Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Aätck in dienste aufgenommen, und zu einem Staats-Rath er-Mtt wurde. Seine hinterlassene manuscripre sind grosten-Mls m die Wolffenbüttelische bibliolheck gekommen. Seine, 7 , ^iprione8 sntiguee guuni 6r-ecoe tum Larin°e aber sind al-s'M an. 17; i. zu Leuwarden von Franc. Hesselio völlig an^ licht gesiellet worden. Grävius hat sich nur die noten,s^che Gudius zu seinem exemplar von Gruteri IKetsuro ge-rben , in seiner neuen aufläge zu nutze gemacht, welche.isscke aber gantz unterschieden sind. ,

X. x. n.

Eude, (Henricus Ludovicus) von geburt ein Holsteiner,«nb bruders söhn des berühmten Marquardt Gudii, hatte dieOlsten provintzen von Europa durchreiset, und sich zugleich die'"/wen derselben sprachen bekannt gemacht. Er ward deswe-zum Regierungs - 8scrersrio bey der Cantzley in Coppen-Mgengemacht; welche bedienung er überaus liebe zu einemgezwungenen leben wieder aufgab, und sich anfangs nachMg, hernach aber nach Halle begab, da er verschiedene"eine wercke, und insonderheit die meisten Staaten von Eu-g schrieb. So halt man auch davor, daß er der surborÜberschrift sey: Nachricht von des H. Römischen ReichsMhl - Stadt Franckfurt am Mayn. Senckenbergs (eleck.

^ tom. I. plLk. x. 14. Er starb endlich daselbst zuM des nov. an. 1707. nachdem er zuvor viele widrige Lcs"gestanden, und durch allzuhitzige geträncke alle seine ge-Mhs-kräfften und geschicklichkeit zu der arbeit verlohren. Beck-«anns Anhältische hist. k. I. o. r. §. 8 . p. 5.

hGkidelinus, (Petrus) ein berühmter Niederländischers»chtsgelehrter, war zu Ath im Hennegau den 8 . aug. an.

> "e>. gedohren. Als er seine kunäsmems im vatterlande ge-M, kam er in dem 14. jähre seines alters nach Löven, undMlrte in dem Loilegio kslconenst die Philosophie, hieraufjMe er sich auf das ,fu8, wurde auch an. 1572. Licentiat dar-s'M. Hierauf gieng er nach Mecheln, und practicirte da-k. °>t vor dem hohen Rath, wurde hernach von Wamesio undnach Löven gezogen, woselbst er 17. jähr lehrete, bisl»,südlich an. 1619. starb. Er hinterließ 2. söhne, Philippumfle 7 detrum Paulum. Man hat von ihm LomiNLMsriormnp chrs novillimo llbros Vl.; äs lure keuäorum; äe ^urs^ Kegulsrum ^uris ; kelponliones sä jf.; Xo-

^ ^Lliolir sä Oecretsles ; äs Testsmentis; sä Instituts.V> g-r bitzl. 8-rvrre» ütbenre Lelg. tkestr.

^ vLt. p.; 6. , in Lxon/mol. Lrit.

gh Gudenus, ein vor zeiten in den Niederlanden, nachheroZlu, 'st Ober-Teutschland , und zwar der Ober-Rheinischenwstgchafft, theils auch den Oesterreichischen Land-Ständenkam gwte adeliche und Freyherrliche familie. Johannesh°>st,dey damaligen Niederländischen troublen mit Printz Wil-dem, 5 Oranien von dorten in die Grafschafft Nassau, nachwzstHessen, und starb an. 1584. Dessen söhn Christoph dienteW^stb dem, wegen der Polnischen Cron zwischen Sigis-wi>w ul. aus Schweden, und dem Ertz-Hertzoge Marimi-kggstd an. i;87> entstandenen kriege als Rittmeister in Polen,Ha»«?" bannen zurück, und wurde Fürstl. Heßischer Lands«Ävi-id """ bes Amts Sondra. Dieser erzeugte an. 1596.

? welcher nach vielen in den Schwedischen UnruhenMag" kstis, als Chur-Mayntzischer Amtmann zu Treffurthsch.st'^n ist; von dessen söhnen war Johann Daniel, Bi-Utica , und Ertz-Bstchöfflicher Mayntzischer 8ustrsgs-Chriw §^mt, und starb an. 1694. Von folgenden aber, alskik-« Urdan Ferdinand, Georg Friedrich und Johann Mo-welche sämtlich zu ansehnlichen Churfürstlichen char-

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UvteiÄstststet, findet sich diese familie nunmehro in 4. linienbebst «««en' deren die erste in Oesterreich etabliret, und alldabis ei« «?st güthern die Herrschafft Hardenstein und Fölling,Ia,,a'st "eicommistum fsmilise besitzet; auch besassen sie vonlveL st'bhren die Graf- Zoborische Herrschasst Hvliz pfands-thrst. 'st Ungarn; nachdem solche aber des Hertzogs von Lo-tvgedg Hoheit an. 1776. gegen 120000. gülden an sich lösete,ehe ^ dagegen von den Grafen von Lamberg die ansehuli-rrv^^bschafft Waidhofen an den Böhmischen grentzen fürder »st gülden eigenthümlich erkauft. Deren heutiger innha-c»ckk>^whann Joseph Frantz, Freyherr von Gndenus, ein"nd «^'^ophori, so als Chur-Mayntzischer geheimer Rathche„ ^Wender Minister viele jähr hindurch an dem Kayserli-herrijZ°'5 gestanden. An. 1696. wurde ihm der Reichs-Frey-ka "Lud von ihro Kayserl. Majestät ertheilet; mit Cla-"blh wÄ bes Oesterreichischen Cantzlers Freyherr» von Thavo-, /Ostler, zeugte er 24. kinder, von denen erwachsen:be»a,, ristvph Rudolph, sticcedirte in den vätterlichen char«Se st,« 'J04. bliebe ledigen stands, und resignirte seine char-«an vruder.

^che,s°«Ferdinand, vermählet mit Josepha, Freyin vonH)c>_^Li Ungerhausen; dessen kinder sind der oben gemeldteFrantz, 2.) Franciscus äs Paula Joseph JohannesUg r.) Philipp Joseph Anton, und einzige rechter, Ma-sty vost bmga Joseph«, vermählt an Joseph Volckard, Gra-Aafsch'Luersberg, Freyherrn auf Schönberg, Herrn der"wam Peulenstein.

' -^hann Albert, Malthefer Ordenö-Geistlicher Comman-

deur zu St. Johannes in Wien ; hält sich aber von an. 1707.zu Rom auf, woselbst ihn Papst Clemens XII. zu einem Lese*Isw Oomelkico und Hstsrsnäsrio utrmlgus 8ignsmrL ernen-net hat, und in dieser würde annoch lebet.

4.) Anton Frantz, fuccedirte nach dem lobe seines bcudersPhilipp Ferdinand in dessen pvsten als Chur-Mayntzischer ge-heimer Rath und residirender Minister an dem KayserlichesHofe, auch Reichs-Isxswr; er war vorher Chur-Psaitzsschergeheimer Rath der adelichen banck, und Vlce-Hos-Rlchter;empfieng an. 17; 9. als zweyter Chur-Mayntzischer Gesandter,nebst dem Grafen von Elz, die ChurfürsMche lehrn für demKayserlichen thron. Von den schwestern waren vermahlt: Eleo-nora, erstilch an Joftph Albrecht, Grafen von Klotzet, Freyherrnauf Altenach, Herrn zu Schallaburg und Sechtenberg; zwey«tens an X. X. Grafen von Ferraro, Kayserl. Obersten; Jo-hanna , erstlich an X. Freyherrn von Braßican, zweylens an X,Grasen von Uberacker, Kayserlichen Hguptmann vorn Printz»Eugenischen regiment, Hochfürstl. Oaltzburgifchen Cammer-Herrn; Susanna Josepha Felicitas, an pen Chur-Mayntzische»geheimen Rath Johann Jacob Lmicker, von Lutzenwlck, Herrnzu Dennstett und Niedertrefenbach; Francista, an Frantz Wil-derich von Mentzhengen, Reichs-Hos-Rath; Ludovica an X.Baron von Keller, Kayserlichen Hof-Cammer-Ralh; Maximi-lian« und Caroiina, Dominicaner-Nonnen m dem adetlchen klo-ster zu Tuln, unter dem nahmen Augustina und Cöiestina.

Von beyden söhnen Urban Ferdinands von Gudenus, Chur-Mayntzischen Hos-Raths, oder der andern liuie hinterließ:

r.) Johann Christoph, Chur-Mayntzischer Hof-und Regie-rungs-Rath, zwey söhne: Philipp Frantz Ignatz, Chur-Mayn.tzischen General-Adjutanten und Oberst-Wachtmeister desWamboldischen regiments zu fuß; dieser befände sich nach demletzten mit der Ottvmannischen Pforte geschlossenen frieden an.1740. unter der den Kayserlichen Groß-Bvtljchaffler nach Con-stantinopel begleitenden adelichen suite; darin Valentin Fer.dinand Leopold, des Stifts zu Aschaffenburg Capitular-Herrn.

2.) Valentin Ferdinand, des Kayserlichen und Reichs-Cam«mer-Gerichts ällellor, von welchem besonders. Deren schwe-ster, Maria Catharina, war vermählt an Veit Frantz, Frey-herr» von Reigersberg auf Nandeck, Herrn zu Btsterscheidund Sehlen, Kayserlichen würcklichen Relchs-HosRath, Chur-Mayntztschen geheimen Rath, Cammer-Herrn und Amtmannzu Cronberg.

Die dritte linie ist durch die söhne Georg Friedrichs, nach,folgers in dem vätterlichen amt Treffurth, nicht fortgesetzetworden , Massen dessen drey aus der ehe mit Dorothea Hed-wtg von der Weser erzeugte söhne geistliche ordeus - ständeerwehleten, und zwey als Jesuiten, einer aber als Domini-caner verstorben; von den töchlern , so von der dritten ehe mitMagdalena Francisca von Jffelbach waren, starb Maria Fran-cisca in dem Carmeliter - Barfüßer - orden zu Cöln ; Ma-ria Wilhelmina war an den Chur - Mayntzischen geheimenRath, Conferentz-Minister und Hof-Cantzler von Laffer ver-heuraihet.

Die vierte linie bestehet in den nachkommen Johann Mo-ritz von Gudenus, von welchem ein besonderer artickul handelt.Von dessen söhnen wurde Christoph Jgnatius an. 172;. alsBischofs zu Anemovia, und Ertz - Btschöffiichcr MayntzischerLulkrsgsnsus zu Erfurt geweyhet; Johann Leopold ^ Dom,Herr zu Costantz, an. 1710. vom Papst Elemente XI. zumBischofs zu Bergamo ernennet, und zu Rom consecriret, 8u5-Lsgsneus zu Worms, starb daselbst an. 171;. im ;<s. ,ahre sei»nes alters. Daniel Moritz, Chur-Mayntzischer Regierungs-Rath und kr-xli-8 der Churfürstlichen Civil - und Criminal-Ge«richte zu Erfurt: verheurathet i.) mit Anna Salome, Her-mann Jacobi von Ehrencron und Salome von Laster tochier:2.) mit Maria Barbara, Johann Jacobi von Btlstein undAgatha von Bingen tochter.

Friedrich Wilhelm, Oberster des Franckischen kreises über einregiment zu fuß. Seine gemahlinnen waren, 1.) Anna Elisabe,tha Maria Emiliana, Philipp Rudolphs, Grafen von Latten,bach und Rheinstein, und Helenä von Buttlar tochter. 2.) Do-rothea Sophia, Ottonis Freyherrn von Pflug, Sachscn-Else,nachstehen Ober-Hofund Land - Jägermeisters, und BemnäFreyin von Schaumberg tochter. GenealogischerE, II. stück p. 27. Hrftor. Nachrichten, VIII. theil p. 7---.Europäischer Staats - LI. theil p. 22;. LX. theil

x.1090. von Falckenstein, Thüringische chronick.

* Gudenus, (Johann Moritz von) gebohren an. 16,9.,ar Chur - Mayntzischer fürsitzender Regierungs - Rath undZtadt-Schultheiß zu Erfurt. Diese letztere charge, so dajelbstchr ansehnlich ist, führet das pr^s-älum in dasigen Civil - und

cktMinal-Stadt-und Land-Gerichren, nicht weniger mich ln da«qer reqierung Immeäisre nach dem Churfürstlichen Dtatthalsw. Von ihm feynd im druck heraus gekommen Million Lrtur.-nsts libri IV sb urbe conäics sä reäuÄsm. Er war lowol INlvil-als staats-sachen fürtreflich gegründet, und ein eifriger lieb,aber der qerechtigkeit, wodurch er sich grossen rühm und liebee» den lands-einwohnern erworben. Bey so fürnehmen eigen,dafften ist er mehrmals an Chur-und Fürstliche Höfe in wich-

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