Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
926
JPEG-Download
 

926 gua

eines Connetabels , wurde aber bald darauf In der blutigenWacht bey Portiers den 19. septembr. umgebracht, und hin-terließ weder von der ersten gemahlin , Margaretha von Ta-rante, noch von der andern, Johanna von Brienne, kmder.Sein leichnam liegt in der Abtey Beaulien in der GrafschafftBrienne begraben, allwo man auch sein grabmahl mrt einemepitspkio stehet. üb. XII. D« bitt. äe Is Mai-

joa äe Kuxemb. O« kill. Lonllantinop. ssei-o». 60-Vanrmae/l,«»«,. D« Siehe BkikNNe. *

Gualterus krugenlls, wurde also genennet, weil er vonBrügge aus Flandern war. Er wurde ein Minorit , nachmalsProvincial der zu Tours gehörigen provintz, und endlich durchPapsts Nicolai III. Vermittelung Bischofs zu Poitiers. Manlobet ihn, daß er vor die ordnung und rechte der Hierarchiesehr besorgt gewesen, welches er auch bewiesen, als zu seinerzeit zwischen den Ertz-Bischöffen zu Bourdeaux und Bourgeswegen des Primats ein streit entstund. Er hielt es mit demErtz-Bischoff von Bourges , Aegidio Romano , un« auf seinveranlassen wurde Bertrandus, Ertz-Bischoff von Bourdeaux,in den bann gethan. Als aber dieser unter dem nahmen Cle-mentis V. zu der Päpstlichen würde gekommen, setzte er ihn ab,und schickte ihn in sein kloster zurück, worinn er aus Verdrußstarb. Man sagt, er habe auf seinem tod-bethe noch einenbrief geschrieben , welchen er auch nach seinem tode in seinenHänden behalten , in welchem er von dem Papste an das nächst»folgen de Loncilium oder an GOtkes gericht appelliret. Mansetzet noch hinzu, daß, als es der Papst erfahren, er an. izog.nach Poitiers gekommen sey, und als er das grab eröfnen las-sen , habe man selbige appellation gefunden, welches ihn dahinbewegte, daß er diesen leichnam an einen bessern ort legen las-sen. Als an. 1604. der Franciscaner-General daselbst hinkam,ließ er vor steh dessen grabmahl eröfnen, worüber sich derBischofs Gothofredus von St. Blin sehr beschwerte, als übereine fache, die ein eingriff in die Bischöfliche jurisdiction wä-re , welches man bey dem Thuano und Spondano weiter nach-sehen kan. Er hat geschrieben in kikros Magillri 8entenciarum;Woälibetorum Dikrum unum ; kuäimenta pro Loncionaro-ribus Kc. , säe Icript. ecclsll p. 290.

ckron. k. III. til. 24. c. 9. Stilen. Lelg.

kill. Üb. LXXXI. H>o»äa»«r, sä an. izoz. lik. XI.

ann. KIsnär. in natsl. 88. Lelgii 22. fsnuarü. 8.^/ar»

Oall. Lkrill. kibl. LeIZ. *

Gualterus Donllantienlls, aus Engelland, oder wieeinige wollen , von Coutance, einer stadt in Normandie,warb anfänglich Lrckiäisconua zu Oxford, nachmals Bischofszu Lincoln in Engelland, endlich aber an. n84- Ertz-BischoffOvn Rouen. Er trat mit König Philippo Augusts aus Franck-reich, und Henrico, Könige von Engelland, eine creutzfahrtan, schrieb auch eine relativ» darvon, nebst einigen anderntractaten. kill. kkilippi Lug. 6aU.

Dkrill. sso//?»,, äs Dill. Dat. lib. II. c. 54. äs Icript.

Lnglic.

Gualterus, Ertz-Bischoff von Canterbury, siehe Rai-naldi.

Gualterus, (Rudolphus ) war zu Zürich den 9. novembr.an. 1519. gebohren. Als sein vatter in dem vorbeygange beyeinem erbauenden Zunft - Hause von einem herunter fallendenLalcken unglücklich getödtet wurde, ist seine mutter indem sie-benden monat ihrer schwangerschafft seiner aus schrecken gene-sen , so daß niemand vermeynt hätte, daß er bey leben bleibenwürde. Er ward an. 1542. Pfarrherr der ktrche zu St. Peterdaselbst, und an. 157;. Buüingers Nachfolger, als Lmilles-es dortigen Mnilierii, und Oberst-Pfarrherr, welche stelle eran. 1585. resignirt, und an. 1586. den 2;. novembr. gestor-ben. Er war Zwinglii tochtermann, und hat das lob eines dereifrigst-und wohlberedtesten Prediger selbiger zeit , wie esdenn auch seine predigten über Jesaiam und die zwölf kleinenPropheten, vier Evangelia, ingleichen die Apostel-Geschichte,die Episteln an die Römer, Corinther , Galater rc. und ver-schiedene andere sattsam zeigen. Er hat sonsten die PsalmenDavids in das Teutsche übersetzt und mit Noten erläutert, auchsonst viel geschrieben, darunter sonderlich seine Lollacio XoviTestament! sä Orsecsm veritstem; Ortkoäoxre kiäei OoÄrinseLoissellio per Tigurin-e kcclellL Minillros; sodann Lnnotatio-nes in Liceronis Orationes Verrinss Lc äe ksge Lgraria unterdem nahmen Lkuli D^nsteri; äe Kations 8vllabarum; das inLatein übersetzte Onomaüicon sulii kollucis und verschiedeneLxiceäia und andere Larmina. Er hat sich durch fünf publi-cirte predigten von dem Antichrist einen grimmigen haß derPapisten auf den hals gezogen, so daß ihm deren viel den todgeschworen, und ihn zu ermorden sich vorgenommen, wofür eraber durch einen auf dem nrchen-wege ihm auf eine zeit erschie-nenen Engel soll gewarnet worden seyn , Hnldr. Grobius hatsein leben sehr schön in Lateinischen Versen beschrieben ; er hatteeinen einigen söhn von guter Hoffnung, der nach besuchtenAkademien in Teutschland und Cngelland, Diaconus der kirchebey St. Peter in Zürich worden, aber an. 1577. in dem fünfund zwanzigsten fahre feines alters, und also vor dem vattergestorben, und etliche gelehrte kleeias, Lpiceäia und andereDarmina hinterlassen, vitX Tkeol. p. 282.

clog. pr-estant. Tkeol. x. 201. tkescr. p. 267.

«log. lom. II. x. Lottr«^r kibl. Ti^ur. p. n;.

g « a

Helvetische kirchen-geschichte. xrrek. in lud-

* Gualterus, (Balthasar) war zu Allendorff in Thüri^gen an. l?86.den 1. May gebohren, und wurde erstlich?» -' chProfessor der Griechischen und Hebräischen spräche, t,

aber zu Gotha, und endlich zu Braunschweig Snpermten"^

an welchem letzter« ort er an. 1640. den r;. novembr. w»' ,abgegangen. Er hat kroklemats Lbrsica, Lkaläaics,

6r«ca ; Distriksm äe Donüantini Raxni Lsxtilmo, Dona ^L Degstione aä Loncilium Xicsenum; äe kap-e piimstv; ,

tkerum natum L äenstum ; ksrentationem in honorem ^

poläi Daclrelmsnni und andere mehr heraus geben

vit. krof. scnenf. class. IV. n. 46. p. 5 8- logg- ^

* Gualterus Loventrienür, ein Englischer Dittoricu^seiner vatter - stadt Coventry, in der Grafschafft Warn"»legen, zugenannt, lebte am ende des XIII. Iseculi. ErMemoriale live Dikorism kegum LneliT a temporibusDallvallsäri aä tempora kcgis käuarä! I. welche in ""denen Englischen bibliothecken in manuscript liegt;

Lbronicon Lritannvrum; Llironicon Lnglo-8sxonumdere mehr. äe fcrixk. Lngl. cent. III. x. 264. ^

, äe Dill. Dat. II. ;8. .

* Gualterus Inlulanus, oder äe Chatillon, (V^cvH'genannt , gebohren zu Ryssel , lebte am ende des XU- ^okund soll nach einigen zu Chatillon gestorben seyn, da er»Bischofs zu Maguelone auf dem Mittelländischen meer,

den Französischen küsten gewesen: welches doch andereEr schrieb Uibros X. Llexanäreiäos , oder äe Oeliis Lm .MtMagoi in heroischen versen , Straßburg i;iz. I"" n>el-1554. Lyon 1^58. in 8. läbellos tres contra luärros 1. ^che letztere Oudin an. 1692. nebst andern wercken Hera" ^1,geben. Es liegen auch noch einige «»gedruckte dingeden hin und wieder in manuscript. bim-

T'rrrLe«,. äe fcript. ecclef. bibl. fscrs.

aäverf. XXII. lö. aä kriton. p. 10.754. sssKr,r> äe D»to'k- II. lib. III. äe Dill:. Orsec. II. 27. äe kost. hat. ss ^Lrr»e/'. Spill. 75. aä Dsumium p. 178. vsr. leäl. p. 404-äe Ltat. H. 15. p'aLrlttttr, bibl. Dat. IV. 2. §. ;. ^

* Gualtieri, (Carolus) war von Orvieto, aus einema §berühmten geschlecht gebürtig, und ward anfangs Lavv ^Donlillorialis, hernach 8ecretarius in beyden ßgaaturen,endlich an. 1654. von Jnnocentio X. der fein verwandter pdurch Vermittelung der Donna Olympia, zum Card'""zum Bifchoff von Fermo gemacht. An. iüü8. trat er k»thum seinem Vetter Jannoto Gualtieri ab, und

Rom, allwo er an. 167;. starb. lall. tom. IV-relstion p. 84- Ital. 1 acr. tom. II. p. 729.

* Gualtieri, (Philippus Antonins) war denan. iü6o. zu Fermo (nicht zu Orvieto) in der Alicen»"'Marck gebohren, und ein naher anverwandter desCaroli Gualtieri. Seine familie soll um die mitte de» ^culi aus Teutschland nach Italien gekommen, und e"jenige seyn, welche in den alten geschichten Guahar^!,pnennet wird. Er selbst erwarb sich bereits in seiner M»,'solche geschicklichkeit, daß er schon in seinem fünf und?'"sten fahre kelerenäsrius beyder signaturen, und nnndarauf General-Aufseher über den Proviant, desgleiweverneur zu San-Severino, nach diesem aber zu Fa^ria«

in dem Hertzogthum Camerino, ferner zu Loretto ""n ^jek

auch Vice-Legat zu Avignon wurde,fahre gestanden, wurde er an. 1700

und >

Als er in dttsem aw-^

als PäpMer^, vieleneiaunA

tn dem Hertzogthum Mayland , ingleichen an. t 7 ^c-6.Bißthum Jmola von Elemente XI. überkommen, " M-die ehre hatte, daß ihm die von dem Papst überM» ^oe.dinals-mütze an. 1706. von Ludovico XIV. aufgefrtz" Agve^Um eben diese zeit wurde er auch zum kexato ä latere-^erEna und Romagna erkläret. Als er aber in Italien >^rrMangelangt, erhielt er die Nachricht, daß der g/ta^Morst Ä!,den er zu seiner unter Händen gehabten universal - grosissseinem zwanzigsten fahre an mit unglaublichem M "kosten gesammelt, und wovon er bey seiner abreise päreich funfzehen grosse kisten angefüllet, durch schm.^ als d ,lohren gegangen, erfuhr auch nicht lange herna^.MörN"-Kayserlichen trouppen in Ravenna eingerücket, ein g' ss»'ges schicksal, inmassen ihm allda wegen feines bekam. Mvor das Französische interesse alles genommen, » 'sich nach Rom zu retinren genöthiget wurde. /X"' d"hielt er es beständig mit Franckreich , ließ auch crla"s'Französische wapen an seinen pallast aufhängen, Amd 'adadurch, daß er sogleich darauf zum Abt von ^'^oge vdFranckreich, nachher» aber von dem Regenten, po»Orleans, zum Abt von St. Victor zu Paris, ü" bt".Könige Ludovico XV. an. 1724. zum Commarweu eRitter-orden des H. Geistes ernennet wurde. Sonn ^al>Eauch noch ohngefehr seit an. 171;. ein mitglred

äes lolcripeioos zu Paris, ingleichen 1'roteclor ve >- ,728.'»

kirchen in Engelland , und starb den 21. apr" " . stist-neun und sechzigsten fahre seines alters.

I'Lcsä. äes Inscripcicni, rom. VD. p. zLä. '

- SUslst