er denn nach A^ an- yMzuletzt zu Mancanares äe Membrillo den i«. thess.
starb. Er hatte bey seinem aufenthalt ul-L dstUnternehmungen der Römischen kirchen ww den«Christen, davon er auch ein buch geschrieben/ ^0 ^,s ^l^
.lornLnäs cio Ilrcebispo cio 603, lXEr hat auch R.elmivn cie8 Cuerres 0L Vssrol ^bv-
iftoi äs kerss Ltiäi-NslrüL, contts lor .s
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