Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Her Könige selbst das kr^Mum führte, zu einem von den fünfÄce-Präsidenten ernennet. An. 1728. hatte er die ehre denMng an den Königl. Polmfch-Chur-Sächsischen Hof nachMßden zu begleiten, da er denn bey solcher gelegenheit dasWck hatte, sich bey dem Könige Augusto II. in solche hochach-M zu fetzen, daß ihn derselbe nicht nur damals einer besondernraulichkeit würdigte, und mit dem Ritter-orden des MissenÄArs begnadigte, sondern auch, als sich dieser Monarch in„^diesemjähr einige Wochen zu Berlin aufhielte, beständigMilch hatte, sich auch von ihm bey seiner abreise bis Franck-M an der Oder begleiten liesse. Er unterließ auch nicht, soer sich aus Sachsen nach Polen erhub , sich jedesmal zu

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Mrga mit ihm zu unterreden. An. 17;;. ward er zum Ge-Aal von der infanterie, und im jul. an. 17;?. zum Gcne-'»'-Feld-Marschall erkläret. In solcher qualitat hat er bisMen das ende seines lebens bey dem Könige in grossem anse-M gestanden. Er war ein sehr angenehmer und freundlicherAr, beyneben großmüthig, freygebig und zum staat geneigt,t, >ne geschäffte ließ er sich ungemein angelegen seyn, und hat-Mlne fthx nette und leichte schreib-art; nebst einem lebhaff-" "nd durchdringenden verstände hatte er eine sonderbare gaa-^M sthertzen, ohne jedoch jemand dadurch zu beschimpfen..Ane grosse freygebigkeit hat ihm viele freunde und creaturenÄMge gebracht. Er war derjenige unter allen Ministern, wel-am fteyesten mit dem Könige reden dorfte. Er starb nach„"Ar Unpäßlichkeit den 18. mertz an. 17;?. frühe zwischen4 . Uhren, in dem 61. jähre seines alters. Der KomgjMgte so viele Hochachtung für desselben Verdienste, daß erM ^ ehren den 2. april ein sehr prächtiges leichen-begangmsMn, und dadurch dessen andrucken gantz sonderbar verherr-Mn ließ , wobey der Hauptmann von Uchteriz eine wohl-ge-M traner-rede gehalten. Er hatte über ; 6 ooo. thaler jahr-Me einkünfte, wendete aber alles wiederum an einen grossenM- Unter seinen vielen kindern ist ein söhn als KayserlichersAMieutenant an. 17; 8 . in Ungarn geblieben; ein anderer,trn. Zufalls sich als Oberst-Lieutenant unter den Preußischenpuppen befindet, hat eine Gräfin von Flemming zur gemah-Eine tochter ist mit dem geheimen Kriegs-Rath undAA - Hauptmann zu Quedlinburg, George Otten, EdlenFern von Plotho, und eine andere mit einem Grafen vonMwerin vermählt; diejenige tochter aber, die mit dem Oberst-Auenant von Bülow vermählt gewesen, hatte im mertz an.>v»A das Unglück, daß, als sie ihren Herrn vatter besuchennm und sich auf einer fähre über die Elbe setzen ließ, sie

in . - - - . .h leuthen, bis aus em

elendiglich ertruncken.

allen bey sich habenden kindern und leuthenMuner-mädgen und ein Fräulein , elendigste

seii^duna, Grün, (von der) eine adeliche familie in Meis-q-«'welche zu anfange des XVl. sssculi aus der Pfaltz dahinEoAmen. Mtz war um das jähr i;6o. Chur-SachsischerAr-Juncker, Heinrich aber Amts-Hauptmann zu Hayni-Iic!,'A,ans Christoph bekleidete an. 1716. die stelle eines Konig-sixxAalmschen und Chur-Sächsischen Ober-Forst-und Wildmei-zu Anneberg. An dem Chur-Pfältzischen Hofe Waran.

Johann Christoph von der Grün auf Wiedersperg gchei-Aaih und Cantzler. xroär. W 5 n.

Ler^una, Grona, eine ehemalige Haupt-stadt und vestungDü^den-Wenden, an der Mulda, zwischen Eilenburg undHem-i?' welche an. 4? 1. erbauet, an. 927. aber von dem Kayserober», üucupe, nachdem er drey Wochen davor gelegen, er-Uvs,zerstöret worden. Heut zu tage siehet man davonNebg Au sehr hohen steinern thurn, wobey das dorf Gruna,An em denen von Dießkau gehörigen schlösse, gelegen.klch,A8. fand man in dieser gegend unzehlich viel grosse undter3ls8 oder todten-töpfe, welche nach Leipzig,schixMU, Hamburg, Amsterdam rc. in die bibliothecken ver-VjxMj wurden. k. V. äs nrk. 6 erm.

Im 1^ land-chron. annal. lib. I. f. l6.

' "0. Ili. e. 7. Eilenburgische thron.

der» ' ein ehemaliges Benedictiner-kloster in der nie-hvsvj.Aufschafft Catzenelnbogen, ist an. i;;;. in ein frauen-velt A v°u Landgraf Philippen dem großmüthigen verwan-><lndxA°en, und wird zu den 4. hohen Hospitalen des Hessen-

* gerechnet, winckelmanns Heßische beschreib, x. 126.einem^'lMmann, (Christian) ein Prediger zu Heuckewalde,Ulit A^l bey Zech in Meisten, welcher an. 1718. den 6 . febr.

m v ^gangen, nachdem er Ollä L Linere 8 guorun-Lr>. uepubliLa orbi 8 Luropsei tum civili tom litterariar uekundtorum heraus gegeben. Er hat auch unter-Hic von den todes-fällen der'Gelehrten von an. 1714. bis«verck nk dw Aiscellanea Pipstsrssia setzen lassen; sein grossesAlchesA von den jetzt-lebenden Gelehrten in Deutschland,Alte. " Mer dem titul Oermgnm lirterara heraus kommen

* ck ^ stunde gebracht. Gelehrte Zeitungen.Prg^Uuner, (Vincent.) gebürtig von Zwickau, wurde zuUUchte „ lMMr llrtium . und 8accalsursu8 ssheolnZiX, undMejffxAUchgehends Fridericum Lellioosum , Marggrafen inAstlbe« ' daß er die Academie zu Leipzig anlegte. Aus. *Uer s.^urd er der andere vecsnus der philosophischen, und^liät. A Professor und OSL3NU8 der theologischen Fa-

' wie auch -ex dritte Xsüor daselbst. Er hat Lomxsn.

6iuw ürtium; äs OKcio ; cle LoMposttions Lpistolsiru. a. m. geschrieben, und ist als Abt in dem kloster Altm-Celtgestorben, cygni guastmocioxsuiti. Meißnische

land-chronick, tir. XXV. x.

* Grunewald, ein Teutscher, und für seine zeit sehr qe.schicktet mahler, welcher nach der weise Albrecht Dürers mahl»

te. Lei',/», abrege cis I3 visäe8 keimre8.

* Gruningius, (Wolfgangus) ein Rechtsgelehrter, war

zu Hirfchfeld im Hcßischen um das jähr r; 62. gebohren. Nach»den; er in Humanior!bu8 einen sattsameu gründ geleget, gienaer nach Helmstädt, wurde allda an. 1^81. Mtzliksr, und er-hrelt daraufeine vocation von den Ständen in Steyermarck,einen Lehrer in der dritten classe ihres OymiuM abzugeben,welchem amte er auch eine zeitlang aufs rühmlichste vorgestan-den. Well er aber die Rechtsgelehrlamkeit zu seinem Haupt-zweck erwehlet, begab er sich sodann auf unterschiedliche Uni-versitäten rn Deutschland und Italien, und nahm hiernachstan. 1592. zu Bafel den titul eines voLori8 an. Nach die-sem verfugte er «ich nach Erfurt, und wurde allda an. i;sz.Ellor der JuristewFacultät, an. 1607. Professor Morsllum ,an. 1612. Professor ßur>8 orclinariu8, und endlich auch der be-meldten Inristen-Facultat Senior; wobey er noch zugleich ver.fchtcdenen Herren als Rath von Haus aus, und den Rcichs-Erd-Marschaüen von Pappenheim als Cantzler gedienet. Erstarb den 8. oct. an. -s , ; an der Wassersucht, im;z. jähre sei-nes alters, und hinterließ: ssract. cle kiZnoribus L tivporke.oi8; Loinmenrarwm sä »L8 libri II. Intkiwt. .juttinnmi ssiru-los ; und (ju-ett. urrum §raäu8 ao titulus Loetoris bominenrnobilcm äecieceat, necne? <Lc. Lrforcüa üre.

rara, p. III.

Gruß, ein dorf in dem Tyrolischen gebürge, der Brennergenannt, nicht weit von Infpruck, welches seinen nahmen undrühm daher bekommen, daß daselbst der Kayser Carolus V. mitsemem bruder, dem Könige Ferdinando, eine zusammenkunftgehalten, zu deren andencken man in selbiger gegend, wo siezuerst einander umarmet, eine grosse marmorne tafel mit einerLateinischen Überschrift aufgerichtet.

(Zrujzeuskt, eine adeliche familie in Polen. Sie hat dennahmen von den Ritter-güthern, Klein-und Groß-Grusczie inder Woywodschafft Chelm gelegen. Ihr Anherr ist Matthias,ein berühmter Kriegs-Oberster, dem König Uladislaus Jagellodiese güther gefchencket, und die würde eines Crvn-Fähndrichsverliehen. Sein söhn Andreas, der sich in den kriegen zu den rei-ten der Könige Sigismundi und Stephani hervor that, wardvon einem seiner vettern ermordet, und hinterließ Petrum, ei-nen vatter von 8. söhnen, davon ihrer 6. in unterschiedenenschlachten geblieben , der 7. aber Brunislaus, beygenanntSzumilist, Hauptmann von Czernichow, hat nebst dem achtenseinen stamm fortgepflantzet. An. 170;. war einer dieses ge-schlechtsOber-Küchenmeister des Groß-HertzogthumsLltthauen.Sonsten ist bey den Polnischen scribenten auch einer, nahmensJohann Grusczynski, bekannt, der an. 146;. Bifchoffzu Cra-cau, nachgehends aber Ertz-Bischoffzu Gnesen gewesen, undan. 147;. in der raserey verstorben. Älugossus leget ihm we-gen seines geführten lebens ein schlechtes lob bey; ob aber der-selbe zu dieser familie gehöre, kan man nicht sagen.orb. pol. tom. II. L/«Z. bik. pol. tom. II. lib XI.

Gruterus, (JanuS) war zu Antwerpen den dec. an.i; 60. gebohren. Sein vatter hieß Gualterus Gruterus, eiltwohlbemittelter bürger daselbst von vornehmen stände, dieMutter aber Catharina Tishemia, aus gutem geschlechte. Alssein vatter, unter regierung der berühmten Margarethä parmen-st8, sich mit zu dem bekannten Compromiß zu Breda unter-schrieben hatte, und es auf feiten der Geusen übel ablief, re-tirirte er sich mit weib und kind nach Engelland, von bannener nach etlichen jähren nach Middelburg in Seeland, und nach-dem das glück den Staaten von Holland besser favvrisirte, wie-der nach Antwerpen gieng. In währender zeit war der jungeJanus Gruterus ein wenig heran gewachsen, so daß es zeit war,ihm einen Iissormawrem zuzugeben. Anfangs wollte ihn seinvatter nicht studiren lassen; seine mutier aber, so ausser demFranzösischen, Italiänischen und Engelländischen nicht allein La-tein perfett verstund, sondern auch im Griechischen es so weit ge-bracht hatte, daß sie den Galenum in koms verstehen konnte,lehrte ihn das Griechische und Lateinische lesen und schreiben.Hieraus hielt man ihm die besten Privat-Inkormswres, bis erauf die Academie zu Cambridge konnte geschickt werden, vonbannen er nach etlichen jähren auf die Universität Leiden zog.Er legte sich vornemltch auf die Rechte, worinnen er auch >nvoäkorem promovirte, excolirte jedoch die Critic am meisten,und darneben die Teutsche Poesie dergestalt, daß er die sinnrei-chen redens-arten der Jtaliäner, Franzosen und Engellandevzu imitiren suchte. Er verfertigte auch sehr nette epigrsmmam,welche Janus Doufa besonders ästimirte. Mit Iacobo Armnu»und Hoqcnbertio hielt er vertraute freundschafft. Er jähe sichhierauf in fremden ländern um, und als er sich m Preußen auf-hielt , trug ihm Christian Churfürst von Sachsen die Prolog-üon der Historien zu Wittenberg an. Weil aber derselbe we-nig monate darauf starb, und von allen krokellorikm8 vertan,qet wurde, sie sollten das Concordien-buch unterschreiben , oderihre Profession fahren lassen, danckte er ab. Hierauf lehrte ereinige zeit zu Rostock, und begab sich von dar nach Heidelberg,