Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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910
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Jungfrauen zu Lutheri Zeiten, aus dem kloster Nimpsch. Sig-mnnd Grosse aufAltenhayn wurde an. 1572. von Eustachio vonHonsberg aufdem marckte zu Wurtzen in einem duell erstochen.Carl Heinrich Grosse war an. 1716. Königlicher PolnischerOberster. pwclr. Mich. Schöttgeno Würtzb. bist.

* Grosse/ (Christ.) war zuWittenberg an. 1602. den ;o.sept. gebohren / und wurde / nachdem er in seiner geburts-stadt,wie auch zu Leipzig und Straßburg studiret, Prediger zu Stet-tin , iugleichen üocll und strost. IkeoloA. IlEbrXX Linguseam ksecisgogio , ferner General-Superintendent in Pommern /kr-xpostltM in Colberg, und llllslsor des Lonstistorü. Er starbin Stargard an. 167;. den 17. julii/ und hinterließ HsrmonismLv'.NMÜünrum; LyiloMN vilkinÄionum IlleoloZiLLrum.

pe, insmor. TbeoloZ.

* Grosse, (Iacobus) ein Lutherischer Idsologus , war zuBrandenburg in der Marck den 8. ran. an. 1592. gebohren, undlag anfänglich zu Ioachims-thal in der Mittelmarck, nachher»aber zu Franckfurt an der Oder dem studiren ob. Nachdem erdaselbst den grscMm eines Mogistri erhalten, wurde er in seinem22. zahre sscLkor der stadt-schule zu Königsberg in der neuenMarck,gieng aber von dar nach anderthalb jähren nach Greyphs-walde in Pommern, und setzte daselbst seine theologische studienfort, bis er nach einiger zeit zum Keökors in seiner geburts-stadtberuffen wurde. Nach diesem ward er um das jähr 1622. kalkorund Superintendent zu Soltwedel, und endlich an. 16;;. ka-üor zu St. Catharinen in Hamburg, in welchem amte er auchden 14. sept. an. 1652. mittode abgieng. Seine schriften sind:ssnti-?rimstu5, guo clsmonliratur, krimÄtom kuritist. Ist. neoin spiritualikus , neo in temporchidus änrs lli vino competere;llnti-Lbristus Orisnmlis ; Triss kropoistionum Ideolog, äs8t)sto ist. leükmsntl, welcher er auch nach der Hand temÄinund gusrtam vekenstionsm beygefüget, u. a. m. stnö/nrr mein.Hsmbnrg. vol. IH.

* Grosse , (Huldericus) war zu Leipzig an. 1605. den 28.decembr. von geringen eitern gebohren, und studirte in dieserseiner geburts-stadt und zu Rostock die Rechte, zugleich aberlegte er sich auf die Theologie und Medicin. Hierauf gab er zuLeipzig einen Advocaten und Wund-Artzt ab, und vermachtekurtz vor seinem tode, der an. 1677. den 6. april erfolgte, seinebibliotheck dem Rathe zu Leipzig, welche der gründ zu dero mm-mehro berühmten Raths - bibliotheck ist. Er hat Mmiamun ,Ksäivivum; LoncorclaMiLS surium und anders mehr herauszu geben versprochen ; es ist aber nichts zum Vorschein ge-kommen.

Grosse Haf, lat. Linus msgnus, ein grosser see, welchen dieOder bey Uckermünde in Vor-Pommern formiret, und allwoder fluß Ucker hinein fliestet. Er ist 8. Meilen lang und 2. breit,anbey sehr fischreich.

Grossenhapna , oder Hayna, eine Chur-Sächsifche stadt,Amt und Superintendur in Missen an der Röder, und beynahe;. weilen von Dreßden an den grentzcn der Chur-Sachsenund der Laußnitz gelegen. Den nahmen hat sie von Hayn, wel-ches ein gehegter Wald heisset, und sollen die götzen Swantewitzund Zuttiber dieses orts von den Wenden seyn veneriret worden.Peckenstein meynet, daß allhier ein Böhmischer KöniglicherBurg-Vogt vor alters, als er noch unter der Cron Böhmen de-vorion gestanden, seinen.sitz gehalten , auch die Marggrafenvon Meissen, sonderlich Fridericus stämorstus, ihr Hoflager da-selbst gehabt hätten. Vor den beyden brüdern Friderico undDicemanno, Marggrafen zu Meissen, so mit ihrem vatter Al-berto kriegen musten, soll die stadt nicht sonderlich bekannt ge-wesen seyn, bis der Churfürst von Brandenburg Johannes,welcher Alberto wider die söhne hülste that, von Caspar vonMiltitz tapfer von diesem orte abgetrieben worden. Folgendsward sie wieder von Woldemaro, Marggrafen und Churfürstenzu Brandenburg, belagert, aber von den bürgern abermals ta-pfer beschützet. Als aber Friedrich der freudige oder üclmorlusgefangen worden, so bekam Woldemar einen guten theil vonder Lausitz und viel Meißnische ftädte, darunter auch diesesHayna, so aber nicht lange hernach, als Fridericus ledig wor-den , wieder in seine gemalt gekommen ist. Um das jähr 1429.sollen die Hußiten die stadt eingenommen, verbrannt und grossetyranney verübet haben, es ist aber nicht erweislich, sondernvielmehr gewiß, daß die Böhmen Hayna nicht gewinnen kön-nen. An. i?z8. oder 1540. soll sie durch brand grossen schadengelitten haben. Im sogenannten dreißigjährigen kriege hatGrossenhayna an. 16;?. 1642. und 164;. von den Schwedenanfechtung gehabt, doch ohne eingenommen zu werden. Unterdie daßge Superintendur gehören die städte und flecken Riessa,Mühlberg, Elsterwerda, Muckenberg, Fmsterwalde, Senften-berg, Cracan und Radeburg nebst 59. Pfarreycn. Zürnersaccurate geogr. Delineatron der Superint. Grossenhayn. 2»/.

toxogr. 8 -iX. sux. k>. 100. veeAe» ilsg. M. k. V. p. ; > 7 .

tdeotr. 8ax. k. II- p- 2z. k. III. p. 51. iblgue eis

Comment, cke relig, vet. 8or3b.

Grossen-Rudeftätt, ein Sachfen-Eisenachisches dorf miteinem zugehörigen Amte, wozu noch das ehemalige Amt Rinck-leben, die Vogtey Schwansee und die Cammer-güther Bechstettund Marck-Vippach geschlagen worden. Sie liegen in Thürin-gen, ungefehr zwischen Erfurt und Weissensee. ,Es hatsonstendieses dorf Grossen-Rudeftätt den Erfurtern gehöret, denen es

aber Churfürst Johann Friedrich von Sachsen an.

ser Ursachen wegen eingezogen. Zwar sollte durch einen ven,

dessen restitution erfolgen, aber es findet sich, daß an.

Haus Sachsen solchen ort in posseßion gehabt, und im M'^jähre Chur-Mayntz durch einen receß dem Erfurtlschendaran renuncirt hat. Viä. clickum ä. r>n. 1665.2p. ^niss, Reichs-Arch. com. I. spso. lud Chur-Mayntz. ^snrisl. 8sx. p. 90. 3N. 155;. . .Eli

Großmann , (Caspar) sonst auch nach dem GriMA„Neganäer genannt, an. 1495. zu Zurich von ehrlichen -gebohren, ließ sich zu Basel nach daftlbst absolvtrten sE» ^NLgilkrum promoviren , und wurde an. 1520. der ersteder kirche zum H. Geist in Zürich ; bey welchem dienst er §Zwinglio in dem werck der Reformation getreulich an die

gegangen; als er hernach aufBern vocirt wurde, ist cr.o^"bis an. 15 ;8. geblieben , und hat die lleckioocs HieoloLic- ' ^er selbsten eingerichtet, alldort mit lobe versehen. Bey es/^iii-nem Luceranilmo zog er von Bern hinweg, und wurde ls ^liämcsnus zum grossen Münster in Zürich, starb auch wss HA»18. aug. an. 1545. Er hat hmterlassen: Lommenmr- ^ ^

llpoik.; in Lpist. Lä 62I2M8; Lpdeiios ; Timotli. <L j,,(liche alle im druck , hat auch der Berner-kirche zum dienst MrsCatechtsmum gestellt. Conrad Großmann, ftines o^'söhn, ward an. 1591. Bürgermeister der stadt Zürich, um ^de zu etlichen Gesandtschafften gebraucht,als wegen Bu'-E mödie Französische Generalität, auch an den König selbstjon,wie auch an den Französischen Ambassadorn genwegen einer nähern verbindnis mit Franckreich, welche iZürich nicht eingehen wollen. Er starb endlich an. rA^'ijnaeridem er in zweyter ehe mit des berühmten ämiliiristochter gelebet. sckol. Tigur. 'MA.

kirchen-gesch. ?. III. pantal. helden-buch. K»««. clnon-1D^rstelers geschlecht-buch. *

Großmeister, siehe Mal>a. zst

* Grosser, (Samuel) ein berühmter Schulmann /Paschkerwitz im Fürstenthum Oels, .woselbst sein vatter » ^nahmens damals Prediger, nach diesem aber kalkor um

des Mmkerii in Nimptsch gewesen, den 8. febr. an. i«reßsastbohren. Nachdem er auf den K^muMs zu Bricg, ckund Zittau einen guten gründ in seinen studien Mgr/s yiiddie Acadeinie zu Leipzig , wurde auch daselbst M28." ^ ,Ethat sich durch verschiedene clillpuMones und colleß>2hervor, daß er an. 1690. zum Lonrcäkors an die daM fschule beruffen wurde. In dem folgenden jähre erlangeRectorat in Aitenburg, und kam von dar an. r gEgleichen stelle an das Görlitzische welches er > „ per

ses aufnehmen brachte. In dem jähre 1712. wurde erKöniglich-Preußischen Societät der wissenschafftenmitgliede angenommen, und starb den 24. jun. an. 17 ? 'Msdem er kurtz vorher pro Lmeriro erkläret worden. S«' ßleömten sind: Tsbulsc: OratoriX; Pak. OsograpbicD; PoglV2; Anleitung zur Logicg; Einleitung zur Erudition» odsts'81M KolNLNl; Vit3 Lkrilkiani dsiüi; 83UUÜMS ov ^yrvationibus L LllreKomackis 83llulti3ng; Lausitzijche Mdigkeiten u. a. m. Grosser selbst in den Laus. mcrckwure'-Zeitung, von gelehrten fachen, 17; 6. . mit

Grosseto, lat. 6rnllsmm oder Koictum, eine Movesten citadelle in dem Florentrnischen gebiethe,findliche Bißthum gehöret unter Siena.

geoKrIpl,. cccles. ylster

* Groß-Fürft, ist ein prädicat, womit man elM ^rosieden übrigen Europäern die Beherrscher der weitlautny ^witischen länder betitelt, inmassen sie sich selbst d

oder Groß - Fürsten von Wolodimir und Mstau ENachmals, als sie mächtiger worden, und die benE Mstenthümmer nebst den Reichen Casan und Astrarw' vogebracht, haben sie sich Czaaren, oder Könige uno ^^,itz 0^gantz Russen genannt, und der Czaar Petruses durch seine mit den Europäischen Hostn W Mds ^ .spondentz so weit gebracht, daß man ihm fast dur,w.Mtitul Jhro Czaarische Majestät weiter nicht Aeu»

denn auch den titul Jhro Kayserl. Majestät von aangenommen. «eboh^U

*Großgebauer, (Philipp) ein Schulmann , ^. TtzffAe165;. den ,6. januarii zu Gotha, dessen P'oß-, ^ »ui -Großgebauers leiblicher bruder war, studirte zu -1 Loli^Agc

an. 1675. InlpcÄor Llumnorum Lommunitatis, Lvw

zu Schleusingen, an. 1676. Lolle^III. an. ^

daselbst, und endlich an. 1687. keökor zu We U^n - äs1711. verstorben. Er schrieb die zu SchleusiUy-'.^bery'st.tractätgen von bessern, metzgern, bierbrauern »n

^rdiücio vsnVicli;.?roZr 3 MMLw, VON denen

ÜX0 male kcLtente, vom stinckenden Juden;tzels Evangelischer Lieder-Tichter. c-^menan

* Großgebauer, (Theophilus) war M M^e zuA ^ringen an. 1627. den 24. novembr. gebohren, ü ^Aostoa^^'stadt, Stralsund, Arnstadt, und nachgehend^ ^irche'rchtecwelchem letzter» orte er Prediger bey St. ^acov> ^

Er starh an. 1661. den 8. lulii. Seme sAsstem mstimme aus dem verwüsteten Zion, FranAuri -9.ktärung der Epistel an die Epheser, Franckfurt