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üllwo alsobald krolestor und Libliotkecarius wurde. AlsRiccobonus zu Padua mit tode abgegangen, liessen die Vene-tjaner durch Velserum und Pinellum bey ihm anhalten , ob erdiese stelle bekleiden wollte. Sie versprachen ihm pro lslario1200. dursten und das freye exorciemm seiner religion; dochdiesem ohnerachtet blieb er in Heidelberg. Als er sein werck,äs lnscripnonibu« Lomanis, dem Kayftr Rudolpho II. dedi-cirte, und es derselbe sehr gnädig aufnahm, auch durch zweyhohe bediente, Wackerum und Barvitium, sich gegen ihn be-danckte, darneben aber den Adel-stand oder eine summe gelbeszur wähl bot, schlug er beydes aus, und versetzte, daß er sech-sten einer vom Adel, aus einem alten geschlechte aus Flanderngebürtig wäre. Weshalben ihn der Kayser, weil er gar nichtsbitten wollte, zum Loimrs kalarinc» destgnirte, auch privile^iaertheilte, daß niemand seine bücher anderswo, gleichwie seit-her geschehen war, nachdrucken börste. Seine schöne biblio-theck wurde nach eroberung der stadt Heidelberg, an. 1622 vonden soldaten zerrissen und den Pferden vorgeworffen, die Loäi-ces und N88. aber auf Päpstlichen beseht nebst der Churfürst-lichen biblivtheck (welche er die zeit über, da er derselbigenvorgestanden, mit den raresten Hebräischen, Chaldäischen,Arabischen, Griechischen und Lateinischen büchern vermehrenhelffen) nach Rom gebracht, da er denn, als er sich den sol-daten nur ein wenig widersetzet, bey nahe wäre umgebrachtworden. In solchem elenden zustande jbegab er sich von Hei-delberg nach Bretter,, gieng von dar nach Tübingen, baldaber wieder zurücke nach Brette» , aüwo er von den schülernder Jesuiten täglich beunruhiget wurde. Dannenhero er sichwiederum nach Heidelberg retirirte, und von dar, nachdemdie Catholischen auch daselbst überhand genommen, auf seinland-guth Bernhold. Hier erhielt er kurtz vor seinem ende einevocation nach Gröningen zur krokelstone Ülstorlgrum und 6rL-M lünguW. Nächst diesem hatten ihn auch sowol die Franzo-sen , als besonders die Dänen, sehr gerne bey sich gehabt, undzwar sollte er eben nicht auf Academien dociren, sondern nurein ornament im lande seyn. Doch alle diese gelegenheiten schluger aus, und blieb auf feinem land-guthe sehr vergnügt, allwoer endlich den 20. sept. an. 1627. gestorben, und den ;. oct. zuHeidelberg in der St. Peters-kirche begraben worden. Er warüberaus arbeitsam, und lag stets dem studiren, sonderlich aber-er Critic ob. Als er zuletzt auf seinem land-guthe lebte, beküm-merte er sich auch um die Haushaltung, säete, pflantzte bäume,und war überall gar emsig. Sonst hatte er mit Dionysto Go-Ihofredo und Philippo Pareo einige streitigkeiten , wiewol er zucontroversien qar nicht geneigt war. Man rühmt von ihm, daßer fromm, freygebig, leuthselig, und mit wenigem vergnügtgewesen. Seine vornehmsten schristen sind: läbri 8ulpicionum ;Lniinsäverstones in 8enecsm; Thesaurus Inlcriptionum; The-saurus Lriricus; Liceronis Opera; lävius cum lilotis; Liblio-theca Txulum; Le. äe vira L scriptis Oruceri.
in xanegyrieo Orutero äräto , axuä. Mitten, hihi.
Lelg.
Gruterus, (Petrus) war aus der Pfaltz gebürtig, wohinsich sein vatter Thomas Gruterus, krokeilor zu Duisburg, we-gen der Protestantischen religion, so in den Niederlanden ver-folget wurde,. geflüchtet. Er exercirte die Medicin in verschie-denen Flandrischen städten, als zu Dixmuyden, Ostende, rc.An. 1620. gieng er von Ostende nach Middelburg, zog von daran andern orten herum, bis er sich zu Amsterdam vest setzte, aü-wo er auch an. 16,4. verstarb. Er hat 2. Lenturias Lpistolarumgeschrieben, und sich darinnen insonderheit beflissen, alte Wörterund formulen zu gebrauchen. Man kan leicht in acht nehmen,daß er sich vorgesetzt habe, den Justum Lipsium nachzuahmen,es ist aber solches nicht zum besten gerathen; und wann manschon an Lipsio, ungeachtet seiner grossen geschicklichkeit undunvergleichlichen geistes, dennoch viel gezwungenes findet;so gehet eS gewiß bey Petro Grutero noch viel schlimmer; wie-wol im übrigen auch diesem letzter,, der rühm eines gelehr-ten manns nicht streitig gemacht werden soll. Swertius giebtvor, er sey zu Ziricksee in Seeland gebohren. Er hat noch dreybrüder gehabt, die allerseits Gelehrte gewesen. Iacobus Gru-terus war um das jähr 1604. Lrokellor llistoriarum zu Middel-burg ; Reinhard Gruterus war Leetor Lollegü Oastmirisni inHeidelberg, und Johannes Gruterus ist aufseiner Italiänischenreise gestorben, wo er zu Neapolis bald in die Hände der Jn-ouisitlvn gerathen wäre, weil er von dem heiligen Abendmahlzu frey gesprochen, wenn er sich nicht noch bey nacht aus Nea-xolis sttivtret hatte, bidl. Lelg. x. 741. 8-rve^r«,,
üth.LeIg. x. 6r8. S-V/e. *
Gruttschreiber, eine alte adeliche und nunmehro zum theilFreyherrltche famrlre m Schlesien, welche aus Nieder-Sach-sen herstammet, und vor zelten den nahmen Groten, Grozen,Grozenschreiber, Grotenschrerber und Grotschreiber soll gesüh-nt haben. Matthias Grotschreiber lebte an. 1420. und zeugtemit einer von Landschaden Wenceslaum aufWilckau, Sucken-dorf, Meissendorf und Schimbach. Dieser hinterließ Leon-hardum , einen vatter i.) Nicolai auf Hundsfeld in demOelsmschen, welcher bey den Hertzogen Albrecht, Georgenund Carln zu Münsterberg und Oels, in grossem ansehen ge-wesen ; 2.) Wenceslai ; dieser letzte zeugte Wenzeln aufZopfkendorf und Hassendorf, und Hans auf Wilckau undSchonbach. Jener hatte zwey söhne; r.) Hans Georg auf
gru gry
Stabelwitz, dessen söhn Ernst, des Breßlauischen Fürstenthu^Ober-Steuer-Einnehmer und Lands-Bestellter, und an. ibey dem receß, den die vüsckores der;. Stände in BolMmit den Schlesischen Fürsten und Standen gemacht,^,ordneter gewesen; 2.) Sebastian auf Marschwitz, welcher" .i;66. dem Kayser Maximiliano H. wider den Türckm georenund an. 1594. gestorben. Obgedachter Hans auferkaufte an. 1557. das guth Michelau, und hernachberglin dem Briegischen, baute an. 1571. diekirchezulau von gründ aus, und starb an. 1587. Er zeugte rvon Baruth nebst 2. töchtern 4. söhne, die waren 1.)aufTaschenberg, dessen linie in feinem enckel an. r6ro.schen; 2.) Heinrich aufRosenau, welcher 2. söhne )doch aber gleichfalls ohne männliche erben abgegangen,Ulrich auf Grüningen, Kmelwitz, Schirckwitz und CHEI,Fürstlich - Vriegischer Hof-Junäer, dessen söhn Hans un.^Chur-Sächflscher Rittmeister, und hernach Fürstliche/sterberg - Oels - Bernstädtischer Rath und Hofmeister'sir,gleichfalls an. 164;. seine linie beschlossen; 4.).Fürstlicher Liegnitz-Briegischer Rath und vollmächM, e,eckneter Ausschuß, Land-Hof-Richter, rc. war Erv^Mauf Michelau, welcher orr auf sein ansuchen zu Eerhoben worden, und starb an. 16,9. Seine zwey ,ben zwey unterschiedenelinienaufgerichtet: (i)HanS^^f-der stifter der ältern linie, war Fürstlich-BrtegllV" MRichter und vireötor der landes-cassä, starb an. «xj,-hinterließ , nebst unterschiedlichen töchtern, a.) GeM?g,jkbrich, auf Ober-Michelau, welcher an. 1677. starb. tzaysEva Maria von Studnitz und Schönau erzeugter sov« Lag.Adam auf Simmelwitz, Böhmwitz und Woitsdorf, w" M1719. des Oelsmschen FürstenthumS Landes-AelteWl ,^hatte 6. söhne und 2. tvchter, welche ihm eine von A r,bohren, b.) Carl Ludwig, welcher Adam Friedrich M-sdetder in Italien geblieben. (2.) Hans Heinrich, derjüngern linie, war deS Fürstenthnms Brieg Lanves-^^-ster, und starb an. 1667. Sein söhn Adam FriedriMserlicher Regierungs-Rath in den, Fürstenthum Brieg iauch Amts-Verweser und Land-Hof-Richter, wurde an-in den Freyherren-stand erhoben, und starb an. 170?- hin-terließ von Susanna Elisabeth von Festenburq, ausvem^,se Münchzell , nebst 2. töchtern so viel söhne: r- (Freyherr» von Gruttschreiber, und Edlen Herrn, von LMkenHwf, Königlichen Regierungs-Rath des FurW'M,'Brieg , und Oepmatum acl convsntus pubücos ,1, »
s.) Anton Heinrich, Freyherr» von Gruttschreiber /len Herrn von Zopfkendorf, Erb-Herrn zu Ober - unv sMichelau, welcher unter der Kayferljchen cavaleriemann gedient. Sie lebten noch an. 1719. undmännliche erben, n»«?» Schlesische curios. Erlitt
f Gruttschreiber, (Adam Frantz) Freyherr von ^.^1,schreiber, Edler Herr von Zopfkendorf, Herr auf dem >burglehn Krolckwitz, ward an. 17,7. der Röm.jestät Königlicher Cammrr-Rath in Ober - und Nieder-- Msien, auch bey dem ,su6icio äeiegato in cauilis Oowwüffestor, und hatte eine Freyin von Bock zur gen f he-Carl Ferdinand von Gruttschreiber, Herr von ZopAkw ykleidete an. 17,8. bey der Hertzogin von Sachstn-Ba^^h^bohrner Printzeßin von Würtemberg-Oels, die stelle ewe^,chHofmeisters. Hans Adam von Gruttschreiber auf Sw ^ xie-witz, Woitsdorf, Böhmisch und Proschlitz, war umAse zeit Land-Rath und Lanbes-Aeltester in dem FueliOels. Miller^
* Gruvius , (Matthias) ein kkiloloxkus, war zu Mreii'Hausen im Braunschweigischen um das jähr 162,. » MBNachdem er seine studier, unter andern auch ingetrieben, und NaMer worden, begab er sich Erische, und sollte folgends auf der insul Ustdom Preeoden, schlug aber, nachdem er schon eine prob-prevw , §§cvget, solche beförderung wieder aus, und gieng an. Pro-Erfurt, da er denn von an. 1658. bey der Umvettimr hA,feßionen in der Physic, Mathematic, Logic,und Politic hinter einander verwaltet, und an. a» ^krokestion an dem ösmnaüo überkommen. Ev 'karpest an. 168,. im 6osten jähre seines alters, und h'nen söhn, Joh. Fridericum, der nach der hauoL ^ ßiss'Schwedischer Leib - Meäicus worden. Seine
ToZica lucLincta, per Oisputationes eäita; ^
verre L errantis; Lompsnäium Metapkpiicke; . svcc>^
ca succinäka; cle Oeccmomike Lcmüitutione; "oN .4^0^üa; ilritbmetica vuIZaris, Oeometrica, Oeogr.occs; Oeometria ex Lucliäs aiiisgue eoncinnaca,
Lrkorstia litterata. . veM^^
Gv^ers, Oruxäres, ist ein ftädtlein und sch^tzch.L weE,ton Freyburg, an der Sana gelegen. In dem lchwv sihicreder Landvogt, so alle fünf jähr von Freyburg dahm^ xere"wird; vor altem war es der sitz der Grafen von Grv" „apHuGrafschafft ziemlich groß gewesen, und sich bis anVwl AI-Lausanner-see erstrecket hat. Wilhelm stiftete dre MClugny zu Rougemont bey Sanen an. l<>8o. Arafvs!,zu Altenryß an. 1255. An. 1236. ist der damaMGryers dem Freyherr« von Weiffenburg , und an. ^
Adel wider Bern bevgestanden, ist auch nick den um