Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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tjv A^Lüneburg die Gefandtfchafft auf den Reichs-deputa-nach Fraockfurt am Mayn committirt, welcher er auch

Can?« ^ folgende jähr abgewartet, da ihm sein Churfürst dieCnnd/r-Präsideiite>i-stelie nebst dem OirsÄorio in der Kriegs-auftrug. An. 168;. trat er mit den Dänischen undAen>, chburgischeen Ministern zu Hamburg in conferentz, undlind^ .arauf zu dem Könige in Dänemarck nach Rensburg,gei^lgends an den Chur-Brandenburgifchen Hof. Das fol-

kßii, r'i^werici in. unv vcr iLyur-Vraunicywclgiicpcn Prm-dM Sophia CHarlotta rncaminirt wurde, wie er denn auch-dererfolgten heimführung gedachter Printzeßin mitIxg-,,chnte. An. 168;. reifete er abermals in wichtigen ange-Ijcha^uen nach Berlin , und an. 1686. wendete er allen rnög-lie^5F"ß an, daß die irrungen zwischen dem König in Da-hieU. Hamburg beygelegt wurden. An. 1688. ward ergerai,!!E nach Berlin gesandt, und an. 1639. hielt er sich eineTischs zu Hamburg auf, um in der Holstein-Schleßwi-tciiU wche zu negotiiren. In eben diesem jähre ward er anae>, Merlichen General-Lieutenant, den Hertzog von Lothrin-vey^ damals Mayntz belagerte, abgeschickt, um mit demfel->vora,.I^ des benöthigten fuccurs eine Unterredung zu pflegen,rsyz'Or feinem Churfürsten in die Niederlande folgte. An.bann- N^de er zweymal zu dem Churfürsten von Sachsen Je-tt im »^orgio IV. und gleich darauf nach Wien geschickt, allwo"ahmen seines Principalen die invcstitnr der Chur em-hlhfle m>d wegen des Chur-negocki einige dinge ausmachenär>- ^den dieferwegen trat er an. 169;. abermals eine reifeUM, und wie er nach feiner zurückkunft die Sachfen-Nixg'^Mglsche unruhe wegen der stadt Ratzeburg in güte bey-zehgÄ begriffen war, starb er zu Hamburg den 5. sept. desAhstM,ahrs. Mit feiner gemahlt», Anna Dorothea vonFreyUa, hat er 7. söhne und 4. töchter gezeuget, auch zuerst dieter ansuche würde auf feine familie gebracht, und zwar un-tiem g W mit dieser condition, daß allemal der älteste von sti-ppen und defcendenten den Barons-titul, und in demSey tz'"" Pferd ohne zäum führen sollte; dahingegen dieübri-^/^ber Grotischen familie ein pferd mit dem zäum führen.

teE^tius, (Hugo) Bürgermeister zu Delft, war von vät-Atsp^lette aus dem vornehmen gefchlechte derer von Cornetz/ von mütterlicher feite aber führte er den nahmensche hat also diesen nahmen am ersten in die Cornetzl-viejst^ule gebracht. Denn als Dietrich von Groot, Bürger-l»>d Delft, um das jähr i;;c>. verletzte dieses nahmensdv» ,»E männliche erben war, wurde seine tochter Ermgardahchet. an Cornelium von Cornetz mit der bedingung vereh-die kinder männlichen gefchlechts, so aus dieser ehe^llrd- !Mrden, den nahmen von Groot führen sollten, und"er ffg,. V Hugo aus solcher ehe gezeuget. Er hatte von sei-fingen von Heemskerk, 2. söhne, nahmentlich Cor-v ""b Iohannem, von welchem hernach. Vita Lrotü

^ ^20.

ih Deift , (Cornelius) auf Niederländisch Groot, wurdeWadEn 2;. jul. an. i;44. gebohren, und legte daselbst denlchistt. studien, wurde aber nachgehends nach Löven ge-

er 4. jähr die Philosophie studirte, und sich am'Zd L-N W Platone umsähe. Er lernte auch die GriechischeAn ro Mehe spräche, wie nicht weniger die Mathematic. Invedst seines alters gienq er nach Paris, tractirte daselbstMlich°,' ffUmsnioribus die Philosophie, und hielt mit dem Kö-dert dar "orLssor, Johanne Daurat, gar genaue freundschaffr.An i!,n ^-" 5 .er nach Orleans, um die sura zu treiben, und daViN thu,erkannte voÄor zu werden, ließ er sich blos mit»^vatt-i.,)!"^ Licentiaten begnügen. Als er wieder zurück inMt "b kam, legte er sich auf die praxin, wurde von derAller äli,Ihrem Consulenten und 8 csbino erwehlet, undder WA"kr erudition herrliche proben sehen ließ, machteAr stxnr'M Wilhelm zum Requetenmeister. Er bediente sel-Als-N ank ""f das jähr i;?;. sehr wohl, und wurde nach-functionen gezogen, sonderlich aber auf die neu-Uige Academie Leiden beruffen. Er lehrte daselbst^>v„rd-i?^ Philosophie, und nachmals die Iurisprudentz.hoffen zwar zu verschiedenen malen eine stelle in dem'OlleZio angetragen, er ließ sich aber mit seinerMerlgjA,, Avugen, und starb an. 1610. ohne kinder. Er hat«Ann, p->,,^ 0 wmsnt 3 rium aä Inliituta; cluoz ssomos Observa-tzg.. ' öcc. ^lcact. , x. 76. ,

a ^Votii k 20z.

v^d stUb, (Johannes) Hugonis anderer söhn. Er legte denMvruden^ Delft, und trieb die Philosophie nebst der' di-Ab kam ^ A' Douay. Bey dem ansang der Academie zuAAr in Holland , und blieb daselbst bey seinem

L AlifIr,',A"b bis an. 1,582. Nach diesem wurde er 8cabinu8,

' aych k^nAmster, und endlich Lurator der Academie zu Lei-up,,.i ^octnr.juris. Ltken. Lelg. Vita

V,Kroti ^ p. 420.

sivArr, (Hugo) einer der gelehrtesten und berühmtestenEbn drs iekt ":^^' den io.apr. zu Delft gebohren, und^"e man ^^"^)ten Johanms. Gleich von kindheit auf^Kor Lx ' ein herEches illMnium, und im neunten

jähre konnte er schon vortrefliche lhealmina in der Poesie ablegen,so daß er allbereits von den grösten Lriticis elogia erhielte. Kurtzvor dem 12. jähre begab er sich nach Leiden, und fieng zugleichan, die Philosophie, Theologie und Iurisprudentz zu excoliren,auch unter Scaligeri anleitung in kMIologiLib etwas zu thun,und Public in der Philosophie zu disputiren. An. 1598. gienger mit dem Holländischen Ambassador, Johanne von Olden-barneveld, in seinem 1;. jähre nach Franckreich, und ward da-selbst in ^urs üoctor, genoß auch nicht allein die ehre, daß ervon König Heinrich dem grossen zum Hand-kuß gelassen, undKöniglich beschenckt wurde, sondern sich auch der gelehrtestenmänner gewogenheit erwarb. Nach seiner rück-reise siena eran Martiani Capellä ieptem jlrtcs liberales zu edirenund ineinem Lommsntario darüber gar viel zu verbessern, hätte auchnoch ferner, nach Scaligeri rath, die Humaniora ex xrokelloexcolirt, wenn ihn nicht der vatter hievon abgehalten, und indem 17. jähre seines alters im Haag unter die Advocaten ein-schreiben lassen; worauf er denn das ^us in kraxi übte, unddie Humaniora stets darbey tractirte. Zu solchem ende fieng eran mit dem altern Jano Dousa eine vertraute freundschasstaufzurichten, und die Historie der kriege, so die vereinigten Nie-derlande mit Spanien seither geführet hatten, auf höhen besehtausführlich zu beschreiben. An. 1607. wurde ihm das amteines Lclvocati Viü-i von den General - Staaten in Holland,unb an. 161z. das Syndikat zu Rotterdam aufgetragen, wel-che stelle er aber nicht anders annehmen wollte, als bis manihm versprochen, ihn niemals abzusetzen, und zwar dieses dar-um , weil er wegen der sich bereits äußernden theologischenstreitigkeiten wohl zuvor sehen konnte, daß es viel unrnhen gebendörfte. In demselbigen jähre wurde er auch nach Engellandgeschickt, die mit den Holländern entstandene streitigkeiten we-gen den Indianischen commercien, davon er kurtz zuvor selbstein buch geschrieben, in güte beyzulegen , bey welcher gelegm-heit er mit Jfaaco Cafaudono , an des Königs Jacobi I. Hose,der ihn auch selbst hoch astimirte, genauer bekanntwurde, daer ihn zuvor nur durch briefe und schriften hatte kennen lernen.Bis anhero war Grotius in allen seinen Verrichtungen ziemlichglücklich gewesen, und hatte in einem vergnügten zustande ge-lebet; nunmehro aber gieng das Unglück Haussen - weife an.Denn so bald er sich in die Arminianische Händel allzu tief ver-steckte , und dem abgedachten Johanni Oldenbarneveld, inglei-chen Äegidio Ledenberg, 8ecretario der Staaten zu Utrecht,und Hugobertio zu Rotterdam beyfiele, kam er bey seinen Pa-tronen in grosse ungnade, weil er nach ihrem vorgeben denüatum religioms in Holland nicht allein turbiret, sondern auchconlilia, so der Republick und der Reformirten kirche sehr nach-theilig wären , sowol heimlich als öffentlich in schriften und inoratiombus gegeben haben sollte, daher an. 1619. das urtheilwider ihn und seine anhänger gefallet wurde, daß stein einemewigen gefangnis bleiben sollten. Hierbey war nicht zu läug-nen, daß bey dem damaligen unruhigen zustande in Hollandmanche intriguen mit untergeloffen; worauf er denn auf da»schloß Lövenstein gesetzt wurde, und fast 2. gantze jähr daselbstaushalten muste, inner welcher zeit er aus Vvßii diblivtheck dirherrlichsten bücher entlehnen ließ, und sich mit stetigem stud irenbelustigte, auch etliche theologische tractätlein von der Christ-lichen religion und Christi liebe gegen die menschen zu schreibenwillens war, wenn nicht die ungleichen juäieia der leuthe, undVvßius selbst ihn hiervon abgehalten hätte. Indessen warvon vielen Haupt-gelehrten mannern, besonders dem Franzö-sischen Ambassador Maurerio, um seine dimißivn bey denStaaten angehalten worden; weil es aber nichts verfangenwollen, entledigte ihn endlich seine ehe-frau Maria , eine ge-bohrne Reigersbevgin von vornehmem stamme, mit list, undschaffte ihn in einer grossen kiste, unter dem vorwande, als wennArminianische bücher darinnen lagen, gantz ohnvermerckt,wiewol mit grosser gefahr, nach Gorcum, und von dar nachAntwerpen, da er in bauers-kleidern zu schiffe durch viel Um-wege nach Franckreich entkam, und von dem Königlichen Sie-gel-Bewahrer, Wilhelmo äu Vair, gar wohl gehalten wurde,als welcher ihm des Königs freygebigkeit freywillig antrug.Hier fieng er an in seiner 8zstva aä sssiuanum seine erledigungcarminiLs, und den gar artigen umstand, der ihm dabey be-gegnet , da er vor grosser angst, als er hatte in die kiste steigenwollen, das neue testament hinein gelegt, und sich dessen zumhaupt-küssen bedienet, auch die treue semer frau , so mittler zeitstatt seiner im qefängnis sitzen müssen, pathetisch vorzustellen.Er gab hierdurch zugleich Heinsto, Rutgersio, Schmeltzinglsund Barlao anlas, die artigen epigrammara auf seine dessreyung heraus zu geben,-muntzen daraufschlagen zulassen,und ihm wegen glücklicher erledigung zu gratuliren. Es wur-de ihm jährlich eine ansehnliche pensiou gegeben, und hatte eran Claudio Peirescio zu Aix einen wichtigen p^ron , der ihnzu Paris oftermals besuchte, und ihm gelegenheit gab, nachder edirUNg seines LpoloZetici , das öuch cls äurs Leih LLacis vorzunehmen , und dadurch den gründ zu besserer excoll«runa des natürlichen Rechts zu legen. Zwar anfangs waren dieU^der übel dam^ , weil es ihnen schien, als ob dieMn Staats-axwEM ihrer Republick den Spaniern zu ge-f2 darinnen entdeckt worden, und suchten es dabero aufallerhand art m unterdrücken; doch m wahrender zcit, da ersich m Franckreich aufhielte, konnte er sich sowol wider denmid der grösten Ministers, alsbefonders seiner iandS,leuthe^