Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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sen nachkommen es an die auch ausgestorbene Herren Schlu-xen gediehen. Hieronymus Schlux, so noch an. i;8r. gelebet,hinterließ 4. töchter, von denen Susann« Salome das schloßGrueb ihrem gemahl, Iobst Schmitauer zu Ober-Walsee, zu-brachte. Dieser verkaufte es an. 1628. Johann Grillen vonAldorf, Kayserlichem Rath, von dem es sein söhn, Ioh. AdamGrill von Aldorf, erbte, und es seiner tochter Maria Anna hin-terließ. Dieselbe heurathete Bartholomäum Constantinum vonCronpichel, welcher es nachgehends Achatio Tollingern über-gab , von welchem es Johannes Thomas, Freyherr von Gärt-nern, der an. 17; 0. gestorben, übernommen. Von Hohenecksbeschr. von Ober-Oesterr. rom. II. x. r4- in mxxlem.

*<8ruebelius» (Christian) ist an. 1642. in der Christnachtzu Cala in Thüringen, wo sein vatter;i. jähr Prediger gewe-sen , und an. 169;. im 84. iahre verstorben, gebohren. Erstudirte zu Salfeld, Altenburg und Jena, woselbst er in seinenersten academischen jähren in Uaglürum promovirte, wurde beyIoh. Ernst Gerhardt söhnen Informator, welcher ihn so sehrliebte, daß er sich von niemand anders als ihm wollte die äugenzudrücken lassen. Er wurde denn üässmÄus kasulraris klülo-topKicX ; und als er an. 1677. zum kroreötor nach Dortmundderuffen ward, wollte man ihn zum kroksls. kkilolopkise extra-vräinario in Jena machen, allein er folgte seinem ruf nachDortmund, nahm darauf an. 1681. die vocation zum Rectoratnach Osnabrück an, und da er wegen einiger streitigkeiten nichtlänger da bleiben wollte, bekam er das Rectorat an der schulezu Minden, und starb an. 171;. den 14. dec. im 7z. jähre.Er war ein sehr gelehrter mann, und edirte das supplementzu Dedekendi Loniilüs, hat auch den von Musäo edirten Lls-vem 8. LoripturN slacii mit ßeiß übersehen. Sonst hat mangelehrte disputationen von ihm, als aä illuä Tasiri: plus valsmiki Koni moros, yuam aliki bonL lege«; äs Aorta; lltrumAsus lorum äisi pollit? äs Osulo L Oeulis in 8septro; äsLivili l?rnäemia; äs Lonlssrstione Nrineipum ; äs 8alutatio-me; äs kr-emiis L kosnis aä Tseit. snnsl. III. 26. äs kolitisisTipüi Tabulis conseptis ; IVlunäus alter L iäsm ; XII. Oilp.Ltk. ssxgtus; äs Terrors Lanico ; äs kkilosopkia; äs Trium-phs ; äs Loronis, 1708- in 4. Aisp. V. äs läng. Oerm. vetsri Lkoäisrna, Minden 1690. in 4. äs Lritisa; äs krobations Tibe-rorum per aguam sp. vet. 6ermanos, Ls.

urnX äef. an. 1715. in Mssellan. Tipstens. tom.V. p. 401. lsgg.

* Grünau, ein von der stadt Wertheim bey anderthalb stun-den gelegenes Carthäuser-kloster, we ites bey vorgegangener re-ligions-anderung von den Grafen von Wertheim, als Territo-rial-Herren secularisirt worden, in welcher qualität es auchnoch an. 1624. gestanden. Als aber hernach Graf Dietrichvon Löwenstein-Wertheim sich wieder zu der katholischen reli-gion gewendet, ist es unter dessen Nachsicht in der dreißigjähri-gen kriegs-zeit geschehen, daß in solch secularisirtes kloster vonneuem Mönche eingenommen worden. An. 1649. ist durchdie in krafft des friedens-schlusses angeordnet gewesene Kayser-tiche Commißion die helfte solcher Carthaus sum omni saulazurück, und an die Lutherische Grasen von Löwenstein-Wert-heim verwiesen, die andere helfte aber, so den CatholifchenGrafen von Löwenstein-Wertheim betroffen , im klösterlichenstände gelassen, und die erkänntnis über solchen halbschied zucomitialischer erörterung ausgesetzet, zu dato aber solche nichtverfüget worden.

* Grünau, oder Gronouwe, Gronow,Gvonowe,Gro-

nau, Gwn, Grunaw, Gronaw, eine stadt zwischen Eltzund Alftlde an der Leine, im Stift Hildesheim, zwey Meilenvon der stadt Hildesheim gegen Westen , ist in Fürstl. Braun-schweigischen Händen. Bischoff Sifridus II. zu Hildeshetmhat sie aus der alten stadt Empna oder Empena erbauet, undMit diesem nahmen belegt. Lkron. Ailässkeim. ap. Le,L»r2.seriptor. rer. Lrunsuie. tom. I. p. 7;6. ckron. Aiiäesk.

ap. fyntag. rer. 6srm. tom. I. p. 97. script.

rer. Oerm. tom. 1. p. 670. Sie hat ein schloß , welches imvorigen Teutschen kriege etwas bevestiget worden. Etwaszur feite dieses städtgens liegt ein gebürge, die sieben bergegenennet. , äe Tpilsop. 6erm. II. p. 206. L 208.

Büntings Braunschweigische thron. II. ,4. Xer/err itiuer.6erm. eonr. Z2. x. 490. Schneiders beschr. des alten Sach-sen!. p. 242.

Grünberg, eine in Ober-Hessen, auf einem Hügel, sehr lustiggelegene stadt mit grossen Vorstädten, wie auch einem schloßund Amte, wo sich das gebürge, der Vogelsberg genannt, befin-det. Sie ist anderthalbe meile von Giessen entfernet, und stehetdem Hause Darmstadt zu. Vor diesem soll sie eine Reichs-stadt gewesen seyn , und wird ihrer schon um an. 119;. in Ur-kunden gedacht. So ist auch ein freyheits-brief von Heinrichdem kinde aus Brabant von an. 1272. vorhanden, darinnensie ansehnlich privilegirt. Das allda befindliche Antoniter-Lol-legium ist an. 119;. erbauet, nachgehends aber von LandgrafLudwig dem ältern zu einem schlöffe gemacht worden. Vor demdreißigjährigen kriege hat die stadt gute Handlung und Niederlagevon Polnischem viehe aehabt, und ist wegen der zweyten zahl be-kannt, indem sie 2. Archen, 2. Rathhäuser, r. klöster und 2. Vor-städte hat. winckelm. beschr. Hessen.

Grünberg, eine kleine stadt in dem Schlesischen Fürsten-

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thum Glogau, an den grentzen des Hertzogthums Trossen, alln>oman gute tücher verfertigt. „ ^

*Gründler, (Andreas) gebürtig von Schweinfurt, l»»^te die Medicin in Teutschland und Italien, ward krote-MeäiLMX zu Heidelberg, nachdem er zu Ferrara den ö

äum eines vocioris angmommen. Er ist sonderlicy w^,^seiner geschicklichkeit in der Griechischen Ticht-kunst beruy« ^und an. 155 ?. gestorben. Seine frau war die gelehrte Tun« ^Fulvia Morata. Siehe Morata. , ckeatr.,

, iltoria äi koeri 6reci e äi guei ski'n 6reca

, uroria ai r'oeci c-reci e m guei sm nbau xoetato p. zz. Lrse/rr lüstor. koetar. OiLL. 6erw-

* Grundier, (Ioh. Ernst) war anfänglich Lolleßa aufd^k^äagogio k^eZio zu Glauche bey Halle, und wurde y

an. 1708. von Friderico IV. Könige in Dänemarck, "7, MH-labarien, die dasigen einwohner zum Christenthum r»ren, geschickt, woselbst er dieses werck mit gutem ffess! jagang trieb, und deswegen ihre spräche lernete, damuseinem vorhaben desto besser reußiren möchte. Er 'E' MiSsonderheit auf die dasige Medicin, wannenhero er aucy >mit den Brachmanen umgieng , ihren medicinischenäum zu fassen; und weil ihn ehedem einige gute ^ cksuchet , daß er von der Malabarischen Medicin , ^„.sscheterfahren könnte, ihnen zu wissen thäte, schrieb er m iM-spräche ein klein werckgen unter dem titul: ülsciicus mrisus, welches zu Halle gedruckt worden , auch m psns-

kkyflLQ-IVIeäiLis Lssäsmiso Xsturs Luriosorum vol. l- "l > Hb-

p. 106. zu finden ist. Er ist nunmehr vor einiger M '' ,go.Indien gestorben. Hältische Bibltotheck, sect. VI"- ^

I. H. Schultze, Kilt. üleä. xsrioä. I. leck. I. L. i-k- "- 5 ?.

* Grünewald, (Martin) war zu Zittau in der EU ^sitz den 26. april an. 1664. gebohren, legte auch dam >gründ zu seinen studien. Nachdem er darauf zu Lewrdiret, und daselbst an. 1689. den Nsgilter-titul erhalten,.

er an. 1690. LcmreÄor zu Budißin, und 9. jähr dar » g„,tesksta und Vilitator der schulen in seiner vatter - l»a .! M

1710. aber Mittags-Prediger zu St. Petri und St. ^an. 171;. ürckiäisconus. Er ist in bekehrung srernr ^ xecbens-genossen sehr glücklich gewesen; indem er . ECatholifchen zur Lutherischen Arche gebracht, und den

an. 1716. gestorben. Seine schriften sind : Der MLutheraner , Budißin 1716. in 4. KurtzgefaßteSchul-Postill, Zittau 1715. in 8. vistert. clsVsubok Mv

Lrce oratoria; 8usLmöta kkilolopkixe 8Llagrspn,a, - ajl,1698. in 8. Beschreibung des Zittauischen Wayscn-haun jbis.tau 1710. in 8. Erste Buchstaben der Christlichen lehA^M1700. in 12. Die ersten Titnln der Christlichen lehre, Mrung des Morgen-und Abend-Segens, Zittau 1708. wWeisung zur Selbst - Erkänntnis, Zittau 17°?-rung der gebräuchlichen Advents - Lieder, LeiW E

1711. in 12. Sabbaths-Gedancken über,die Soltw ^

tage, Budißin 1694. in 12. Vorrath männlicher un^cher Reime, Budißin 1695. in 8. Beschreibung ver z, w

Marggrafthümmer Ober-und Nieder-Lausitz, Gor"L^Mier8 . Der bußfertige Sünder, Zittau 1702 . mChristen tägliches Hand-buch, Leipzig 170 ;. in 12 . DletigeHaus-Mutter, Zittau 170 ;. i>, 12 . Lutheri klelner^oeS'mus mit einer erläuterung, ik. 17 , 4 . in 12 . l^^-chuldwkrogrammata ; Leichen-Predigten und Getichte. VMNachrichten, 1716 . x. 521 . legg. ^ke,

Grünhayn, eine kleine stadt, nebst einem Moß u" „iidin dem Meißnischen Ertz - gebürge, zwischen AnnAcht ÄSchneeberg , welche ehemals einem adelrchen ^ftlvsiUttenhöfen zugehöret. Es war vorzeiten eine Abt», KjEwelche bey gelegenheit der häufigen zu der kirche <,hec''angestellten wallfahrten entstanden, zu Luther» Mc' pioa -ein Churfürstlich Amt verwandelt worden. ^

Msn. ist <

Grüningen, Groningen , oder Greiningrn, ^^jpis.

fen von Grüningen aus Würtembergischem 7.,

haben, davon der erste Werner geheissen. Ob ^L)ssäben s zsöhn Ulrici II. von Würtemberg, oder ein bruder A,,Wesen, ist nicht ausgemacht. An. 1295. sind d»e KMWürtemberg davon vertrieben— «».. s. Grat

.. .

'^aUlu an. r;c>i, von dem Kavstr Alberto I. Grat

wegen vielen wider den Gegen-Mh^l^"'^leisteten diensten vor die versprochene ^,e-Heller verpfändet worden , welche aber Kab- ^,hgk.8aufch^/n Wieder eingelöset, und dem Reiche restAMHierauf hat Ludovicus der Barer Conradum vonbürg wegen ferner treuen dienste damit belehnet, w/^ pful>ege an. i;;ü. untergenehmhaltung des Kaysers vor 6^-,'^''Heller an Graf Ulrich von Würtembera verkauft. pepv'sowol des Kaysers Ludwi^ con^ns ^ls A - br.ef^mg;»lesen. Von dieftr Grafschafft leiten die HZAWürtemberg chr erstes recht zur Reichs - sturmE ^Nach dem tobe Graf Ottonis zu Wittelspach, der stich ^ st