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rich Oberst-Wachtmeister worden. 2.) Friedrich Bernharden.
ErnstQuiriiulm , welcher die stelle eines General-Majorsbekleidet. 60^«
Gräfenheynichen / bisweilen Haynichen genannt, einstädtlein und Amt im Chur-Sachsischen kreise zwischen Wltten-berg und Bitterfeld, von jedem ort 2. meilen gelegen. Es istim dreißigjährigen kriege verbrannt worden. roxogr. 8ax.
iup. p. 101.
Gräfing, ein kleiner Bayerischer marck-siecken im BißthumFreysingen und dem Münchischen Land-Gencht Schwaben, r.meile von Ebersberg gelegen. Der ort ist sehr alt, und sollendaselbst im VI. Lculo die trouppen der ConstantinopolitanischenKayser Iustini und Justiniani eine gedoppelte Niederlage vondem Bayerischen Hertzog Theodon U. erlitten haben. Ehur-Bavern x. 167. annsl. Iloj. lib.III. *
* Gräter, (Caspar) ein Würtembergisther IKeologus, und
Hertzog Ulrichs Hof-Prediger, hat auf befehl seines Fürstenzwey theologische bedencken gestellet, 1.) wegen eines freyenOonLilii, an. 1541. 2.) wie der streit in religions-sachen auf-zuheben und hinzulegen, an. 1544. An. i;;?. den 10. sept.wohnte er nebst andern dem zu Aurach wegen der bilder an-gestellten Lolloguio bey. Weil Hertzog Ulrich niemal auf diejagd gegangen, oder sich des bads bedienet, er habe denn vor-her eine predigt gehöret , so predigte er alle tage vor demsel-ben , und starb um das jähr i; ;2. memor. Tkeol.
* Gräter, (Philipp) ein söhn des vorhergehenden Caspari,
ward um das jähr 1540. zu Canstatt gebohren, und nachdemer feine studien theils in dem LseärrgoZio zu Stuttgard, theilsauf der Universität zu Tübingen zu ende gebracht, bekam er an.1^9. den Diaconat zu Herrenberg. Hernach an. 1562. warder Pfarrer zu Nagold, und endlich nach fast 40. jähren an.i So r.Fürstlicher Rath und Probst zu Herbrechtingen , in welchemamt er an. 1612. oder 161;. gestorben. Seine schritten sind :Biblisches Historien-buch; Lutheri Schatz-cammer; Catechistmus-Predigten vom heil. Abendmahl, und eine Vorrede überBrentii Latecbilmum mojorLM. ör-L»«. stnoxs. tkcatr.
exitaxb. Fr/c/-//», memoriD.
Grätz, lat. Orgjgcum, OrTclum und 82VÄNL, eine prächti-ge stadt in Nieder-Steyermarck. Sie ist die Haupt-stadt deslandes, nebst einem schönen schlösse, allwo vor zeiten Kayser Fer-dinandus II. als er noch Ertz-Hertzog von Oesterreich war, zuresidiren pflegte. Sie liegt am flusse Mure, etwan 12. oder iz.meilen von Wien, und 5. meilen, wo die Mure und Draue zu-sammen fliesten. Der ort ist ziemlich vest, und mit einem walleund boll-wercken, auch schönen vesten thoren versehen. Sonder-lich aber wird das ober-schloß fast für unüberwindlich gehalten,weil es auf einem berge gelegen, so um und um frey und festigtist, und dem gantzen lande herum gebieten kan. Die landschaffthat allda ihr Land-Haus, und Einnehmer-Amt, und es werdendie Land-täge daselbst angestellet. Es ist auch die Jnner-Oester-reichische regierung daselbst, dahin alle appellationen aus Steyer,Kärndten , Crain, Wtndischmarck und Görtz gehen. Daherostets ein grosser Adel da wohnet, auch jährlich 2. vornehmemärckte oder messen, zu Mit-fasten und St. Aeqidii, deren jeder24. tage währet, allhier gehalten werden. Es sind daselbst vielArchen, und ein ansehnliches Jesniter-Lollsgium, nebst einer ho-hen schule und viel schöne Herrschafftliche palläste. Rreckwitz,beschreib. Ungarn.
Grätz, Böhm. Hradecz, ist der nähme einiger städte inBöhmen , darunter eine nebst einem schloß im Bechiner-kreisohnweit Budweiß liegt. Von Rönigin-Grätz ist ein beson-derer artickul. wpogr. UoliLM. x. Z4.
Grätz, im Voigtlande, siehe Graitz.
* Grätzberg, ein berg-schloß im Schleflschen FürstenthumLiegnitz, wohin man sonst zu kriegs-zeiten sichere Zuflucht nahm.Das dazu gehörige Amt besitzet der Graf von Galt pfand-weist.Die erste grundlegung dieses ur-alten vesten berg-schlosses wirdHertzog Uladislao II. damaligem Ober-Regenten in Schlesien,um das jähr H44. zugeeignet, da er mit feinem bruder Bo-leslao Lrllpo schwere kriege führete. An. 1450. bevestigte Fri-dericus l. diesen ort noch stärcker, und zierte ihn mit ernerrecht Fürstlichen Wohnung, also daß desselben starcke maurenund thürme, nach der damaligen alten krlegs-art zu belagern,gantz unüberwindlich zu seyn erachtet wurden. Es lieget diesejandwehre auf einem hohen berge, umgeben mit einer flachenebene, und auf eme meile wegs von allen andern bergen abge-sondert, daher man lm lande das schloß weit und breit, undwiederum von demselben m das land sehen kan. Man steigetnicht in gleicher liiue, sondern durch zirckel-wege um den bergherum hinauf, da man noch m dem eingang allerhand spurender alten verpallisadirten thor-thurme bemercket. An der mit-tags-seite umgiebt es eine über die Massen starcke, und an denecken mit thürmen bevestiate mauer, welche innwendig einengrossen platz umschleußt, bey welchem die stallungen, die muni-tion-und proviant-häuser und der soldaten baraquen gestanden.Der General Wallenstein bemächtigte sich an. 1623. diesesschlosses mit list , und ob es wol nachgehends wieder an dasFürstliche Haus gekommen , so muste es doch kurtz vor demMünsterischen frieden in die tust gesprengt werden. LucäSchlesische chronick, p. 12,7.
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Erave, (Johann Georg) ein berühmterlor Voliric-e , Ilntoriurum und LloguentiK zu Utrecht ,
29. jan. an. iä;2. zu Naumburg gebohren. Sein vaus^Georg Gräve, Stifts-Baumeister zu Naumburg, die uu". D«-tharina Pftetschnerin. Anfänglich wurde er in seinemde unterrichtet, bald aber in die Schul-Pforte geschickt'«A« an /war er sonderlich fleißig, und gewehnte sich das nachtE.^-welches er auch bis an seinen tod getrieben. Jnsonderyen ^te er die meiste zeit der nacht mit lesung des Homen uno erzu, und setzte sich dardurch im Griechischen veste. Dann"^^ynach Leipzig, und wurde von Andrea Rivino wohl lENächst dem hörte er Iohannem Strauchium, welcherHiltor. und Llog. llrokellor zu Leipzig war, welcher W lnstder Jurisprudentz anreihte, worzu er aber keine sonvech^Fhatte. Er machte sich auch mit Thoma Reinesio, der stnoch zu Altenburg war, bekannt. Indessen schickte ihn st,ter nach Ost-Frießland, bey dem Grafen eine grossem., x,eschuld einzutreiben; als er dieselbe aufgebracht, kam' Dr-illst an, Salmasium, Heinsium und Gronovium kenne»nen, kam derowegen zu diesem letzter» nach Deventer, ^habbald mcrckte, woran es dem Grävio fehlte, fragte lynben, ob er auch Latein reden und schreiben könnte , erkäme diese frage sehr fremde vor, und gab zur antwm' . 00diese spräche wohl innen hätte. Gronovius fragteer denn die exilkows Liceronis wohl verstünde ? Gravn Willstte sich zu einer probe. Dieser hieß ihn die erste unter o«liar-episteln auslegen, und da Grävius solche von won ' ^piein das Teutsche übersetzte, spürte Gronovius, daß er sGrammatic wohl verstünde,aber darum die alteRömnustund rechte krafft der redens-arten, welche allein amMNcher erkänntnis der Römischen gewohnheiten und an»st.,^ rc-
gesammelt werden, noch bey weitem nicht possedirte; ^ ^rohalben an von dem rechten verstände und nachbru" ^ ^Worte mit ihm zu handeln, und ihm solche zu erk> mi^e>»Grävius seine Unwissenheit freywillig bekennen mum, wfMerbieten, unter einem solchen lehrmeister von vorm» §pjo z»gen, wie er denn auch das meiste seiner eruditionverdancken hatte. Zwey jähr brachte er also bey ihm »»st jMv>gieng er in Holland, und weil Salmasius undschen zu Leiden verstorben waren, wandte er sieb Zx^reli ^Moro und David Blondel nach Amsterdam. ^
rathen übte er sich in der Historie und TheologiejEdie Reformirte religion an. Nachdem er daselbst fairEgelebet, wurde er an Johannis Schultingii stellebürg, und als Gronovius nach Leiden kam, an.venter beruffen; von dar wurde er an. 1661. nach u» ggEret, wohin er die auslander, auch viel Fürsten und am EeCl,Personen, in grosser menge, hinzog. Er hatte auchlieb , daß ob er gleich viel vocationen nach AmsterdamVenedig, auch von dem Könige in Preussen und dem ^ ^ Mvon Pfaltz Hatte, er sich doch, auf keine Mise voi^^^
begeben wollte. Als er nun daselbst mit grossem rum" gEgelebet, machte ihn der König Wilhelmus III- von
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seinem HiüorioxrLpba. An. 1702. wurde er ttttt oci s,grzli stschwäche der äugen und andern zufällen behaffter/ -
seiner stauen tod kam, mit welcher er viel jähre gm»
An. 170;. den n. jan. hatte er früh den PrmW ntss AaßFrießland und die Grafen von Jsenburg insornurei/ ^um den mittag aus; unterwegs überfiel ihn ?erer in Pontani Hause zu boden sanck, und »och ^ Er-starb. Er hatte mit Johanna Odilia von Camp ustdorff, 18. Ander gezeuget, von welchen ihn nur 4 - Licemlebet. Seine schristen sind: Helloävs cum st .
Lxillolse sä LkimiliareZ; sä sttticum; Okicia; Onotis; ssuliinus; 8uetonius; Llnrus ; Luiü-uM , goUgstIkeüiurus Untiguitstum Homanarum; Tbelau »tum IrsIiLarum, Lc. orstio psrsntaU..
17°;. p. 187- Tentzels curiöse bibl. p. 4-l. * ^ D.
Gräve, (Gottfried) ein bruder des vorigen , ^Men st"^zu Naumburg gebohren , und legte den gründ MI ^
:n der land-schule zu Pforta. An. 1661. zog er am^„,
i,-. vrr^mv-,cyu!c zu wtorra. AN. ioc>i. zv»tät nach Leipzig, da ihm sein vetter Johannes e? pack.Vorschub that, bis er sich an. 166;. zu seinem ^ „nd m ^land begab, bey dem er sich 2. jähr lang aufgehm.. ^ ygß er ^studien , darinnen er excülirte, so geschickt gemam ^hca,' ,^1«nicht weniger ehre als sein bruder würde erworor , er m ^4;er nicht zu andern Verrichtungen gekommen m ^erwr^;aber an. 167;.zum Ober-Stadtschreibcr m 87^ge-an. 1681. mit in den Rath gezogen, und an- ^,,g
in welchem amt er durch seine applicatlon - erp , W.
schicktefeder, scheinen besondern rühm erwöge gethO'^yibder öffentlichen Raths-biblivtheck grosse ^gxqermelst^east^i?°9. übernahm er das ihm aufgetragene andernohngeachtet er es schon das jähr vorher bey emausgeschlagen. An. 1719. den 29. oct. überfiel ^hrauf dem Rathhause, davon er den andern tag»altersverschieben. «mehre^«reiten
* Grävenitz, ein uraltes adeliches, und AenckllA^ei»Reichs-Graffiches geschlecht, welches von n^^g,schen
her in den Mecklenburgischen und -
bekannt gewesen, endlich aber sich M'dem L ^vor^ xoitembergischen Hofe zu Stuttgard Hauptfach