Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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tigen Verrichtungen abgesandt worden; starb aber frühzeitigan. 1688. im 4y. jähre seines alters. amial. 83x011.

k 9 j 9 - 5 t 7- ; ; ;. /rtt. x. 260. segg.

* Gudenus, (Valentin Ferdinand von) des Kaystrl. undReichs-Cammer-Gerichts Assessor, der jüngere söhn abgedach-ten Urban Ferdinands, und Mechtildis Catharinä von Burch,wurde in dem 16. jähre seines alters nach Turin geschickt, allwoer sowol der Rechtsgelehrtheit bey dem berühmten Rechts-Leh-rer dasiger Universität und Commendatoren des ordens St. La-züri und Mauritii, Emanuel Philibert Pancalbo, als andernwissenschafften und adelichen exercitü« obgelegen, von bannener sich nach Rom, Neapel, und über Venedig und Wien inTeutschland zurück begeben; ward anfänglich Fürstlich - Badi-sther Hof-Rath, welche dicnste er aber nach erfolgten, tobe desberühmten Printz Louis aufgab, nachhero aber Chur-Mayntzi-sther Hof-und Revisions-Rath. An. 1722. ward er von feitendes Fränckischen kreises zum Beysitzer des Kaystrl. und Reichs-Cammer-Gerichts präsentiret, auch an. 1724. zur würckli-chen introduction beruffen., In re äixlomarica hat er vermit-telst durchsuchung vieler furnehmen Archiven sich grosse er-kenntnis erworben; wie dann in den präfationen über die 8cri-xrores Herum Mogiwtiacarum der Professor Iohannis ein sol-ches anrühmt, daß er zu dieses grossen wercks Herstellung einen«»gemeinen beytrug gethan. An. 1728. gab er 87llogsu I. vi-xlomstleorum heraus. Von metallen, besonders aller fortenrarer thaler, besitzet er nach langwieriger collectiv» ein gantz aus-erlesenes cabinet, dessen catAlogus nebst einigen noten an. 17,4.zu Wetzlar Herfür kommen; wie auch an. 17;?. ein ^VeäissmaDixlomaticum , unter dem titul r Lancellinu« , fürte 6311 celi-M8, darinnen ein und andere anmerckungen circa incsrriwäi-ueni nominum xroxriorum in sntiguis ckartis occurrcntiumanzutreffen ist. LrriäitsittM , mens. 06. 172;. p. 4;;. L4; 7. menf. wart. 1729. p. izo. Er verheurathete sich erstlich mitMaria Catharina, einer tochter Gottfrieds von Wachtendonck,und Evä von Hudde; zweytens mit Friderica Julian«, Eber-hard Ludwigs von Holtz, und Amaliä Louifä von Wolmers-hausen tochter, des Kaystrl. Oberst-Wachtmeisters Alt-Wür-lembergifchen regiments, Johann Christophs von Mentzingen,Wittib; drittens mit August« Sophia Charlotla, einer tochterdes Kaystrl. General-Wachtmeisters Albrechts, Freyherr« vonElstern, und Eleonorä Polexinä von Leutrum, Heinrich Bern-hards von Stein zu Alten-Stein wittib.

Guebriant, (Joh. Baptist« äs Budes, Graf von) Mar-schall von Franckreich, war auf dem schloß Pleßis - Budes inBretagne den 2. febr. an. 1602. gebohren. Sein vatter warCarl von Budes, Herr von Hirel, Baron Sace, die mutieraber Anna von Budes, Frau von Quatrevaux. Erstlich dien-te er in Holland, und als er nach Franckreich zurück kam, wi-der die Hugenotten, da er in der belagerung Alais und Vi-gon gar gefährlich an dem backen verwundet ward. An. i6;o.wurde er Oberster über das regiment von Piemont, und 2. jährhernach über das von der garde. An. 16;;. diente er unter desKönigs armee in Deutschland, hielt sich bey verschiedenen ge-legenheiten wohl, wurde in dem folgenden jähre zum Feld-Mar-fchall gemacht, und führte die armee aus dem Veltlin in diekrsncke-Lomte, um sich mit dem Hertzoge von Longueville zuconjungiren. Nachmals muste er sich zu der Weimarischen ar-mee in Teutschland unter Hertzog Bernharden begeben, da er zuder victorie, welche derselbige an. iü;8. über die Kaystrlichenam Rheinstrom erhielte, wie auch zu der eroberung von Bri-sach nicht wenig beytrug. Das folgende jähr nahm er ver-schiedene örter in der krancsie-Loimc ein, versicherte sich auchnach des Hertzvgs von Weimar tobe der stadt Brisach, undentsetzte Bingen. An. 1641. beförderte er den glücklichen fuc-ceß der schlacht bey Wolssenbüttel. Ein jähr darnach, alser General-Lieutenant von des Königs armee ward, gewanner den 17. jan. die schlacht bey Ortungen ohnfern Coln, wo-bey der Kayserliche General Lamboy nebst dem Mercy ge-fangen wurde. Nach diesem eroberte er Ortungen, Neüs,Kempen, rc. und erhielt den folgenden 22. mart. den Mar-schalls-stab von Franckreich. Allein er genoß diese würde nichtlange; denn als er den 7. nov. an. 164z. Rotweil belagerte,wurde er den 17. nov. mit einer falconet-kugel getroffen, wor-an er den 24. nachdem er die stadt gewonnen, starb. Seinleichnam wurde zu Paris in der kirche äs dlücrs - Damemit grosser pracht begraben. Er hinterließ von seiner gemah-lt» , Renata äu Bec, keine erben. Sein bruder Jvon hinter-ließ eine tochter, Renata von Budes, welche durch ihre Heu-rath mit Sebastian, Marquis von Rosmadec und Molac,Gouverneur von Nantes, die erbschasst von dem Hause Gue-briant an. 169;. an das von Rosmadec gebracht. Lat-o«.

la vie clu Dlnrecn. äe Lueüriant. comm. äs

reb. 8uec.

Guebriant, (Renata ck» Bec, Marsihallin von) war einetochter Renati von Bec, Marqurs von Vardes, Ritters derKöniglichen orden, Gouverneurs von la Capelle und dem Her-tzvgthum Tierasche, und eine schwester Renati von Bec, wel-cher sich mit einer Gräfin von Mvret, Königs Henrici IV. mai-tresse, vermählte. Sie hatte auch noch einen bruder, wel-cher in Italien durch die Banditen ermordet worden. Ihreeltern wollten sie anfänglich mit einem sehr reichen mann ver-mählen, sie stieß aber solches wieder über den Haussen, und

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nahm den bemeldten Grafen Guebriant, ob er gleich einwar, weil sie wohl sahe, daß er im kriege avanciren wuro('wie sie denn auch durch ihre intriguen ihm den Marscyau^stab zuwege brachte. Als dem Könige Uladislao IV. r»Polen an. 1645. die Printzeßin Louis« Maria von Gonzas«(die er sich durch einen Abgesandten in Franckreich haue ^mähten lassen) sollte zugeführet werden, wurde sie erjeye>'selbige zu begleiten, und zwar unter einem neuen chara»als Lmb-Märice exrraoräinsire und oberste Hofmeister»», > ^te dabey auch grosse ehre ein, und wurde aller orten inbarer achtung gehalten; sie bekam aber deshalben mit .Bregi, Französischem Ambaffador in Polen, viel streit, ^wol sie ihren character wohl zu bekleiden ivußte. Aus Pv'nahm sie ihre rück-reise durch die erb-lande und Italiensie bis nach Rom fortgieng, und ihren weg weiters oudas Florentinische und Genuesische in Franckreich »ay> ^bey welchem allen ihro von den Fürsten und Republickenlandes, gar eine sonderbare ehre widerführe. Sie war r ^Frau von grossen qualitäten, aber dabey von »»„gemeinen n«guen; wie sie denn den Gouverneur von Brisach, Chariev" jdurch list in atrest brachte, und selbsten gern solch Gouverneman sich gezogen hätte. Endlich wurde sie von der KönuMria Theresia , zur ersten Dame ä'bonneur designirt , sta^.^sauf der reise zu Perigueux den 2. sept. an. 1659. Barcv'^nennet sie in Kuxliormioiie Oalmam. /.«l-sAik«»',LueüriaM, vo^aZe äs la Keine äs pologne, 6-sux memoires äs Lastelnau tom. II. p. zoo.biü. äs red. Oall. lik. 111. p. 176. , äs reb. ^

liü. II. c. 6. L üb. VIII. c. 8- ex. 149. L i?

, p. 28. Laz»/-. * , ^

Gueguerre, eine Aethiopische insul in dem Nilo, w»rd ^heut zu tage nach ihrem alten nahmen Meroe genenner, >

Meroe.

ver-

Guei, des Kaysers Tienki in China favorit, war einschnittener, »velcher durch die bey dem gedachtenerhaltene gnade so mächtig würde, daß er das gan?eregierte, und von dem Käyser selbst mit dem titul eine» ^ters beehret wurde. Allein dieser ihm angetragenen ^mißbrauchte er sich gar sehr, indem er alle diejenigennicht wohl leiden konnte, um geringer Ursachen willenten ließ. Als Tienki an. 1623. mit tobe abgieng, st»c-dessen bruder Zunchin, so der nächste Cron-erbe war, an veceßton zu hindern. Allein es gieng ihm nicht von stntss" ^ erso bald als Zunchin die regierung überkommen,diesen hochmütigen diener von dem Hofe hinweg, , j„-

aus ein Mittel bedacht, ihn, ehe man sich dessen versähe zu-richten zu lassen. Zu solchem ende befahl er ihm,serlichen gräber zu besuchen, um zu sehen, ob daran jch,verbessern wäre, welches an sich selbst eine anschnlicye .jch-tung war. Allein so bald er weit genug weg war, »wte man ihm an dem von dem Kayser bestimmten orte e»n-^ne büchse, worinnen ein seidener strick war, mit weicyc»'selbst aufhencken Muste. , kello ssartsrico x-» ' Atl,

*Guerntzius, (Christian) war zu Kola in dein dm ,,^ben an. i;9». den i;. ocrob. gebohren, und legte dirtenberg anfangs auf die Theologie, nachgehends averRechte, worauf er die stelle eines KsÄori« bey dem V? M>g.in Halle erhielt, und an. i6;o. den ;. april mit tohe " ^o-Man hat von ihm 87110x611 6eoAraxkise 8trabonl» > ^ Do-xrspliiam; 87661113 sskeclogicum; Oivitiss fvangLUminicslium; Oelicias Lxistolicas; ßus keuäale;

Institutionum ^uüinisni Lc. äisr. bleckt

* Gülderrburg, oder Gylenborg, ein Gräflichesin Schweden, von weichern an. 1729. folgende beruy"i.) Carl, Grafvon Gyllenborg, Königl. SchwedlMr ^^BRath: 2.) Johann, General-Adjutant bey dem bei»reqirnent; ;.) Gustav Samuel, Protocoll-8ecrst3MKöniglichen Sermt; 4.) Friedrich, Königl. Camm^c,^welcher an. 17;;. an des verstorbenen Grafen n-'Mfl»c'stirn stelle Lagmann auf Gothland wurde. Ein junge ^ s)oNses geschlechts gieng den 26. april an. i?;4. mit toor ^

Henel, an. 1729. florir. Schrved. x. 4.67- "7-," ,jcheP^

Güldencron, ein Cistercienser-kloster im Könilss' chchigsmen, sonsten Lateinisch 831163, und auch 8xms3f"^^ocach,,oder dörnerne crone genannt, welches der Konw.chaltem'nach dem an. 1260. wider die Könige in Hungar" ^eherrlichen sieg, eine stunde von Böhmisch Crumma«, ^ r,dem flusse Moldau, erbauet. Der nähme Guw beySV,diesem kloster wegen den schönen güthern vor zenc ^ „ygl^worden, welchen es auch noch führet, obschonselige zufälle, und besonders durch die Herrenvon^^ Mso unter dem prätext des schutzes dem kloster vrel en » si,yrdr ^ser güldene nähme meistens verblichen. Am ans

von dem feindlichen kriegs-heere des Kavst^ A muste ts " j,zündet und verheeret. In der Hußitischen unruye >

1421. ebenfalls, nebst grausamer massacre der Gebrand-fackel fühlen. . „ <,n ^

Güldene aue, ist ein strich landes in Thurms st,u

Hartze von Nordhausen bis Sangerhauien, oe ^ und Lz

fruchlbarkeit also genenner wird, und die stadte K^ Er gEg-ringen nebst unterschiedenen dörftrn in sich begreir»' w