Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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gestorben. Dieser Wilhelm hat sich durch die Unruhen, dle erin Teutschland angesponnen, und die gemeiniglich die Grum-bachischett Handel genennt zu werden pflegen , bekannt ge-macht. Er war an. r . gebohren, legte sich aber gar zeit-lich auf allerhand anfrührische anschlüge, gestalt er sich zu Marg-graf Albrechten von Brandenburg begab, den er in seinem umruhigen sinn stärckte, und ihn nicht allein wider seinen vetter,Marggraf Georgen , sondern auch nachgehends zu dem kriege

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Grumbkow , eine von den ältesten adelichen familien i«Pommern, welche sowo! daselbst, als an dem Chur-BranvAburgischen Hofe jederzeit in grossem ansehen gestanden. ^stian Stephan auf Gnuybkow, Erb-Herr aufRunow , ^ ^gerske rc. Chur-Brandenburgifcher Oberster, zeugte am r ^mit Anna Margaretha von Crockau, Joachim Ernst, wem-^Hinter - Pommern Grumbkow, Runow und LU?,

Marck Brandenburg Nieder - Schöiihauftn ,

Panckolv und Kumniets^ltr. in

, rn dem Magdeburgtjchcn ar

an Chur-Brandenburgilchcn

'ekleidet hat. Er studirte arssE.

wider dre Teutschen Brschoffe verhetzte. Weil er nun auch so Panckow^undgar wider feinen Lehns-Herrn , den'Bifchoff von Würtzburg, CLrow bE.^ und an L„unter ihm föchte, wurden rhm feine lehns-guther eingezogen, die wichtiasten b/di^^ .

vor dem Cammer-Gerichte, zu Rollosund als er daselbst nicht fortkommen konnte, ließ er den Bi-schoff an. i?e8. durch etliche Meuchelmörder ermorden, undweil dieselben unerkannt davon kamen, fetzte er den Proceß wi-der des ermordeten Bifchoffs Nachfolger fort, und wurden dar-über von beyden parteyen Heftige schriften gegen einander ge-wechselt. Mcktlerzeit machte sich Grumbach einen anhanaunter dem Fränckifchen Adel, worzu er leicht kommen konnte,

zu Rostock / besähe darauf Franckreich und Jtmren /nahm nach seiner rückkunft unter dem regiment des Grack"Dohna dünste, da er denn bald eine compagnck o«Nachgehends ward er an den Hof gezogen, und an.Amcs-Cammer-Rath ernennet. Als hierauf an. r 672. Lw'MAFranckreich und Holland ein krieg entstund, muste er erw ^pagnie dragoner aufrichten, da er sich denn an. 167). ^^

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gantz Teutschland aufzuwiegeln gedachte, unter dem schein ,

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fern m neyyeir zu setzen, daß sie niemanden, als allein rm-

Oberst - Lieutenam' commandtrt.

mittelbar dem Kayser, unterworffen seyn sollten. Weil eraber einen mächtigen ruckhalter brauchte, machte er sich an diebeyden Hertzoge zu Sachsen, Ernestinischer linie, JohannWilhelm und Johann Friedrich den mittlern, davon jenerihm kein gehör gab, dieser aber sich so ferne von ihm verfüh«ren ließ, daß er denselben mit seinem anhange aufnahm; dadann von einigen, jedoch ohne qenugsamen beweis, hat wol-len vorgegeben werden, als ob dieser Fürst durch sie zur Chur-würde, auch wol gar zur Kayserlichen Crone, zu gelangen ver-hofft hätte. ( siehe Johann Friedrich der mittler« Hertzogzu Sachsen.) Als Grumbach diese Zuflucht erhalten, und wohlmerckte, daß es mit seinem Würtzburgischen ,proceß nicht zumbesten auslauffen werde, wollte er sich selbst hulffe schaffen, ver-sammelte demnach in dem Eißfelde in die 800. mann, und über-rumpelte damit au. i?6;. den 2. oct. die stabt Wurtzburg, plün-derte die klöster, und drang dem Dom - Capitul einen vertragab, dadurch sie ihm seine güther wieder zu geben, alle gegenihm schwebende rechts-händel aufzuheben, und einigen von sei-nem anhang eine grosse summe gelbes zu geben versprechen, undzu bezahlung seiner mannschasst auch ihm etwas willigen mu-sten. Wegen dieser that ward er vom Kayser in die acht er-klärt , dabey es aufdem Deputations-tage zu Worms an. 1564.blieb, wiewol Grumbach seine fache durch eine besondere schutz-schrift zu rechtfertigen gesucht hatte. Er hieng sich hiernächstje mehr und mehr an Hertzog Johann Friedrichen, begab sichauch in Person zu demselben , hielt sich forthin beständig zu Go-1ha auf, zog viel andere seines gleichen an sich, und verübtesonderlich auf den straffen gegen die Chur - Sächsische» landevielfältige räubereyen. Hierüber ward auf Kaystrs Maximi-liani ll. ersten ReichS-tage an. i?66. die acht wider ihn ge-schärft , und Hertzog Johann Friedrich durch den Kayser,Fürsten und Rathe ermähnt, die achter von sich zu schaffen.Es nahm aber Grumbach diesen Herrn, gegen dem er sich, wie

und von ihm alsAn. 1675. erhielt er das Ober-Schencken-amt, undeines Kriegs-Raths, wobey er zugleich das GeneralsCommissartatverwaltete, und die vbgedachteleib-garve»che ansein regiment verstärkt wurde, als Obersterdirte. An. 1678. ward er geheimer Kriegs-Rath und ^ ' j 5Hauprmann zu Berlin, an. 1679. General-Kriegs-^dth'lkriun, und an. 1682. würcklicher geheimer Staats' <^4Nach diesem muste er nach Hannover gehen, um llN U«yj»des damaligen Chur-Printzen, wegen der PrintzeM ^ stcheCharlvtta die Werbung zu thun, worauf er an. ,68;. ^ ^eines Ober-Hvf-Marfthalls davon trug. Nach dem tove 0 ^brich Wilhelms des grossen schickte ihn dessen nachtvM iA,,,Repudlick Holland und den damaligen Prmtzen von A^ziium demselben zu der expedition auf Engelland 7. regimf' KPferde, ?. zu fuß und 1. von dragonern zu überlieser«- ^wohnte hierauf den feldzügen, welche der Churfürst «' yBRhein und der Maas vornahm, bey, und erwiesgeheimen kriegs-und staats-derathschlagungen nutzNcye .Endlich starb den 26. dec. an. - - - zwischen Schattlw^^Wesel, da er feinen Churfürsten auf der reise rmu) .vi> Bsrschen landen begleitete, und wurde in sein erb-begrEMPominern geführet. Er hat auf seinen güthern em^. ,,»b6. adcliche und 6. bürgerliche arme jungfrauen fmw!V„ ^ stdazir ein ansehnliches vermacht. Seine erste gema^^ch,er sich an. 1672. beylegte, war Lncia Dorothea vonwelche ihm Otlonem Chrisiiannm und Annam Lvv.M.^Mren. Nachdem dieselbe an. 167;. gestorben, vermE." ^an. 1678. mit einer von Groren, und zeugte mit dme>söhne, Friedrich Wilhelm, von dem ei» besonderer M.folget, Carl Ernst, Friedrich Ludwig und Philipps!

17,4. starb einer von Grumbkow als Holstein-Gvur >Oberster , Otto aber war Königlich - Preußischer 'LwEHerr , General - Major, Dom - Herr undRath zu Halberstadt, wie auch Ritter des Johann"«^

-Bst

gestalt ein, daß er ihn, dessen allen ungeachtet, zu schützen über- gchenden gA Sein vattaA

nahm. Damals machte Grumbach anschlüge, den Lhurfür- Hof-Marfchall bey Chmftffst ZL SfE

m welcher würde er zu anfana der regierung des Kvws ^ z.demr l. gestorben ist. Er erblickte das licht dieser wMN,und ward sehr jung nach Franckreich AAnftum daselbst bwexercitia zu erlernen. Nach fernerernennete rhn Konrg Friderrcus l. zu feinem Cammer-stAäV^und gab rhm erne compagnie zu fuß. Kurtz darauf »er Asttz./r sich mrt der Fräulein von 1 ° Chevalerie, » Ltsh-Dame bey der Konrgin Sophia Charlotte war. ^ S ^ ! Lviele krnder gebohren, davon verschiedene söhne bell ?' ffck'mgllchen krlegs-dienflen stehen, einige töchter abtt A ömaßrg verheurathet sind. Er wurde darauf bald N'LbM

sten von Sachsen, Augustum, um das leben zu bringen, undwar- ein von ihm ausgeschickter morder erlapt, und zu Dreßdengerädert. Als aber in der von dem Churfürsten vorgenomme-nen belagerung des fchlosses Grimmenstein, die einwohner vonGotha sowol, als die besatzung des bemeldten fchlosses fchwü-rig wurden, bemächtigten sie sich zuvörderst Grumbachs, dersich in des Hertzogs fchlaf-cammer in ein schub-beth versteckthatte, darauf er denn nach erfolgter Übergabe nach urtheilund recht lebendig geviertheilet wurde an. 1567. Man erzeh-let, daß der Spanheimische Abt Trithemius, als er dereinstGrumbach am Hofe zu Würtzburg gesehen , aus seiner ge-

sichts-bill ' " ' .^ .. ' ' ^

entweder

3p. Rcüsräium rer. öerm. rom. IV.p. Z4. lgg. contln. k. I. lid. VHI. IX. k. II. Iib.II.

III. 3NN3I. cüron.

* Grumbckchitt, (Argula) aus dem adelichen geschlechteLerer von Staussen und Bayern, vermählte Frau von Grnm-bach in Francken, eine devote und sehr gelehrte, anch mit son-derbaren theologischen wissenschafften begabte Dame. Ihre schö-nen episteln an Hertzog Wilhelm m Bayern,an ChurfürstFriedri-chen in Sachsen, an PfaltzgrafJohannen,, an die Universität zuJnaolstadt, ingleichen an ihren vetter Adam von Thering, wienicht weniger etliche Teutsche verse, so sie an einen Stuäiolum zuJngolstadt geschrieben, sind noch vorhanden, und voll herrlicherdinge. Luther und Georg Spalatinus rühmen bejagte Argulam

1,116 (>^^^116 7 ,' 4 -u^—

oen «erner rapftrkeit ablegte. Er versähe voncharge eines Brigadiers, und besorgte zugiewh 01cHecken seines Königs bey dem Hertzoge von MariE^iib^Printzen Eugenio von Savoyen. Der Graf von ^damaliger erster Minister des Königs, war ihm E » Mund sahe lieber, daß er sein glück im kriege mM" xcrer im cabinet gebraucht würde. Endlich erne""?' ^ §>er '?.^nig kurtz vor seinem absterben zum General-Mawr. . ^ jynverstorbene König Fridericus Wilhelmus aber wM w KM'ner grösser« Vertraulichkeit, machte ihn zum geheim^ 'und Kriegs-Minister, und zog ihn in allengenhecken zu rathe. An. 171^. muste er ihmfolgen, da er denn den 16. nvv. der expedltton am

grosser tapferkeit beywohne'te.Lieutenant von der infanterie.

An. i7i7.. vM j ihm A

»»V ^.8 -»V'""» vvn vcr mzanrerie. An. 1718. uverw- xes "

aus der Massen, da sie hingegen Jacobus Gretfems Lurstero Czaar aus besonderer Hochachtung das ordensE/^^ Kca^L3cl. p. 2;8. und in clsfens. ösllsrm. tom. I. Iib. II. L. I s. Andrea. An. 172). ward er bey dem neu-aufgrn l pgrE.^

-Isäeam I-uclrerico L äasbaxtlstieo Lsnio plsMlssmsm nennet» ral-Ober-Finantz-Kriegs - und DomainenMo«" ^

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