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die gelübde der keuschheit, der armnth und des gehorfams hal-ten, noch dadurch etwas verdienen könnten. Der Cardinal6'Ailli und Johannes Gerson bekamen von dem Papst Mar-tina V. ordre, dessen proxolitiones zu untersuchen, da dennderen 25. condemnirt, und Grabon genöthiget wurde, seineirrthümmer auf dem Loncilio zu Costnitz vor dem Papst ab-zuschwören, aüwo er gestund, daß er diese lehre auf die bahngebracht, um den gemeinsamlich bey einander lebenden Geist-lichen Nachtheil zu bringen. ww. I. *
Grabow, eine stadt in der Polnischen WoywodschafftBelcz, an den grentzen der Woywodschafft Chelm gelegen. Siehat nur von holtz erbaute Häuser, und um sich herum einegrosse ebene. Das castell ist von natur so beschaffen, daß manschwerlich darzu kommen kan, auch durch die kunst einigerMassen-bevestigt.
Grabow , eine ur-alte adeliche familie in Pommern, allwole in dem Wolgastischen das Nitter-guth Pennow an sich ge-wacht. Sie hat sich auch in dem Mecklenburgischen und Hol-ieinischen ausgebreitet. Dietrich wird an. 1260. in einem äi-xlvmsre Hertzogs Barnimi in Pommern, so eine dem StiftCoswick im Anhältifchen geschehene donation betrift, als zeu-ge angeführt. Ein anderer dieses nahmens war an. i?26.Hertzogs Ottonis I. in Pommern Küchenmeister. Achim undErnst befanden sich an. 1492. bey der belagerung der stadtBraunschweig. An. 1596. haben sich ihrerdieses gefchlechtsin Holstein aufgehalten. An. 1716. starb ein Dänischer Gene-ral von Grabow. Pommerl. Holstein. Adel-
chron. Beckmanns Anhält, hist. r. III. x. ;i.
Gracchus , (Tiberius Sempronius) ein berühmter Römeraus dem gesthkecht der SemxwnWrum. Er war zweymal Bür-germeister, das erste mal mit C. Claudio kulckro v. 577. zz.Äl. z8c>7- 0. 177. und das andere mal mit M. Juventio
L. II. 590. L. N. ;82l. L. L. 16;. einmal Lsnlor mit C. Clau-dio L. v. ;8z. L. N. ;8ic- L.L. 169. und genoß zweymal dieehre zu triumphiren. Als er I'r-ewr war, brachte er Gal-lien unter Römischen gehorsam. Zur zeit, als er zum ersten-mal Bürgermeister war, wurde er in Spanien gesandt, undbrachte daselbst die Celtiberier wieder zum gehorsam, erober-te ihre stadt Murcis, ließ sie überaus prächtig repariren,und damit sie ein denckmahl seiner tapfern thaten seyn möchte,so gab er ihr den nahmen Gracchuris. Als er zum andern malBürgermeister war, eroberte er die gantze inful Sardinien ,und brachte eine solche menge sclaven von dar mit sich nachRom, daß daher, weil selbige sehr lange zeit feil stunden, undnicht für eine allzu gute waar geachtet wurden, das sprüchwortentstund: 8aräi venistee. Seine liebste war Cornelia, die ausder 8cipionuin gefchlecht entsprossen, und wegen ihrer sonder-baren keuschheit und gelehrsamkeit sehr berühmt war. Und istmerckwürdig, daß dieser Gracchus vorher lange zeit ein hefti-ger Widersacher der 8cipionum, und vornemlich des älternScipionis Ltricani, seines nachmaligen schwähers, gewesen,aber gleichwol, da die Tribuni klsbis den L. Scipionem Lllg-ticuni nach seiner zurückkunft vom kriege Wider AntiochumN. und gehaltenem triumph , in den kercker führen wollten,Gracchus denselben durch feine interceßion befreyet, da erzugleich vor dem versammelten volck eydlich betheuret, erwäre im übrigen mit dem aefchlechte der 8Llpior,um nichtverglichen, thäte aber dieses für die, ehre deS Standes, weiles eine höchst schimpfliche und unwürdige fache wäre, wannman nun Scipionem in eben das gefängnis wecffen sollte,worein kurtz vorher die unter seiner anführung gefangene Heer-führer der feinde seyen gelegt worden. Schon vor Livit zel-ten war eine gemeine rede in Rom, die Verlöbnis dieses Grac-chi mit Lkricsni, tochter wäre eben an demselbigen abend, dagleich der Rath eine Mahlzeit im L-miwIi» hielte,'auf an-halten der vornehmsten dabey anwesenden Rathsglieder ge-schehen ; aber dieser gefchicht-schreiber hält es nicht für gläub-lich, und achtet vielmehr, die ehe sey erst nach Scipionistode gestiftet worden. Nun mit dieser Cornelia zeugte Grac-chus 2. söhne, Tiberium und Cajum, beyde von unvergleich-lichen gaaben und vortreflicher beredtfamkeit, die aber dane-ben so heftig nach des gemeinen volcks gunst strebten, daß siedes Raths partey verliessen, sich zu dem gemeinen Haussenschlugen, die l.egs8 Lgmrias, von austheilung der gemeinenoder Obrigkeitlichen acker unter das volck, woraus nichts alsaufruhr entstehen konnte, wiederum erneuerten, und nichteher nachliessen, als bis der Adel zu ihrem Untergang dieWaffen wider sie ergriff. Tiberius wurde L. II. 621. p. A.
H. L. i;z- von Pub. Naflca getödtet, als er, um nochmehrere vorhaben auszuführen, sich auch fürs folgende jährzum Tribun» kielst« wollte erwehlen machen. Als er , diegrosse gegen - gewalt sahe, hatte er sich des Öspüolii bemäch-tiget, und durch öfteres weifen auf sein Haupt dessen befchü-tzung und erhaltung dem gemeinen volck recommendirt, wel-ches aber seine feinde dahin deuten wollten, als hätte er durchsolches zeigen die cron begehrt. Scipio Nasica, welcher sichda zum anführer wider Gracchum an die spitze stellte, auch,nach dem zeugnis Diodori 8ieuli, (welchem aber von an-dern widersprochen wird) solchen mit eigner Hand getödtet,hatte die ältere schwester der mutter dieser dmcLborum zurehe. Cajuö Gracchus trat in eben die fußstapfen seines bru.
ders, so viel das sex ggraria betrift, wollte so gar das ^
reich Attali in Klein-Asten, welches dieser kurtz vE ssgtStande vermacht hatte, dem volck preis geben s "darneben dem Rath und gesamten Adel Mderum »schaden durch sein gesetz von den öffentlichen gerlan« ' Fche er dem Rath entzog, und den Römischenden vornehmsten des volcks, übergäbe; wodurch e» ^1wegen damals vbschwebender heftigen eifersuchtAdel und dem gemeinen volck , geschehen, daß eunfast alle Rathsglieder, welche verklagt wurden, mw si^ter verschiedene sehr wohl verdiente männer, die ya^„ßc»-theile empfiengen, auch meistens ins elend wandernAllein auch dieser Gracchus lag zuletzt unten, und icher sich ebenfalls, wie sein bruder, in dem Lspnou cten gesucht, gieng der Bürgermeister C. OpimiuS, ' hjgeseinigen auch dessen Lollega, D. Junius Brutus e ^Gräcchi schwteger - vatter, so heftig auf ihn los,W
bey das leben verlieren muste. Etliche sagen,selbst getödtet, andere aber, es wäre von emem stu> ^ xerte auf feinen beseht hin geschehen; dieser tod faul .D-gemeinen Römischen zeit-rechnung in ä. II. 6;;. a- .., e-'sL. L. irr. Üb. XÜ. c. i2. L in kxir. bb. b >l-/«ss. ,su§. 16. ;. lib. XXXIII. L. 2. jch.
c. i;. 6c bell. civ. lib. III. c. * 4 - ^ ^
püilim. Lro6. in excer^t. Vstes. . K
Orscobis. 6e vir. ill. Oi'as lib. ''
ki. 6e civ. I)ei lib. III. c. 24. * ,
Gracchus, (Sempronius) war aus eben stlbE rcAie entsprossen, und lebte unter des Kaysers Augui^
lierung
rung. Er war ein verschlagener und beredter rnuuaber solche seine beredtfamkeit zur dosheit misssrE'trieb es mit des Kaysers tochter, so an Marcu»^ B
vermählt war, gar übel, und als selbige nachM^ iftTiberium vermählt wurde, begieng er aufs neueehebruch, und verhetzte sie gegen ihren gemahl.len wurde er in die inful Cercinam verwiesen, ss. y,sich 14. jähr im elend aufhielt, und nachdem ^
inful Pandataria auf Tiberii befehl ermordet ssÄ g-Edieser ihm gleichfalls durch einige soldaten den rop>gen. 3»n3l. deliäl^
* Gracchus, (Rutilius) aus einem RömiE ^ch ^-gefchlecht entsprossen; der äst aber, davon er ^'^1° 'stammele, war sehr arm. Er lebte in dem A- iruund gab sich in seiner lugend viele mühe die M,.vssssben, und brachte es auch weit darinnen. Er w" „erM»welche mit den geschicktesten meistern seiner zeit n> ^ aekommen, wo nicht dieselben übertreffen möchten,das unglück in eine gewisse thorheit zu verfallen, '^etliche excmpel anführet, worunter die weisedamit er die leuthe von verschiedener würde «no».^,grüssen gewöhnet war. Er ließ nemlich z. HM Min einander gestecket waren, und er alle drey mit u' ,^c, lden köpf setzte; wann nun ein geringer zu gulll'- _zog er nur einen dieser hüte ab, und ließ dre Ablöstenauf dem köpfe sitzen, und so fort, und also emsein Haupt niemals, als wenn er alle dreyabzog, welche ehre nur den vornehmsten wtbem c ^„giulebte lang in dieser Verwirrung, und starb eno"
lich. /«««, XrcvAl pinAL. vir. rll^^
Grace, siehe Grasse. HoskiltA
Gracia ü Dios, eine stadt und vorgebürge ineiner Nord - Americanischen provintz in Neu - ^oist ^den nahe dabey gelegenen gegendcn giebt es ,ss„,ie» sss.hc
Indianer, welche die Spanier Inlio? Lmvossie tapfer und großmüthig sind, und noch „
loch gebracht werden können. Jedoch vertrage'' Haben 'wohl mit den Engelländern und Franzostn,bedencken, sich auf ihre schiffe in dicnste zu fprE,sie nun darauf z. oder 4. jähr gedient, Mw begI^,,reden lernen, kehren sie wieder nach haustM ^vor ihre arbeit keinen lohn an geld oder ist py
nur einige eiserne werckzeuge. Ihre regierung^i § ^
sö beschaffen, wie in einer freyen Rcpubucr,weder einem Könige noch Fürsten Unterthan. ^fahrm ,st)krieg ziehen, machen sie den behertztesten s-x
unter ihnen zu ihrem Obersten; wenn sie K sie
Haufe kommen, hat dieser General keine M» l. ,velck^„yunter ihnen als die übrigen. Die landfchastt, SÄN,sich aufhalten, erstreckt sich ohngefehr auf § : t,wird etwan von 15. oder 1600. menschen bewog' yorgffX'l.in 2. Haussen getheilt, deren einer siÄ bey. „eist Ehie-Gracia ü Dios, und der andere bey MoumP ^ sieSie haben keine religion, ausser daß man M» sie '
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sem götzen-diener gewesen, und einen sclavenwiggestalt ihres götzen ausgeputzet, ein gantz IM ^ Mund verehret haben. Er hatte allezeit 12» E^vonaufzuwarten, und zu verhindern, baß er NMhielte sich im tempel auf, und wurdeEstlvn ^„eb'N e ß 'er sich öffentlich sehen ließ, begleiteten rhn bie voren und die Priester, und trug er m bee h n z> 9 xeSte, auf welcher er zum oftern spielte, um zu v