Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Guntzel von Grone, welcher, als der letzte seiner linie, an.i?7v. gestorben/ da denn seine güther / so viel deren in den Hej-sischen landen und in Pleßischer gerichtbarkeit gelegen / theilseingezogen / theils an Georgen von Heringen überlassen wor-den ; diejenigen aber / so sich in dem Braunschwcigischen be-funden, sind an die von Stockhausen und Weyen gefallen / ausserwas die Hertzoge von Braunschweig zu sich genommen. RonigsAdels-Hist. wm. III. x. 417. 4Z4-Gronovius, (Johannes Fridericus) ein berühmter kol^-liülor, war an. i6n. zu Hamburg gebohren, und ließ in sei-ner annoch zarten jugend eine unbeschreibliche tust zu dem studi-ren von sich blicken. Als er zu jähren kam, legte er sich aufdas ^su8, tracttrte auch die antiquitate» fleißig. Nachgehendsdurchzog er Teutschland, und wendete sich von dar nach Ita-lien und Franckreich, allwo er die gelehrtesten leuthe seiner zeitgesprochen. Endlich begab er sich nach Holland, und ließ sichzu Deventer nieder. Hierselbst recommendirte er sich durchverschiedene schriften, daß er endlich an des Daniel Heinsiistelle zum Professors Hiüorisrum und LlogueiML nach Leidenberuffen wurde. Er lehrte daselbst mit grossem lobe, bis eran. 1671. den 28. dec. verstarb. Er hinterließ 2. söhne, Jaco-bum und Theodorum Laurentium, deren jener anfänglich Pro-fessor zu Pisa , und nachmals zu Leiden worden. Seine vor-nehmsten schriften sind: vigtribe in 8estium ; Llbri Obisrvstio-num trss; NonobibIo8 OkfervAtionum in 8criptor. Lcoles.; lei-der äs 8sllertii'8. Ferner hat er viel fcriptores classicos mitnoten edirt, worunter Livius und Seneca 1 ragiLU 8 .cpiss. sä ^ 3 cob. pontsnum. epiü. jllASM.

tle8 83 VSII 8 . vitse, tom. I. x. 161.

Gronovius, (Jacobus) war an. 164z. zu Deventer ge-bohren. Sein vatter, der berühmte Johannes Fridericus Gro-novius , nahm ihn mit sich nach Leiden , und unterrichtete ihnmit grossem fleiß in den Litteris üumsnioribus und der Rechts-gelehrtheit , ließ ihn auch darauf nach Engelland reisen. Indiesem Reiche machte er sich die bibliothecken zuOxford undCam-bridge wohl zu nutze, und gerieth in der gelehrtesten leuthe, alsPocöckii, Pearsonii, Merici Casanboni , und anderer be-kanntschafft / wie denn der letzte in seinen armen gestorben ist.Nach seiner zurückkunft gab er den Polybium mit seinen undder LüLubonoruin anmerckungen heraus, dahero man ihmin seinem 20. jähre eine Professor-stelle zu Deventer antrug,die er aber, weil feine begierde zu reifen noch nicht gestillet war,anzunehmen sich weigerte. Dahero gieng er mit dem Hol-ländischen Gesandten Paads das folgende jähr nach Spanien ,und fodann nach Italien. Daselbst wurde er durch vorspruchdes Cardinals von Medicis und des Magliabecchi an Chimen-telli stelle zu Pisa Professor, allwo Norisius sein Lollegs war.Allein er konnte daselbst nicht lange bleiben, sondern gieng nachzwey jähren nach Venedig und Padua , und von dar nachTeutschland, um daselbst von seinem vetter eine reiche erb-schafft zu holen. An. 1679. wurde er als Professor nach Lei-den beruffen , und seine antritts-rcde wurde daselbst so wohlaufgenommen , daß man seine besoldung gleich um 400. güldenvermehrte. An. 1702. wurde dieselbe wiederum erhöhet, undda erhielt er auch das amt eines deogrsplss der LeidischenAcademie. Er hat unterschiedene voL3üon.es, als nach Paduaund nach Kiel, ausgeschlagen, und ist an. 1716. aus betrüb-nis über den tod seiner jüngsten tochter zu Leiden gestorben,da er eben noch zu rechter zeit mit dem Tacito, den hernachnach (einem tode sein söhn heraus gegeben, fertig worden.Sein ältester söhn ist voäior Nleckicin-e, der andere aber, derein sehr gelehrter und geschickter mann ist, hat sich der Rechts-gelehrtheit ergeben, und wird die von seinem vatter hinterlas-sene theils LvlliltionLs, theils schon meistens zum druck gerüsteteeclitioues von Griechisch-und Lateinischen fcribenten ans lichtstellen,hat auch sechsten eine gar werthgeschätzte ausgäbe des Ju-stini drucken lassen. An Jacobo Gronovio ist hauptsächlichsein gantz unerträglicher stoltz zu tadeln , und die bittere,beißende art, womit er allen Gelehrten überhaupt, sonderlichaber denen begegnet, mit welchen er streit gehabt, als: Fel-lero, Perizonio, Js Voßio, Fabretlo, Blancardo, Clerico,Küstero , und andern. Die von ihm heraus gegebene bücherder alten smkorum , und die von ihm selbst verfertigteschriften , belauffen sich bey nahe auf 40. und kan derenVerzeichnis in feinem elogio, jo in den ssciis Lruäicarum vonan. 1716. eingerückt worden, nachgelesen werden. GelehrteZeitungen, an. 1716. *

Gronsfeld, ist ein kleiner ort, mit dem titul einer Graf-schafft, m dem Hertzogthum Limburg , eine Teutsche meilevon Mastrrcht, gelegen. Er ist in dem XV. ss-eulo durch Ca-tharinam, die letzte dieses geschlechts., an die Grafen vonBronchorst gekommen. An. r64;. wurde er durch die Heßischenvölcker eingenommen , durch der stadt Lüttich trouppen aberbald wieder recuperirt. äs maZn. Lolon. üb. II. x. 161.

Gronsfeld. (Grafen von) Diesen titul führet eine Kran-cüe aus dem Gräflichen Hause von Bronchorst, wie obenschon gemeldet worden. Als Jodocus, Graf von Bronchorst,den der Kayser Rudolphus II. zum Grafen von Gronsfeld ge-macht, an. 1588. ohne kinder mit tode abgieng, so nahm seinbruder Johannes diesen titul an. Er vermählte sich mit Si-bylla, Gräfin von Eberstein, und erhielt dadurch einen theil

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von dieser Grafschafft. Er starb an.i6i7. 2. tochter und ?. ^ne hinterlassend, davon der älteste war Jodocus ,ac-nus, Graf zu Gronsfeld und Eberstein, von welchem elner arrickul; er starb im sept. an. r 662. Die Mit AMftina von Hardenroth erzeugte kinder waren r.) Otto "Vg-z-Graf von Bronchorst zu Gronsfeld und Eberstein r^. ? " ,,)Usus und General-Vlcarius des Bischoffs zu Oliuwruu.Johannes Franciscus , des H. Römischen ReichsBronchorst zu Gronsfeld und Eberstein, Freyherr zu ^lhbürg , Anholt und Rhimdurg , Kayserlicher gehamerund Cämmerer, General-Feld-Marschaü, Jnner-Oeiuscher Kriegs-Prasident, und Oberster über ein regimem r , ^h,reuter, hat in dem an. 1699. geendigten Türcken-knegk ,re eingelegt, an. 170z. und 1704. cowmandirte er m A,Malgerieth aber wegen Übergabe der vestungPassau mit dem^.von Lamberg in grossen streit. An. 1716. ernennte ihn o- ^ sichser Carolus VI. zum Gouverneur von Luxemburg, dawauch hernachmals begeben. Als feine erste gemMw „herSnora, Ferdinandi Friderici Egonis, Grafen zutochter, gestorben, hat er sich mit Maria Anna /vvn Töring Jltcnbach, im febr. an. 1706. im klofler »tenbach vermahlt; Ernestus, fo an. 1678. mrung Freyburg, 4.) Johannes Philivpus Felix, som »jähre in der belagerung Philippsburg geblieben; ^ ^Justin«, und 6.) Clara Qibylla.

Gronsfeld, (Jodocus Maximilianus, Grasvon) ^0,Bayerischer General-Feld-Marschall. Sein vatter sthann, Freyherr zu Gronsfeld, Battenburg und Brouässan. 1617. gestorben, seine Mutter, Vibylla, Gräfin .vssisstein. Er selbst aber wurde von dem Kayser Ferdwamden Reichs-Grafen-stand erhoben. Nachdem er von >auf in Bayerischen und der Eatholischen Ligas dremle''den, stieg er von einem osscio zu dem andern, blo , MvOberster wurde. An. 1625. gieng er unter dem Gsmin Nieder-Sachsen, und ward von demselbigen aus v-tag zu Braunschweig geschickt, um die abdanckung (ch < MSächsischen kreis-vöicker zu urgiren. An. 1626. w» ^ gypvon demselbigen General die belagerung der stadtgetragen, auch diente er in dem Nieder-Sachfilchk'- ^araund half an. 1629. den mit König Christiano K

vorhabenden frieden zu Lübeck schließen. Cr wov ^ vcki6zi. der belagerung von Magdeburg bey , mchtw*schlacht bey Leipzig, und ward nach deren Verlust von .neral Tilly commandiret, den Wefer-stroni zu besckM ^ orl^hielt sich daselbst sehr wohl, nahm Verben und anr^ein, conjungirte sich mit dem General Pappenheim, Ete Calenberg entsetzen, wurde aber von Hertzog W ^ pnvschaden repvußiret. ^ Er gieng hierauf in WestM'^ zEnöthigte den Schwedischen General Baudis fith EaerssstÄhen. Er entsetzte hierauf die von Hertzog Georgen venw ^ reWolffenbüttel, und commandirte nachmalsWeser. An. 16;;. litte er von dem gedachten HchM^t Eg-als er ihm den paß über die Weser vergeblich dstv"" le» Deinigen vertust, conjungirte sich hierauf mit den .Gem Hgineinigshausen und Merode, und wollte mit ihnen die KeExentsetzen, worüber es aber zwischen ihnen und ^

den 28. iul. bey Oldendorff zu einer schlacht. kam/ endl.,^die Kayserlichen unten liegen müßen. Als hiexaut ssMM -jahrs i6;z. Pfaltzgraff Wolfgang Wilhelm K ^r Edas kriegs-äilsÄorium übernommen, und folgenvJohann Götze an. i6;6. das Generalat in WeiM. Mtreten, kam er aus würcklichen kriegs-diensten / vLrentheils zu Cöln auf, und ward an. 164;. st" MGronsfeld von den Heßischen völckern eingenom erdie Lüttichische völcker aber bald wieder eroven, ,aber wurde, als er von Brüssel nach Bonn ss' .^rn ^fürsten von Cöln reisete , von den CasselisclM ss164;. gefangen , von der Landgräfin aber ^^yerneuv ^ohne entgeld losgelassen. Er wurde hieraufvestung Jngolstadt , und von ChurfurssBayern nach Paris geschickt, um mit dein Kommreich die Neutralität zu schliessen. Nach /"slnjunEftli

wurde er Bayerischer General-Feld-Marschall,

Er vegao „ch hierauf nach emigen '^en , , 1°^

winter-quatiere,'müsse aber aus selbigen

Schwedische und Französische armer auf das ^ Aev,,,

gieng, und sowol über den Lech als die Jstr' I- qenoMmay ward er aufChursürstlichen befehl m "!s ^,igolfif,, ,cit^anfänglich nach München , und nachmals "^ch-stroM-HMbracht, und ihm schuld gegeben , daß er den ^elich verlassen, welches er aber durch vorgezetM p c. ^ordre justificirte, daß er au. 1649. losgebrochen ^ Ehstckgab sich hierauf an den Kayserlichen Hvfinach ^ ^oje^dar an. auf den Retchs-tag zu Regenww^,,rde. ^10/aufder Westphälischen Grafen-banck introdnci e1660. ward er als Kayserlicher bevollmachtigrc^^geschickt, in den dreyen Reichs-städten, Aachen gevr ^mund die Huldigung einzunehmen, auch an. „aK

in den zwischen dem Bischofs von Munm ^ --Münster obschwebenden streitigkeiten, weich