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^ouis-Ugris On'gnon äs Nontfort. Er hüt auch
kirchen-Historie von Anjou gearbeitet.
^riLe' ^omoirss msnuksrits. Lo»L, bibl. IM. äs Is
kiE^ndier, (Urbanus) ein Prediger bey der St. Peters-^»n Lruionisus bey der kirche zum heil. Creutz zu Lou-te„'war eines Königlichen Xomrii vvnSabls söhn, geboh-Bovere, so ohnfern Sable gelegen. Er predigte wohl,I»W b ihm bey den Mönchen zu Loudun anfänglich eine miß-haÄ' nachmals aber , als er einmal gar heftig gepredigt»ein s» - 6 ein jedweder schuldig wäre, an dem Oller-feste fei-te. Mcht-vatter zu beichten, gar einen bittern haß erweck-te, ein feiner mann, artig in conversation, und pro-ee g!,»ver dabey sehr hochmüthig und geil. An. 1629. wurdelriejn°"lagt, daß er mit einigen weibs-personen in seiner ge-c»nd-anhielte, dahero ihn auch der Amtmann zu Poitiers»ich Wirte, daß er seiner geistlichen würde verlustig seyn,»oil PMltentz thun sollte. Allein hiervon appellirte er, als»»M« m unrechtmäßigen Richter, und wurde durch einenSejiWH des Parlements an das Präsidial zu Poitiers zurückhew'^ , welches ihn vor unschuldig erklärte. Drey jährTeil,,!« wurden etliche Urseliner-Nonnen zu Loudun von dem'e>ndp " vvlcke vor besessen gehalten, da denn des Grandiersausbrachten, es käme von ihm her, und ihn der
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^eAuldigten. Anfänglich gieng die fache den fein-derstbil Grandiers gar nicht wohl ab, und konnte man aus»e W^nen zeichen, sonderlich aber daraus , daß die besesse-niemanden, als ihren bestellten beschwörern, inW 'brache antworten wollten, fast mit Händen greiffen,'auter betrug und ein angestelltes Wesen sey. Denn suchst antworteten sie oft in so schlecht Latein, undsagte/, .L sich so sehr in den cslibus, daß viel im gespotteH»lx' -Liefe teufe! wären kaum bis in die dritte claß derle sich Wiegen. Der, so sich Beelzebub nennte, entschuldig-M s^sn.mal, er wäre gar jung, und verstünde deswegenMn noch nicht. Auch der saubere beschwörer wurdeMcht, daß er sagte: es gäbe teufel, so nicht ge-^btaes luaren, als die bauren. Als man auch endlich fürsiefiss/tie mal den Ertz-BischossvonBourdeaup,Sourdis,untersuchen ernannte, welcher nicht so geartet war,hoch „ Um leicht sollte betrügen lassen, hörete die besttzungW bss's. stlner ankunst auf, und ward alles stille, bis man»e lbs-jA bessere anstalten vorgesehen hatte. Der vornehm-^ar, daß die Capuciner zu Loudun, welche dem> besonders feind waren , sich durch einen ihres or-
v aen k. Joseph, an den Cardinal Richelieu machten,A füb^^en, Grundier habe das buch gemacht, so den ti-sihr b,, I la Loräonnieie äs Loriäun, worinnen Richelieu!»ei,^' 7 sygezogen wird. Dieser grosse Minister, welcher je-.'der ib., ?uachgier heftig ergeben gewesen, und sonderlich dieohne unterlaß aüsfliegende laster-schriften nicht ver-Mh, ist.'uite, ließ sich bald einnehmen, schrieb an den Staats-tn w "-äsLaubardemont, und befahl ihm, die fache mitWehen > Mau zu untersuchen, gab auch zur gnüge zu"M>,' baß er den Grandier gern aus dem Wege geräumtÄ;. j M. cis Laubardemont ließ ihn im dec. an.skeinh-' "rrest nehmen, und nachdem er stch der fache wohldgl,-«, ^tte, that er eine reise zu dem Cardinal. Es wur-
N, ds-asben s. jul. an. iä;4. öffentliche briefe ausgeferti-gte «n ^ ^ndier sollte der Proceß gemacht werden, undiv^issari ^ Laubardemont und 12. andere Richter oder
M »»4 an welche man mit ffeiß ausgelesen, gerichtet. DenUarvthz*6)4. wurde Grandier, auf abgelegtes zeugnis des' welcher der vornehmste teufel seyn wollte unterbestss"» dieser besttzung theil hatten, oder vielmehr aufs-Mtssari Nonnen aussage, durch die hierzu verordneten' da« M, der magie schuldig erkläret, wie nicht weni-»ii!?»»en b^^"»sschet, daß die Urseliner-Nonnen und ande-' »nd aäWu worden, auch deshalben zum feuer condem-sA si> bevbn mit ihm alle magische schriften und cllsrscie->^,ben acten befindlich, wie nicht weniger ein manu-L?rat,»t'Ms ex wider den cölibat der Priester verfertiget,di, die asche davon in die luft gestreuet werden.
O, vejj,e "um daneben so scharf gefoltert worden, daß ihm
vel, Irand.--" ^ssen zerspalteten; und das marck durchdran-»->?MUard^«'^^ er diß strenge urtheil angehöret, verlangtei^er, Franciscaner zu Loudun zu seinem Beicht-
et Aan^0Äor ibsoloZiT von derFacultat zu"-' "
J^Wlug es ihm ab, und ordnete ihm einen R
> ParisRecolle-
tvvU-" Istan ihm nun keinen andern Beicht-vatter zu-stg,w'that er seine deicht zu GOtt, und gieng mit^Ucw"-^byafftlakeit tttn, «bn der ruaeaebene
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. .. ...... ->->".11 ""«ffie^ibn der zugegebene
Uviei^^bhMgkcit zum ge«cht. "^ verständlichesherauf alle weise hinderte, baß ermu-^ von neuem^llte^c E »eben mochte, und Aw letz hx,, hals fieleV^unfa.ngm, einige worte zu sagen, ga - ^ . Das
ist Ln Mk, sprach Grandier zu den uZleye ^ ffchee-ler.^b tvos ein Judas-kuß. ^lls er ber rum oftern
VMen war, kE eine grosse wewe , und fiog^ ^
iidg ^»en köpf herum, welches /m Mönch ^ ^eelzebub, wel«cher Ä^lehend, so fort ausrief, es wäre der^ ^uch emr,grandiers fiele abholen wollte, worüber denn ^^urtzweiliges lfid gemacht wurde. Diese-"istvr, ^.escivo» III. Theil.
aber zu Loudun wahrte noch ein jähr nach des Grandiers tode,wobey dann die besessenen nicht ermangelten, dem »umtobtenGrandier selbst einen platz unter den reufeln, und zwar^in derclaß der 6rauäsur8, anzuweisen, indem sie in der erzehlung derteufeln hernach gar steißig auch den Grandier äes Oranäeursnenneten. Theophrastus Renaudot, ein berühmter lllsäisusund erfinder der gazetten in Franckreich, har dieses GrandierseloZium gemacht, welches man in einigen bogen zu Paris ge-druckt. Menage hielt gleichfalls des Grandiers partey, unddiese besessenheit der Nonnen zu Loudun vor einen betrug ,welches auch nicht nur die Reformirten, welche m und umLoudun damals in grosser menge waren, sondern auch, sobald die erste wüth vorbey, und der Cardinal von Richelieutodt war, alle vernünftige Catholische selbst geglaubt haben xso daß schon seit mehr als 80. jähren kein Franzos änderst, alsmit grossem gespötte von diesen besessenen redet. ,
vo^ugss k. I. x. 9. F>a»F. tom. XX. x. 748. ^e«a-
Fe, rsmaryues für la vie äs 6uil. Aenage p. Z4v. äer
ä/aö/« äe , ü LmlkeräLM 169;. 12. st> auch ins
Teutsche übersetzt, und zu Halle an. 1704. in 4. gedruckt worden.
Le Äst. äs I.VWS XIII. Uv. VIII. L«/sac-. *
* Gcandin, (Martin) war den n. nov. an. 1604. zu St.Quentin gebohren, studirte erstlich die freyen künste zu Noyon,und hernach zu Amiens; im 16. jähre feines alters kam er nachParis, wo er die Theologie unter dem k. Mairat, einem Je-suiten , studirte. Hernach hielt er sich in dem OolleZio, so Car-dinal-ls-Moyne genennet wird , auf, und lehrte die Weltweis-heit , und da ihn nachmals die Gesellfchafft der Sorbonne un-ter die ihrigen aufgenommen hat, ward er zum läcentiaroin diesem Haufe creirt, und nachdem er sich auf diefes hin ei-nige jähre auf das predigen und Pastoral-amt geleget, warber nicht lang hernach zurück in die Sorbonne beruffen, um da-selbst einen ÖoÄorem und Lehrer in der Gottsgelehrheit abzu-geben, welches er hernachmals zv. jähr lang bis an. 1691. ge-trieben, da er im 87. jähre seines alters gestorben. M. Gran-din hatte viel geist, redete wohl und schon, über diß besaß ereinen rechten gründ der frömmigkeit rc. Er hat einen LurLmIstsoloZiL geschrieben, welcher zu Paris von äu Pleßis ä'Ar-gentrs heraus gegeben worden.
* Erandls, (Bartholomäus) ein katricius von Syracusa,war ein guter Jurist, Hittorisus und Poet. Er fforirte gegenan. 1500. und hat ein werck unter folgendem titul nach sich ge-lassen : äs Lisili« Inlulee 8itu, Aontikus, Lontibus , klumiru-bus L I.OL1S, ejusqus partium. IriLolis as Livitatidus in ea LOppiäis, esrumgue stegibus, uec lion äs Viris omnibus exea clLnIIimis, eorumgus geüls, L äs Omnibus in es bessisxersäkis. ZMoebeca
Grandmont, siehe Gerhardsberg.
Grandmont, ist der Haupt-ort eines geistlichen Ritter - or->dens, welcher durch St. Stephanum gestiftet war, in derviosces von Limoges. Dieser Stephanus hielt sich anfänglichzu Muret auf, aber nach seinem tode kamen feine Ordens - Rit-ter nach Grandmont, und es thaten verschiedene Potentatendaselbst grosse Münzen. Dieser orden wurde um das jähr1076. gestiftet. Erhalte anfänglich seine kriores bis auf dasjähr i;i8. da Wilhelm Bellicert zum Abt ernennet, und vonNicolao, Cardinal von Ostia, darzu investiret ward.
OsII. Lkrilk.
* Eirand-Prs, ein flecken und schloß, liegt in Franckreichin Champagne an dem flusse Aisne, zwischen der stadt RheimSund Stenay, r». stunden von jener und ;. von dieser. ,
Dicäon.
Grandval, (Bartholomäus äs Lmieres, Ritter, Herrvon) gebohren zu Unteres in der Picardie an. 1649. ward, nach-dem man ihn zu Eyndhoven bey Hertzogenbusch gefangen ge-nommen , in dem lager bey Hall, unwert Brüssel, den i;. aug.an. 1692. auf einer schleife nachdem rrcht-platz gebracht, da-selbst aufgehenckt, und halb-lebendig abgeschnitten; hernacheröfnete man seinen leib, verbrannte sein eingeweyde, steckte fei-nen köpf auf einen pfähl, und henckte die 4. theile feines leibsan vier unterschiedenen orten auf. Sein verbrechen, dessener vor dem grossen Kriegs-Rath, ohne vorhergegangene Mar-ter, geständig gewesen, bestund darmnen, daß er, auf anregeneiniger Grossen an dem Französischen Hofe, über sich genom-men, den Konig von Groß-Bntannien, Wrlhelmum III. hin-terlistiger weife zu ermorden, welchen anschlug aber AntoniuSän Mont, und Friedrich Albrecht von Leefdael, welche bey-derseits davon gewußt, noch zu rechter zeit geoffenbaret.
LÄ>'. äs l'sn. 1692. x. 228.
Granello oder Spighetto, (Ambroflus) aus dem Staatvon Genua gebürtig, lebte in dem Xiv. Muio. Er hat denkrieg, welchen die Venetianer mit Alberto und Mastmo Scali-gerö wegen der stadt Treviso
Dieses werck war ehemals in Petrarcha bibliotheck befindlich,heut zu tage aber ist es in der bibliotheck St. Mam zu Ve-nedig. NE^bibl. Vsnets. kcripr. äells U§ur.
Mranfeld, (Gottfried) ein Augustiner-Mönch aus En-aelland, war ein vortreflicher Predtger, und sagt man, daß ernach Aviqnon gegangen, un^dasewst emrs Cardinals dome-