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zu Porto-Farina in das Mittelländische meer; der westliche theilaber bekommt den nahmen Guadalquivir, und eilet bey Ta-barca dem meer zu. Dieser Guadalquivir, (welcher mit demSpanischen flusse dieses nahmens nicht zu verwechseln ist) wirdvon einigen für den Rubricatum der .Alten ge-
halten; andern gefällt besser den fluß Jadog darfur zu neh-men , so in dem Königreiche Algier fliestet, und zu Von«auf dessen ost-seite in das meer fällt.
Guadix, eine stadt in dem Spanischen Königreiche Grana-da/ nicht weit von dem Ursprung des flusses Guadalentino, 9.oder 10. meilen von der stadt Granada gelegen,ist derAlten Lua-äiLium oder äWl. An. 1489. wurde sie von Ferdinando undJsabella den Mohren wieder abgenommen. Der Bischoff da-selbst gehört unter das Ertz-Bißthum von Sevilien. Schau-platz von Spanien, x. 571-
Guagana , stehe Guiana.
Guagninus, (Alexander) gebürtig von Verona , bedienteunter der Polnischen armee verschiedene wichtige chargen, undhielt sich theils in den Liefländisch-und Moldauischen, als auchMoscowitischen kriegen so wohl, daß er nicht allein unter Ko-uigs Sigismundi Äugusti regierung das indigenat erlangte,sondern auch Gouverneur der vestung Witepsko wurde. Erhat gantze 14. jähr darinnen commandiret, den titul als Lo-mes kslatii Dateranenlis und Lquss auratus geführt, und istausser ehe zu Cracau an. 1614. seines alters 76. jähr gestorben.Er hat 8armatiam Luropseam heraus gegeben , welches buchaber Matthias Strykovski sich zueignet, (siehe Strykovski.)
in centur. illultr. kolon. ierixtor. x. rol. leg.
* Guahan, die gröste und meistens gegen mittag gelegeneunter den Marianischen oder Diebs - insuln; sie hat 40. Fran-zösische meilen im umfang. Die Spanier nennen sie die insulSt. Iohannis. Sonst liegt sie unter dem 1;. grad 2;. Minutenlatituäiriis lextentrionalis , und ungefehr 7. stunden von derinsul Zarpane. c?sl>re», kiltoire äss Islss Älarisnss.
Guajaquil, eine stadt in dem südlichen America, in demnördlichen theile von Peru, am ufer des stillen meers, hat einenweiten Hafen, liegt gegen der insul Puna über, und ist ;o. Spa-nische meilen von Quito südwärts entfernet. Der dabey gele-gene meer-busen wird dieBeya von Guajaquil genennet, und er-strecket sich von Capo St. Helenä bis zum Lspo Mim. DsLaee Lmerica.
Guaira, eine provintz in süd-America, in der landschafftParaguay, nicht weit von dem fluß Parana, so sich bis in diesee hinaus erstrecket. Die Haupt-stadt darinnen ist CiudadReal, sonst auch Guaira und Oliveros genannt. Die Spa-nier sind meister davon.
Gualata, ist ein Afrikanisches Königreich in Nigritien ge-gen das Atlantische meer zu. Die Haupt-stadt darinnen füh-ret gleichen nahmen; die einwohner aber werden Benais ge-nennet. Ausser der Haupt-stadt giebt es darinnen noch eineandere stadt, mit nahmen Hoden, die ohngefehr 6. tag-reisenvon Lapo Liane entfernet, und den Arabern und Caravanen ,welche von Tombut in die Barbarey reisen, zu gute erbauet ist.In dem gantzen übrigen lande findet man nichts mehr, als fle-cken oder grosse dörfer. Der erdboden trägt nichts als reiß,Hirsen und gersten, und ist mit' einer grossen menge palm - bäu-me versehen, deren datteln sehr gut sind. Das fleisch ist überausseltsam, ausgenommen zu Hoden, wo die einwohner eine guteViehzucht, wie auch sehr viel cameele und ziegen haben. Des-gleichen giebt es auch strauffen, deren eyer gut zu essen, jedochthun die löwen und leoparden sehr grossen schaden. Die ein-wohner sind im Handel und wandet ziemlich frey, aber darbeydumm und von schlechtem verstände. Beydes mann-und Weibs-personen haben die gewohnheit, einen theil ihres gesichtes zubedecken. Zu Hoden tragen die Männer einen kurtzen weissenrock, die weiber aber bedecken nur den bauch. Als die Sene-gues meister von diesem und den benachbarten Königreichenwaren, befand sich zu Gualata desKöniges residentz, wohin vielkaufleuthe aus der Barbarey ihre Handlung trieben; allein un-ter des Soni-Heli regierung, welcher sehr mächtig war, zogsich der Handel nach Gaoga und Tombut. Nichts desto weni-ger treiben die einwohner zu Hoden noch bis dato eine ziemli-che handelschafft unter sich; denn weil sie viel cameele haben,so bringen fle kupfer, silber und andere waaren nach Tombut,und nehmen von bannen gold mit zurück. Um das jähr i;r6.eroberte der König von Tombut dieses land, gab es aber nach-gehends dem rechtmäßigen Fürsten gegen erlegung eines ge-wissen tributs wieder. Das einheimische volck redet die Zun-gatsche spräche, und batet das feuer an; die einwohner zuHoden aber, so von den Arabern herstammen, sind Mahonie-lauer, und der Christen todfeinde. Dappers beschreibungvon Africa.
St. Gualbertus, (Johannes) war ein stifter des ordcnsvon Valombrosa, von Florentz gebürtig. Man sagt, er seybey einer sonderbaren gelegenheit gar übel tracliret worden, ha-be aber seinem feind mit solcher großmüthigkeit verziehen, daßihn GOtt deshalben mit sonderbaren gnaden angesehen, und eincrucifix, vor welchem er gebätet, das Haupt gegen ihn geneigt.Endlich verließ er den weltlichen stand, wurde ein Benedictiner,und gieng in das kloster Dt. Minat der Congregation von Clu-
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ni. Von dar begab er sich in eine wüsten,orden stiftete. Vor dem hatte er sich einige zeit zudoli, ohnfern St. Romuald, aufgehalten, nachmalser an. 1040. nach Valombrosa , und legte daselbst dasnehmste fundament zu seinem orden. Papst Alexander u- ^firmirteihn an. 1070. Erstarb endlich an. 107;./-^^.
in Alexandra II. in ekronico. 6
Ist II. tit.;. Laro«r'«r, acl an. io;i. 107;. .
* Gualdo, ein Italiänischer flecken in dem KirchcnAtMin der Anconitanischen Marck, an den grentzen desthums Spoleto und Urbino, drey stunden von NvA» Argen abend gelegen. Dieser flecken ist von den überbleibst» ^zerstörten stadt Tadinum aufgebauet worden, welche, eo ^von den Longobarden verwüstet worden, einen Bischon "
lorentinische Dame, so wegen
Lhr vatter war Bellincion B^ti ^alten geschlechte zu Florentz, '^v.Dieser osserirte sie Kayser ,.. iB
Gualdrada, einekeuschhett berühmt ist.
Ravignani, aus einem
äst derer Adimari war. ......
auf einem festin, als er sahe, daß sie ihm gefiele, zumso sie aber höflich ablehnete, mit dem vermelden,sich von niemand küssen, als von ihrem rechten brau»», ^Dieses gefiel dem Kayser dergestalt, daß er gleich einem st ^Baronen, Guido genannt, auflegte, selbige zu ehliMw Mihr das Cassentinische gebieth, nebst einem theil vonzum heuraths-guth mitgab, den Guido aber zugleich hi«fen machte,; aus welcher ehe die in den JtaliäniMst Mstörten berühmte familie derer Conti Guidi hergestamm^.^wie dann aus 2. söhnen, so Gualdrada gebahr, der» ^Guilielmus den Conte Guido novello, der jüngeregiert , oder Rogerius aber den Conte Guido Guerrast,^sen Dante in seinem interne Meldung thut, gezeuge^^,
<L ex eo changier, eommentaire ü>r W16. äe l'enler cle Dante p. 182. * ^.-4^
Gualdus, (Galeatius) krioratus, ein berühintee,.^>xiiricus, ward zu Vicenz an. 1608. aus einer alten Grai'familie gebohren. Weil sein vatter ein erfahrner sow/st'^ward er in der jugend sowol in wissenschafften, ms , nsih-Übungen unterwiesen. Er gieng noch gar jung nachland und Flandern, und nahm daselbst kriegs - dtenste, .er zugleich sehr in der politischen klugheit zunahm. L»A„iigner zuruckkunst in Italien, machte er sich über die beM» «^der Historie seiner zeit, die er auch so wohl ausgeführet, * ,,„sdamit grossen rühm erlangt hat. Er lebte zu Venev>»' .„chstund der Republick mit guten rathschlägen bey, wurre^^eendlich Kaiserlicher Diltoriens, und starb an. 1678- n Kschriften sind : Diltoria stelle Luerrs sti Leräinanaokeräinanäo III. stal an. i6;o. lino all' an. i6;6.; d-ia,.stxs-to Vslltain; Diltoria sti Leräinanclo )//. ; Historis zixolsto l.; Historia sti Lui§iXI^. stno slLliristina stlestanstra sti 8ueeia ; Historia stelle
lurioni sti^rsneia parts prima; Historia stelle Luerrestall' rn. rüzo. al 1641.; stelsrione sti stlilano iotto 'na sti Imigi sts 6urman stonxo ste Leon, stopo , g Münoal r6;y. col ViagZio stell' Imxerarrice staMst^,S48stlano; Historia stellestivoluxioni sti bleapoli an. i64?> . ^jsto-liistoria stella kacs stä le stue Lorons nell' an.ria stel stliniüerio stsl Larstinsle Ista?.arini; 8csns »ni illultri st'Italia ; il Luerriero prustente; il stlaNdLrmi; 1s Llorie stegl' Ineogniti. stigrium- ^
Eiualdus, (Paulus) wurde aus einer alten stbekiw^ttckmilie zu Vicenz an. 1548. gebohren, und ivar st» erA(Fvstphus Gualdus, ein berühmsier Jurist. NsE schWnen guten gründ in Unmaniorstms zu Hause geieg"man ihn nach Padua, allwo er sich sowol auf me Agie als Rechte legte, und in beyden Doktor wurde- Mgab sich hierauf nach Rom, und war so gluckn«) , Z»daselbst die stelle eines Ertz-Priesters in dem DoM^Ar,Padua beygeleget wurde. Er kam also wieder an^ AMzurück, und machte sich bey dem damaligen lass
Cornelio dermaßen beliebt, daß ihm dieser etliche MAjpMseine amts-verrichtüngen anvertraute. Sein mm» belehr»!;treib bestund in lesung der Alten, und Umgang m^-ao u>'"
leuthen ; und lebte er insonderheit mit Vincentto V' ckPignorio in grosser Vertraulichkeit. Er beschrieb »»»A arl s»stern leben, 'welches man vor ein Meisterstück w ^ er »tz.halten pfleget, und starb endlich an. 1621., rweM Metyvor seines bruders söhn Josephs das Ertz-Priester-«»ten. 7 ^o,»a/r«r elogia. Vita kinelli spust LE-»"'
tsteatro. ^ soh» ^
Gualdus, (Josephus) obgedachten Panli or»>L^ va»war zu Vicenz den 2;. jan. an. 1594. gebohren. Eargare» awar Aemilius Andreas, ein Mus, leine mutter « zvon Vorghiano. Den ansang seiner sinken w AstHause, wurde aber nachmals zu den Jesuiten Astselbst/»er1610. gieng er nach Rom, wurde ein Oier-eus e g,engstudirte bey den Jesuiten. Nach seiner mutt r ' ^ lsnnach Perugia, studirte die ,fura daselbst, und wur^ Pai>l^Doktor. Er wurde hierauf von seinem vetter, ^elvt/^»nach Padua beruffen, welcher ihm, wie oben a ^ ^011 ^Lrelri-kresbxtsrium daselbst übergab, so er auev k