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ward bey seines vatters bruder, Jacobs, welcher Feld - Zeug-meister war, erzogen. An. 1495. befand er sich in der Machtbey Fornuovo, diente in der belagerung von Capua , und warbey dem treffen bey Agnadella. An. iz12. verwaltete er die be-dienung eines Feld - Zeugmeisters , welche würde er hernachselbst bekam, und bis an seinen tod behielt. Er wohnte hier-nächst den schlachten bey Marignano und Pavia bey, ward vonFrancisco I. zum Ober - Stallmeister von Franckreich gemacht,diente ferner in der belagerung vor Luxemburg, und bekam an.154;. das Gouvernement von Languedoc. Er starb an. 1546.Von seinen nachkommen siehe den vorhergehenden artickul., stomines illustres.
* Goureau, (Jacobus) ein Französischer Rechtsgelehrter,lebte in der andern helfte des XVI. steculi, und war anfänglichGeneral - Advocat bey dem Parlement in Bretagne, nach die-sem aber kroksstor Mls auf der Universität zu Angers. Er hatverschiedenes geschrieben, wovon aber nichts , als sein tractat6e relcinäenäs Venältione, im druck heraus gekommen. Seinsöhn, Jacobus, war vsesnus von den Räthen bey dem Präsi-dial zu Angers, und ließ gleichfalls einen söhn, Jacobum ge-nannt, der an. 1640, Rath bey dem bemeldten Präsidial ge-worden , und ro. jähr darauf eine gleiche stelle auf dem dasigenRathhause angenommen. Er trug sehr vieles bey, daß eineFranzösische Akademie zu Angers aufgerichtet wurde, daheroman ihn auch zum ersten 8ecrersr>o derselben bestellte, und starbim sept. an. 169;. da er bey nahe 8». jähr alt war. Er hat dieFranzösische Übersetzung von des Gabriels 6u Pineau Lateini-schen Lommsntsrlo über die Ooütums von Anjou verfertiget,und weil Gabriel Nyvard oder Nivart, ein Parlements-Advocat,dem er solche abzuschreiben gegeben, sich dieselbe hernach selberzugeeignet, diese Nachricht in den registern der Akademie zu An-gers eigenhändig aufgezeichnet. L-»
Gourgues, (Dominicus von) gebürtig von Mont-äe-Mar-san in Gascogne, war von grosser resolutivn. Als die Spanierihn in dem um Siena herum in Italien geführten kriege gefan-gen bekommen, und auf die galeeren gebracht hatten, suchte ersich deshalben zu rächen, und zwar zu einer solchen zeit, daFranckreich unter Carolo IX. nicht mit den Spaniern brechenwollte, ob gleich diese eine Französische colonie, so sich unter Jo-hanne Ribaud an den kästen von Florida veste gesetzet, und da-selbst am ende des passes von St. Helena ein köre gebauet, wel-ches dem König zu ehren Charlefort genennet wurde, erwürgethatten. Gourgues verkaufte einen theil seiner güther,, undnahm von seinem bruder, Präsidenten von der Generalität vonGuienne, eine summe gelbes auf, equippirte ein schiff mit 200.soldaten, landete in Florida an, allwo er mit hülffe der einwoh-ner, so den Spaniern ohne dem nicht gut waren, selbige gar hi-tzig angriff, und nicht allein Charlesort, sondern auch 2. anderetorrs eroberte. Es lagen darinnen mehr als 800. Spanier, diesich alle in das holtz salviren wollten, aber meistens von den In-dianern todt geschlagen wurden ; auch diejenigen, so sich auf di-scretion ergaben, wurden nicht besser tractirt, weil Gourguesvermeynte, es wäre wider die ehre von Franckreich,, wenn ersolchen leuthen quartier gäbe , so die Franzosen aufhängen las-sen , unter dem prätext, als wären sie Lutheraner, worauf eralle vestungs - wercker schleifte, und die stücke und kriegs - bereit-schafft mit sich nahm. Bey feiner rückkunft wurde er an statt derbelohnung, daß er die Franzosen so wohl gerochen, angeklaget,und es verlangte der Spanische Abgesandte seinen köpf mit sol-cher Heftigkeit, wurde auch durch den Cardinal von Lothringen,der schon damals gut Spanisch war, so kräftig beym König un-terstützet , daß sich Gourgues für einige zeit bey seinen freundenverborgen halten muste. Man hat sonst von obiger seiner kriegs-verrichtung eine sonderbare beschreibung im druck. ^2-/^,bist. 6e Lksrles IX. *
* Gourmelenus, (Stephanus) ein Französischer Msäisus,aus Bretagne gebürtig, florirte in der letzten helfte des XVI. ste-culi, und practicirte zu Paris. Er war unter den Franzosender erste, der die Lkirurgism opsi-swrism von der Pharmacieund Diätetik abzusondern, und nach einer accuraten Methodevorzutragen sich bemühete. Seine schriften sind: 8711096« Lsti-
rurgics ; llippocrstis Irsälstus 6s illimemo ex Orreeo Satinsreääiws, cum TestnIüs , Paris 1572. M 8. 6e Lrte Lstirurgisas6 rstionis normsm reclsöts, stb. III. Paris i;8°>. in 8. DurchLiese letztere schuft hat er sich am meisten hervor gethan.p. 982. Restners medicinisches Gelehrt. Lexicon.
* Gournay, ein Französischer flecken in der Normandie,welchen die Lateinischen scribenten Oornscum nennen. Er liegtan der Epte in dem lande Bray, 5. oder 6 . Französische meilenüber Gisors. Man muß es mit Gournay - kur - Aronde nichtverwechseln, welches auch ein flecken ist, aber in der Isis 6s krau-se gelegen, an den Picardischen grentzen, zwischen Compiegneund Clermont in Beauvaisis.
Gournay, (Maria 6e Jars, Demoiselle 6s) hat sich durchihre gelehrsamkeit berühmt gemacht. Sie war Wilhelmi vonJars, Herrn von Neufoi und Gournay, und Johanna vonHacqueville tochter. Von jugend aufhatte sie ungemeine lustzum studiren, legte sich auch mit solchem ernst darauf, daß sie inkurtzer zeit selbst ihre kriseeptores übertraf, wiewol MaresinSwill, daß sie ihre wissenschafft ohne lehrmeister erlangt. Sieverlohr ihren vatter in noch gar jungen jähren, bekam aber einenandern an Michael von Montagne, welcher sie wegen ihrer ge«
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in seinem 17 . jähre bey dem Äbte vo" ^.v»...., v.. v.enach das Bißthum zu Leictoure erlMr - diener; ein jähr darauf aber bey dem Printzen vo>> ^ Host, nachmaligem Hertzoge 6e Is Rochefoucault
lster, 4n isrnem ultrr stvrirv-n iVlstmriiiv-- . welche r ^ l"
Paris
lehrsamkeit liebte, und als tochter hielte, daher sie. dessennicht allein sehr beklagte, sondern auch sein buch, «jche-verbessert wieder heraus gab, und selbiges dem Cardin«" Br-iten dedicirle. Sie hatte mit den gelehrtesten leuthen gro»respondentz. Svnsten war sie nicht schön, hat sich auch'" Ajeverehlichet, dahero sie von einigen durchgezogen wuror. ^bekam eine jährliche, aber geringe pension von dem ' Msauch bey standes - Personen in ansehen. Dominicus ^ A,enennet sie die Französische Sirene und die zehende Mup. ^starb den i z.jul. an. 1645. und es wurden ihr von den v.sten leuthen epirsxstis gemacht. Bey ihrem leben edM > ^einige schriften, unter dem titul: kreisn« 6s 1s Uew^Lournii^ aber nach ihrem tvde wiirdcn alle ihre MmchAie sibmen gedruckt, unter dem titul: 1'Omstre 6s I» ujbl. äeiOournsy. , rrek. stiü. kom. III. eu ts
kemmes ksvsures. De k?o/le, sieg. 6es Osmes illuM- ,47.üb. I. ep. 2;. 6er, , lom. III. n.
/«rrekcr. 6s kcem. eru6. p. yg. LLerkr gelehrtes ftauen»
* Gourville, (6e) war an. 1625. zu Rochefoucaulren, und wurde in seinfoucault , der hernach imer-
lac, ....
Meister. In seinem alter schrieb er Remolres, welchefachen, wozu er von an. 1642. bis 1698. gebraucht ..-esich halten, und an. 1724. in 12. in zwey bändgen zudruckt worden. Gelehrte Zeitungen , 1727. p-
Goussatnville, (Petrus) ein Franzose aus der prov' g mDmandie gebürtig. Er hat die ilmiguimtes stecleuE ,„ji ^tractiret, und die Opera Petri Hlelenüs und Gregor"eiionibus variantibus und Xotis ediret, wobey er sich's. §8?»^ner gelehrter leuthe hülffe bedienet. jugew. avtzliäv
* Goussencourt, (Matthäus6s)einCölestiner-^war zu Paris im april an. 158;. aus einer alten ade"ch
ste gebohren, und starb daselbst den 2. dec. an. '6?°- ' g-Eer seit an. i6c>s. in dem orden gewesen. Er besE ^wissenschafft in der genealogie der Französischen fEMe» -hinterließ ausser verschiedenen noch ungedruckten ^NartyroloZe 6es Ltrsvaliers 6e 8. .serm 6e sienisslow'Naltke, welches zu Paris an. 164;. in zwey foliawgekommen. Lecker , vilt. Longregat. LeelelimoruM-
* Gousset, oder Gussetius, (Jacobus) war r" ^ K K7. oct. an. 16;;. aus einem guten geschlechte geboyr»' ^ xuru/dirte unter Fabro und Capeüo zu Saumur, und er>a
des letztem anweisung gar bald eine grosse kenn""»,^ Mschen spräche. An. 1662. wurde er Prediger zu Pomches amt er niemals verlassen wollte, unerachtek ch"drey unterschiedenen malen zur krakelstone IKsolok'^^ Emur verlangte. Er muste solches aber doch endlich w'dem an. 1685. die revocation des edicts von §,igelst",r
weswegen er anfangs nach Calais, und von dar »am ^7. »Vgieng , bald aber sich nach Holland begab, und am ^ V"recommendation isalomonis van Till, Predigerionischen gemeinde zu Dordrecht wurde. Fünf jahr ^Kro"'de er als krokestor IstsolaglL und 6r-LLL stlNAure n i 7 .gen beruffen, in welcher bedienung er auch den 4. .
gestorben. Seine schriften sind: lernw Lonuove ^versus siu6Ros ; Lonkmsrio lidri Lliissulr M"." Valuta's-,>voeirins 6e vivs <L mortus k 16 s siscobi Lpoltost ^ollenäsns Lsrtestsnum IVlur>6i 87ltemL r>on elle ^
Orstio 6e stxilientis I)ei ex IVlun6i iukeriorisümw; Lonstciersriolis kur le krojec 6'une nou ^ ;
krsuLoiks 6s 1 s Lüste psr Lstsrles 6e Lene ; stst
Ilebr^os; LsustsrUm primX <L kecunstsrum fjstlolssi'Xocstes Oroeningenkes. Am meisten aber sind dens^ er 0" ^ne eommsncsrii stinguT llebrTss bekannt, in weisst, be>0" ^tersuchung der biblischen Wörter auf eine ihm»nrientaw.^,art vorgenommen, und ohne zuziehunq anderer ^^en y« ^sprachen, der Nabbinen Übersetzungen, ">>d der» .^tern .pMittel mehr, die Hebräische spräche aus ihr Mv ,,g,s ven ol-len. Sein stlogium, welches Rudolphus W>"!«ckcheget, ist der ermeldten Lonkutstioni R. Jsaa^-n,dus Borstius erst nach Gussetii tobe heraus gegeo^ Mdruckt worden.
, tom. II. ...^sehest > ch
* Goufte , (Claudius ) krävör in der FrMsia , "" A
Gens, und nicht eine Obrigkeitliche Person i" M habt",' Ei-nige geglaubet, und Sens mit Siena verwecvi reg"setzte den Ständen der provintz Orleans / lM" ^wan 'Caroli IX. ein werck auf, von der Königlichen »^ yeNkirche; den anlas zu dieser schrift gab der vorim HalMhatte, eine conferentz die religion betreffend " ^ ,
frage war hauptsächlich , wer in vieler yen v^iesipräsidiren sollte? Die Geistlichkeit behanp"^^
und die gantze Verrichtung gehöre ihnen jchen ^sung aller Layen, zu, als welche sicl) ^ZAenLli.,geschaffte nicht zu mischen hätten. Gouste VE Lon'S ^ zste in dem erstgemeldten aufsatz, es Lch^Mufaff" ^lstkdas krTstäium zu führen , den eniMnß "A^hengeben, und endlich die beschlossenen lachen ^ „„0 --
sen, wortnnen er einiger Massen den Eaimu, ^Protestirendey und theils Catholischen