8;v goy goz
luf Trolle gestiftet worden. Den anlas dazu erzehlet man auffolgende art. Als sie auf ihrem guthc waren, träumte ihnenbeyden in einer nacht, daß diefe stätte ein heiliger ort werdensollte. Nachdem sie einander des morgens ihre träume erzehlt,thaten sie ein gelüdb, daß die Person, welche die andere über-leben würde, das guth verlassen, und nichts mehr, als wassie tragen könnte, mit sich nehmen sollte. Wie nun der manneinst in einer fte-schlacht gewesen, soll eine Amazvnin ihn miteiner kuge! getroffen, und ihm die xuäenäa abgeschossen ha-ben, welcher er aber, ehe er gestorben, den köpf mit einemschwerdte gespaltet hatte. Die kugel und das schwerdt, mitwelchen diese beyde dinge geschehen, werden noch zu Herlufsholmgezeigt. Gewisser ist, daß er im kriege wider die Schweden tödt-lich verwundet, und an den empfangenen wunden den 2;. jun.an. 156;. gestorben sey. Nach feinem tode kam seine gemahlindem gethanen gelübde nach, verließ den ort, wo sie bisher ih-ren sitz gehabt hatte, und nahm nichts mehr zu sich , als einenHaussen goldene ketten und geschmeide, wovon man annoch denbeweis auf einem bilde in Herlufsholm finden kan. Sie ließsich auf einer mühle nieder, und brachte ihre zeit grösten theilsmit lefung der Bibel und geistlicher schriften zu. Dänische-jbliocheck, i. stück.
Goyland, ist der nähme von einem strich lanves in Hol-land , an der Suder-fee, wo die stadt Naerden liegt.
Gozo, eine insul auf dem Mittelländischen meere, gantz nahebey der insul Malta, von dessen nördlichen theile sie durch diekleine insul Cumina abgesondert wird. Sie hat in ihremumkreis ungefehr zoooo. in der länge 12000. und in der brei-te 6000. schritte. Sie ist fast rund umher mit hohen fclsenumgeben, und auch inwendig sind fast allenthalben gebürge.Indessen giebt es sehr viel gegenden daselbst , welche überausfruchtbar und wohl gebauet sind. Absonderlich hat sie solcheörler, welche sich zu der gärtnerey und zu allerley obst-bäu-men treflich wohl schicken. Hier und da findet man schönebrunnquellen, und die luft wird durchgehends vor sehr gesundgehalten. An den nord-westlichen küsten liegt ein schloß, wel-ches den nahmen Gvzo führt, und an den nord-östlichen ist einanders, Scilendo genannt. Innerhalb der insul liegen 2. klei-ne örter, nahmens Is Douere und Mugiaro. Der Kayfer Ca-rolas V. hat diese insul, zugleich mit Malta, den Rhodiser-Rittern, als ein lehen von dem Königreiche Spanien gcschenckl,von welcher zeit an sie beständig bey dem gedachten orden ge-blieben. , tkestre Zu monäs k. IV. x. 279.
Gozon , (Deodatus) der 27. Großmeister der Iohanniter-Ritter zu Rhodes, wurde an. i;46. zu solcher würde erhaben,da er zuvor Groß-Commenthur der spräche von Provence ge-wesen. Nach des Elion äs Villeneuve tode wurde er nebst an-dern ersehen, einen andern Großmeister zu erwehlen, da erdenn ihm sechsten das votum gab, auch die andern beredete,ein gleiches zu thun; worauf er selbige würde erhielt, undsie sehr wohl maintenirte. Als ein Ritter von Rhodus brach-te er einen brachen um, der so groß als ein mittelmäßig pferdgewesen. Dieses thier wird beschrieben, daß es habe langeohren gehabt , ferner einen schlangen-kopf, 4. crvcodillen-füsie,s. flügel, die oben schwartz und unten gelb mit grünlicher färbeuntermischet ausgesehen , darneben einen schwantz, der sich amleibe zu verschiedenen malen umwickelt, sonsten sey es überallmit schuppen gantz bedeckt gewesen. Solch ungeheuer ließ sichöfters in Rhodis an einem orte, Maupas genannt, sehen,und vergiftete die luft in der nahe bey seiner höle gelegenenlandschafft. Wann er gieng, so pflegte er die flügel zu schwen-cken, feuer aus den äugen zu schiessen, und em erschrecklichgezische zu machen. Nachdem sich nun Gozon vorgenommen,ihn aus dem wege zu räumen, ließ er in Provence einen bra-chen zubereiten, der dem lebendigen ähnlich sahe, gewöhntefein pferd , daß es davor nicht scheu ward , und 2. grosse Hun-de , daß sie selbige Maschine anfielen. Hierauf kehrte er nachRhodis, harnischte sich vom köpf bis auf die füsse, und mach-te sich in begleitung einiger von seinen bedienten zu der höle,ließ nicht weit davon seine diener stille halten, mit gegebenembefehl, ihm, wo es die noth erfordern würde, zu hülste zukommen. So bald der brache seiner ansichtig wurde, lleß ersich in seiner gewöhnlichen grausamen gestalt sehen, da dennGozon mit seiner lantze wider dessen brüst rannte, die aberzerbrach, ohne daß dem ungeheuer der geringste schade widerfah-ren ; allein die Hunde, wie sie abgerichtet waren, packten denbrachen unten an dem bauche an, und gaben dadurch dem Go-zon zeit von dem Pferde zu springen, welcher dem brachen dendegen durch dw gurgel stieß, daß er darvon zur erde siel, aberden Gozon zugleich im fallen unter sich warf. Seine diener,als sie sahen,daß der brache todt ward, zogen ihren Herrn hervor,und brachten ihn wieder i» sich selbst. Gozon setzte sich hier-auf zu Pferde, und kehrte als em siegender wieder nach Rhodis,allwo er vor dem Großmeister Villeneuve den gantzen verlauferzehlte. Der Großmeister, ob er sich gleich hierüber sehr er-freuete, und des Gozons courage lobte, konnte doch nicht an-ders , als weil er wider befehl gehandelt, sein mißfallen zu be-zeugen , ihn nach der strenge ihrer disciplin abzustrafen, ins ge-fängnis zu setzen und feines ordens-habits zu berauben. Alleinweil dieses nur zum schein geschahe, bekam er nach wenig ta-gen feinen Habit und freyheit wieder, wurde auch in sein altesrecht und Commenthurey von neuem eingesetzt. Nachdem er
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7. jähr alS Großmeister glücklich regieret, starb er im Exun-i;->z. und wurde aufsein gradmahl gesetzet:
«llor. Diese Historie oder fabel , findet man noch m am ^zereyen des ordens, und der Ritter Foxan schreibet, om«Gozons familie der älteste allezeit einen stein behalte, Maus des brachen Haupte gekommen , so in der grosse e>mUnd von verschiedenen färben seyn, auch eine besonderwider allerhand gift haben soll. Er führet dabey an, nav ^,stein den liguorem , worein er gethan wird , aufsieden A.und solcher der stein des Hochmeisters genennet wera -, Kill. äs 1'oräts äs 8. äs ^erulläem. . . > iN
*Gozzadina, (Bitisia) oder Gozadtna, (BeUÄfranUfider Lateinischen spräche und den Rechten wohl erfahrezimmer, gebürtig von Bologna. Ihr vatter »M -Gozzadini. Sie hielt an. i;;2. in dem 2z. jähre Efiei, Sueine Lateinische leichen-rede auf den damals versio^' yrckschoff zu Bononien, Ludovicum Trattam, und ermjähr hernach die voctorwürde in den Rechten, ""nicht nur über die Inllituriones las, sondern erhre" ^ Mi;;9. eine stelle unter den Illolellorikos ^uris, wen, ^chcrgrossem rühm verwaltet, und unterschiedene iurMu^rve^geschrieben, welche unter fremden nahmen gedrum Echt«-Sie ist unverheurathet gestorben. Carolus Antoiunsvellns hat an. 1722. zu Bologna eine dissertatlvn M ^ enfiISM (-orrsäiM heraus gegeben. , äs "
äitis. Kr/an'o« ele äes elogss A vies äes ^
lullre».
* (Dozzadtni, (Marcus Antonius) em Patriciasilogna, und Vetter des Papsts Gregor« XV. war dMw >merer, und ward von ihm an. 1622. zum Cardinal » ^
Er erhielt auch das Bißthum Tivoli, und bald Hern" ervon Faenza, besaß aber solches nur eine kurtze Ma>uan. iür;. im 49- iahre seines alters verstarb. Er Kofigenehmer und bescheidener mann. Sein Vetter, AM' § Atz»zadini, war Bischofs von Castellano, und 8ullr3ßsneusBischoffs von Bologna, Ludovici Ludovisio. Em an ö,n>tkseinen vettern, Franciscus, war an. 166;. Bischofs v , sF-und Cephalonia. ll>lli, tom. IV. -
tom. I. p. IZ I 4 . II. x. ;n. «jschofl
* Gozzadiyi, (Ulysses Iosephus) ein Cardinal und ^zu Jmola, -war an. i 6 ;o. zu Bononien gebohren, "
von Jnnocentio XII. zum Ertz-Bischoss von TheoofiN" «Enet. Unter Elemente XI. war er Nuntius beyPhilippo V. in Spanien, und ward nach seiner M8esret3rius Lreviuni, verwaltete auch eine Zeitlang 00 cdinal Paolucci das Staats-Secretariat. An. "
Cardinal, und an. 1714. I.eMtus von Romandwia,eben demselben jähre als kexstus ä Istere an duElisabeth von Parma, des Königs von Spaniennach Parma gesendet, wo er die trauungs-cerernonn' „,-r stete. Nach Clementis XI. und Jnnocentii Xlll- fooc gEder Päpstlichen würde sehr nahe, ward aber durchs ni^sssche partey gehindert, und starb an. 1728. am a-L'o«/,«, Koma Isnilla , x. 49. k/Z-öeF«,, Itsl. tac -
' Graaf, (Regnerus äs) ein Nsäicus, war zuven in Holland den ;o. jul. an. 1641. gcboyren.er zu Leiden den gründ seiner stndien >nit emem l 0fortgang geleget, und darauf zu Angers in sr«'- ^ siw-':1665. den grsäum eines OoÄoris angenommen,
Delft nieder, und practicirte mit einem so guten "er deswegen viele neider bekam. Er starb den
167;. nachdem er kaum Z2. jähre zurück geleget,
dene schriften, meistens von den Orssnis geners» r? ^tibus, an tag gegeben, welche zu Leiden amLateinisch, an
t,kus, an tag gegeben, welche zu nerven «>'-Latern-ich, an. 168-6. aber zu Amsterdam auss ^setzt, zusammen heraus gekommen, wobey oe«'
leben befindlich ist.
Nachricht von seinem
"Graatdam, ward
die ansänge . . ^
allein fleiß sich zu der Vollkommenheit M er > ,
er viele proben seiner geschicklichkeit gegeben, ^ jhy d« ,nach Rom zu gehen, aber seine verwandten hmo« ^ ,
indem sie ihn verheuratheten. Er starb den 4.weyermanns leben der mahler in Hollandn«)
Graatanlettere oder Grataaleen, ist em ^land, auf Latein enteis» genannt. Er «st Achelsta" ssosie-berühmt, so daselbst an. 928. von dem Komge >ten worden. <L , collecll. 00a - -li
Lritsnn. tom. I. p. ;^6. L'avs, kill. littet.
*Graauw, (Heinrich) ein gesch ickter may^z.Hoyn, ln Nord-Holland von gutem haustSein erster lehrmeister war Peter Grebber. - „gA ^jähren vieles erlernet hatte, gieng er an. ' Es W goallwo er drey jähr lang die besten stucke ^ g,s eeihm dabey so wohl, daß der berühmte PaM" vonsehen arbeiten, sagte, er habe noch keinen HA' ^ eine"^ zsser Hoffnung gekennet. Er kam nachgehaws^^^^e v»chen vorrath rn sein vatterland zurück, t-, suo ^v>Amsterdam, bald zu Utrecht, als aber am