Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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frau verlohren, nahm er den geistlichen stand an, und wurdevon Elemente VII. an. 1^27. zum Cardinal gemacht. Ausserdem Ertz-Bißthum Bari,besaß er auch die Bißthümmer Venafreund Albenga, rc. Hieraufwurde er als Legat nach Genua ge-schickt , woselbst er an. 154;. verstarb. Er hatte;. söhne, Lu-cam, Iohannem Baptistam und Antonium. Es ist auch ausselbiger familie ein anderer, Hieronymus Grimaldi, welcherCardinal des tituls der heil. Dreyfaltigkeit, Ertz - BischoffvonAix in Provence, Bischoff von Albano und Abt von St. No-rmt, rc. war. Er war Johannis Iacobi Grimaldi, Frey-herr« von St. Felix in dem Königreich Neapoli, und Hierony-mä Mariä söhn. Anfänglich war er Xeterenciarms unter demPapst Gregorio XV. Urbanus VIII. machte ihn an. 1625.zum Vice-Legaten des Päpstlichen Latrimomi, an. 162z. zumGouverneur der stadt Rom, und an. 16)4. zum Gouverneurvon Perouse und Urbino. Er war auch Nuntius in Teutschland,und hernach in Franckreich. Eben selbiger Papst UrbanusVIII. machte ihn an. 164». zum Cardinal. Durch Hintritt desCardinals Fachinetti wurde er vecanus des Cardinals-Lollegü,allein er wollte seine kirche nicht verlassen, und nach Rom ge-hen. Er that den armen sehr viel gutes , und starb in seinemErtz-Bischöfflichen palla stden4- nov. an.168;. im 90. jähre sei-nes alters. , bik. cles Laräinaux. L c?rac-

in vit. kont. scritt. äslla Digur.

§snssl. <L kiü. Orim. Zent. urbar.

Grimaldi, (Honoratus II.) Printz von Monaco undHer-tzog von Valentinois in Franckreich. Er war an. 1597. vonHercule Grimaldi, Printzen von Monaco, und Maria Landi,des Fürsten von Val cli Taro tochter, gebohren. Sein vatterstarb an. 1604. also wurde er unter der vormundschafft seinerMutter bruders, Friderici Landi, Printzen zu Vsl cli Taro,gehal-ten. Dieser ließ sich bewegen, in die vestung Monaco Spani-sche besatzung einzunehmen, daß also auch dieser junge Printzin Spanischer devotion behalten , und als er erwachsen, vondem Könige Philippo IV. zum Ritter des göldenen Vliesses ge-macht wurde. Weil aber die Spanier noch immer seine vestungbesetzt hielten, dergestalt, daß er selbst nicht Herr in seinem landewar, so suchte er in geheim mit Franckreich zu tractiren, wor-zu ihn denn Johany.Henricus Grimaldns, Herr zu Courbonsaus Provence, noch mehr animirte, und von Französischerfeite alle aßistentz versprach. Endlich schloß er den 26. jun. an.1641. mit Franckreich einen geheimen tractat. Es begunte zwarder Gouverneur in dem Mayländischen , der Graf zu Sirvella,einige ombrage zu fassen, und befahl dem Gouverneur zu Niz-za , wenn er etwas mercken würde, den Printzen nebst seinemsöhne zu arrestiren, und nach Mayland zu bringen; allein diebriefe wurden intercipiret. Nachdem er hierauf durch eine listi-ge ersindnng einen theil der Spanischen garnison aus der vestunggelockt, und viel von seinen leuthen heimlich hinein gebracht hat-te , überfiel er unversehens die übrige besatzung, und brachtesie dahin, daß siechen ort gäntzlich verlassen musten. Er wur-de hieraufsofort von den Franzosen mit mehrerm volcke versehen,und ob gleich die Spanier alles anwendeten, ihn zu bereden,Schweitzerische besatzung einzunehmen , ergab er sich doch un-ter des Königs von Franckreich protection , und nahm Fran-zösische besatzung ein. Wiewol ihm nun der König von Spa-nien die ehemals verehrten landschafften in dem KönigreicheNeapolis entzog, so machte ihn doch der König von Franckreich,welchem er in person aufwartete, zum Hertzog und Pair vonFranckreich, und gab ihm an. 1642. verschiedene andere land-fchafften, nemlich das Hertzogthum Valentinois und die Ba-ronie Buis in Dauphins; ferner das Marggrafthum Bauxund die Herrschafft St. Remy in Provence, endlich die Graf-schafft Cardales und Herrschafft Calvimont in dem Gouverne-ment von Lyon. Weil er auch den Ritter-orden vom göldenenMesse zurück geschickt, gab er ihm seine beyde Ritter - ordendes heil. Geistes und St. Michaelis. Daneben machte ihnder König zum General über 4. Französische galeeren, so indem Hafen von Monaco auf Französische Unkosten allezeit un-terhalten werden sollten, und gab ihm das commando über die500. Franzosen, so in Monaco zur besatzung gelegt wurden.Im übrigen ließ er ihm die völlige souveraimtät, und seinemsöhne ward eine Französische compagnie nebst 9000. gülden jähr-lichen einkommens zugestanden. An. i6;i. that er eine reisenach Paris, in seiner abwesenheit aber starb ihm sein söhn. An.1660. wohnte er der Zusammenkunft beyder Könige von Franck-rcich und Spanien auf der fasanen-insul bey, und erhielte durchden Pyrenaischen frieden alle feine in dem Spanischen gebiethegelegene guther wieder. Erstarb endlich denzr.dec. an. r66i.Seine gemahlin war Hippolyta Trivultia, Theodori Tri-vultii, Grafen zu Meltzo tochter, mit welcher er einen ein-zigen söhn zeugte, Herculem, Marggrafen zu Baux undCampagna, der sich aber an. 1651. aus Unvorsichtigkeit selbsterschoß, daß also dem groß - vatter dessen söhn Ludovicussuccedirte. , bist. geneal. Orlmalci.

Schauplatz des krieges in Italien. -ck.

* Grimaldi (Hieronymus) ein Cardinal, war von Ge-nua gebürtig, und ein söhn Johannis Iacobi Grimaldi, Ba-rons von St. Felice im Königreich Neapolis, und Hieronym.von Mari. Er that in seiner jugend dem Kayser kriegs - dien-ste, erwehlte aber hernach den geistlichen stand, und kaufteein Cammer - Clericat. An. 162; ward er Gouverneur von

gri

Rom, welches aint er, gleichwie auch hernach dieLegatur von Urbino, mit allgemeiner Zufriedenheit verwa' ^An. iS;2. ward er an den Kayferiichen und an. 1641-^Französischen Hof als Nunoius gefendet, auch von vic,letztem dermassen gewonnen, daß er sich die beförderung ^desselben Vortheilen allenthalben angelegen seyn ließ, gVertreibung der Spanier aus Monaco nach einiger ,das meiste beygetragen haben soll. An. 164;. machte ^banus VIII. zum Cardinal. Unter der regierung des ?Jnnocentii X. der als Cardinal sein freund nicht gewestnkonnte er in den ihm von dem Französischen Hcss/eWgenen Handlungen , sonderlich so viel die BarberimM ^antraf, nichts ausrichten, daher er wieder nach NAiM,kehrte. Weil er an der erhebung dieses letzt-gedachtengleichwie auch hernach an der wähl Alexandri VII. m'x,chen beyden der Französische Hofübel zufrieden gewesengrossen theil gehabt, so suchten die Spanier, weil ilf sten, daß er ihrer partey geneigt worden wäre, nach -!"'tii X. und Clementis X. absterben ihm die Päpstliche A,i.zu verschaffen, welches ihnen aber beyde mal mißlungen- ^168;. war er der nächste zum Cardinal-Decanat, wo»sein Ertz-Bißthum nicht verlassen, und starb dafelbsi <m- ^ ^im 90. zahre. Er war ein verständiger und- bescheidenUmgänge angenehmer und gutthätiger mann, liebte MPracht mehr, als sein vermögen zuließ, und war i" ^im reden nicht vorsichtig genug.

Orim. arb. , fttlt. tom. IV- /'^ ^8-

cep. 160. Itlsmoires cle tikts , tow- IU'

, lcritt. äella Digur. ^

* Grimaldi, (Franciscus Maria) einJesuite,-vo"A,,>rnien gebürtig , aus einem Genuesischen gcschlechke; er ^ Hb-Welt an. i;i8. und begab sich an. 1512. in den orden,

wol er sich in allen wissenschaffren sehr geschickt gemacht^,,,so war es doch die Mathematik, worinnen er am meisten »und die er mit grossem beyfall gelehret hat. Er Me' äedecemb.an. issz. und hinterließ etliche Opera MgS-

Domins , cle Lolnribus, äs Iricle, äco. I-

& Llironolog. rekorm. , scrict. äella Inßw '

* Grimaldi, (Hieronymus) stammet aus einem al^sehr vornehmen geschlechte zu Genua, allwo er den

1674. gebohren worden, her. Nachdem er zu Rom st ^ Ma-dien zu ende gebracht, warb er an verschiedenen orten ^ Hschen-Staats zum Gouverneur bestellet. An. 1712. im'Sy pc»Clemens XI. als Ncmcium nach Polen, und gab ihm o«titul eines Ertz-Bischoffs von Edessa. Er blieb 8-,. tzcs,

len, und hatte allerhand theils glückliche theils ungluet"^ rabis er an. 1720. nach Wien als Päpstlicher Nunciuser bis an. 17z r. geblieben , als in welchem jähre er ^ MPapst Elemente Xll. zurück beruffen wurde, nachdem ^le-zuvor den 2. oct. an. 17;°. zum Cardinal-Priester gema^^MDen 26. junii an. 17N. fand er sich zu Rom ein/^n",den 18. iulit den Cardinals-Hut, wobey erzugieichw"von Bologna ernennet wurde, da er sich auch bestam wsein ende befunden. Als er aber an. 17;;. im dec. stmc vheil wegen das Neapolitanische bad zu Jschia brauchenstarb er den i;. ejukäsm aufdem schiffe in dem ;9- >aoalters. Genealogischer , 17;;. ?- 4°^ h§t

Grimaldi, (Lucas von) ein Genuesischer vom /verschiedene verse gemacht, so unter den Provinciaien;und foll sich an. i;oz. selbst umgebracht haben. lcr-cc-

vis ciss kost. kiaveng. O« , bibl. kräng-

clella kigur. . ,1nivec«-t^

Grimaldin, (Jacobus von) war OoÄor der u , ^^4.Bononien in Italien. Als der Papst Bonifacius vim ^ ^ yinvon selbiger Universität einen geschickten mann veri» , z>einige schwierigkeiten, welche er über die veLrecswerläutern , wurde er deshalben abgeschickt. Er > ^ caM^,klein, und sagt man, daß, als er zu dem Papst f,,, aEgetreten, habe er gemeynt, er fässe, und ihin befE' .stehen, und zu ihm zu kommen. Ein Cardinal, ol.lf '

zugegen war, sahe wohl, das sich der Papst wrete m ^ ca'u 'der Doktor sey ein Zachäus.^/^nss,üe 1 Ia lexgs cana st-

* Grtmaldus, oder Gnmoldus, ein Abt des tl E EGallen, und Ertz-Caplan, auch Cantzler bey demstcudovico I. war um das jähr 840. berühmt, und er» » xiorvon Walafrido Strabone, welcher ihm seinen ^ edediciret, der bey dem Canisio siehet; davor fr fgregoM /Abtey verholffen. Er hat das ÄcrsmencarivmvEE vorgenommen, aber Obiges mehr^ Iaco^,

st?

auch eben dieses noken herausgegeben.

verbessern, und sind und Lenecl-ktwas

denn auch unter den ^? 5 rbesserungen öfters besonders

kicken Gregor» IVl. gedruckt ^hchj, 0,^«. tom. I. p. r;)8- ^>4-