Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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thönen, dabey sich noch die willige Verfechter ihrer frcyheit ei-nes baldigen snccurses getrösten konnten; sie nahmen auch sol-ches alles, als gute kennzeichen an, und wollten noch wenige?,als jemals, von einer aufgäbe etwas mercken lassen; derHer-tzog, der inzwischen an spionen keinen Mangel hatte, vernahmzu feinem nicht geringen schrecken, daß die Schwerer allbereitsauf 20000. mann angewachsen, und sich in Murten zu einemabzug auf Granson fertig hielten, machte derowegen alle er,sinnliche anstalten, das schloß vorhero in seine gemalt zu brin-gen , ehe er mit diesem neuen corpo eine schlacht wagen sollte;zu diesem ende erdacht er folgende list: Er schickte einen Teut-schen Hauptmann zu der besatzung, um sich zu stellen, alsals käme er aus mitleiden gegen solche tapfere soldaten, undihnen dabey.zu rathen, sie sollten, da keine Hoffnung der erret-tung mehr übrig wäre, einem elenden tobe vorzukommen, sichohne wettern widerstand dem Hertzog ergeben; er sollte ihnenhierbey mit Manier erzehlen, daß der Hertzog dieser tage all-bereits die ftadt Freyburg, eingenommen , und alles niederge-macht hätte; nun gehe wurcklich ein starckes corpo für Bern,welcher stadt es nicht besser ergehen werde, und die bey Mur-ten postirt gewesene Eydgenossen seyen in grosser Uneinigkeit zu-rück gezogen, so daß sie auf nichts weiters, als des Hertzogsgnade, einige rechnung zu machen hätten, welche ihnen auchnicht fehlen sollte, so ferne sie sich unverweilt zu ergeben lusthaben würden ; solche und dergleichen andere Vorstellungenmachten die guten soldaten so verwirrt, und nach einigembedencken so willfährig, daß sie nach überreichtem präsentvon 100. fl. dem Hauptmann die Versicherung thaten sich zuergeben, welches auch in der that an dem aschen-mittwochean. 1476. geschahe. Sie wurden aber gantz treulos tractirt,und so bald sie für das schloß heraus waren, gebunden,mit grossem spott in dem lager herum geschlept, den folgen-genden tag auf antreiben des Grafen von Romont deren ;oo.an bäume aufgehenckt, 200. an ein langes seil geknüpft, inden see gemorsten, und darin» so lange herum gezogen , bissie alle elendiglich ertruncken. Aber gleich darauf am sam-stage vor der alten Fastnacht kamen die von Murten auf-gebrochene bundes-genossen herbey, griffen die Burgundermit solchem grimm zu drey verschiedenen malen an, daß, nach-dem endlich die reuterey unter dem Herrn von Chateauguyonüber den Haussen gemorsten worden, auch das fuß-volck in Ver-wirrung geriethe, worauf einerseits das todt-schlagen, andererseits aber eine allgemeine feld-flucht erfolget , also daß denEydgenossen alle stucke, Munition, bagageund übriger grosserreichthum des lagers zu theil worden. Von den Burgundernblieben über rooo. und von den überwindern ;o. auf dem pla-tze. Die gefangenen wurden meistens zur mache der erhenck-ten und erträumen hingerichtet, stadt und schloß wieder ge-säubert , besetzt und die reiche beute vertheilt, so sich über ei-ne Million beloffen. An. 1484. wurde in dem zu Münster imErgöw , wegen den eroberten Burgundischen orten Gran-son , Murten und Eschalans, oder Tscherlitz, ergangenenrecht-spruch erkannt, daß diese örter den beyden städten Bernund Freyburg gemeinfchafftlich verbleiben, hingegen diese,den übrigen zu hulffe gezogenen Eydgenossen , 20000. fl. bezah-len sollen, welche bezahlung an. 1485. auf Lichtmeß erfolgetist. Bey Plünderung des Burgundischen lagers, hat ein ge-meiner knecht einen sehr grossen diamant mit daran Hangendenzwey grossen perlen, unter einem wagen, gefunden, selbigeneinem Pfaffen gewiesen, der ihm einen gülden darum bezahlt,hernach seiner Obrigkeit um z. gülden wieder verkauffet. Folg-lich hat Bartholomäus May von Bern denselben um gül-den an sich erhandelt, und einem Genuesischen kaufmann wiederverhandelt um 7000. gülden, diesem hat der Hertzog von May-land nooo. ducaten dafür bezahlt, und endlich soll ihn PapstJulius H. um 20000. ducaten an sich gebracht haben. An.1716. haben beyde Stande Bern und Freyburg das schloß neugebauet. Die in diese Vogtey gehörige örter sind Montagny ,Fiex, Gier, St. Manris, Champagno, Bonvillard, On-nens, Provence, Concise, rc. üb. Viii. c. i;. L leg.

k. I. üb. VI. FÄe/I/r. cbron. blelvet. ÜI8cr.bist. Hslv. N8cr. Üb. XII. c. 14. tüestr. 8o!oä. k. I.

k>. ;yz. sbrege x. 759. *

Grantham, eine stadt in -er süd-westlichen gegend derGrafschafft Lincoln am flusse Witham, welcher von dar nord-wärts nach Lincoln zu läuft. Sie giebt der dabey gelegenen ge-gen- den nahmen Grantham-Wapentake. Es ist im übrigenein ansehnlicher ort, wohin viel volcks kommt, weil er gleichan der nördlichen land-straffe, liegt. Der daselbst befindlichekirch-thurn hat etwas merckwurdiges an sich, daß er nemlichkrum und als gebogen anzusehen. Diese stadt hat auch einefreye schule, und ist 104. streuen von Londen entfernet. Ein-leitung zur hiffew. tom. II. äsker. Lritsn.

Grantham, (Graf von) in Engelland. Diesen titul be-kam zuerst von dem Könige Wilhelms III. an. isyg. den 24.dec. Henricus von Ouwerkerk, der älteste lohn Henrici vonNassau von Ouwerkerk, nachmaligen Holländischen General-Feld-Marschalls. Siehe Ouwerkerk. Kelp w Lnsi.

Kilt. p. z;6.

Granvelle, siehe perrenot, Cardinal von Granvelle.

* Granvelle, eine Französische Herrfchafft r"

gund, an dem lincken gestad des kleinen stusses DelMDer vatter des bekannten Cardinals äs Granvelle wa -^dieses ortes, welcher ohngefehr 1;. Meilen gegen nord-»vvon Dole entfernet ist. ^

* Granvillars , oder Granvillers , ein SchweWW^

dorf in dem Canton Freyburg, nicht weit von dem ^nen gegen morgen, sieben meilen von der stadt Freyoum -mittag. Oe/rce, äe

Granville, lat. 6rsnäi8vil!s, eine stadt in der Norm tdie, zwischen Coutances nordwärts, Avranches urw perSt. Michael südwärts an der see gelegen, 7. mM)" gWck-insul Jersey, und theils auf einem felsen, woraufmanilich kommen kan, theils auch auf einer ebene, da Meröfnet. - .

Granville, Grenevtl, Grandville. Von dEschlecht in Engelland wird Hamon vemstus zum u^setzt, welcher des Nordmanns Rollonis ( so die prevmy ^striam, welche nachgehends Normandie genanntausgang des IX. Lsull eingenommen,) naher biuwu ^jßeGraf von Carvoil, auch Herr von Thorignn und ^0-in besagter provintz gewesen, und 2. söhne nachgeiE'^.,H^bertum und Richardum. Jener, so den zunahmen " ch-mon geführet , soll Glamorgam in Sud - Wall--schwerdt erobert, und endlich den titul eines Grafen vo« ^hcii.ster erhalten , seine linie aber ums jähr ng;. geenvM ^ Ha-Richardus beygenannt Grandville, als des vorgedaan^monis venmti anderer söhn, hat von seinem bruder, ^bey einnehmung des landes Glamorgam erwiesene ge»stadt Math zur Vergeltung erhalten, worinn er ein r ,stiftet, die stadt den Mönchen übergeben, und mdarinn er viel güther besessen, das geschlecht Grandvm. si-tzet. Von seinen nachkommen hat sich unter der regte-»sabeth Richardus Granville berühmt gemacht, -erbey den Azorischen insuln als Commendant auf dem -7 M»i>»mirals-fchrffe sein leben beschlossen. Nachgehends warvon Grandville bekannt, welcher an. iü;8. aufl-Äkosten ein regiment reuter warb, und dem Königes" Mkriege wider die Schottländer diente, auch hernach l>a-innerlichen unruhe in unterschiedenen schlachtenHaupt der Cornwallier bey Bodmie, Lanceston,gesieget, zuletzt aber bey Bath sein leben eingebüßet. . ^ »u-ziger söhn und erbe Johannes nahm hierauf, ungeaw15. jähr alt war, das commando über seines vaner" z. rean; er commandirte auch nachgehends als Generm" ,gjmentern in allen wichtigen scharmützeln und gssEempfieng absonderlich in dem treffen bey Newburyliehe wunden. Nachgehends ist er Carolo II. in fE gefoWFrankreich, Flandern, Holland und in die insul Jersey v E.und ist endlich Gouverneur über die Silley - M

r über die

worden, welche er wider 50. Engelländische DE ^ tzchcrund sich nebst seinem nahen anverwandten , ve.

Monck , eifrigst bemühet , gedachten Carolum" Ethron zu erheben; vor welche dienste er an. ^

Lieutenant der Grafschafft Devon und Cornwall, -mer-Herrn, zum Gouverneur von Pleymonly, " .

Granville von Kilhampton und Biddiford, Wte Granville von Landsdown und Grafen von ^

zum Mitglied des geheimen Raths gemacht wurde. ^ ymRoberto, Rollonis söhne, nach 800. jaM» ,, „„dstörte nachfolge der dreißigste Graf von C^'arosschMl-ron von Thorigny und Granville. Beyänderung in Engelland machte er sich um vmM^liam verdient, und brachte Pleymouth unter - jngl^,säln. Er wurde auch von der citadelle daM- / Kelir.^von den provintzen Devonshire und Cornwa> ^neur. Allein an. 1694. wurden ihm von dem » xonven ^nige alle seine ämter genommen. Er Wvaug. an. Z7oi. Man giebt ihm schuld, daß er ö»yMa ^verschwenderisch gewesen. Seine gemahlin war P Haus---.»-tochter des Ritters Petri Wich,des Königs Caroim- Achten ^schalls und Controleurs, so an. 1692. verschiede ^d tA^ihm,6. kinder gebohren, davon aber 10. m der ^

den. Die übrigen sind Carolus Granville, Varon Mvon Landsdown und Baron Granville von Km)» li E-ecseher sich aber den 16. sept. an. 1701- aus VE ^je ai> ^schössen; von seiner gemahlin von Ouwerkerk,jähre der ehe an. 1692. gestorben, hinterließ er - ^ricum Wilhelmum, Graf von Bath, der ab^ ,

28. may mit tode abgegangen; Johannes; . Athm

William Gowers, genannt Levefon, gemahn. ,6^'j,.und Gratia, Georg», Barons vonCarteret, m07

storben, gemahlin. genes!. Kim. Lrwsn - , cow-^b.

mot. ^.NZI. eo-rr/r/eaF 0/ '

, liissoire äes äernieres revolutions. ^

tom. IX.

dertze derWesten.

Granvilliers , eine kleine stadt und herPicardie, in dem gebiethe von Amiens^ -

Isis äs krsnee, vier stunden von