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allein desverhinder-XV. /»--
Gouffier, (Artus) Graf von Estampes und Caravas,Herr von Boisi, Oiron und Maulevrier / Großmeister vonFranckreich und Ritter der Königlichen orden. Er war Gmliel-mi söhn, und unter des Königs Francifci I. regierung in gros-sem ansehen / stund auch bey dem Könige Carolo VIII. rn gros-sen gnaden. Der Herr von Boisi, sein vatter, war dieses Ca«roli VIII. als er noch Printz war, Hofmeister , und wurde Ar-tus Gouffier neben ihm erzogen, wre er denn ihm auch in dasKönigreich Neapolis , als er selbiges einnahm , folgte. Nach-mals begleitete er an. 1499. den König Ludovlcum XII. aufsei-uer reise nach Italien, und wurde des Königs Francifci I. Hof-meister in seiner Minderjährigkeit. Selbiger bewies ihm grossegnade, indem er ihm an. i;i?. die charge eines Großmeistersgab, vertrauere ihm auch die wichtigsten fachen. Er gab ihman. 1516. das Gouvernement von Dauphins, und schickte ihnals Abgesandten an die Fürsten von Teutschland. An. izi6.schloß er zu Noyon zwischen dem Könige Francisco und dem Kö-uige Carolo von Spanien, so hernach Kayser wurde, einentractat, worbey auf Spanischer feite Wilhelm von Croy mitwar; weil aber durch selbigen tractat noch nicht alle streitigePuncten aufgehoben waren , und sich immer etwas neues äus-serte , versammelten sich diese beyde Mniltri noch einmal zuMontpellier, um allen streit vollends beyzulegen,
Gouffiers tod, welcher im may an. 1519. erfolgte,te den völligen schluß. bist. 11 v.
-0/ Zsli. 6sII. p. 241.
Gouffier, (Wilhelmus) ist unter dem nahmen des Admi-rals von Bonnivet bekannt. Er war Herr von Bonnivet, Cre-vecöur, Thois und Querdres, Ritter des ordens St. Michae-lis , Admiral von Franckreich, Gouverneur von Dauphinsund Guienne, Wilhelmi Gouffier jüngster söhn, und desGroßmeisters bruder. Er hielt sich bereits in seiner jugend beyverschiedenen gelegenheiten wohl, als in der belagerung Genuaan. 1507. bey Guinegajt in der sogenannten sporen-schlacht an.i;i;. (allwo die Französische armee von Henrico VIII. Königein Engelland geschlagen wurde, und sonsten überhaupt keinegar zu grosse ehre einlegte) und bey andern begebenheiten.König Franciscus I. schickte ihn an. iziy. nach Teutschland,da er wegen der bevorstehenden Kayser - wähl zuerst heimlichan den Churfürstlichen Höfen herum reisete, Hernach auchVerborgen als ein bedienter des ordentlichen Französischen Ge-sandten sich zu Coblentz aufhielt, und oft mit dem felleisennach Franckfurt gieng. Nach diesem sendete er ihn als ausseror-dentlichen Abgesandten in Engelland, und hielt ihn nach demtode des obigen Arturi in grossen gnaden, wiewol er feinembruder Arturo an verstand und geschicklichkeit nicht beykam.Der König hatte ihn schon zum Admiral von Franckreich ge-macht , und gab ihm hierauf das Gouvernement von Dauphi-ns , welches sein bruder gehabt. An. 1521. gieng er mit einerarmee an die Spanische qrentzen , und unversehens auf Fon-tarabia los, welches sich den 18. octobr. nach ausgestandenemersten stürme ergab, da denn der Admiral aus eitler ruhmrä-thigkeit Ursache war, daß der ort nicht geschleift, und also diedamals zu Calais obhandene tractaten zwischen seinem Königeund dem Kayser gehindert wurden. Hierauf half er den vonBourbon verfolgen, weil er selbst gern Connetabel gewesenwäre. Er commandirte an. i;2z. die armee in Italien,und belagerte Mayland ; allein weil es schon zu spät insjähr war, und die pest unter seine armee kam, wurde erdie belagerung aufzuheben genöthiget. Worauf ihn die Kay-serlichen vollends gar aus Italien trieben, und die schönearmee von zoooo. mann fast gantz übern Haussen warfen.Nach seiner zurückkunft rieth er dem Könige, die Kayserlichen,die von der belagerung Marseille abgetrieben waren, bis insMayländische persönlich zu verfolgen, war auch Ursache ander verkehrten belagerung von Pavia, und ward also nichtsehr bedauert, als er in der schlacht vor diesem ort an. i;r;.blieb, inmassen ihn sein ehrgeitz und unbedachtsame anschlägt,womit er dem Reiche viel geschadet, überall verhaßt gemachthatten. Er soll auch, theils aus Verdruß, daß seine rathschlä-ge, welche er wider die älteste und beste Generalen mit grosserHeftigkeit getrieben hatte, nun zu einem so unwiederbringlichenschaden für Franckreich ausschlugen, theils aus forcht der gros-sen schuld , so man ihm deswegen nach seiner rückkunft insKönigreich würde aufgebürdet haben, zumal da ihm nun seinebisher gehabte einige und starcke stütze durch des Königs gefan-genschafft entzogen war, seinen tod mit sieiß gesucht haben,und also mit gevfnetem Helm in einen dicken Haussen der fein-de hinein rennend seyn erschlagen worden. (Siehe auchFranciscus I. Komg in Franckreich.) Währendem seinemglück gieng sein Hochmuth so weit, daß er sich auch nicht scheue-re , sich an des Königs schwcster Margaretham, des Hertzogsvon Alenqon wittwe, zu machen, und da sie ihn nicht habenwollte, suchte er sie mit gewalt zu seinem willen zu nöthigen,kam aber dergestalt übel an, daß ihm die Hertzogin, um sichseiner zu erwehren, das gantze gesteht zerkratzte, so daß er sichgantzer fünf Wochen innen halten mnste. , mein.
kill. Vmns. I. /M-o/. gen. 6a11. x. 24;. /)««,>/,
Kilt. cle Vranee. *
Gouffier, (Adrianus) sonsten der Cardinal von Boisigenannt. Er war Wilhelmi dritter söhn, und des Großmei-sters und Admirals jüngerer bruder, Cardinal, Bischoff von
Coutance und hernach von Albi, Groß-Almosemer vonreich und Abt von Bourg-Dieu. Seiner bruder grosteo .lbrachte ihn auch empor, und anfänglich führte er den uVrotonotLiius von Boisi, nachmals aber wurde er an. X,Bischoff von Coutance. Franciscus I. bat vor ihn beyin der conferentz zu Bononien selbst den Cardinals-Y»welchen er auch den 14. decembr. an. 151;. erhielt/ w/' „iietan. 1519. zum Päpstlichen Legaten in Franckreich ^^,1-wurde. Er starb den 24. jun. an. 152;. aufdem schwu.. p,rä-dern. c?racco». kill. cles Larclin. tom.II. gen. i-»
* Goucke, (Thomas) ein TkeoloZus von Straff>rp^xrzu Londen Prediger, gab im Englischen ein buch Hera» IM-dem titul : ksterkimiliss Lkriiiisnus , und starb den ? '
an. 1681. in dem 77. jähre seines alters. nvtte, ' jst
* Gouge, (William) gebürtig von Stratfort-o^MMiddlesex, war Doeior IKeoloZiX, und Prediger >n ^ hinallwo er an. 16;;. den 17. decembr. mit tode abgieng-, ^Bin seiner mutter-sprache einen Lommemsrium über d/e ^.^hrledie Hebräer, und das Vatter Unser, wie auch andere»wercke geschrieben.
Goulams in Persien , sind die sclaven oder söhneven von allerhand nationen, und insonderheit der u»von den Georgianern, welche das andere corpo von »des Königs von Persien sormiren. Er hat deren alle»« ^1,in seinen diensten. Ihr General wird genennet Kom> ^unter welchem viel andere grosse Herren stehen.ge äu kev-lnt, tom. II.
Goulart , (Simon) gebürtig von Senlis, w^r chihMzu Genf. Er war in der Xoeieia Littsrsria trestl») .daß auch , als Stephani Junü Bruti Vinäici» Lon»no8 heraus kamen, König Henricus III. als er den «selbigen buchs wissen wollte, expreß jemand an w» «um solches zu erfahren; allein Goulart, ob erwußte, wollte doch niemand verrathen. Er hat jenm jpEmehrentheils unter diesen buchstaben 8. 6. 8. verstehe»'Simon Goulart 8enlistu8 bedeuten, und seine wenncations8 zu St. Gervais datiret, welchen nahmentheil der stadt Genf zur rechten der Rhone führet. ^te Calvino an. i;64. und starb im hohen alter an.hat einen Lommemorium über Bartasii 8spümsnas >risin Xioetrs Lkoniatse Unnsles ; Xntss, 8umman^ ^
in klutLrski V1t38; Hilioires uämirskles <8: mein , 11 ^
nötre tem8 in vier theilen ; und verschiedene geistWsMralische bücher geschrieben; ins Französische abercse Opers; Lsmersrii Neclitstionss killoricss cumbv8 ; Olorii Iliüorism Lmanuelis II. kortugsIliK 1 ,
Lnrionis; Mierium clskrrxüiZiis llsemonum; §-'L- '
Visngoils. oratio lune
Goulart, (Simon) war des obigen söhn, ""deinbey der Walonischen kirche zu Amsterdam. Weil ernisnilmo sehr ergeben , und daher den 8vnoäum V ^rkrier^nicht unterschreiben wollte, wurde er abgesetzt ""rEr gieng hierauf nach Antwerpen, und nachdem " ^ M 1zwischen Holland und Spanien zu ende gegangen tFranckreich, allwo er sich einige zeit zu Calais aMd' he»-aber in Holstein begab , da er zu Friedrichstadthat geschrieben : Lxamerl cle8 Opimon8 cle
court, LOntenue8 en Ion livrs äs Disputes,
rion Lternells iL 1 e 8 Dspencl 3 NLL 8 . Lxj/I. ^ FO .x. 414. iläg. 36 tnllor. Ltiers. Limbr, p- ^
* Goulas, (Leonhardus) war 8 eLrsmüe ^LpovieiMSN8 bey dem Hertzog Gastone von Orleans, .st l>cmbruder, und ist sonderlich in der Historie deswc»^, dieweil er über diesen Herrn eine grosse gemalt,vornemlich nach der zeit, als der Abt NwieC ' iiianUcri,verrohren gehabt, geäußert. Seine briefe, !»' ^-1. .M,naufgehoben worden , und von an. 1628. bis
sollen vieles enthalten, so zur erläuteruna sv V Herr ^Historie dienlich ist. Sein Vetter Nicolaus Gom^,, H^L,stl-I» Mothe, Cammer - Iuncker bey dem st^Ä„die d^,hat des Leonhardi leben beschrieben, und ihn '.^irs
digungen, so in des Montresor msmones am ^theidiget. Eben dieser Nicolaus hat auch übres von.v,.-«!«äu Kegns lie Louis XIII.; ingleichen ölewoUgentenschafft der Königin Annä verfertiget, "jj von- ^insgesamt in manuscript in des Printzenvoyen bibliotheck befindlich. Nsmoires äo
/u' Lo«s, bibl. kill. jg Zsi? WN
* Goulas, (Nicolaus) Ritter, Herr A war/'"'§rCammer-Juncker Hertzogs Gaston von Orleatz-!^ gewe!»' e>-
Johannis, welcher General-Kriegs-Schatzme»wurde den 14. may an. 160;. gebohren, mss und -V Er-lüge zeit studiret, reisete er in Flandern, E",ickreich /befand sich auch in dem dienste der C^n Fra a»- ^r.schiedenen kriegen und belagerungen. Ex kam pen^Ein die dienste Gastons von Orleans, worinn er ^ haM Mean. 1660. da dieser verstorben, geblieben. Go^^stpem^ xgaaben undwissenschafften, daher derselbe" / Er h^j^g
Ludwigs XIII. und XIV. hoch gehalten worden ^ auch
alte und neue Historie wohl erlernet , und v" ^ yeM S' Ge-schlechter der fürnehmsten Europäischen yam