Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Guazzt/ (Marcus) von Padua gebürtig, sonst aber sei-nem geschlechte nach von Mantua. Er hat sich sowol durch sei-nen degen als seine schriften berühmt gemacht, bis er endlichan. 1556. verstarb. Er hat geschrieben Caroli VIII. Geschichte,eine Historie seiner zeit, nebst einer Chronick der gelehrten leu-the. Wr/r«r, tlieircr.

* Euazzo, (Stephanus) war zu Casal im HertzogthumMontferrat aus einem guten geschlechte gebohren. Er gab an-fangs bey der Hertzvgin von Mantua, Margarethe, undnachmals bey dem Hertzoge von Revers , Ludovito Gonzaaa,einen 8ecremrium ab, und starb zuletzt zu Pavia den 6. decembr.an. 159;. Er bat in seinem vatterlande ums jähr 1566. dieAcademie äexl'Illuürsn gestiftet, welche aber nach ungefehrzwanzig jähren wieder eingegangen. Man hat von ihm in Ita-liänischer spräche, in welcher er sich einer grossen reinlichkeitbeflissen, zwölf I)lÄloZo8, welche zu Venedig 1590. in 8. ge-druckt , eine sammlung von briefen, und das bekannte buchlie Livili Lonverültinns, welches zu Venedig 1607. in 8. her-aus gekommen, hernach öfters aufgeleget, anch von HeinrichCoggemann zu Coln 1585. ins Lateinische und von andern insFranzösische übersetzet worden. rksatr. wm. II. Oe-

, iüoris äells volMr koelis tom. IV. p. 48.

still. äLLcl. Itiil. p. n. Glottes hist. der gelayrth. k. III. c.;.

z. 7. x. 66s.

Gubecius , (Matthäus) war das Haupt der an. i;?;. inUngarn rebellirenden bauren. Der ansang zu diesem aufstandeward zwischen der Culp und Sau gemacht, und als die zahlder rebelten bis auf 10000. angewachsen, erwehlten sie diesenGubecium zu ihrem anführer. Er hausete mit dem Adel unddessen güthern sehr übel, und gieng damit um, wie er dieKarndter und andere benachbarte völcker auf seine seite bringenmochte. , Allein der Adel, und was von regulirten tronppenin der nahe stunde, kamen ihm zu bald auf den hals, da erzwar die seinigen tapfer anfrischte, und neben ihnen eine Zeit-lang verzweifelt föchte, aber endlich durch die reuterey und daskleine geschütz des feindes zertrennt und gefangen , auch, nach-dem man ihm eine eiserne glüende crone aufgesetzt, mit zangenzerrissen , und geviertheilet wurde. still. Ilunx.

lib. XXIV. borl-o/f. ckron. p. 699. *

Gubel-Haman, eine Herrschafft im glückseligen Arabien,gegen die Arabische see zu, hat eine stadt gleiches nahmens.§a»/s», Nelciiptio stüse.

Guben, eine der grösten städte in Nieder-Laußnitz an derNeisse, wo die Lube hinein fällt, gegen die grentze des Bran-denburgischen Hertzogthums Croffen; sie giebt dem Gubeni-schen kreis den nahmen, und gehöret, wie die übrige Nieder-Lausitz, dem Hertzoge von Sachsen - Merseburg. Zur zeitKaysers Henrici äucupis ist der ort noch gar geringe gewesen,und hat allererst zu Marggraf Conradi M. zeiten von Meistenangefangen zu einer stadt zu werden , da solcher und sein söhnDietrich neue einwohner aus Sachsen, Francken, Ost-Frieß-land und Geldern, dahin gebracht. Mit mauren ist es erstum das jähr izzi. unter dem Böhmischen Könige Johanne,umgeben worden, die im Hußiten-kriege an. 1425. von deneinwohnern reparirt worden ; doch dem ungeachtet eroberten dieHnßiten den ort an. 14;?. hauseten darinnen gar übel, undruinirlen ihn. An. 1476. und folgende jähre wurde er vonHertzog Johann von Sagan öfters feindlich angegriffen; so er-litte er auch von des Königs Matthiä nach der Marck geschicktenvölckern an. 148?. grossen schaden. An. iszi. wurde Gubenvon denen bey Leipzig durch die Schweden geschlagenen Kayser-lichen völcker ausgeplündert; so hatte es auch nach der Handin solchem kriege viel ungemach, sonderlich, da an. 1642.der Schwedische General Stallhanzsch die Sächsische darin-nen bey drey Wochen belagerte, und endlich zwang, die stadtzu verlassen, und in aller stille sich zu retiriren, darauf der ortbrandfchatzung erlegen muffe. An. 164;. repousiirte die hierliegende Sächsische besatzung den davor gerückten SchwedischenObersten Peter Andersohn. Ehemals war auch ausserhalb derstadt ein berühmtes Jungfrauen-kloster, welches in den confir-mirten xrivilexüs Kaysers Wenceslai an. 1411. und «Oigis-mundt an. 1414. als ein Land - Stand angeführt wird; es istaber solches an. 14)7. in gedachtem Hußiten - kriege gantz zer-stört ,, und nunmehro mit seiner zugehör sowol zu pn« coulis,als einem Lands-Herrschafftlichen Amte angewendet worden.Denn Hertzog Christian von Sachsen - Merseburg hat hier einSaltz-Ämt angelegt, unter dessen obsicht aus dem im wasserzerlassenen see-saltze rein saltz gesotten, und durchs gantze landverführet wird. Der ort hat eine hübsche Pfarr-kirche, des-gleichen die Wendische kirche vor dem kloster-thor, ein ansehn-liches Rath-haus ; sonsten besteht die nahruna der stadt in dier-brauen, wein-und acker-bau; die vorbey fliehende Neisse dienetanch ziemlich beladene kähne nach Franckfurt an der Oder zubringen. (Frosters Lausitzische merckwurd. k. III.

Lausitzische beschreibung, x. 6;.

Guber, ein Afticanisches Königreich in der landschafft derSchwartzen, zwischen dem fluß Nilo und der landschafftGuinea, welches verschiedene wohl bewohnte städte in sich hat,worinnen sich fünf bis sechstausend familien aufhalten. DieHaupt-stadt heißt gleichfalls Guber, allwo der König residirt,

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der überfein land ein soliveraimr Herr ist.

ckelcr. Lfticse.

Gucheu , eine grosse stadt in der vrovintz Quangsi in ChinAwelche in einer landschafft gleiches nahmens der vornehrmnist, und neun andere städte unter sich hat. Insonderheit li> ^ser ort wegen des guten Handels, so daselbst getrieben wird/st ^berühmt, worzu verschiedene zusammen lauffende flüsse ffyr ^quem fallen, unter welchen der vornehmste Takiang gem'chwird. Das land hat einen grossen Überfluß an zmnober/ 'si-cher aus den darzu gehörigen bergen gegraben wird. M«« / ^der daselbst schlangen, welche, wie die Chineser berichte»/ruthen in die länge ausmachen. Es giebt auch darinnenceroteN und äffen mit gelben haaren, menschlichen >aund kleinen durchdringenden stimmen, fast wie die weivchaben pflegen. Unweit Polin , so eine von den städtt»Herrschafft ist, lieget der berg Han , welchen man den r«berg zu nennen pfleget; denn ob er wol in der 2ona w ^lieget, so ist es doch nichts destoweniger oben über allekalt. Nicht weit von der stadt Pelieu lieget der berg Ho / Mder sogenannte feuer-berg, welcher diesen nahmen daycc / ^weil man darauf alle nächte licht zu sehen pfleget, g^ich ss ^kertzen darauf brennelen. Vermuthlich mag solches von ^gewissen art grosser Johannes-würmer Herrühren, so etw^"dem berge zu finden sind, oder noch vielmehr von starke« Abli-sten , welche aus der erde aufsteigen können. Gegen das zMche theil von Gucheu zu lieget der kleine see Go, wo 0^,. xjeje-von Pegao vormals zehen crocodille hielt, welchen er an- ^nigen vorwerffen ließ, die einiger verbrechen beschuldige» sthz,den, da denn , wie man vorgiebt, die unschuldigen unsdigt geblieben, die schuldigen aber alfofort aufgefressencielcrixt. cle la Lstlne. *

Gudavir», ein Königreich, siehe Andragiri. ^

Gude , (Marquard) Dänischer Staats - Rath u^Arig/rühmter kol^Killor, war von Rendsburg aus Holstein g^allwo fein vattcr, Hans, die stelle eines Rathsherrn oc» ^te. Den gründ seiner studien legte er in seiner geon^M'»/von da gieng er nach Wüten berg und Franckfurt anendlich aber reisete er in Holland, allwo ihn an. 1659- o^spre-zu Amsterdam, da er noch ziemlich jung war, w"chung eines grossen gratials, ja gar eines öffentlichen A^nessorats dahin bewegen wollte, daß er BlondelUin Lsronli annoles in ordnung bringen und ediren l.om'lein Gude trug belieben, die weit zu erst weiter zuwegen er auch , da ihm der ältere Gronovius eine H0tn^„elcharge bey einem vornehmen vom Adel aus Holland, ^ ^etzt-Sciassen, verschaffte, diese offerten des Raths abschlug-gedachten seinen untergebenen brachte er nicht nur » Mvon der reise in Italien wiederum in sein vatterlano ssondern es trug auch derselbe gegen Gudium eine so to>>^ chi-liebe, daß er mit ihm in Holstein gieng, und als er "" Me.chen jähren daselbst verstarb, ihn gar zu seinem erben ^0Dadurch fand er sich nun in dem stände, rare m-muic"!bücher sich anzuschaffen , auch sonsten schöne inlcnxtioo ^zusuchen. Bey der zurückkunft in sein vatterland wursfänglich LibliocheLsriuz über die Gottorpische biblioty ^ starbnachmals Staats-Rath des Königs in Dänemarck. ^ stpcran. 1689. da er noch etliche stunden vor seinem tobe w. ^ilenClementem lUexsnürinum geschrieben. Bey lewe>hat er nichts ediret, ausser einem kleinen tractat 16^'Lmlcbriüo, welcher in Griechischer spräche zu Pn", jl desgedruckt ist. Petrus Burmannus hat seine diestr

«Larravii zu Utrecht an. 1697. heraus gegeben; ^-^sthat auch Phädri fabeln mit Gudli nvten edüt. , EGudius auch vorgehabt, Gruteri Opus lnloriptio ,nnoch vielen andern inssriptionibus, deren er vier v ^ jc>-4. zusammen gebracht, zu ediren. Allein diese sino ^nem tode Grävio zugeschickt worden, welcher davon i^ao z»in fol. zusammen gebracht, die übrigen aberperfectioniren hinterlassen, welche auch zu Amsterdam Mora/an das licht gekommen. Beckmanns Anhaltum ^ , >k. I. p. in Limbria literLta.

6uiilii <L 8srrsvii epill. p,gvbiss

Tentzelö Unterredung, x. 80;. fcgg. ro > ^

f Als er mit seinem untergebenen , Sattl. S W-Schaz , (nicht Sciassen) aus Italien, FranckrelM ^gelland, da er bereits aller orten die rarsten bucw ^jeder»'fcripte und inscriptionen aufgesucht, nach H?", ^ i664>zurückgekommen, wurde er auf Gräviivorfchiag "'^»fn»einer krokellion nach Duisburg, und vier Issm, d>-,,Deventer, ingleichen auch nach Amsterdam oerm>aber alle ausgefchlagen. Hierauf verfügte er jlw . stch aoaelelllcbakst oinlflein , h; »/» »

in Holstein mit tode abgegangen, erbte " f,''a,iverm""W.und sehr ansehnliches vermögen; wiewol H,,

des verstorbenen ihm deswegen viele Handel1678. aber fiel er bey seinem Printzen aus

chen in Ungnade; dagegen er hernach vom