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so darüber gegeben werden sollte, dazu schrieb. Hier»Mhst wendete er, wiewok auch nicht in guter meynung, denMlg von der alliantz mit Franckreich ab , und damit derselbegeld, so er bisher von dieser Crone gezogen , entbehrenMte, so riech er ihm alle veräusserten oder verschenckten Cron-Ulyer einzuziehen , eine Untersuchung der Verwaltung der fi-lzen anzustellen, und das volck mit mehr fchatzungen zu b^kss>x' welchem rath aufs genaueste gefolget wurde, obgleich"Mdenstjrn chen, da er um denselben vollziehen zu helffen,^»Schonen nach Stockholm gehen wollte, an. 1679. an einem
Agen fieder verstarb. Der König war über seinen tod unge-betrübt, und that viele jähre hinter einander nichts, alslhm von demselben angerathen worden, wie denn auch^uidenstirn auf dem tod - bethe sich gerühmet , daß es also ge-wurde. Aber nach der zeit redete der Konig nicht mehr garr^eilhafftig von ihm, und seinem bruder Georgio gieng ess/v der reduction nicht besser, als allen andern. Es war die-Güldenstirn ein sehr übel - aestalter , und dabey imüßwlten grad stoltzer, unruhiger und falscher mann, ob er gleichKk« den grösten Vermessungen zu behaupten pflegte, daß ert,, ehrlich wäre; daher auch dereinst ein Französischer Gesand-«lan, Schwedischen Hof sich verlauten ließ: Güldenstirn ver-Me einen unaufhörlich, daß er ein ehrlicher mann wäre,«nte aber solches mit niemand als dem teufet bezeugen.
gülden Vließ , siehe vlüß.
«^uelphen, oder Welsen. Der Ursprung dieses berühmtenWlechts, aus welchem nebst andern vornehmen famMen auchM Braunschweigische Haus herstammet, ist, wle der meistenMer ansang, ungewiß, und durch viele ungegrundete, theilsM ungereimte, fabeln verdunckelt worden. Hieher gehöret, was von diesem qeschlechte vor Welfone I. der zu Caro-i«ten gelebet, erzehlet wird, worbey wir uns also nicktMlten, ausser daß wir die erzehlung von Isenbard, der fürUies Welfonis vatter angegeben wird, in einem besondern ar-,ssUl anführen wollen. Dieser Welch nun hat, wie gedacht,U Paroli in. zeiten gelebet, und wird bald ein Graf, bald einz-^tzog von Bayern genennet; wobey er, als ein Fürst vonl>«? Sen Bayerischen stamm, viel allodial - güther in Bayernsei« Schwaben, sonderlich aber am Boden»see besessen. Mitflemahlin, eines vornehmen Sächsischen, aber unbe-yM" geschlechls und nahmens, hat er einen söhn Ethiconem,eu,e tochtcr Judith erzeuget. Diese ist Kaysers Ludovici ?iide . Gemahlin gewesen, von der ein besonderer artickul han-Es werben ihro von alten scribenten noch 2. bruder beyge-d-7Rudolphus, Abt des heiligen Richarii, und ConradusAere, Mit-Regent der Fränckischen Könige, von demski>> M^dliche Burgundische Könige herstammen; sintemalMs svhns Conradi des jüngern lohn Rudolphus I. der erste1Hik 2N Lursuncim l'rans. chrsna gewesen , von welchemZgO dessen posterität an seinem orte gehandelt wird. Ethico,Uchoms I. söhn, der Kayserin Judith bruder aber hatte eineniiüss H"nrich, welcher wider des vatters willen an den Kayscr-pM Hof, vermuthlich seines schwagers Ludovici kli, gieng,te°,,.'',ch von demselben bereden ließ, daß er ihm den eyd derleb?., "hete, und ein groß stück landes in Bayern von ihm zufrenk "?bm. Ethico kräncktc sich über diese einschranckung der„i^est seines stammes so sehr, daß er sich vornahm, den söhnsejss^ehr vor seine äugen kommen zu lassen, ja gar mit 12.be -°,.'eeunde nach Ambergou in die einsamkeit gieng, wo er ei-dk^che gebauet, gestorben und begraben worden. Sem söhn,de„I-gedachte Heinrich, hat den zunahmen mit dem gul-ais'^wagen, welches daher gekommen seyn soll: Heinnch,dgo,,, bch von seiner schwester bereden lassen , seines schwagersder/,7^u werden, hat sich unter anderm ausgedungen, daß ihmMan/ ^ land eigenthümlich geben sollte, al.s er in demkönn-" wmmer - tage mit einem güldenen wagen umfahrenRstvvf- Ms dieses der Kayser eingegangen, hat er sich, wie dieeine,, ». Mt, auf einen ordentlichen und leichten wagen gesetzt,bi>t „..?"rn güldenen wagen in die Hände genommen, und istd>,e "'"erlegten Pferden um den sogenannten Mersborg, oderder "r reden, um den strich landes, der zwischen dem Lech,killen^"..' und Amper liegt, gefahren. Gewisser ist, daß erUnters '" zu besänftigen, ihm die nächst - gelegene landerevMU«cb Ä«. ", und nach dessen tobe die Ambergomsche Mönchetet / Den, Münster versetzet, auch ein kloster zu Altorff gestif-bgrt a» /'un unter dem nahmen Weingarten bekannt ist, undAe»eVLer Schwäbischen Reichs - stadt Ravenspurg lregt, undAvrie'"lner-ordens, auch sonderlich in der Guelphlschen hi-ka>NnM'uurdig ist, theils weil daselbst unterschiedene diesesteil begraben liegen, theils weil hier von einem ungenann-te d-ä V,?as daher genannte Lkronlcon ^L.ngsrcenss am^vrous - ll. ober ansang des XIII. tseLuli geschrieben worden,den aisU'L" das meiste hat, was mit einiger gewißheit vonUvd,xLWelphen gesagt werden kan. Henri« gemahlinBea»Anr ^."Ea, eine Gräfin von Hohenwart in Bayern, gebahrMNlw - ^"radum, Bischoff zu Costnitz; Ethiconem II. den5>elch°ss fetter etlicher adelichen familien in der Sckweitz, vonderdj-!„,chden besondere artickul handeln, und Rudolphum,^'(w,,^^tgepflantzet; denn er zeugte mit Jta von Oehnin-^ "un ein Blschöfflich Costnitzisch dorfund Probstey" - fre ist) drey kinder: Heinrichen, welcher in seiner ju»
gend auf der jagd umgekommen, Richardam, Adalberonis de-ichten Grafen von Ebersbera gemahlin, die nebst ihrem gemahlan. 104;. gestorben, und Welfonem II. den einige auch Wel«hardum nennen. Dieser ist der erste, bey dem der haß der Guel-phen und Weiblinger oder Gibelliner sich geäussert, wovon unterdem artickul 6IMHIXI Nachricht zu finden; indem er sich vonKaysers Conradi 8slici vetter und Competenten, Conrado oderChunone dem jünMrn, anstiften lassen, als der Kayser in Ita-lien war, unterdeiien Brunonem, Bischoff von Augspurg, desvorhergehenden Kaysers Henrici Lrmdki bruder und Conradi 8s-Uci vertrauten freund, in seiner rcsidentz zu Augspurg zu über-fallen , die stadt und den Bischöffllchen schätz zu plündern, unddas land mit feuer und schwerdt zu verheeren, dergleichen er auchdem Bischoff von Freysingen gethan. Er muste aber bey desKaysers Wiederkunft nach dem Reichs - tage zu Ulm an. 1027.nicht nur daS genommene wieder geben, sondern auch eine zeit-lang im gefangnis aushalten. Ob er zu Welfhofen einem klo-ster an der Glon bey Undersdorffhof gehalten, ist nicht so ge-wiß , als daß er gegen das ende seines lcbens das ehemals anden Bischoffen zu Augspurg und Freysingen begangene unrechtdurch Überlassung eines grossen theils seiner güther zu düffen ge-sucht , und von seiner Luxemburgischen gemahlin, Fridevici I.tochter, Jrmengarde oder Jmiza, einen söhn Welfonem III.und erne tochter Cunizam gezeuget, welche beyde merckwürdig.Denn Welfo ward an. 1047. auf dem Reichs - tage zu Speyervon Kayser Henrico III. mit dem Hertzogthum Kärndteu lolen-niter belehnet, womit damals das Marggrafthum Verona ver-knüpft zu seyn pflegte. Welfo nahm sich so viel heraus, daß erauch gedachten Kayser nöthigte, das geld, so er den Verone»fern abgepresset, wieder heraus zu geben. Er starb an. 10;;.und hinterließ , weil er unverehlicht war, alle seine palrimo.mal-güther dem St. Martins - kloster zuAltorf, welches eran einen andern orl gesetzt, und mildem nahmen Weingartenbelegt hatte. Doch die noch lebende Mutter Jrmengard ließ ih-rer tochter Cuniza mit MarggrafAzzone in Italien erzeugtensöhn, Welfonem IV. als des verstorbenen schwester söhn, undnächsten erden aus Italien kommen, und das testament um»stössen. Weil aus dieser ehe Azzonis und der Cuniza das HauSBraunschweig entstanden, wollen wir von den übrigen Guel«phen unter dem artickul Braunschweigisch geschleckt han-deln. Wie der nähme Guelph auch gewisser Massen gemeinworden , und die feinde der Gibelliner angezeigt, ist, wie ge-dacht , unter dem artickul 6ILLHIM angeführt worden. Fei-ler , genealogische Historie des Braunschweig - LüneburgischenHauses.
Guelphus VI. Hertzog von Spoleto, Fürst zu Sardinien,Marggraf in Tuscien, hat sich durch seine kriege sehr bekanntgemacht; denn als Kayser Conrad III. seinen bruder, Heinrichden ftoltzen, in die acht erkläret, hielt er dieses letzter» par-tey, dahero auch diese partey, so dem Kayser zuwider war,von ihm den nahmen der Gueiphen führet. Er wurde an. H47.in der schlackt bey Winsberg geschlagen, muste auch sich undden ort auf discretion ergeben. In eben demselben jähre folgteer Kayser Conrado in Palästinam, erkranckte aber bey Dama-sco, und reisete nach Hause. Inzwischen hetzte Rogerius, Kö.nig von Sicilien, Guelphum aufs neue wider den Kayser an,er wurde aber vor dem schlösse Flochberg «dermal geschlagen,und durch Vermittelung Hertzog Friedrichs von Schwaben mirdem Kayser wieder ausgesöhnet. An. n 6 5. stellte er in der stadtZürich einen sehr prächtigen turnier an, weil er aber seinen Prin-tzen überlebte, verkaufte er Kayser Friedrich dem I. was er inHetrurien, zu Spoleto und in Sardinien besaß, auch seinenantheil in Bayern und Schwaben an seinen vetter Henricum.Er starb an. nyi. zu Mcmmingen, und ward zu Steinga-den in seinem Stifte beerdiget. Seine gemahlin war Jta, GrafGottfrieds zu Calw tochter. ckron. Lsvsr.
snn. Lchor. biüor. Hgilolk. Lucä FÜrstkN-
faal, p. ;67. ^ ^ ^ ^
(Huitltiigen, eine adeliche famtlie m Schwaben , welchedas Erb - Cammerer - amt in dem Hertzogthum Würtembergbesitzet, und schon an. 116?. dem turnier zu Zürich mit beyge-wohnet hat. Zu des Kaysers Friderici III. zeitcn that sich Hansdurch seine tapferkeit vor andern hervor. Valthasar liebte so-wol die Waffen als die studien, wie er denn nicht allein bey Her-zog Ulrich von Würtemberg Rath, und auf dem an. 1446. zuRegenfpurg angestellten religions - gesprach lttlellor gewesen,sondern auch in dem Schmalkaldischen kriege ehre eingelegt, undnicht wenig contribuiret, daß der Kayser sich mit dem jetzt-ge-dachten Hertzoge wieder ausgesöhnet. Erstarb an. i;?6. Bal«lhasar Friedrich bekleidete an. 1671. die stelle eines Raths beydem Hertzoge zu Würtemberg. Gpangenbergs Adels-spiegel,l>. II. üemm. k. III. v. 267. Burgemeister, vom
Schwäbischen Reichs - Adel.
Guelvas, ist eine kleine stadt in der Spanischen provintz An-dalusien , an dem meer - busen von Cadix, zwischen dem auslaufder beyden flüsse Tinto und Obier. Sie fuhrt den titul einerGrafschafft.
Euemens, siehe Guimens.
(Hümenen, in alten schriften Lontsmins genannt, warsor altem ein städtlein nebst beygelegenem starcken schlösse, so zu-sammen eine sonderbare starcke Herrschasft ausmachten, welcheKayser Richard an. r»;s. dem Graf Peter von Savoyen ge-
schencket