Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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nach Wittenberg geschicket, und der erste Marqgräflicheü^udmt daselbst wurde. Als er an diesem orte fünf jähr den»atknns gelegen, wurde er an. 1^67. durch Vermittelung seinesdauli Eben, IVIagilter, undan. i;6y. zumDiaconoM, Hof beruffen. An. 157;. wurde er Diaconus zu Culmsund an. 1577. zum Superintendent daselbst verordnet,z„ a,,.'E er auch gantzer 24. jähr verwaltet hat. Er starb>-MNlbach den 2. apr. an. lüoi. F-^e-err tbestr. x. ;i?.

eine , ist eine kunst, welche zeiget, wie man

theil? .ehe ^cht reden und schreiben soll, und hat vier haupt-

' Ortliogrsxbiam, Dtz-mologlam , l?roloäiam und 8yn-der .„.Der erste theil lehret recht und regelmäßig schreiben;lind ?oere handelt von eines jeden Wortes Ursprung, naturHe»?-Mung ; der dritte lehret den accent recht setzen ; derAn endlich zeiget, wie man die Worte recht zusammen fü-d°r»ü "" daraus eine verständliche rede formiren soll. Caßio-^Eum IX. 21. beschreibet ihre Pflicht kürtzlich also:"^^mmstisorum IsholL L tünäamentum pulserrimumSfl fg , marer gloriola lasunälss, gus: soxitars voluit, logui 6ns vitio , dos in curiii orstionis 6s er-, ^Mo 5 cit abiomim , gneinaämoäum boni mores cri-eeli«ntur extsrnum. Wer diese art, welche man Als,Ko-lon Uennet, erfunden, ist so eigentlich nicht bekannt; es6hl, >?,»ach der meisten meynung der crfinder Aristoteles»l>d „welcher aber nur drey sorten der Worte, uomina, verba^hx.n?n^ur>Äione8 soll erdacht haben. , 1.4.

^illns., es ist jhm auch hierinne nachgefolgt. Doch bekennetvklls k ^ l^oral. M3M. II. 7. selbst, daß Ilcus und Lam-ihm 6rammaticen geschrieben , und hinterlassen,klejn"'°u nuch die Etymologie erfunden haben , wiewol es einiheite,-nnd gar geringer ansang gewesen.. Einige gehen nochMnl^vMls, und machen Prometheum zum Urheber undM e^lestr kunst. Wie aus dem Cicer. luscul. I. erhellet,»e„ n,,k V die buchstaben erfunden, und derselben ungemei-gezeiget; wiewol viele behaupten, daß Adam schon

i?a«Lr'Ar, exercit. kkiloloph. kkilolog. p. 6. Isgg.^Z-> hilkor, littst, aMeäituvisn. x. ch. /ierm.

»inz primascribenäiorigine, Antwerp. 1617. in 8. Pli->hqre,,?vr. nat. VII. ;6. hat gar gemeynet, die buchstabenich, 8?vn ewigkeit. Suidas und Cedrenus sagen ausdrücke!>liS 0, ouietheus habe die Grammatic erfunden. Wenn Bös-es 1.hiervon seine meynung eröfnen soll, sagt er,»>W„re dieses in die fabelhaffte zelten, und könne nichts ge-in werden. Derselbe meynet auch, Epicurus habeies»Na ?lestn, stück ein nicht geringes gethan, ehe er sich durchKeä e» oer bücher Deinocriti zur Philosophie gewendet; wel-M dielt i^^-Diogenis vit. Dpisrir. Worten beweiset. Anfangsdlirch »„'dMnschafft zu Rom verachtet gewesen, hernach aber?h>ischx„ Mem Mallotem hervor gesucht worden seyn, welcherM s " fen, andern und dritten Punischen kriege,zur zeit des to-Mn von dem Könige zu Pergamus, Attalo, an den Römi-' 'wni V geschickt worden. fo/)-ä.^erF. invent. rer.I. 7.

Nach diesen haben sich viele gelehrte Oramma-stex m^vlften, diesen theil weiter auszubreiten und deutli-^irius ^klaren, angelegen seyn lassen, als Tyrannion, De-Musv^wn, Nicanor Hermiä, Pausanias L« 5 arienü 8 , Lu-

vilii

Hyperchms Llexsnärinus , Didymr, Anto-dessen schule Cicero nach vollbrachter berufs-ar-

^>t , oej,en jcyuie Vtcero nacy vouoracyrer oerurs-ar-

s!'h, Philopenus Llexsllcirinus, Apoüonius Dysto-

Natyz /Mbanes, Aristarchus, Panätius Menecrates, So-Mflvd-^.Modemus , der Pompeium lVI. informirt, Varro,„ugidjns Aristocles, Apollodorus, Porphyrius, Scaurius,Velius Longus, Nonnus, Charisius, Try-

Dionysius, Palamon, Valerius Probus, Sosi-5 >e„ L'owedes, Priscianus, und noch andere mehr, von- eronius ein gantz buch geschrieben: äs lllulirikus

- :

t^his, benannt. '"Zu den neuern zeiten haben sich La-Vvboscus, Chrysoloras , Chalcondylas, Gaza, Ur-qxl„„^Enü 8 Lc. hervor gethan, daß die Ommmatisi selbstU bgi^Mheit genommen, sich in gewisse secten abzutheilen,M ^o6otsos . bald LaUimacbeos, bald Lratetios, baldm „08, po„ Zenodoto, Eallii.racho, Erntete und Aristo-Aet n,s>,. ibnnen. , ac! Daertium II. I;. Hieraus

t? 6 rai>i'' i?ie die alten Griechen und Lateiner jederzeit vorJes stz ^tlca eine ehrfurcht gehabt, ob es gleich heutigesschelt'^??",wen , daß der zunähme eines Orammatici fastinjurie geworden. Und sie hatten auchAex oenn sie begriffen nicht allein das lesen und schrei-

lik^ 6v bj-, ' londcrn auch andere stücke. Ein Lrammarisusveden. / vm mann, der nicht nur recht lefen, schreiben,

>! ve am? °"^rn auch die Poeten, historien-schreiber, undMoores erklären konnte ; daher Erasmus vit.

MeN'

Vki^e gute

K, ^ v'"recht gesagt : es könnte einer eher dreymal Do-

j,'' fle s'. Ols emmal em guter Orammaticus werden.

« v sie dj- Eor. Lkiios II. 4. §. i. 4. Durch das lesen verstun-luÄN erk->k-»^Eung, wie ein kind ordentlich lesen, bald die1 ->c,e 1- ^ld zu rechter zeit fallen lassen soll. Daherlv,'. "e>c>8 ' so solches lehrten, krLseptorss, Däomato-

' ^ sie .^cemores, Lkomllsi; ja sie zeigten zuweilen,

sie f^^cemores, Lkomllsi; ja sie zeigten zuweilen,8 "Uch. k^Mn, oder pfeiffen fpielen follten. Zu diesemMll NiUste ^-vn kindern das rechnen, oder zehlen bey-

Das schreibe»! war viererley: geschwind und

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durch gewisse verkürtzungs-zeichen, schreiben-

, zierlich, sauber und nett, ,

nach der Vorschrift oder Und dieses thaten die

, Dscüma^iitri, kTäagogi, L,-0Ls--raXs,

»Itzw-Vü-X genennet, und von^ den Orammatisis

nicht nur in der Verrichtung, sondern auch äußerlichen gestalt,und art zu lehren unterschieden. Die Ommmanm hiessen kro.kellores, und iriaZiilri, und wie jene auf kleinen und niedrisgen bäncken fassen, als die mit kleinen kindern zu thun hat-ten ; so fassen diefe hingegen auf hohen und erhabenen stäh-len , welche eigentlich Larlmärne hiessen. Wie jene nur lesenund schreiben lehrten, so zeigten diese, wie sie das geleseneund geschriebene recht und mit verstände lesen sollten. Diesedocirten nicht im wtnckel, sondern hielten öffentliche LvUeZia,- 770 / 81 - 1 -°, dazu jederman, der geschickt war, kom-men durfte. Hier nahmen sie die amlmres zur Hand, als Vir-gilium, Hesiodum, und sonderlich Homerum. Daher wußtees Alexander ül. jenem alten Orammatico mit einer gutenprügel-snppe derb zu verweisen, daß er auf die frage: ob ermit seinen kindern Homerum tractirte ? nichts von Homero zuwissen bekannte. Diese erklärten, gaben ihnen einige stückevor, auswendig zu lernen, welches sie hiessen,

und qiengen mit ihnen nach beschaffenheit und erforderungder umstände die alte helden-oder götter-historie durch, legtendie unbekannten dunckeln, und schweren Worte aus, zeigten de-ren etymologie, (wohin die vielen glossarien zu rechnen )und brachten Überhaupt alles vor, was zur Verständigung ih-res rmtkoris gehörte. Und weit die Alten viel ungereimt zeugin ihren getichten vorbrachten, geschahe es , daß diese 6mm-matisi. indem sie solche knoten auflösen wollten, theils schreckli-chen zanck von Nichtswerthen narren-possen unter sich erreg-ten , daher die Lella OrammaNLalia kommen: wobey ihr un-säglicher yoffart das meiste that, da sie sich einbildeten, siekönnten alles, und wüßten alle ihnen vorgelegte zweifels-kno-ten zu erörtern, wovon Furius Bibaculus beym Suetonio äs ill.6mmm. II. die gelegenheit genommen, folgendes zu schreiben:

8ummum OrammstlLum, Optimum kostÄM,s)mns8 lolvere polls guxeüiories,klimm äiiücils expsäire nomen.

Ln Lor Lenoäori, en jssur Lratetis.

Daher gab es zwey arten solcher leuthe, die derglei-

chen rätzel auf die bahn brachten, -tu-»««?, die sie erriethen >bald wußten sie genau diejenige mit nahmen zu nennen, diein dem Trojanischen Pferde gestecket; bald wie die gekehrtenUlyßis, oder die freyer Penelopes geheißen; bald wer dieje-nigen gewesen, so vom Polyphemo gefressen worden; baldwer durch die DXlir^iones, oder 6orgones zu verstehen sen °>und dergleichen mehr, wie auch selbst Strabo XIIl p ö//und Seneca ep. 88. vbserviret. Ausser dem aber tractirtensie ernsthaffle jgchen , und untersuchten die verschiedenen bege-benhetten, so sich zu verschiedenen zeiten zugetragen hatten,verbesserten die Chronologie, und brachten sie in ordnunq, wieman denn von unterschiedenen Ommmaticis weiß, daß sie sichum die zeit-rechnung wohl verdient gemacht. Sie bekümmer-ten sich auch um die Gelehrten-historie, zum exempel, die katader oder poetischen Vorstellungen, oder thea-

tralischen absingungen, oder Arlstotelis prsblemsm, äs am',mslitms, 77Stzl ^-r«tzo^/°7-«i--0 Lc. Sie machten auch zu ih-rem eigenen oder der gelehrten nachkommen nutzen Loils-

Äanea , , 7 /«,- 0 e 3 i-«o

dergleichen bücher des Aeliani 7--o/«,>« sey», klm dieCritic machten sie sich nicht weniger verdient, entdeckten dievielen schelmen-stucke und betrügereyen der buch-abschreiber, dasie den leuthen zuweilen schlimme bücher unter dem nahmenberühmter leuthe aufhiengen; sie suchten die fälschlich ange-gebene auckorss der bücher durch gewisse Lkaracwrss von denwahren zu unterscheiden, schrieben auch, damit fo leicht keinbetrug vorgehen möchte, die nahmen der schreibe,- dazu, mach-ten regtster über die bücher, daß sie desto brauchbarer wären»numerirten und bezeichneten die Verse in den Poeten - wosie etwas unrechtes antrafen, bezeichneten sie es mit einem obs-lo oder aKsrilco, was aber gut war, zeichneten sie mit demz,c -r-0 -t-ss-r- -«,«/, und machten

; zuweilen beklebten sie solche in ihren äugenschöneörtermitrothemwachse, daß sie desto kenntbarer wür-den. Wovon ausser Wowern beym Menage aä Lsert. m. 66.und Thoma Nemesis varisr. Iscl. III. 7. mit mehrern nach-zulesen. Sie stunden den bibliothecken vor, brachten sie invrdnung, und besorgten deren aufnähme, und thaten der Ne-publick grossen nutzen , daß daher ihnen diejenigen unrechtthun, welche sie vor unnütze, närrische, verachtete, und ge-ringe grillenfänger halten, und ihren nahmen vor niederträch-

nnge grmemanger yanen, >7"--

tig ansehen, ob es gleich in der that also nicht,st. Die altenRömer wußten nicht, wie sie West leuthe recht careßiren soll-ten ; sintemal sie selbige,auf ossentllche kosten mit er. amionisoder gewissen Portionen jährlich unterhielten. 65,,,/-,tA,, iVIagiltrat. Aunisipsl. 4- Ww haben es so eingeführet ,daß wir die 2. stücke der Grammatik oder /s-o^,«»,'

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