9v6
g r o
Staaten gemalt. Als er aber bald darauf zu den Spaniernabfiel, gieng auch Gröningen mit an die Spanier über, bisan. i?yi. Graf Moritz von Nassau sie belagerte, und den 2;.jul. mit accord eroberte. Von selbiger zeit an ist sie beständigunter der General-Staaten gemalt geblieben^ Am 1672. musteder Bischofs zu Münster, Christoph Bernhard von Galen,nach einer schweren belagerung unverrichketer fache davon ab»ziehen. Es ist daselbst eine berühmte Universität, welche dens;. aug. an. 1614. von der stadl und den Omländern ange-richtet worden. Der erste Kcctor ist der berühmte FriesischeIMoricus, Ubbo Emmius, gewesen, so an. 162;. verstor-ben. An»»«,, OroeninAS. ropogr. p. 91. to-
xoZr. circ. öurg. 8,'ror, Kilt. metsll- ä'liollsnäe. LentheMS
Holländischer kwchen-und schulen-staat. Hamburg, hift. re»marquen, an. 1701. x. 229.
Grönland, ist dasjenige stück landes, welches von südennach osten zu liegt, und sich nordwärts von dem vorgebürgeFareuxel an in das Caledonische oder Schottländtsche meer aus-dehnt , und gegen Spitzberg und Nova Zembla zu erstreckt.Einige haben vorgegeben, daß es an die grosse Tartarey stosse;allein solches hat keinen gewissen gründ. Ostwärts hat es dasEis-meer, südwärts die Caledonische oder Schottländische see,und westwärts die meer-enge, genannt Christian, und das so-genannte Klare Ldriliianum , wodurch es von America abge-sondert wird. Wie breit es gegen norden zu sey , ist unbekannt.Die Dänische chronick berichtet, daß es das äusserste theil derweit gegen norden zu sey, und daß weiter hinaus keine ande-re nördliche gegend mehr gefunden werde. Es giebt einige,welche davor halten , daß Grönland ein stück von dem ve-sten lande von America sey, und zwar solches aus dem gründe,weil die Engelländer, als sie durch die meer-enge Davis zuschiffen gesucht, um einen weg nach osten anzutreffen, befun-den haben , daß dasjenige, was Davis vor eine meer-enge an-gegeben , ein meer-busen sey. Allein Munck, ein DänischerCapitain, welcher durch die nord-westliche feite von des Davismeer-busen ostwärts zu segeln getrachtet, stehet in der Mey-nung , daß Grönland von America gantz und gar abgeson-dert sey. Es find zwey chronicken, nemlich die Ißländischeund Dänische, welche berichten, daß einer , mit nahmenForvaldus , und sein söhn Erricus , nachdem sie in Norwe-gen eine Mordthat begangen, nach Ißland geflohen, und alsdaselbst Erricus aufs neue einen erschlagen, so habe er sich vor-genommen , ein gewiß land zu suchen , welches einer vonseinen freunden gegen das westliche theil von Ißland zu ent-decket. Dieses land habe er gefunden, und sey zwischen zweyvorgebürgen dahin gekommen , deren eines auf einer insul ge-gen dem vesten lande von Grönland über, das andere aber aufdem vesten lande sechsten gestanden, wovon das erste Huidserken,das andere aber Huarf genennet worden. An bemeldtcr insulnun habe er zuerst angelandet, und sie nach, seinem nahmen Er-ricsum genennet, sey den gantzen Winter über darinnen geblie-ben , und den nächsten fruhling hinüber nach Grönland ge-gangen , welches er wegen der daselbst befindlichen grünen wie-sen und bäume also genennet. Nachdem er nun also in einemHafen, Erricsforden genannt, angeländet, habe er nicht weitdavon eine kleine Wohnung gebauet, und solche Ostreburg ge-uennet; von dar sty er westwärts weiter hingegangen, habeeine andere Wohnung aufgerichtet , und selbige Westrebug ge-nennet ; den nachst-folgenden sommer daraufhabe er sich nord-wärts wieder fort gemacht, bis zu einem stetn-felfen , Sne-fiel oder Schneefels genannt, und einen andern Hafen entde-cket , welchem er den nahmen Ravensfiorden, oder Raben-hafen gegeben. Hierauf sey Erricus wieder zurück nach Jß-land gegangen, und habe eine grosse menge von den Jßländernberedet, mit ihm zu gehen , welches sie auch gethan. Fasteben um selbige zeit habe Leiffe, Ernci söhn, in Norwegengesegelt, sich daselbst zu Olaus Trugger, dem damaligenKönige von Norwegen, begeben, und ihm von der güte deslandes, welches sein vatter entdecket, Nachricht ertheilet. Dar-auf habe ihn der König von Norwegen taufen lassen , undnebst einem Priester wiederum zurück zu seinem vatter geschickt,um sowol denselbigen, als auch das bey ihm befindliche volck inder Christlichen religion zu unterrichten. Die Dänische chro-nick berichtet, daß Errici Nachfolger, nachdem sie sich vermeh-ret, in das land weiter hinein gegangen , und unter den ber-gen sehr fruchtbare Hügel, wiesen und fiüsse gefunden, Grön-land in das ost-und westliche eingetheilet, und in jenem einestadt mit nahmen Garde, gebaut, welche nachgehends zumBischöfflichen sitze gemacht, und mit einer dem heil. Nicolao ge-wiedmeten kirche sezieret worden. Nachgehends hätten sich ih-re nachkommen noch werter ausgebreitet, und noch eine stadtgebauet, unter dem nahmen Albe. Die Ißländische chronickgedencket noch einer stadt in dem östlichen theile von Grönland,Skageford genannt, desgleichen, einer kirche, unter dem nah-men Kvrskirk, und 2. oder ;. kloster, anbey meldend, daß dieGrafschafft Westrebug oder West-Gronland, von gewissen wil-den leuthen, Skreglingres genannt, bewohnet worden. Alsdergestalt Grönland unter den Königen von Norwegen stund,müssen sie einen jährlichen tribut geben; allein an. 1256. weger-len sich die Grönländer dem Könige Magno solchen zu zahlen,welcher eine see-macht in selbiges land ausrüstete, und es unterseinen gehorsam brachte. Nach aller bekenntnis ist dieses gewiß,
g r 0
daß Grönland einen grossen Überfluß an vortreflicher wevde,unzehlig vielen Pferden, grossem und kleinem vieh , WU) . /renn-thieren , wölfen , fnchftn, schwartzen und welpenren , u. d. g. wie auch eine grosse menge von wilden vo» ^und sonderlich grauen und weissen falcken habe.mercket auch die Ißländische chronick, daß die luft rn U ^land viel temperirler als in Norwegen gewesen.,scheinet, daß an. 1^48. eine grosse pestllentz, die ich" f-pest genannt, alle Norwegische und Dänische schiffer »nvleuthe aufgerieben habe, aus welchen dazumal die Vrv ^difche compagnien dieser Königreiche bestanden. Diese»ne zweite! verursachet, daß nachgehends die schiffatMn ^Alt-Grönland lange zeit unterblieben, und darüber oas ^gäntzlich verlohren worden. Nach der zeit sind vE'.^andere theile von Grönland durch Martin Forbisser
son, so beydes Engeüänder, Johann Muncken aus 4 ^
marck, und andere mehr aufs neue entdecket worden, we^^yverschiedenen orten leuthe angetroffen, die aber so ^ «ochunbändig gewesen, daß man sie durch keine gescheute. ^caressen hat höflich und sittsam machen können. Dss ^sind fett und hurtig in ihrem thun , haben oliven-färbMter, und brauchen zu ihren Waffen kurtze bögen und fM" jhrt
gelb gemahlet sind. Ihre kleider find von
gemacht, und mit den nerven-oder sehn-adern der fiM ^än-lich zusammen genähet; und die hemder, beudes derner und weiber, sind aus den eingeweyden der fische zuUund auf gleiche weife genähet, sehen aber sehr habe-unflätig aus. Einige von den Dänischen see-fahrer"verschiedene Grönländer mit hinweg geführet; allem, ^fl-achtet man sie an dem Königlichen Höfe sehr freundlich ^ he-xet, so ist doch die begierdeünd liebe zu ihrem vattericu'^tihnen so groß gewesen, daß sie sich darüber, daß manwieder dahin ziehen lassen , zu tode gegrämet, und Ezusehens verschwunden. Besiehe die relation vonwelche dem la Mothe ls Bayer zugeschrieben worden. Hg,
lpecimen Islanä. 0 Persianische relse-beschce ^ z.lib. II. c. 4. öl--»»,»»/ ßeoZrgpssis Livilis, üb. VII. . ^in ckron. (ii oenlknä. H/arre», itinerallUNberxgln versus Orcenlsiräis: Lc. gütliche
Grösbeck , (Girard) ein Cardinal und Bischofs von^H^war aus der familie der Baronen von Grösbeck m gc«tzvgthum Geldern , welche an. 1074. zu Reichs - G'"' ^ „nvmacht werde«;. Seine eitern liessen ihn wohl erziel)-'^ ^wurde er anfänglich L-monicus, nachmals Decsnus, .Öst-lich an. 1546. Bischofs zu Lüttich. Er war den Prol . z»csehr zuwider, weshalben ihn Gregorius XIII. an-"/.danckbarkeit zum Cardinal machte. Er starb deni? 7 y. und wurde in der Haupt-kirche zu St. Lamderkv-v
/e, re, ss« Liusu»,. , a-
* Grötzingen, ein kleines Würtembergifches stss jst raödem wasser Aich, zwischen Nürtingen , wohin es aumAmt gehöret, und Waltenbuch. Es gehörte anfangM ^len von Bernhausen, deren einer, nahmens Diepow! "allda, laut einer in der kirche vorhandenen grabschrm.^ vonden worden. Es wurde um das jähr«zz?. an GratWürtemderg verkauft. Um das jähr 1; 88. haben d>- puubA
dieses städtlcin belagert, und in einem ausfall S>e flssM-bürger theils getödtet, theils gefangen. Als im Sws ^ lMschen kriege an. 1^46. einige Kayferliche soldaten vol ,gekommen, haben sie die durch die löcher der st ^heraus gehende teichel und wasser-rinnen, für stucre »und sind wieder abgezogen. annal. 8uev. , pefle»Groitzsch, Groyy, Greutsch , ein ehema"»r i>i Aschloß mit dem tilul einer Grafschafft, so an der VM ^pfttLeipziger kreise Pegau gegen über gelegen, und 0 ^ '
Helden GrafWiprechten zugestanden, dessen gestlstc») PeZa»,ausgestorben. Nachgehends ist es von dem Abt « ^ fEdem es der Kayser übergeben, zerstört worden,der dabey gelegene und den Freyherren von Rech-'' veudige «narck-flecken noch jetzo diesen nahmen. No^.^felwschloß dieses nahmens lag vor diesem an der Mm-c „ PfaHberge, eine halbe messe von Eilenburg, welches ^k, «aw
zu einem leib-gedinge verordnet. Heut zu tage befi gcho^dessen stelle ein adelich Haus , denen von Guntl)- "proär. Kiisn. land-chroN.
Lairitz. hist. Palmwald. 5 ,»,. Eilenburg. chron'«- ^Grolaye cle villiers , (Johann !-> ) ein BenedicFranckreich, und nachmals Cardinal, war BssckE ii?des, Abt von St. Denys, rc. Er bediente verfck"e^^ssades'tlge chargen in Franckreich, und verrichtete 2.
Ludwig XI. schickte ihn als Abgesandten -n Sva'«en v wan. 1477- mit Ferdinands friede machte; Konrg <sa b-aber schickte ihn nach Rom, allwo er an. 1490 b"
einen Lommenr-inum über den Mgiünim 8 sncen .
terlassen. ' ^fle E
Groll, Gwetilo, oder Grolln, eine klemeab ^
,n der Grafschafft Zütphen an dem ßusse SlrnS/