sich an demselbigen Host in fachen, die Staaten anlangend,aufhielten, und denen er doch , mit grosser Verwunderung desKönigs selbst, daß er das böse also mit gutem zu vergelten suchte,vortreflich ihre assairen beförderte, bey hoher gnade mainreniren,so, daß kein mensch ihm beyksmmen konnte, und er noch darzuin solchem rühm lebte, daß ihn die vornehmsten Pairs des Reichsin wichtigen fachen consulirten. Endlich ward. er in Däne-marck, und von Gustavo Adolphs in Schweden beruffen;doch weil er mehr tust hatte, wegen vieler in Franckreich, so-wol heimlich als öffentlich, zu den zeiten des Cardinals Richelieuentstandenen troublen, in sein vatterland zurück zu kehren ,welches er nun in 10. jähren nicht gesehen, und darinnen sichnach Printz Moritzens tode unter dem regiment Friedrich Hein-richs von Oranien, der viel mit ihm correspondiret, eine gargrosse Veränderung zugetragen; begab er sich nach Amsterdam,woselbst er aber viel mehr feinde, als er sich eingebildet, an-traf, welche den guten Printzen sehr eingenommen hatten.Als er nun vernahm, daß er m Schwedischen diensten solltegebraucht werden, begab er sich nach Hamburg, und hieraufnach Franckfurt am Mayn, um sich mit dem Cantzler Oxen-stirn, so ihm hernach die Ambassade an den FranzösischenHof im nahmen seiner annoch minderjährigen Königin Christi-na auftrug, zu unterreden. In diesem character begab er sichnach Paris, allwo er über 10. jähr diese function, wiewol alsoverwaltete, daß man wohl erkennen konnte, wie er fähigerwäre, einen Gelehrten, als einen Staats - mann abzugeben,oder wenigst zu dem erstem weit mehr lust als zu dem letztemhatte. Denn ausser dem, daß er in TKevlnZieis mit dem So-cinianer Crellio und Riveto zu Leiden, auch in kolitiois mitIoh. Seldeno in Engelland, schriften wechselte-, so sieng ernun auch an die Bibel zu erklären, und über alle bücher heiligerSchrift Alten und Neuen Testaments zwar mit grosser gelehr-samkeit, doch wenn man auf äo^msrics gehet, nach den Är-minianischen auch wol Socinianischen Princips zu commenti-ren , und das buch äs Verlest« IleliZionis Lkrillisnse zu ediren,so nunmehr in 8. sprachen, nemlich in die Teutsche, Französi-sche, Englische, Griechische und Schwedische, hernach vonden Jesuiten in die Persische, ingleichen von Pocokio, annochzu Grotii lebens-zeiten, und nachgehends von dem Watson,beydes mal in die Arabische spräche, den Cophten zu gefallen,und die Mahometaner zu bekehren , auch letzter zeit auf desBoyle ansuchen, die Indianer zum Christenthum zu bringen ,von den Engl. Oriental. compagnien nebst der Schrift NeuesTestaments, in die Malaische spräche ist übersetzt worden.Nächst dem nun, daß er in der titteratur so sehr excellirte,erwarb er auch den rühm eines »«parteyischen Wtoriel, einesgeschickten Rechtsgelehrten, und eines herrlichen Poeten. Denüylum betreffend, liebte er eine nervöse und kurtze schreib-art.In den antiquitäten war er wohl beschlagen. Ausser dem La-teinischen, Griechischen , Hebräischen und andern Orientali-schen , konnte er sehr viel fremde sprachen, als neben seinerHolländischen mutter-sprache das Französisch, Teutsch, Ita-liänisch und Engelländisch. In summa,. er hatte von allenkünsten und wissenschafften eine genaue erkänntnis, und da ersich auf so viele studien zugleich gelegt, war er doch in einemjedweden theile der gelehrsamkeit so vortrefflich, als wenn ersolches allein excolirt hätte. Nur in der religion war er unbe-ständig , inmassen er in etlichen es mit den Catholischen, inetlichen aber mit den Lutheranern, Arminianem und Photi-nianem gehalten. Aus Franckreich begab er sich, (nachdemdie Königin Christina selbst Negentin worden,) über Holland,Hamburg, Lübeck, Wismar und viel andere örter, allwo erüberall vor ein miracul bey den Gelehrten gehalten wurde, nachCalmar, und ward von dar zu schisse von dem General Wrän-ge! zu der Königin nach Upsal gebracht, der er von seiner Am-bassade rechenschafft gab. Nun war er zwar bey den Gelehrtenin grossem ästim, die Königin aber konnte ihn wegen seiner con-durte nicht wohl leiden, weshalben sie ihn zwar beschenckte, dochmit einigem Mißvergnügen von sich ließ. Worauf er denn beygrossem ungewitter und rauher nord-luft, aus grossem verlan-langen zu seiner familie, oder wie einige wollen, nach Franck-reich wiederum zurück zu kehren, und daselbst eine Legation anden Königlichen Hof nach Polen anzunehmen, zu schiffe gieng,und bey sehr ungestümem meere nach erlittenem schiffbruch andem Cassubischen ufer kranck anländete, jedoch noch 60. meilenbis nach Rostock reisete, und daselbst, als von v. Stockmannmit artzneyen, wegen abgegangener leibes-kräffte, nichts konnteausgerichtet werden, in gröster schwachheit 0. Ioh. Quistor-pium zu sich fordern ließ, welcher, nachdem er unterschiedlichesmit ihm geredet, seinen gegenwärtigen zustand betreffend, undGrotius sich selbst vor einen grossen sünder erkannt, ihn alleinauf Christi verdienst wiese, worauf er in grosser devotion deni8. aug. an. 164;. starb. Dieses hat Quistorpius in einem briefean Calovium berichtet, woraus also zu schließen, daß, wasandere von seinem ende vorgeben wollen, und hiermit nichtüberein kommt, falsch und ohne gründ sey. Der cörper wurdebald darauf balsamirt, und in sein vatterland nach Delft ge-bracht,auch daselbst mit gröster Pracht beerdiget, sein eingeweydeaber zu Rostock in einem küpfernen gefasse beygesetzt. Er hin-terließ ;. söhne und eine tochter. Der älteste und jüngste bega-ben sich in kriegs-dienste, und starben ausser ehe. Der mittelstePetrus, machte sich berühmt, von welchem so fort. Die toch-ter aber wurde an «inen Französischen vorn Adel, nahmens
Mombas, verehlichet, welcher eine ziemliche zeit in ,
diensten als General-Lieutenant von der cavallerieaber an. 1672. mit keiner gar grossen ehre daraus wegg"men; wovon er aber in seinen dieserwegen heraus M, .ss,memoires die msach schlechter dinge auf denjenigen hav ^fest will, welchen der Printz von Oranien, und die dew>tey zugethan waren, eben wegen seiner henrath :
tochter auf ihn sollten gemorsten haben. Seine schuft^äe .jurs Lelli L kscis ; äe Veritste Religion>8 LkriM'-w»che beyde vielfältig gedruckt, auch in andere sprachen t>no» ^setzt worden; llnnsles Hillori» äs ftebus öelgiLl»; aguitste L tz'tstu licipubl. Lstsv.; Lkronic. Hollsnäise, iIsnäormn lvep. L ftebus gsllis Lommemsrü; Obsiäio ,
lumguse extsnt,tum gussperisrunt; kküolopkorum^"äe ksto; Hilloris Lotknrum, Vsnäslorum L I.ongob»exsrtim veils, xsrtim in oräinem äigells; I.uesni kbsn» -jjKnotis ; liilloris Obtläioni« Lrsäs: ; Oissertstiones äsreäte inüituenäis; äs Imperio 8ummsrum kotellaw8scrs, cum kekoliis ölonäelli; bilsre liberum; klorum yleudiotL breves sä.jus ^ullinisneum; Xot-e i^Lmensä Tseitum; llxotoßetieus eorum , c^ui HollanäiD ^gue L vicinis Ustionibn8 ex k.e§ibu8 xrLkuerunt sntenem, gUL evenit sn. lüiZ. leriptis; Lpillol-e; ' ^^e-
gue slis Oxers Tkeologics; villert. äiz Origine 6enc>umricsnsrum; XotX in Rsrtisni iVlinei kelieis LspellDöce. spoloFerieus. /ost. inuleum- <
ex. 7. Niederl. geschichte, k. II. üb. XXXV-'gjies-
tkestr. k. iioz. Ltk. kst. M ^c^g-
mem. kkilos x.;;4. HaF. tom.VII. chei>ä'Le lib. XII. kill. kuäov. XIII.virorum äignitste elsr. x. 420. üe legg. Zieglers «a?- 796. * Mk-
Grotius, (Petrus) Hugonis Grotii anderer sohwfürst Carl Ludwigs von der Pfaltz, nachdem er wiederChur-lande eingesetzt war, Resident bey den General-^^p h^Hierauf wurde er an 1660. ksnlionsrius zu Amsterdam,^ gtbE.diente diese stelle 7. jähr. Von dar wurde er an. 1668.,»'sandter an die Nordischen Cronen geschickt, und nach ÜA Zlb'kunft kenllonsrius zu Rotterdam. Bald darauf gleu§ A„Dresgesandter nach Franckreich, wobey er sich gar wohl arm ^i>»wußte. Als an. 1672. der krieg angieng, kam er wiederssein vatterland, wurde aber bey der damals in HouE'denen unruhe von seinem Pensionariat abgefetzt-sich hierauf nach Antwerpen, und von dar nach «wwbey den daselbst gepflogenen friedens-tractaten st'" .vor die Niederländer. Nichts destoweniqer wurde er ^zuruckkunft in Holland wegen begangenen Majestats-teo ^ Mgeklaget, jedoch, da man die fache untersuchet, abjvw jElebte nach diesem auf einem lust-hause,und starb «m 7seines alters. , sckionb konökionr äs
äeurs Uv. II. x. 454. .
6 X 011 .i äelli c^I, siehe Agnano. ^ d"^
äi MkOll, lat. Lryxts Xespolitsa^' st Edas unterste theil des bergs Posilipo auf der land-stM,^ HENeapolis nach Pozzuolo gehet, durchgeschnitten. ^, Eweg, so ohngefehr 1000. schritte lang., schuv pEeben so breit ist, kan vor einwunderwurdiges runn->ren, und ist zu dem ende durch den berg gemacht n> „ ve >mit der weg von einer dieser beyden stadte zu der«>
näher seyn möge. Es ist darinnen gantz finster ,a»r Hiivc.
gang und ausqang siehet man als zwey sterne schrwMt. Ä ,
mitten ist bey einem altärlein ein immer-brennenve» ^nnn.dem berge an der rechten feite, da man aus der
gegen Neapolis zu, ist ein grosser leichen-ftem ew^ ^Mmit 4. marmorsteinern stutzen, welches vor V>rgu^^ sorb^
gehalten wird. Gleich darüber ist ein »'«Mer st"bäum, welcher von sich selbst heraus gewachsen. Eberg also durchgraben lassen, darüber sind verseM.^ ffc r
nungen; denn einige, die den Iocum Varronlsun. z > z
rullies c. 17. nicht recht verstanden, schreiben F ^ E -Strabo, M. Coccejo. Das gemeine volck datst ^y s>
sich des albern getichts, von HHem ssbon Pen»^düng gethan , Virgilius habe diese öftuma durch,E,^,ch/keit mi-W'^bbracht. Aber mit viel grösserer wahE'picf-
aeaend b! 2 n^^ i!'' die alten Gr-eche»,gegend bewohnt, m der zeit, da ihre fachen mSor stunden, diesen weg also durchgebrochen haben,.-Ade»Cuma beguem nach Neapolis m kommen , ohne ühohen und besthwerlichen berg zu steigen' aus welch^
LL,.?»ch« «Vb-zLich-
schemen gemacht zu seyn. 8^.
^7.^7 ox. 2
smiekits äi korruolok- 77 *
e. zi.x.
6 X 01 "rL-äu-I.üI 1 ', ist eine berühmte hole^ stiuß'Aä'von Bethlehem. Ihr eingang ist sehrschritte hinunter steigen. Das gewolbe wird v»unterstützt, welche verhindern, daß es "-M , Tur^^Fdem nicht allem die Christen, sondern auch Mem peff
Mohren stets erde daraus holen, weit selvW *