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* Grailly, ein berühmtes geschlecht, welches von der in derlandfchaffk Gex an dem ufer des Gcnfer-sees gelegenen Herr-fchafft Greilly oder Grailly den nahmen angenommen. Ger-hardus, Herr von Greilly, Ritter, lebte an. n 20. Von dem-selben stammte her Johannes I. Herr von Grailly, Ritter, Vi-comte von Benanges und Chatillon, Herr von Gurzon, Flex,Puy, Chaslus, Viüagrand und Rolle, Senefchall von Guien-ne. Er hielr es beständig mit Eduards I. Könige in Engel-land , begleitete ihn an. 1263. da er noch Printz von Walleswar, auf der reise nach dem gelobten lande, und machte an.rzoi. sein testament. Von Clairemonde, einer tochter underbin Gaillardi von lu Motte, Herrn von Landirans, hinter-ließ er zwey söhne: i.) Der jüngere, Johannes von Grailly,Herr von Langon, starb ohnbeerbt. 2.) Der altere, Petrus,Herr von Grailly, Vicomte von Benauges und Chatillon, er,hielt von dem gedachten Könige Eduards viel ansehnliche frey,heilen, und zeugte mit Rubea, einer tochter Bernhardt, Gra,fen von Astarac, folgende zwey kinder: r.) Catharinam vonGrailly, welche mit Jordans von l'Isle, Herrn von Casau-bon, verheurathet gewesen, und ohne erben verschieden. 2.)Petruin II. Herrn von Grailly, Villagrand und Rolle, Vi-comte von Benauges und Chatillon, Captal von Buch, Ritterdes Hosenbandes, welcher nach dem exempel seines vatters undgroß-vatters die Engellandische partey hielt, an. i;45. Ber-gerae einnehmen half , und noch an. r;;< 5 . am leben war.Erstlich vermahlte er sich mit Assalide von Vourdeaux, Cap-itale von Buch, Frau von Puy-Paulin und Castelnau, an.i;r8. aber mit Rosamburge von Perigord. Mit dieser letz-tem zeugte er Archambaldum von Grailly, welcher, wie ausdem artickul Foix zu ersehen , durch feine gemahlin Grafvon Foix worden; die erstere aber gebahr ihm Iohannem vonGrailly II. Captal von Buch, Vicomte von Benauges undChatillon, Herrn von Puy-Paulin und Castelnau zu Medoc,welcher an. i; 28. Blancam, eine tochter Gastonis, Grafenvon Foix, heurathete, und an. izg-z. sein testament machte.Seine beyde söhne waren i.) Gaston von Grailly, Captal vonBuch, der ohnbeerbt mit tobe abgegangen. 2.) Johannesvon Grailly III. Captal von Buch, welcher, wie aus seinemartickul erhellet, an. i;?6. in der gefangenschafft sein lebenbeschlossen, und von seiner gemahlin, Rosa von Albret, dieer sich an. izzo. beygeleget, keine erben nachgelassen, woraufseines vatters bruder, abgedachter Archambaldus von Grail-ly , alle seine in Guienne, Burgund und Savoyen gelegeneHerrschassten erbte. Siehe Foix. , IM. geneal.
tom. III. x. zö?. 170.
Grailly, (Johannes von) Captal oder Herr von Buch in denso genannten Langes, oder der sandichten gegend vonBourdeaux,aus dem Hause Foix, war einer der berühmtesten Generalenseiner zeit. Er commandirte an. 1; 64. Caroli Königs von Na-varra tronppen wider den König in Franckreich, Carolum V.bey der unweit Cocherel in der Normandie gehaltenen Wacht,allwo er von Bertrand äu Guesclin gefangen, und nicht eher,als an. i;6§. nach dem erfolgten friedens-fchlusse, den er selbstvermittelt hatte, wieder los gegeben wurde. Der König inFranckreich gab ihm hierauf aus Hochachtung seiner tapferkeitdas schloß Nemours zu lehn ; die liebe aber gegen Engellandwar so groß, daß er hernach solches lehn selbst wieder auf-gab , und den Engelländern wider Franckreich dienete.Nachdem er sich bey vielen gelegenheiten sehr tapfer erwiesen,wurde er an. i;72. vor Soubize abermals gefangen, und inden kirch-thurn zu Paris gesetzet, woraus ihn der König inEngelland auf alle weise wiederum zu erlösen suchte, auch diefache dahin brachte, daß er, wofern er einen eyd thun würde,die Waffen niemals mehr gegen Franckreich zu führen, wieder-um auf freyen fuß gestellet wurde. Allein, er erwehlte lieberim gefängnis zu sterben, welches auch geschahe, nachdem er 5.jähr gefangen gefessen. IM. Zsneal. cis
8avc>7e. /»-kos Ksneal. kam. 6aII. x. 121. bist.
tom. II. lud Larolo V.
st Gram, (Baptistale) war den 2;.jul.an. 156;. geboh-ren. Sein vatter Antonius war Rath bey dem Chateletzu Paris, seine mutier aber Genevieva Sanguin , welche sichnach seines vatters tode mit Ludovico von Besangon , Herrnvon Orvilliers, und Parlements-Rath zu Paris, wiederumverheurathete. Er felbst kam bey zeiten an den Hof, und thatsich allda Durch sein rechtschaffenes wesen und andere gute ei-genschafften dergestalt hervor, daß ihn Henricus IV. an. 1604.ohne sein begehren zum Rath und Requetenmeister der Köni-gin Maria fte Medicis bestellte; wiewol er dieses amt denwenigsten theil verwaltet, und die zeit meist aufs bücher-schreiben angewendet. Ludovicns XIII. dem seine aufrich-tigkeit sehr wohl gesiel, bezeigte ihm ebenfalls viel gnade;da hingegen andere, und insonderheit die anhänger desPäpstlichen Hofes, nicht vertragen konnten, daß er in sei-nen schrillen die freyheiten der FranzosiWn ku-che behauptet,und noch andere dinge berühret, so ihnen unanständig ge-schienen, weswegen er auch von denselben vielerley Verfol-gungen auszustehen gehabt. Er starb auf seinem landguthMongeron, vhnweit Villeneuve-St. George, den 2. jul. an.1642. Seine schrillen sind : Dscacks sonwnanc i'liitioirscks Henri le Oranci ; Decacle sommensant I'üill. cis LouisXUL ckspuis I'm i6i». ^uW'en 1617. rroissäms Osssäe
gra
conten. 1'Hist. cis brause sous Louis XIII- ci^pulsjulgu'en 1628. ssesueil äss plus kignalees dataui 'ke ionc clonnees eu brause L silleurs par les ^ssois ciepuis IVleroves jukcju'au ssoi Louis XIII- wenvte aber nebst verschiedenen andern noch ungedruckt amten wird. M /e»rr. , .
Graindorge, (Andreas) aus der stadt Caenwar der erste, welcher leinen-zeug mit allerhand ,
würcken ersiinde , es aber nW in solchenwie wir es heut zu tage haben, indem er anfangshinein brachte, als rauten und blumen; allem.
Richard , welcher 82. jähr alt wurde, perfectiotunrlends, indem er erfand, wie man allerhand arten von w Mauch andere sehr schöne figuren darein würcken könn»'machte auch allerhand tafel-tücher von solcherstellete an verschiedenen orten in Franckreich dergleichen . .facturen an, fowol als Michael, dieses Richards M vieldaß man nun dieses gewerbe, von dem sich vi^tausend Personen in-und ausserhalb Franckreich ernelM'sen;. Graindorges vornemlich zu verdancken hat. ^ ^
LTrctoM. *
* (vraindorge, (Jacobus) ein vetter des Andrea- ^an. 1676. verstorben, war ein Benedictiner-Monchtey von Fontenai, und Prior von Culey. Er erwarn ^ ^feine erkänntnis in der Astronomie, und schmeichelegeheimnis von der sogenannten longiruäins mans äs-zu haben, Daher ihn der König unter Versprechungsehnlichen belohnung, wenn seine entdeckung ^ sc-hütte, nach Paris beruffen, und der dasigen AM5 - ZU»Lsieuses die Untersuchung seiner solution auftragen ' V faber diese letztere alles aufs genaueste geprüfet, dtt" gcdaß er das gantze werck auf die LilroloZiam mA Main^gründet, vor welche eilele und unnütze wtssenschaMge jederzeit grosse Hochachtung gehabt. Nichts den^ HMsuchte er nachher» seine invention in einem besonn ^ an-von dieser Materie zu behaupten, und starb den1680. in dem 87. jähre seines alters. , origm.it. äs reb. aä sum xsrcineiir. '
Graitz , Grätz, eine stadt in dem VoigtlandePlanen und Gera, an Der Elster gelegen, xa»fen Reuß, welche zwey residentz-schlösser, neinlia) ^ t»re auf einem hohen felsen, und das untere m der lselbst haben, deren jedes von einem absonderncyr»bewohnt wird.
zu Lösen, allwo er auch in der Rhetorik unterrichtete, ^mals wurde er Hilioriographus in den Niederlau ^ Mthat eine reise in Deutschland und Italien. Er UssMii Lauf nach Spanien gehen, wurde aber durch dre pevAlgier gefangen, welche ihn in Africam führeteri rcher gelegenheit er viel länber sahe. welcbe er n«^ , Mschrieben.
uzen er vier lanoer zaye, welche erAls er in die Niederlande zurück glömmeer eine reise in Mähren und «Schlesien, allwo lhtN " . E
nal Dietrichstein die aufsicht über ein LolleZiumeiniger zeit kam er zurücke nach Antwerpen, um>«l°-'.der in Schlesien gehen wollte, wurde er zu L"öc» ' ^kranck, und starb daselbst. Er verstund die spra^ Wwar auch ein guter Poete und Uilloricus. Man ; v,Hitloriam LrabantiL; äntiguitates Lusatus IVav ^'tiguitstes blsnclriD ; Xamurcum ; äkrisLDiarium Lrgslenfe. Äre.L bibl. p. 452.
äs lsrixt. Des. XVII. üM
* Grambs ,' ( Joh.) war an. 1624. r« FAunter NMayn gebohren, studirte zu Straßburg, befoE chenralyhanne Georaio Dorschäo, dessen tochter er hernaw «Er starb als Prediger in seiner geburts-stadt an.i°°Jhen,im ;6. jähr. Er bar Lcichen-vredigtcn heraus M pxMders aber hat er sich' um Dorschäi 8 -blia v
gemacht, welche Dorschäus anfangs zu seinem » ^niehrt^Lfertiget, Grambs stellte aber dieses werck stm anle't;1674. in fol. aus licht. ibVtte, cliar. ^?-^s,s,schtiIdwman gelehrter männer bildnisse sammt. x. 87 - ^Nachrichten, 1729. x. 778. begg.
Grami, siehe Graham.
Grammanus, (Nicvlaus) gebürtig von Ht'Mstädtlein in der Marck Brandenburg, war an. M ^
und hatte zum vatter, Iohannem, einen ^gienS/ .^;Herrn selbigen vrts. Weil ihm selbiger ftuhssiNgV ihlNwenig Mittel hinterließ, kam er anfänglich xet
als aber der Pfarrer selbigen orts ein gutes ^ yaftlöv, jsmerckte, wurde er in die schule geschickt, um- s kafiGrammatik informiret. Im 1 ?. jähre je-nes Ler k- Achdie schule nach Hof, woselbst er sich bey einem 0^» §liim^,lich hinbrachte. An. 1-164. als der Marggrat ^n,cm ^dem Superintendenten daselbst befohlen, einenwelcher zu einem ilipenüio tüchtig, 'mm xnw /§n, mzu fchicken, wurde dieser Grammanus darzu er, pa