Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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wÜ'e? soll , die fieber zu curiren, und die weiber milch-reich zuDie einwoyner geben vor, es komme diese trafst daher,an-! bie Jungfrau Maria darinnen dem kinde JEsu die brüstlass- t, und etliche tropfen von der milch auf die erde fallenIn der mitten selbiger grotte findet man einen altar,. orbey die Mönche aus Bethlehem zum öftern messe lesen. Auch^ssNian daselbst eine kirche erbauet, so dem heiligen Nicolao ge--h/^niet war, worvvn man aber nichts mehr als die ruäem sie-fg» die 2schritte davon siehet man eine kleine einge-«ene capelle, welcher ort sonsten dem Joseph in währendenvl-it- ^en, die er sich zu Bethlehem aufgehalten, zum zimmer-gedient haben soll. Einige wollen auch behaupten, daß dieuÄ^au Maria darinnen sich mit dem kind JEsu aufgehalten,v vastlbst die Weisen aus Morgenland empfangen.äe la lerre-lainte.

orÄOHk besser ist ein

sek! - unter-irdisches gebäu, an dem Tyrrhenischen meere,so mitgen! fielen säulen unterstützt ist.Vor zeiten ist es eine wasser-cisternUnd weil solche nahe bey dem orte, wo vor zeiten derins, b und lustige meyerhof M. Luculli gestanden, so wirddar, "" dafür gehalten, dieser habe sie zurichten lassen, umNeunen wasser zu fammlen, woraus er seine in einer niedrigenUM, ufer des meers gelegene bräunen und bäder speisenb Me. ei, TVesrca, aiitickirä cli

anticliita äi koxxuolo L. 27. p. 106.

beschreib, von Napoli, x. 84- *

„..drotto, (Ludovicus) war von Adria gebürtig, in dem Ve-ri^uischen Staat gelegen , und wird dahero von den Jtaliä-gemeiniglich il Lioco ä'Lclrls. der blinde von Adria,^"annt. Er verlohr 8. tage nach seiner geburt das gesicht,aber in den sprachen, in der Philosophie und in den freyengMen ungemcin zu, und zeigte sonderlich in seinen versen undein- n, deren er sehr viele in Italiänischer spräche verfertiget,h'sU ungemeinen geisr; wie er denn König Henricum III. als er."sch Venedig reisete, mit dessen grosser Vergnügung bewill-Als er sich in selbiger stadt veste gesetzet, stiftete er diej^demie äsFli Iliuürati, und starb daselbst den; I. dec. an. 1585.bimsten jähre seines alters. Er hat einige briefe und Poesien> Assen. M/^tbeatr. *

b-l.^bube, (Hermannus) eines schusters söhn aus Lübeck, ge-^"^n au. 16^7. ward an. 1660. zu Löiden Doktor MeäiLMN,glj'^ 67 . Stadt-kb^licu? zu Haderslcben, an. 1685. ein mit-l6vv Oollsgü illuliris dlsturT Luriolorum , und starb an.Rva ^ unfang des februarii. Er schrieb Lommentarium äs^vvn NsäioAmentorum ksLuIMteb cvgno 5 cenäi,

^ ppenhagen und Franckf. l66y. in 8. Lonjektura? pkvslLo-; äs Iktu Daraneulkv , L Vi UuliLL8 in eju8 curatione,b .Uckf. 1Ü79. ju 8. Von Seelen, lieben. stubeo. k. III.

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II.

Gchelhammers aääir. aä Lnnring. indroä. in !>rt.-c-10. p. ?; 6 . Grolles hist. der Medicin, gelahrth.^- 4 - §. 66. p. 696.

hx^ubenhagen, ein altes zerstörtes berg-schloß in dem da,rie^m/unten Ehnr-Braunschweigischen Fürstenkhum, eine klei-. von Eimbeck auf einer gewaltigen höhe gelegen. Eslich->. Dessen ejn wohn-und ganerben-haus unterschiedener ade-H^^fiAhlechter, als der Gruben, Helden, Bönickenhäuser,und mehrerer. Doch haben auch die Hertzoge«pf ^uuschwcig ein sonderlich burg-haus und Burg-Vögt dar-tivyj^babt. A„. 1270. hat Hertzog Albrecht der grosse Cu-Gruben um einiges verbrechen willen sein Haus ge-Ak,eu jss' "ud an. 1272. eine Hofhaltung daselbst angelegt, wör-«y. / stine nachkommen gefolget, so , daß das schloß bisfeg. Mm öftern eine resident; einer besondern linie gewe-8e„'gedachtem jähre hat Hertzog Philipp der ältere angefan,sv nacb dem berge ein bequemer residentz-haus zu bauen,»vrhils nach verbessert, und von einem kleinen kirchlein, sodieser^standen , Rotenktrchen genennet worden. Vontige,. f"" ist das alte schloß wüste gelegen, und im dreißigjäh-ist beibn^ vollends ruinirt worden. Der thurn ausdiestm schloß^Ndar^c ^ vest gewesen, sintemal er an. 1448. von dem?vfdaän ü ö" Hessen und dessen bundsgenossen 28. tagelangden. n„^tlgste, doch vergebens bestürmt und beschossen wor-"b. ^Wer, Dasselische und Eimbeck. chron. üb. III. c. 8.L. dopo^- p- 179 -

scheu. Mnthum Grubenhagen, so mit dem Hildesheimi,Keils ^oipendüttelisch-und Calenbergischen theils untergeben,das^-..b""schet, ist zu erst aufgerichtet worden , da an. 1279.^ Braunschweig unter Hertzogs Alberti lVl. soh-

wurde, in welcher Heinrich der wunderliche dasAnlbeck "^!chage„ , Haupt-stadt des Furstenthums

Düerroda, und den berg-städten, Clausthal, An-Aiwnau, inqleichen Elbingenroda und HertzbcrgN'deri.m ' gründ und boden dieses landes ist meistens gut,Na!,»., er ist dasselbe mit herrlichen bergwercken gesegnet,^ckex, z whafftesten siüsse sind die Leina, Jlme, Innerste, Rume,

der Hertzoge zu Braunschwcig -- Lüneburg,stchnd^W«scher >inie, so sich, wie gedacht, mit Heinrich dem"vpg «cyen an. 1279. angefangen, und an. 1596. mit Mi-schtet vecudlget, wird unter dem artickul Braunschweig- «rer ist nur zu mercken, daß nach dem tvde gemeld-" Itvr. Lemco« I//. Theil»

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ten Hertzogs Philipp!, Hertzog Heinrich Julius» Bischoff - uHalberstadt, sobald posseßion von dem Fürstenthum nehmenlassen. Nachdem aber die andern Herren vettern zu Zelle, Har«bürg und Danneberg, hiemit nicht zufrieden gewesen, ist die fachezum Proceß gediehen, und dieses Fürstenthum an. 1617. denletzter» vom Kayferlichen Hofe zuerkannt worden. Zelle fandMittel, sich mit den andern beyden Häusern abzufinden, und dasFürstenthum gantz an sich zu bringen; dahero es auch mit zudem neuen oder Hannoverischen Chur-kreis gehöret.

* Gruberus, (Crasmus > war zu Lauingen an. 1609. den24. julii gebohren, ftudirte zu Straßburg und Jena, und wur-de zu Regenspurg krükor und Superintendent, wie auch llllss-sor Lonlittorii und 8 enior. Er starb an. 1684. den 17. nov.in dem 74. jähre seines alters, und hinterließ IheologiLm Im-rberi; I^urbernm reciivivum; llnaletika lbcra ex Lmlieio Ä8 picilsZiurn ex eoclem; I2. Brvdtkörbe ausLutheri schrillen;Haupt-Schlussel zu den wmis Lutberi; IVlanusIe ssmisbonen-se; kegulam kläei L VitD; Leichen-Predigten, rc. ,äiar.

* Drubessader älteste unter den söhnen Branislai, welchenBodmus, der Konig in Servien, bey den Mauren Ragusä hakhinrichten lassen. Er hat in dieser stadt nebst feinen brüdernund vettern eine belagerung von 7. jähren ausgehalten ; nachder Hand begab er sich nach Constantinopel, und lebte ruhig,bis daß der Konig Uladimir alle Printzen vom Königlichen ge«blute an den Hof kommen lassen. Georgius, welcher an. nrauf Uladimirum folgete, fieng seine reqierung mit in verbafft-nehmung Grubessa an, wobey auch seine brüder herhalte»musten, weiche sich aber zwey jähr hernach aus dem gefängnislos rissen. Also blieb Grubessa allein unter der gewalt Georg«,und hätte ohne Zweifel vieles ausstehen müssen, wo nicht dieGriechen ihm zum besten eben in Dalmatien eingefallen wä-ren. Also entkam er dem gefängnio, und brachte den titul einesKönigs mit sich heraus, war aber dabey genöthigt, den Griechenzuzulassen, daß sie die gefangenen, welche sie gemacht hatten,mit sich wegsühreten, und denselben in der gegend Nicomedialand eingaben, das rrdreich zu bauen ; die geschicht-schreibermelden nichts von dem, so sich die sieben jähr lang, da Grubessaauf dem thron gesessen, begeben hat. Georgio blieb allezeit einguter theil von Rascia , und konnte man ihn niemals dermassenherunter bringen, daß er nicht Mittel fand sich noch zu widerse-tzen. Endlich brachte er es so weit, daß er so gar Grubessamwieder angreiffen börste; er drang hinein bis auf die fläche An-tibaris, wo eine dem Gr!.l;essa schädliche und leidige fchlachtgehalten worden, denn er verlohr darinnen sein leben an. 1127.Ltt c?a«Z, lämilise L^WMinX.

Grucchius , (Nicolaus) ein scharfer Lriticu«, stammeleaus einer adelichen familie in Rouen her, und war in den spra-chen und allerhand wissenschafften sehr geschickt. Er band mitJoachimo Perionio wegen Aristotelis rechter erkläruna am er-sten , nachmals aber mit Sigonio wegen der alten Römische»Lomitiorum, sonderlich aber deren, welche man Lurists genen-net, an; worinnen Grncchius in der that die fache weit klarergemachet, als es vor ihm von Sigonio in seinen büchern äe sn-tigoo .ssirL Livium stomsnorom geschehen war, auch bey gele-genheit einige dessen gedancken widerlegt hatte. Es wurden vonbeyden feiten verschiedene schriften gewechselt, in welchen Sigo-nius des Grucchii, so lange er gelebt, mit grosser venerationerwehnet, aber nach seinem tode ihn heftig angegriffen hat,und dennoch nach dem allgemeinen urtheil der Gelehrten, denpreis diesem feinem gegner überlassen müssen. Grucchius hattezu Paris und nachmals zu Bourdeaux, allwo er docirte, einensehr grossen sxxlMlum. Einige zeit darauf wurde er von demKönige Johanne aus Portugall aufdie Academie zu Coimbraberuffen. Nachgehends gieng er nach Röchelte, allwo ein Lol-leeium sollte gestiftet werden, darauf die Philosophie zu lehren,starb aber daselbst gleich bey seiner ankunft im jan. an. 1572.Er hat verschiedenes geschrieben, als: äs Lomiws stomsno-rnm; viLlekkic -18 ?rXLSptione8; steixoniionem gcl Lsr. 8i§o-nium cie bi'nis NAgiürlituum Lomitiis L äe I>ege Luristki; auchFerdinandi Lopetli Hilkoriom InäiL in das Französische über-setzet, rc. lib. I.IV. kn. O« bibl. kr-mc. 8«»!-

, eloZ. lib. II. p. 77. kar8l. äe scrixt.

stom. p. 229. eloZ. tom. I. x. 41;. *

Grudius, (Nicolaus I sonst Nicolajus genannt, war vonLöven gebürtig , des Präsidenten Nicolai Everhardi söhn. Erwar ein Ritter, Caßirer der Stande von Brabant, 8eLret!>riu«bey dem orden des goldenen Vließes, auch des Kayfers Caroli V.und des Königs Philippi II. 8ecretariu8, ein berühmter Rednerund Poet. Er starb zu Venedig, wohin er von Philippo II. an.iz-71. geschicket ward. Er hat Lpigrsmmsm /lrsuum rrinm-ph-äium; llporbeolin in Okituni Maximilisni üb LZmonäa:sosMLtnnt piorum Ifibras II. Lc. geschrieben. OeAe/r«,, bibl.steig. 8-rpt^r» Urken. steig.

* Grueb , ein in Oder-Oesterreich in dem sogenannten Mü-Hel-Vtertel, nahe bey dem fluß Muhet, gelegenes schloß , wel-ches den Freyherren von Gärtnern zugehöret. Es war dasstamm-haus einer abgestorbenen fanulic , davon es noch an.1472. Simon und Wiguieus von Grueb besessen. An. 1427.brachte es Erhard Marscholch zu Reichen«» an sich, von best

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