Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Cw^/lMg und fruchtbar, worzu die drey ffüsse, der Po, dietz° „ ola, und die Gagna ein grosses beytragen. Der vornehm-rssunnen hetsset gleichfalls Guastalla, welcher ein mittel-stadtlein ist an dem ffuß Crostola. Zu ausgang desllnkkä ließ es der Hertzog von Mantua auf Französischeüarck bevestigen, allein an. 1690. nöthigten ihn die' daß er alle fvrtifications wercke wiederum muste de-iassen. In der kirchen-historie ist dieser orr wegensch^ ch Concilien, die unter den Päpsten Urbanv ll. und Pa-Ig daselbst gehalten worden , berühmt. Nächst Guastal-schen « beste ort darinnen Dosolo , ein schloß an dem Po, zwi-tlya ^"^ara und L>abionelta. Die andern örter sind gantz ge-

Irol. elescr. Itol. ^o-

lien^' ^liL. äs l'Iealis? Schauplatz des krteges in Ita-

?- 7)2.

tii^Euastalla, ist eine besonderelinie, so aus der Mantua--c,M'entstanden , indem der Marggraf von Mantua , Fran-Nanön ' ^ erst diesen strich lanbes feinem jünger« söhn Ferdi-ser U ( und zwar unter dem titul einer Grafschafft gab. Die-sig ^inandus war ein treflicher kriegs-held, und versuchteÄsri, -Uassen in dem Neapolitanischen, Florentinischen undrun!Äuschen kriege , daß er von Kayser Carvlo V. anfänglichden b-König in Sicilien, und nachmals zum Gouverneurbey, 'Aayland ernennet war. Nicht lange darauf bekam er vonder »>j UM Philippo H- das commando über feine armer wi-Niederländer. Er starb aber in dieser expedition an.i^?.J^ss'uem unglücklichen fall. Sein söhn Cäsar commandirte intniijsf" die Spanische reuterey als General, und hielt bey dieserrn ""chcheu profeßion sehr viel von den Gelehrten. Er starbfix>, uuögang des XVl. Lcull. Sein söhn Fcrdtnandus ll.viw, " einen Fürsten von Guastalla zu schreiben, und warrifl j'u>r Ritter des güldenen Vliesses, sondern auch Zusticia-svk» Königreiche Neapolis, und starb an. r6;r. Seindg,, Lujar 11 . bemühete steh nach des Hertzogs Vincenlii ll.dex,,Mantua tode, selbiges Hertzogthum zu erlangen, aberduin Er starb, und hinterließ einen söhn, Ferdinan-de» - welcher an. 1678. ohne männliche erben verstarb.

einen beyden hinterlassenen töchtern ist die älteste, Annaiüy»g "' an den Hertzog von Mantua, Carolum IV. diellläim aber, Maria Victoria, an Vincentium Gonzaga ver-dacbt- worden, welches letztem vatter, Andreas, des vorge-Aj^en a-erdinandi 11 . söhn gewesen. Nun prätendirte dieserde»,MwS, als der nächste agnat, nach Ferdinandi HI. tobeso Ewigen zu succediren ; allein der Hertzog von Mantua bliebsiosf M in vosseßion, unter dem vorwande, daß er mit bes ver-" «eilen cnvin«r-a,n neemäblet, bis Nincentius,

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tvßH^Mler die belehnung, uno aucy cnvtiey m». densex lss/sd^n besitz erlangte. Er wurde an. 1708. von dem Kay-auch stIM Hertzogthummern Sabionelta und Bozzolo, wiesthM c» dem Marggrasthum Ostiano, und mit der Graf-l7v! x^omponesco bestehen , und starb an. 1714. ( nichtr.) äs den 28. april. Er, hinterließ folgende vier Ander:ben 8 k mum Ferdinandum "Gonzaga rc. welcher an. 1687.der, zz ^nwr. gebvhren, und den 19. april an. 1729. (nichtTheytz'april an-1714.) mit tode abgegangen, nachdem er mitstadt A Er tochter Philipps Landgrafen von Hessen-Darm-hatte' '"t dem 2;. febr. an. 1727. in unfruchtbarer ehe gelebettlave'bss.:) Josephum Mariam, von dem sogleich. ) Ma,ay. G, welche an. 1630. den 4. mertz gebohren, undV- dec. im ledigen stände gestorben. 4.) Eleo-de,ii ^,dlean. ^68;. den rz. novembr. gebohren, an. 1709.

scann "'- niit Francisco Maria von Medicis , PrintzenWeng.sfx vermählet, und an. 1711. den febr. in den

von

-.in.ixx' ,. ... witts

Gv„ siesetzet worden. Ietztgedachter Josephus Mariaü». rc. st» an. 1690. den 20. april gebohren, gelangte

iNex m,'.ärmlich das Hertzogthum Arriano, die Fürstenthüm-'^"a, Giovenazzo und Campvbasso, das Marggraf-iLuygFss'^chla, und die Grafschafften Alessano und St. Paolo,ges jssarscher Herold, k. II. p- ?r8- Schauplatz des krie--Italien, x. 7^. Genealogisches Handbuch.

^>Ln^^5stecam, lat. kuokeca, ein grosses land in der üu-tacg, „„t^co, im nördlichen America, begreift Panuco, Gua-, ' nv den nördlichen theil von Tlascala unter sich.

im ^ Amone, ein kleiner ort in der provintz AbruzzoMe» 9,^'"3reich Neapolis am Adriatischen meer, zwischen denAsten und Trigno. Halt man diese beschreidung gegenwe von dasiger gegend, so kommt man aufdie gedan-M LjU Mhier des Melä ll. 4. Plin. bist, nar. III. 12. Ptole-«k ^iiiuw "Uw s vder wie es in Peutingeri Isbul» heisset,^ t;7, , notitla orbis »nticzui II. 9.

^E?^tapori, ist ein fluß, in Isrrs Lirmo, im südlichen/ welcher aus dem geburge Navadas entjpringet. Es«tstor. /.Mco» Theil»

verursachet dessen Wasser die rothe ruhe, welche kranckheit aberauch gestiüet wird, wenn man eben dasselbe wasser mit zim,mek-rinde trtncket.

* Guataria, eine kleine stadt in der Spanischen provintzBiscaya, zwischen Bilbao und St. Sebastian am Cantadri-schen meer, ungefehr drey Meilen von Placentia. Von hierwar gebürtig L-ebastianus Canus oder Caen, der am aller,ersten mit seinem schiffe Victoria den gantzen erd - kreis umie,gelt hat.

Guatimala, ein groß Gouvernement von Neu-Spanienm Nord-America, welches von Guatimala, der vornehmstenprovintz darinnen, also genennet ist. Es gehet von der pro-mntz Chiava an, erstrecket sich bis an den Istkmum von Pa-nama , und begreift in sich die provintzen Vera-Paz, Soco-nusco, Guattmala, Honduras, Nicaragua, Costa-Rica undVeragua. Dre provintz Guatimala wird in der Indianischenspräche (ZuÄtuemslsc genennet, welches so viel hecht, als einverfaulter bäum, und liegt gegen die küsten der Süd-fee zu.Der boden darinnen ist fruchtbar an getreyde, und hat einengrossen Überfluß an baumwolle. Es regnet darinnen sehr fetten,wenn aber em regen fället, so geschiehet es mit grossen wasser-gussen, und dieses vornemlich von dem april an, bis qeäendem octobr., da die winde von süden oder norden Herwehen.Dieser letzte wmd wehet hier gemeiniglich nur vierzehen tage,,st aber sehr ungestüm, und bringet eine ziemliche kalte DaSland ist mtt vielen bergen und Wäldern angefüllet, und bathier und dar verschiedene flusse, welche es beydes zum jagenund fischen bequem machen. Es giebt darinnen vortreflichevieh-weyde; allem die, 1 uft ist nicht allzu gesund, auch wirddaselbst das saltz gar mühsam zubereitet. Man hat darinnendienen, welche weiß homg und wachs machen. Desaleicbenfindet man auch balsam m diestin lande, und vortreflich vasteloder Waid, so zum färben dienlich, und iusgeme npastel vonGuatimala genennet wird. Die einwohner find noch ziem-lich gelehrsam; allem, wenn sie gleich einmal den Christlichenglauben angenommen, so pflegen sie doch gar leicht wiederumin ihren vorigen aberglauben zu verfallen, woferne man nichtdißfalls ein sehr wachsames äuge auf sie hat. In dem thatvon San-^ago findet fich ein berg, welcher zu gewissen zei.ten feuer und gluende asche auSspeyet, so auf dem landeherum grossen schaden verursachet. An einem gewissen orte»welchen sie die Holle zu nennen pflegen, findet man eine quellevon siedend heißem Wasser, so an verschiedenen orten hervorquillet, und von unterjchiedener färbe ist. Aus dieser quellesammelt sich ein. kleiner fluß, so der warme genennet wird,weil er seine warme von seinem Ursprung an fast eine aannemeile behalt. Die Haupt-stadt von Guatimala ist San.^aaocli Guatimala, worinnen eine äuciiemia ist, deren aerecbti»-keit sich über sieben provintzen erstrecket; inaleichen eine Uni-versität und einBißthum, so unter den ErssBischoff von Me-xico gehöret. Sie lieget Mitten in einem thal, durch welchesmitten hindurch ein schöner fluß läuft zwischen zwey feuer-sseyenden bergen , wovon der eine, so selten brennet, nahe ander stadt, der andere aber, so unterweilen feuer auswirft, zweymalen darvon lieget. Der erddoden da herum bringt vielfrucht, so in den besten feldern mehr als hundertfältig trägt,und die benachbarten gegenden sind mit vielen fruchtbaren bau,men besetzt, welche die landschafft sehr angenehm machen. ESgiebt um selbige stadt gute vieh-weyde, und die tust ist sehr ge.fund, ob es gleich starck donnert und blitzet. Die bedientendes Königs wohnen mehrentheils daselbst, auch werden alldaalle metallen geschmoltzen. Deren einwohner treiben starckehandelschafft mit den völckern von Veragua, so gegen demlükmo von Panama zu wohnen, wodurch sie grossen reich-thum überkommen. An. 1541. wurde sie fast gantzlich durchein erschröckliches ungewitter ruiniret, welches durch eine grossewasser-fluth einen grossen theil der Häuser über einen Haussenschmiß, wobey viel einwohner, und unter andern auch die qe-mahlin des Gouverneurs, der allda restdirt, und unter keinemVice-Könige stehet, elendiglich umkamen. T 7 ,sm. 6 «^. voE.D- lMvris LmerlcT.

Guaxaca, eine provintz in Neu-Spanien, zwischen demMsr clel Xorä und lVl.v clcl 2ur gelegen. Sie hat die pro-vintz Tlascala gegen abend, und die von Chiapa gegen morgen.Die provintz hat die form einer ranke, worvon jede feite ohn-gefehr fünf und sechzig meilm ausmachet, worinnen Antequeradie Haupt-stadt ist, da ein Bischofs seinen sitz hat, welcher un-ter den Ertz-Bischoff von Mexico gehöret, darneben St. Ilde-phonso , St. Jago und Lipirim Lmo lieget. Das thalGuaxaca ist sonderlich deswegen berühmt, weil FerdinandusCortcsius, so das land erobert, daher den titul eines Marggra,fen ciel Volle bekommen. Es giebt in dieser provintz verschie-dene gold-und silber-bergwerckc, nebst vielen crystall-felstn, undeiner grossen anzahl maülbeer-baume, welche verursachen, daßder seiden-handel daselbst sehr hoch gestiegen. Der erdbodenträgt viel getreyde, wie auch einen grossen Überfluß an cacaound cochenille, und es wird gesagt, daß ihnen das cacao an,statt des gelds diene.. Es giebt m dieser provintz ;;o.ansehn,liche städte, zoo. dorfer, 2s. Dominicaner-kloster, und ver-schiedene geistliche LollsZis. c. Iv, Le diüaria

Lmerics.

2 iiiZ Guazzt,