Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Venedig er worden ist. Endlich gieng er in dem dienste desHertzogs von Modena nach Wien und in Bayern. Er hatteVirginiam Palmiroli geheurathet, aber keine Ander bekommen.Er war ein gelehrter mann, und hat einige schriften hinterlas-sen , darunter: Orarione katta in loäe äi O. LIellanäro Liko,Plarekeke äi Larrara; ilxologia äi Leiere; karers in materiaä'üonore L äi kace.

Guarinius, (Guarinus) ein Theatiner-Mönch, gebür-tig von Modena/ des Hertzogs von Savoyen lVlstKemsticus,war in dem XVII. Iseculo bekannt. Seine klacita kkilokopkicafind zu Paris an. i66ü. und seine Loelettis ülatkematica an.168;. gedruckt worden. Sa-L.

* Guarinonus / (Christophorus) gebürtig von Verona/studirte nebst den Aitteris KumanioAKus zu Padua die Philoso-phie und Medicin / welche letztere er auch daselbst eine zeitlangprivatim gelehret / und glücklich practiciret. Darauf nahmrhn der Hertzog von Urbino / Franciscus Maria VI. zu seinemLeib-Neäico an / wornach ihn Kayser Rudolphus unter eineransehnlichen besoldung zu gleichmäßiger bedienung nach Pragberief. Unter dieser zeit that er aus andacht eine reise nachRom / da er sich bey Papst Elemente VIII. ebenfalls in so gros-se Hochachtung fetzte / daß ihn dieser gerne bey sich behaltenhätte / wo es nur der Kayser zugegeben. Er kam demnach wie-der nach Prag zurück / da er eine iteaäemiam üleäieam auf-richtete/in welcher wöchentlich von einigen Gelehrten überdiese wtssenschafft Unterredungen gehalten wurden , und starbzuletzt an. r6oi. in hohem alter, «seine schriften sind: äe dla-tura kumana 8ermones IV. äelntelleötu agente; äe 6encra-rione Viventium; äe Netkoäo Aoctrinarum, und äe krinei-xio Vensrum, welche drey zu Franckfurt l6oi. in 4. heraus ge-kommen; LommSnt. in grill. Hüt. gnimal. ibiä. löoi. in 4.Lonlilia lVleäicinalia, Venedig 1610. rc. äe Aleäi-

cis Veronenlidus. ?a/>säo^o/r kill. 6xmn. kat. tom, II. l?E-introä. in univ. art. IVleäic. 7. §. iz. x>. 244. Stolleshist. der med. gelahrthcit/ I. z. 17;.

Guarinus / ein Cardinal, war aus dem edlen geschlechtederer Foscari / oder nach andern / derer Guarini / von Bono-uien entsprossen / und trat / wider den willen seiner angehöri-gen / welche allbereits eine reiche Heurath für ihn ausgemachthatten / in gedachter seiner gedurts-stadl in den geistlichen stand.Einige zeit hernach begab er sich unter dieLanonicos KegulsresSt. Augustini / und erlangte den rühm eines so heiligen lebens/daß ihn deshalben Lucius II. zum Cardinal-Bischoff von Pale-strina erhub. Wie er nun zu annehmung solcher würde andersnicht / als durch zwang / gebracht war / also blieb er deren un-geachtet bey seiner strengen lebens-art/ verkaufte auch heimlichdie kostbare mobilien < womit ihn gemeldter Papst beschencket/und theilte den werth davon unter die armen aus / mit vorge-ben/ daß Christi diener / so hoch sie auch in der wett wären / ih-rem Meister / welcher sich selbst um ihret willen von allem ent-Llösset hätte / nackend nachfolgen mästen. In seinem vatter-lande stiftete er ein Hospital / unter dem nahmen des heiligenHiobs / und wegen der damaligen nnruhe in Italien retirirte ersich nach seiner Bischöfflichen resident; / allwo er nach vielenlöblichen thaten den 6. sebr. an. 1159. in dem no. jähre seinesalters sein leben beschloß. Sein orden feyret / mit Päpstlicherbewtlligung/ sein gedächtnis / als eines Heiligen.tom. VII. äe Lpile. krönest. in

vitaejus.

Guarinus, gebürtig von Verona / war Emanuelis LKry-solorse difcipul / und einer der vornehmsten / welchen man imXV. sseculo die restitution der studien zu verdancken hat ; wie erdenn in der Griechischen und Lateinischen spräche sehr excellirte,und selbige anfänglich zu Venedig / hernach aber zu Ferrara öf-fentlich lehrte. Papst Nicolaus V. befahl ihm den Strabonemins Latein zu übersetzen / welches er auch that / nicht wenigerübersetzte er einige Vitas und andere wercke Plutarchi / schrieb

Lrammatieam öraecam; Orstiones; Lxüiolas; Versus <Le.in elog. x. no. t-e/Äer. in bibl.

Guarinus / (Baptista) des obigen söhn / machte sichdurch seine gute wissenfchafft in sprachen sehr berühmt. Erlehrte mit guter reputation zu Ferrara / und schrieb einige bü-cher / als : äe 8eäta Lpicurea ; äs Oräine äoeenäi; äe Ke-xno aäminütrsnäo; in kaltos Oviäii; in LatuUum ; Oratio-nes und andere mehr. Er hat auch einige OraAones Demo-stheuis, Gregor« Xarisnreni und etwas von dem Lenophontejns Latein Übersetzet. äe lerixt. eccles. x. ;g6.

prXk. in Ouarinum äs oräine äoeenäi.

Guarinus, (Baptist«) war zu Ferrara an. i;;8. ge-bohren, und lehrte anfänglich die Griechische und Lateinischespräche/ hernach aber dre Moral-Philosophie zu Ferrara. Nach-gehends machte ihn sein Hertzog Alphonfus II, zum 8eerersrio,und schickte ihn in Teutschland/,Polen und nach Rom/ allwoer vor Gregorio XIII. eine schone Lateinische rede hielt. ZuVenedig brachte er sich durch eine Italiänische rede an den Rathin ansehen / wiewol bey Alphonso nachmals die vorige gnadeetwas nachließ; nach dessen tode wurde er von den Ferrarien-strn nach Rom geschickt / Paulo V. wegen seiner erhebnng aufden Päpstlichen stuhl zu gratuliren. Von dar kam er zu Vin-centio Gonzaga / Hertzoge von Mantua , hernach zu demHertzoge Ferdinands Mgno in Florentz, welcher ihn zum

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Ritter St. Stephani machte, und endlich an Hertzogs WAcisci Mariä von Urbino Hof. Er wurde von den vvrneyn"Italiänischen Academien als ein Mitglied angenommen, ^den Olympicis zu Vicenza; von den Lievstis zu Ferrara; " yder Lrulea zu Florentz ; von den Innominatis zu Parma nvon den Humoristen zu Rom. Als er aber des Hof-lebens» ^war, gieng er nach Padua / und von dar nach Ferrara, .wo er auch in Staats-sachen fleißig consnlirt wurde. Er > ^endlich an. 161;. zu Venedig / wohin er wegen einem p«gereiset war, in einem wirths-haufe. Er hat geschrieben

lere ; 8onerti e Uaärigkali; il 8e§recario ; una twl" jx,I'IIäropica ; Le. absonderlich aber durch stine Trago-Low ^ii kalter käo, ( welche anfänglich Stativs Ackermann, h-'. Ab-aber mit viel bessern, succeß Hofmannswaldau und der vo« ^schätz in Teutsche verse übersetzt /) einen grossen rühm esn'» ,elog. ä'kuom. letter. k. II. Wr/r»/, rkeatr. k. I. ^7äe tcript. tixc. XVI. mukseum Kilt. p. 129.

in pin. im. illvllr. n. z i. F're-Serr rkeatr. Laz'/e. .

Guarnel , (Alexander) ein berühmter Redner und 2 IIvon Rom aus dem XVI. Lculo. Der Hertzog von xcemachte ihn zum Ritter St. Mauritii und St. Lazari, »"Cardinal Alexander FarnesiuS / Papsts Pauli III- ^seinem 8ecrecario. Er wurde endlich mit dem nieren-wsehr überfallen / daß ihn die Neäici aufgaben. Da er o»nen tod vor äugen sahe / gieng er bey seinen fteundcnund nahm von ihnen abschied, warf sich auch zu Gregor»füssen, und suchte von ihm ablaß, welchen er auch "Alen thränen erhalten; als er kaum wieder nach Hansewar, starb er / und ward in der Arche zum heiligen Gk"graben. pin. I. n. 67. ..

Guast, (Lndovicus Berengarius äu) der vornehEvvrit Henrici III. Königs von Franckreich. Er war »magnisic, freygebig / sehr intereßirt vor seine freunde, »grosser liebhader der studien und gelehrter leuthe. Da-V , sohatte er einen aüzuhohen geist / und war allen den>en>8um seine gewogenheit sich nicht bemüheten, auf eine um«che art verdrieslich / indem er entweder Händel anoder durch Verleumdung oder auf andere art ihnen zu ycstrachtete. Den Marschaü von Bellegarde brachte er «Königs gnade, und ward an seine stelle bey dem regws«der Königlichen garbe, Nelire äe Lamp. Die Komgmselbst setzte er bey ihrem gemahl/ Henrico III. in uM»'.und bey eben demselben verkleinerte er auf alle art sowv 1 ch-bruder, den Hertzog von Alengon / Franciscum, amPil-sen schwester, die Königin Margaretham von Navarr" >nenhero diese hohe Personen und deren creaturen, won» ^ertapfere Vußi von Amboise der vornehmste war,nach Möglichkeit Verdruß zu thun sich bemüheten. ^ M-fugte es sich, daß des Cantzlers äu Prat söhn , WE' Msleaux, Antonium Aüegre-Millaud , welcher u»E,jähr zuvor seinen bruder, Nicolaum Ancienville, cnmss p Dzu Paris auf öffentlicher straffe erschiessen ließ. M.,, gelebtGuast mildem Miüaudin absonderlicher vertraullchco»^hio.so suchte er auf alle weise des Viteaux begnadigung »»dern, und da solche dennoch erfolgte, schwur Mfreundes tod an ihm zu rächen. Dieser umstände oe« ^„zg-die Königin Margaretha, den ohne diß hitzigen Vm»reihen, daß er dem äu Guast zuvor kommen mocy».letztere hatte zwar des tages allezeit eine sehr starcke K-Mg!»bey sich, die er von des Königs fteygebigkcit aufs p , »onzu tractiren pflegte; allein abends, da er gewohmeiner vornehmen maitresse heimlich besucht zu werde»Is'ordentlich nur etliche wenige von seinen leuthen um » ^dem nun Viteaux dieses und andere umstände E»,Ahe>,forscht, kam er den 1. novembr. an. i??;. mit nocy vacht andern unvermerckt bis in des äu Guast zimmer/.ihn mit einem buch in der Hand in stinem bethe liege"versetzte er ihm, ehe er an einige gegenwehr oenawol zwanzig wunden, bis er ihn völlig todt jähe r * faiidUseine leuthe einigen von denen, die sich nahe bey w", pje tc«r>gleichfalls den rest gaben. Da sie nach vollbrachter tW^st Epe wieder herunter stiegen , begegnete ihnen des au ftlii«treffe, an deren fürtuch einer von des Viteauxblutigen degen abwischte; er sechsten Viteaux flohr w ^ >Mten pferden zu dem Hertzoge von Aleiicon, der A"

aufnahm. Er ward aber den 7. aug. an. r?8;. r

gre-Millaud des von ihm getödteten Antonii fohw, Ics .deutlichen zweykampf wieder um das leben gebra«)«-^. MVGuast cörper ward mit grosser Pracht zur erden ven« . anwWseines todes aber inquirirte man nicht so scharf l»" ^ per»

wäre vermuthet worden; auch schien der Konlgi .^ger in°^nicht eben sehr zu hertzen zu nehmen , welches, nam ve>»^nung, daher gekommen , daß äu Guast ihn öfters" pEptgen leben, wvrzu er incliniret, mit nachdruai«lungen abzuziehen getrachtet. T/-E. Kilt. Kb. ' ^0. ^Kilt. äe kranee , tom. III. p. ' .

»ro/^. äe la Keine NarZuerite. „mlieN, Ä

Guastalla, ist ein besonderes Hertzogthum i».-^ ^

ches zu dem Hertzogthum Mantua ehem»ls gey w yen ^liegt selbiges in der qegend, wo der fluß Crosto> gre»?jsifällt, innerhalb des Hertzogthums Mantua, an ^ Dideo ^

des Hertzogthums Reggw. Die gantze gegend v he?