Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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und deswegen bey hohen und niedern, auch sonderlich vielenadelichen Häusern sehr beliebt, wie er dann fast immer eine großse anzahl fürnehmer junger Edelleulhe von allerhand nationenan seiner tafel hatte. Wie wenig er bey diesem allen nach eh-ren gestrebet, kan sein gewöhnlicher schertz über sein Doctoratzeugnis geben, wann er oft bezeuget, se MieteM Leo Doclo-rem creatum , d. i. es sty ihm mit seinem Doctorat ergangen,wie den Metellis zu Rom mit dem Bürgermeister-amt, alswelche ohne ihren verdienst durch blosses glück zu dieser ehregelanget; er sammelte eine schöne bibliotheck, darinnen die be-sten Patres, Historie!, Lreeci und Latin,, alte und neue, kki-Ivlopki, Oratores, lVleäici, koetse, äestolastisi, und neuereIKeoloZi Lc. beysammen waren, welche er zwar Ch. And. Ju,lio für 200. thl. feil geboten, doch ohne dem kauf seinen fort-aang zu lassen. Ohngeachtet er s. jähr vor seinem tode des ge-sichts, welches immer schwach gewesen, beraubet wurde, warte-te er seinem dienst doch allezeit ab, und liesse sich seinen text durcheinen 8tuäioft>m in der kirche vorlesen. Er gab auch schöneproben von einer exemplarischen gedult, nachdem ihm alle seinekinder, und dabey auch sein geliebter tochtermann AmandusPolanus durch den tod hingerissen worden, wie nicht wenigerin der schmerzlichen colick und stein-schmertzen, so ihn den ze.«ug. an. 1618. zum tode befördert. Seine schritten sind: Lpi-toms Liblioruin; 8cisgrapstia Hieologise; Lstarakster Lkriüia-nor.; Lnsrratio sliguot kstrlmorum ; it. Daggsei, jonX, Daba-euci Lc.; Lxplanatio lVIattstrei; Lxegests Lpist. sä Kam. Lo-loss. Debr. Lc.; Tstsoremat. L Problem. sskeol.; Demonstrat.Uvangel.; Disput. Ideolog.; Lommonefaclio äs Otkicio pio-rum Lc.; Lxistolar. über 3 8cultsto eäitar.; Lpistol» 66. abLpino cäitT, Lc. Er hat auch noch viel andere wercke herausgegeben, und mit noten oder vorreden versehen, als Scriptor.tlistor. peclsst; Aonumenta Ortkoäoxogr.; Irensei Opera;Lralmi LbiiiassLe. Von seinen dreyen unter ihres vatters art.angezogenen brüdern haben sich durch ihre geschicklichkeit sonder-lich Theophilus und Simon hervor gethan. Theophilus studtrteunter Melanchthone, und exercirte sein Predig-amt nachgehendsauch zu Röteln, und dann zu Sissach Baßler-gebteths, ällwo erauch 158;. benag. sept. seines alters 49. jähr gestorben. Simon,zu Bern gebohren, studirte zu Basel und darauf zu Heidelberg,allwo er auch an. 1564. als er zuvor den MMer-titul ange-nommen, zu der krok. iviatkematum, wie auch zu Verwaltungdes Lollegii, befördert wurde. Allhier verfertigte er mit eige-ner Hand ein feelewn, und präsentirte es dem Churfürsten Frie-drich, von dem es auch gnädigst aufgenommen worden; er triebauch die kraxin lVleäiosrn, wie er dann an. r;68. darinn dieDoÄor würde empfangen. Weil er aber bey entstandenemreligions-streit die Lutherische mcynung nicht annehmen woll-te, verlangte er feinen abschied, und begab sich an. i?8c>.nach Basel , da er die krok. kkilok. Noral. erlangt, und dieselbebis in seinen tod, so in dem sept. an. i;82. erfolgte, versehen,da er sein alter nicht gar auf 4;. iahr gebracht. ^ Lr««».

vita I. ^->c. LrMsei. vita ssbeol. Lpistolrs Lr^-

rirei ab -ck/>r«o eäitre. leichen-red. 2^o»/a/« mo-

nument. kexuleb. ^»ricar. *

Grynäus, (Samuel) I. D. v. und krok. zu Basel, wurdeallda an. i;;?. von Simone dem altern gebohren; er legte diefundamente seiner studien zu Basel, Straßburg und Tübingen,begab sich für eine zeit bey damals starck graßirender pest nachDole in Burgund, von bannen er an. i;6;.wieder zurück kamund nach Melch. Adami bericht, diekrok. Llog. mit unge,meinem applauss, auf der Universität zu Bastl soll bedienet ha-ben, doch findet sich in den Archiven besagter Universität hiervongar nichts. An. 1569. nahm er den Doctorat in ßure an;an. 1571. wurde er krok. Institut. hieraufLoäieis und endlichkanäsÄarum, zuletzt kam noch darzu das Syndicat. Er be-diente den Rectorat dreymal. In der matricula luriäica fin-det sich, daß er Z47. DoÄores und Istcsntiatos luris cretret ha-be ; andere schreiben ihm über ;6o. zu, wie man denn insge-mein dafür hält, es seyen deren so viel gewesen, als tage im jähr.Er starb ander Wassersucht im apr. an. 1599- seines alters nichtgar 60. jähr. Von dessen nachkommen hat sich sonderlich wohlverdient gemacht dessen groß-fohn Samuel Grynäus, ein ge-lehrter und nützlicher TKeoloZus, zu Basel an. 159;. gebohren,welcher, nachdem er eine zeitlang den Diaconat bey St.Leonhard bedienet, an. iä;r. zu einem Pastors dieser kircheerwehlet worden, und sich neben seiner seel - sorge durch die viel-fältige colle^a und privat-institutionen, so er einheimischenund fremden gehalten, durchqehends einen grossen nahmen er-worben. Er starb an. 1658. Adrianus Pauli von Dantzighielt ihm eine parentation, so in druck ausgegangen.

vitse ^uriso. Lass/. monum. ke-

xulcbr. ^il. orat.

Gryphiander, (Johannes) sonst Grypenkien genannt,war aus Oldenburg gebürtig, kam an. r6ir. nach Jena, undwurde an Eliä Reußneri stelle Professor Diüoriarum und ?oc-ksos. An. 1614. promovirte er in Doäkorem luris, als er aberzum Rath und Richter nach Oldenburg beruffen wurde, gienger den 4. iun. an. 1618. von dar weg, und starb an. i6;r. Erhat geschrieben äs Insults; sie ^eickbiläis Saxonieis; LolossisRolsnämis, Le. «omenel. krok ssa. x. 1014.ibsstrum.

gry

Gryphius, (Andreas) Land-Synäicus im Schlesischen W-stenthum Glogau, war den 2. oct. an. 1616. gebohren. ^ ^vatter war Paulus Gryphius, ssrcbiäiaconus zu Glogau,mutier Anna Eberhardina. Den ansang seiner studienzu Frauenstadt in Schlesien, wurde aber an. i6;4.hanne Botsacco in das O^mnaüum zu Dantzig gethan,an. r6;6. wieder nach Hause kam, wurde er durch ben verübeten Mum, Georg Schönborner, zu seiner kinder Intorwersehen, welcher ihn auch, als Lomes kal-mnus, an. , «gPoeten und zum Markör creirte, auch ihm ein neues wap» ' ^so gar den Adler ertheilte. An. i6;8. gieng er nach Lewe"' ^wurde daselbst von Salmasio, Heinsio, und andern,genommen. An. 1644. reiscte er mit einigen vom Ade« ..Franckreich und Italien, hielt stch nachmals einigeStraßburg auf, kam aber den 20. nov. an. 1647. wiederum ^Frauenstadt, da er zwar nach Heidelberg, FranckflircOder, auch in Schweden zum kroksllore verlangt wurde,solches alles ausschlug, und das Syndicat bey den Gwvschen Land-Ständen annahm. Er starb den 16. jul. am ^ ^sie-den armen der vornehmsten Land-S 'sten-tage als Loncleputatus. Er hatworunter vornemlich sein Parnaß,Freudenandere. äs clsris Lr^xniis x. 51.

nov. cap. 7.

Gryphius, (Christianus) war zu Frauenstadt in Pole"^29. sept. an. 1649. gebohren. Sein vatter war obiger ^Gryphius, die Mutter Rosina Deutschländerin. Erseiner kindheit nach Groß-Glogau gebracht, in dem 7-M schnes alters aber kam er wieder nach Frauenstadt, wostldlrner mutter bruder, Ionä Deutschländer, Königliches etschen Leid-A-lsclico, anvertrauet war. Nach dessentooelnach Glogau zurück, und wurde von seinem vatter dasewUfunterrichtet. Hierauf kam er an. 166;. nach GothaL^mnssmm, und an. 1668. aukdie Academie Jena, Mfilselbst bey Erhards Weigelio, und besuchte Joh. Andreaoollegia fleißig. An. 1670. gieng er nach Straßburg, N'l, pal-te daselbst Böclerum und Obrechtum. Als er wieder m Ich xii-terland zurück kam, wurde er an. 1674. bey demIsberbano Professor 6r--esX L kstinLkingUT, und an. l ^ Ay.dem L^mnasio Nagflaleo-eo sseEtor und Professor, a1699. bey selbiger kirchen-bidliotheck LibliorKsLarius.ein berühmter kitersror, ein sehr gelehrter Orwous, »no >einen treflichen Teutschen vers. Er starb den 6. mertz am .an einem schlag-flrsse, und hatte eine einzige tochtcr. ge-schiedene schriften hinterlassen, als sein buch von dem E gas-den ; seine Poetischen Wälder ; äs koeris kurpursus , ^ser denen, so bey seinem leben nicht edirt sind. ,

je maj. an. 1706. p. 2)9. 1706. p-^' ^

Gryphius, (Sebastians gebürtig aus Reutlingell^gl!ein berühmter buchdrucker zu Lyon in dem XVI. ,

eäitiones werden alle sehr hoch geachtet, weil sie sehrB-sonderlich aber die alten aurbores meistens nach dennufcripten gedruckt sind; wie er denn auch von den ^genleuthen selbiger zeit werth gehalten wurde. Eines sEswercke ist die edition der Lateinischen Bibel. Baillet ve-Scaliger habe ihm seinen tractat äs Laust« kmgu-e e. gc-dicirt, ist aber darinn irr, und wird von Menage am ^pdevten selbst des briefs Scaligeri widerlegt; wiewol dm . haufreylich dem Gryphio eine sonderbare Hochachtung er» ^^ncl-öaiUst tom. I. p.

ris Lrypkiis x. ;. * sch

Gryphius, (Antonius) Sebastiani söhn, setzte die ^„ck-nem vatter empfangene buchdruckerey glücklich strl, » ^ gr-te nicht allein die herrlichsten bücher, sondern war aum..^ ^zehrten leuthen sehr gelieb'et. L^^/i t>er,äs olaris Lryp-

Grypsholm, Greifsholm, eine kleine stadt, ne^„ d,e>n

schloß m der Schwedischen provintz SundermannlE .xholl

Meler-see zwischen Stregnes und Telga gelcgni. ^ MEvor zeiten dem Reichs-Gouverneur Stenoni otne vcwelcher sie mit einem Carthäuser-kloster versähe, so m kanhends eingegangen. Nach dessen an. i;oz. erfolgt" E,sie mit seiner schwester Brigitta an Johannem von " -echer sich darauf von Grypsholm nennete. Endlich wder an die Crone gekommen, nachdem die vonSchwedischen thron gesetzt worden, pufendortvzur Schweb, hist. inv. 8uec.

Gryphowalde , siehe Greyphswalde. welckÄGrzymala, eine adeliche familie in Polen , vonerst Suidgeros angeführet wird, der von geburr ^gewesen, und an. 1129. Bischofs zu Grußwick w 0 s'^,aus a>^maratus I. war an. 1-42. Bischofs zu Posen; und ^ a1244. Bischoffzu Wroclau; Domaratus ll. starb am ^rd a ^Bischoff zu Posen; Johann Cron-Groß-Caotzmr/i;?2. Erb-Bischoffzu Gnesen, um welche zett a"chLhanaIII. als Hauptmann von Groß-Polen gelebet. .-a. M d>^an. i;8i. Castellan von Kostrzin. Um diese zelt ;yraeschlecht in unterschiedene Häuser vertheilet , un hgt 0

Chrysostomus