Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
867
JPEG-Download
 

Aschen

g r a

- dieses durch ihren König Bedis, des Abenhabus>o ohngefehr im X. steculo lebte, geschehen. Sie liegt

bergen, theils auf Hügeln, theils auf einer ebene,von dem flusse Darro benetzet, welcher nicht allzu-kk^von bannen den fluß Xenil nebst verschiedenen anderndexfM r» sich nimmt. Sie ist sonst mit guten maurendie ^ zwischen denen io;->. thürme gezehlet werden, ohnes«na ' stadt-thore, und hat 4. gute stunden im um-Sie wird ihrem lager nach in 4. theile getheilet, davonIst, so auf der ebene in einem that liegt, Granada heis-iien ^rinnen die vvm Adel, die Geistlichen und die reich-kirch/"uffeuthe sich niedergelassen. Darin» ist die grosseW,/ . so von den Mauren angefangen, aber nicht gar aus-dvlien? worden , weswegen die Spanier an. 1672. selbige zuH»te» vm angefangen. Sie ist von grossen steinen, und hatalwern eine grosse capelle, in welcher Ferdinandus Ls-und dessen gemahlin Isabella begraben liegen. Nichtder Mbt es daselbst viel andere kirchen. Der andere theilÜr»enn? hält in sich das sogenannte schloß , 8ierrs äel 80Is^nen s' 'veil es auf einem mittelmäßigen gebürge gegen derlvjH ss aufgang gelegen ist, oder auch Aihambra. HierinnenseilKönigliche residentz gezeiget, welche einen so gros-lögj^Mg hat, daß man in die 40000. mann darinnen sollIlche AMnen. Es sind darinnen noch viel schöne und herr-Zlqh zu sehen, aber alle auf die alte manier gebauet.varbey stehet noch ein anderer pallast, welchen Carl

dieses' ^gefangen, aber nicht völlig ausgebauet hat. Überseh e^bbt es allda noch viel andere prächtige gebaude, ver-der oA kiöster und schöne märckte. In dem dritten theil>»W?ot , dessen nahmen ei Lvsstm , weiset man ein ver-Köni« thor, von dem man sagt, daß der letzte Mohren-iielen' Ihico, als er Ferdinands Lstkolico die stadt abge-keil, W iich bey selbigem ausgebäten, daß man es, damit«ach ihm weder aus noch eingehen möchte, ver-!>ach , ^llte, welches auch alsofort geschehen, und allererstU st?' iahren hat man ein neues bottwerck darvor ange-bt in^^ vierte theil führet den nahmen llmtigueruls. ErA?ner ebene, und wird daselbst viel carmesin, damasttc> qa? , Ve dergleichen waaren gemacht. Indessen hat es all-^ende Häuser, und werden in der gantzen stadt über

'Mb- nicht seyn , die etwas besonders haben, auch ist die§» a:AUt zu tage nicht gar zu volckreich. Es ist auch daselbstAalen ^Aöfflicher fitz, da der Ertz-Wschoff jährlich 40000.

'»s gÄ ernkommens hat, nebst einer Academie. So ist auchWal sehens--würdig, welches eines der besten ist ink>»gel^panien, und kan man darinnen Maurische bögen,U. Uie kostbare feuer-röhre und viel andere seltenheiten se-llisp , hüt. äs Is ciuä. äs Orsnsäs. äelcript.

lÄi^^chaupiatz des krieges von Spanien.

"s I'LspsMS.

, oder das neue Königreich Granada, liegt inAchtel theile von dem südlichen America, welches die Erd-W. Wr Neu - Castilien, oder das göldene Castilien , nen-A^ckee landfchafft ist izo. weilen lang, die breite aberMd ^ sich, wo sieamgrösten ist, auf ;o. und wo sie engeNkft "R ro. Meilen. Das. land ist durch und durch mitoecn angefüllet, und hat viel weyde vor das Vieh,U W es eine grosse menge von Pferden und anderm Viehgich( auch gold-bergwercke, smaragde und andere^ »lanA darinnen. Die tust ist sehr temperirt, und fin-^vafelbst wenig unterscheid zwischen Winter und som-tage und nächte sind in diesem lande auch meh-M ajei,?letch, weil es dem Lgustori sehr nahe liegt. Je»W iß es einige provintzen darinnen, in welchen es sehr^ Md'Z-.Ao haupt-provintzenvvon Neu-Granada sind Bogo-, gegen deren südlichen feite zu sich die WildenW tzW ' welche Panches genmnet werden, gleichwie dievwi ^ vnd Tunia Moxos hcissen. Die Panches habenoAsiyb^»vn ihrer alten grausamkeit an sich, die MorosW „nd Ästzeit höflicher und bescheidener gewesen. DieBo-iveib-^Wlans sind lang von statur und hurtig von leib;W dyg v sind schön und weiß. Sie bedecken sich mit män»«' Und, sdhiedenen färben, die sie um sich zu gürten pfle-s/filten Wagen auf ihren köpfen eine gewisse art von ge-knW »es?,Asien, so von baumwolle gemacht, und überausKuieu si^vet sind, so daß sie dem gesichte sehr anmuthig vor-ZWe»ig' Sie sind dem tantzen und singen sehr ergeben.l>kk ^lenls Wenden / welche an dem fluß, Rio grande äs ls> A ben,^^iiunt, stossen, werden von den Wilden Cana-Werden bt, welche in die Musos und Colymas nnterschie-st,' wnin, " ^..und 2. sommer und 2. Winter haben. Ihr er->j/'> der -Wvhet im dec. an, und währet bis zu ende dese»d »8 - Winter hebt sich im martio an, und währet»tt'iui. un>> May; der andere sommer wahret den gantzent?» «A, wiq. durch, und ihr anderer Winter ist im fept.

sch -Ale iab-- Glicht zwar ist dieses so zu verstehen, ob wä-R siW, s-Ab-zelten durch hitz und kalte von einander unter-der unterscheid bestehet darinnen, daß esabe/Wgwcht und im sommer schön Wetter ist. EsMti ^en ^Vsiniglich bey yacht-zeit und gar selten am tageMu gröste unqelegenheit haben »sie von den sehrDistor 2 ' ^'0 insgemein mit dvnner und blitz begleitet^ I//. Theil.

gra 867

werden. In diesem lande der Canapeyes giebt es nur r. Spa-nische colonien, deren eine in der stadt äs Is Trinidad, unddie andere in dem flecken äs Is Palma ist. Die Spanier besi-tzen die Haupt-stadt Santa-Fä, St. Michael, Tocayma, Tri-nidad , Tunia, Pampelona, Merida, Belez, Marequita,Hpagve, Vitoria, rc. Diese stadt Santa-Fe äs Bagots ist dersitz des Parlements und die residentz des Gouverneurs, undhat eine Dom-kirche, deren Ertz-Bischoff die Bißthümmer vonCarthagena, St. Martha und Papayan unter sich hat, wienicht weniger 2. schöne Convente, den einen der Dominica-ner , und den andern der Franciscaner. Nahe bey der stadtist der see Huatavita, an dessen user die Wilden ihren götzenzu opfern pflegten, und zwar gold und andere kostbare dinge.Oe lüllor. novi orbiz. HkaLy. Oamprer' <Lc. ^

Granada, eine stadt in Mexico oder Neu-Spanien inNord-America, in Nicaragua, in dem Amte Guatimala, ge-gen die Nord-see und dem meer-busen von Nicaragua zu. Ds/.ae/, biüoria novi orbis.

Granada, eine Nord-Americanische insul, und zwar einevon den Caraibes , welchen nahmen ihr die Spanier gegeben.Anjetzo sind die Franzosen meister davon. Sie liegt zwischenden insuln Trinits, Tabago und Barbados, ist durch den HerrnParguet von den Wilden erkauft, und an. 1652. penplirr wor-den» D« biüoire äes Lsraibes.

Granada, eine stadt an der Garonne in dem Gouverne-ment von Guienne, ?. meilen unter Toulouse. Sie war imXIII. Lesulo zur zeit der Albigensischen kriege berühint. Lttvilles äs krsnss. Nr?«/, bist:, äss Lomtes äs Toul. LlVlem. äs I»snZueä.

Granadus, (Paulus) war zu Cadix in Spanien geboh-ren, und begab sich an. 1586. in die Societät JEsu, darin-nen er nachgehends die Philosophie und Theologie lehrte. Erstarb an. 16,2. zu Granada in Spanien in dem 60. jähre sei-nes alters, und hinterließ nebst dem rühm eines heilig - ge-führten lebens , Ir. äs Immaculata Loncspt. L. Virginia, wieauchOommsnt. in 1 'lisoloZiL 8 ummam 8.Tbomse in Vlll. tom.bibl. 8. ss

* Granaten, ein offenes städtgen, 2. Meilen über Dreßdeuan der Weiseritz gelegen. Die daselbst befindliche kirche stehetauf dem gründe des ruinirten alten schlosses Tharant.

* Grancey, einem Champagne,an den grentzen derkmn-r-fie-Lomre, 8. Meilen von Chätillon-lur-Seine, gelegene Herr-schafft, welche dem Marschall von Franckreich, Wilhelmsvon Hautemer, Grafen von Grancey, zu ehren, an. ,6n. imdec. zu einem Hertzogthum und Pairie erhoben wurde. Es hataber das Parlement das Königliche refcript nicht registriert.

hüt. geuesl. tom. V. x. 8; 2.

*,Grancolas, (Johannes) ein Französischer Theolog,gebürtig von Paris, war ein Mitglied der Sorbonne, und er-langte die Doktor-würde an. 1685. Er war eine zeitlang Caplandeö Hertzoqs von Orkans, und hielt demselben die leichen-rede,welche aber dessen Printzen, dem nachmaligen Regenten vonFranckreich, so gar nicht gefiel, daß er von demftlben nichtlange darauf seiner dienste entlassen wurde. Er starb zu Parisin einem hohen alter den 1. aug. an. r?;2. und hinterließ fol-gende schriften: Iraks äs l'Lntiguits äes Leremonies äes 8a-cremsns; I'r. äs l'lutinktion äs l'Luckarütis , ou äs la Loü-tume äs trsmxer Is pain conlficrs äans ls vin; le t)uieti5mscoutrairs ä ls Doktrins äes 8acremens; l'LnLierms Dücixlinsäs l'Lglüe für Is Lonkelüon, <L ltir les krstigues lss plusimportsntes äs Is kenitsuce; 1r. äss I-iturgies, ou Is mg-niere, äout ou 2 äit Is lVlelle äsns cksgue üecls; 8scrs-mentsire äs I'Lglile ; Is rrsäition äs l'Lglile lur Is pecksoriginel L lur Is reprobstian äes snksns morts üma bsteme:Lritigus äes änteurs LLclefisitiguss; Lommentsire Hüto.rigus für Is Lrsvisire Xomsin ; Diiioirs sbregee äs ÜLglissäs ls Ville L äs 1 'Dniverüts äs ksris, Welches letzte werckaber auf verlangen des Cardinals von Noailles verboten wor-den , und sich dahero sehr rar gemacht; nebst einigen andern,in welchen allen viel gelehrte Untersuchungen, dagegen aber we-nig ordnung und Nettigkeit anzutreffen. 0« , hihi. ^es

gut. eccles. äll XVIII. lleclö.

Grand, (Nicolaus Is) Komas Henrici ll. Neäicu«, starbden 24. ftpt. an. i; 8 ;. im 6 z. jähre seines alters. Er hat ver.schiedene wercke und groß guth hinterlassen. H/a/««, hibi.krsng.

Grand, (Nicolaus Is) ein Franciscaner und Doktor vonParis, welcher an. i?;?. dem König Francisco I. stlne Lom-mentsrios über die Episteln Pauli an die Romer und Hebräerdediciret. a«

Grand, (Petrus ls'» aebürtig von Dieppe, und ein be-rühmter Avanturier in America. Als A ein grosses Spani-sches krieas-schiff, nemlich den Vlce-Adnural, so von denSpanischen gallionen angekommenwar, köstlichen kä-

ste von der insul St. Dommgo ansichtig worden, spannete eralle seqel aus, um selbiges zu erreichen, ob er gleich nur einschiff hatte, so mit 4. cauonen und 28. mann besetzt war. Alser an selbiges kam, stieg er darauf mit seinen leuthen, verse-hen mit 2. Pistolen und einem sabel, begab sich in des Cap^