Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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schenckethat; ist aber heut zu tage ein geringes dorf, jedoch ge-het die land - straffe von Bern auf Murten über die allda gebautebrücke. An. 128als Kayser Rudolph mit einer stakcken armerin dem Uchtland war, übergab ihm Graf Philipp von Sa-voyen, krafft eines zwischen ihnen zu Peterltngen getroffenenfriedens, diese Herrschafft ; hernach kam sie in die Hände derEdlen von Wippingen, bürger zu Freybura in dem Uchtland ;als nun an. i;?2. zwischen dieser stadt und Der stadt Bern einkrieg entstünde, haben die Berner das schloß und stadtlein Gli-mmen erobert und zerstört; jedoch blieb die Herrschafft folgen-der zeit der stadt Freyburg bis an. 1444- da abermals die beydestädte gegen einander zu selbe lagen, und die Berner diese Herr-schafft zu ihren Händen nahmen, auch solche in dem an. 1448.erfolgten friedens - tractat behielten; bald darauf aber bekam sieFreyburg wieder, und besaß sie bis an. 1467. da zwischen bey-den städten. dieser accord vorgieng, daß Bern Gümenen undMauß, Freyburg aber alles land jenseit des Sensen - fiusses ,samt dem recht eine brücke über die Sensen zu bauen, und alldaden zoll zu entheben , sich vorbehielte. An. 1468. hat Bern diedrücke zu Gümenen (welche bis auf etliche joche abgebrannt)wiederum bauen lassen. An. 1476. als Hertzog Carl aus Bur-gund das städtlein Murten mit 100000. mann belagert hielte,hat er die brücke zu Gümenen mit 6000. mann besetzt, um destobesser den annähenden Eydqenoßischen entsatz aufzuhalten; siesind aber von den Eydgenoffen männlich angegriffen und zurückgeschlagen, hiemit der paß erobert und geöfnet worden.AönigShssetI, cbron. Lern. *

Guenegaud, ist ein altes geschlechte von Franckreich, sovon des Gabrielis Zeiten am meisten bekannt worden. Dieserheurathete an. 1604. Mariam äs In Croix, Claudii, Vicomtevon Semoine einzige tochter und erbin, aus welcher ehe ersöhne und 4. töchter hatte; der erste war Heinrich, von dem her-nach ; der andere, Claudius von Guenegaud , Herr von Ples-sis, rc. ehemals Königlicher Rentmeister, welcher sich an. 1647.mit Claudia Alfonsina Martel vermählte, und mit derselbenverfthiedene kinder zeugte; der dritte, Franciscus von Guene-gaud , Herr von Lonzac, Parlements - Rath zu Paris, undPräsident bey dem Jnquisitions - Rath , oder der sogenanntencbsmbre äes Lnguetes, welcher ohne erben verstorben. Dietöchter waren Renata, so an Claudium Loup, Herrn von Plo-tard; Maria, so an Claudium Loup, Herrn von Bellenave,verehlichet; Johanna, so Privrin des Hospitals zu Pontoise;und Magdalena, so an. 164;. an Cäsarem Phöbum von Albret,Grafen von Miossens, Marschall von Franckreich, verheurathetworden. , Kill. äs la Nsckon äs krsncs.

Guenegaud, (Heinrichvon) Marquis vonPlancy, Grafvon Montvrison, Vicomte von Semoine, Baron von St.Just, Herr von Pleßis und Fresne, Staats - 8ecretariu8 undSiegel - Bewahrer der Königlichen Ritter - orden. Er war Ga-brielis von Guenegaud, Königlichen Rentmeisters söhn, unddiente bey der reise, so der Hof an. 16,2. in Languedoc that, daihm der Cardinal Richelieu die lurvlvancs von seines vatterscharge verschaffte, welcher bald darauf den 6. febr. an. i6;8.verstarb. An. 1642. heurathete er Jsabellam von Cboiseul, Ca-roli, Marquis von Praslin, Ritters der Königlichen orden ,Marschalls von Franckreich, und Elaudiä von Cazillac jüngstetochter,und zeugte mit selbiger Gabrielem,Grafen von Montdri-son, so den 24. nov. an. 1668. vor Candia durch eine granateverwundet wurde, woran er den folgenden y. dec. starb; Roge-rium, Marquis von Plancy, so an. 1647. gebohren; Cäsa-rem, Vicomte von Semoine, so an. 1668. starb ; Emanuelemvon Guenegaud, Ritter von Malta; Claram Benedictam , soau. 1646. gebohren, und an. r66;. an Justum Josephum Fran-ciscum von Tournon äe Cadar ä'Ancezane, Hertzog von Cade-rousse, verheurathet war, und Angelicam, Francijci, Grafenvon Boufflers, General - Lieutenants bey dem Gouvernementäs l'Isle äs krsnse Hinterbliebene Wittwe. An. 164;. bewilligteder König, daß der Graf von Brienne irr dessen favor seineStaats - Secretariat - stelle niederlegte. Der König gab ihmhierauf an. 1656. seine Ritter - orden, nachdem ihm war verstat-tet worden, die charge eines Siegel - Bewahrers zu erlangen.Man obligirte ihn endlich, die Staats-Secretariat - stelle nieder-zulegen , und starb er den 16. mart. an. 1676. im 67. jähre sei-nes alters. n, kistoir. äe8 Leeret. ä'Ltat. , lüü. äs

1s Nackon äs Lrance.

Guenga,,ein fluß in Indien disseit des Ganges. Er entsprin-get in dem Königreiche Decan, und läuft von Westen nach osten,fällt sodann in das Königreich Golconda, sondert selbiges vonden Herrschafften des grossen Mogols ab, und ergießt sich endlichin den meer-busen von Bengala, nicht weit von dem flusseGanges.

Günterodt, Gunterode, eine adeliche familie, welche sichin Meisten,Holstein, Rhemlande,Thurmgen, Voigtlande und zuFranckfurt am Mayn ausgebreitet hat. Dietzmann Günterodehat an. i;;y. Marggraf Wilhelmen zu Meisten die gerichte zuBotheim abgekauft. Jonas von Günterodt soll an. 1476. mitdem Hertzoge Albrecht vonSachsen zu dem herligen grabe gereisetseyn. Tilemann von Günterodt, ,j. U. v. und des Landgrafen zuHessen Philippi Cantzler, hat in den damaligen Religions - undStaats - angelegenheiten seine geschicklichkeit sehen lassen, und istan. r e 50. gestorben. Er hinterließ 4. söhne, von welchen dievon Günterodt zu Franckfurt am Mayn und im Nheinlande her»

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stammen sollen. Von seinen enckeln sind zu mercken 1.) E!-

Moritz, welcher an. 1649. Oberster und Marschall zu HGCassel worden , aber seinen stamm nicht weiter fortgesetzt 0.2.) Hector Wilhelm, welcher das lehn zu Schotten, someldler groß - vatler erworben , besessen, und Reichs- Ger>wSchultheiß zu Franckfurt am Mayn worden. Dieses letzten toyPhilipp Wilhelm zu Schotten, hat ebenfalls die gedachte oenung zu Franckfurt bekleidet, und ist an. 1L86. gestorben.seinen söhnen ist Johann Achilles an. 1701. als Gräflicherburgischer Rath und Hofmeister zu Meerholtzen; Friedrichs,wig, an. 170;. als Hauptmann unter den Ober - Rhew>1w stJohann Adolph aber an. 1696. als Heßischer Hauptman"tode abgegangen , nachdem sie ihr geschlecht fortgepflantzeu

Von der linie in Meisten lebten um das jähr 1,69. drey r ,

der: Hans aufZigra, dessen vorfahren Rauenstein und

selb besessen; Heinrich, Kayserlicher Hauptmann, und -Der erste hinterließ Casparn, auf Hereda und BertewMsen söhn Hans Heinrich um das jähr 16)9. Hessen - CE"Hos-Marschall gewesen, und Wilhelmen aufGroß-Ballv.in Thüringen nach sich gelassen, dessen söhn Wilhelm Heu §in Kayserlichen kriegs - diensten umgekommen. VorgemjHeinrich war der anherr des asts in Holstein, und ein gE' Mter Ernst Christophs, welcher um das jähr 164;. alsund Ober-Stallmeister, nachgehends aber als obersterMarschall and em Fürstlich - Holsteinischen Hofe -orirt.söhn Friedrich auf Fogge, Bul und Froßmarck, starb an. *als Holsteinischer Hof - Marschall, Land - Rath , Oberstes» ,die garde zu Pferd, Ober - Jägermeister und Amts-Haub'»zu Appenrade, ohne kinder, und gieng mit ihm diese lum ^,Obgedachter Albrecht Hinterließ folgende söhne: 1.)Fürstlichen Zweybrückischen Amtmann zu Lichtenberg,charge auch dessen söhn Friedrich Casimir, und dessenhann Heinrich, der diesen zweig fortgesetzt, erhalten. 2- jr,rich, welcher anfangs dem Kayser als Oberst - Lieutena« ^Ungarn, und hernach dem Könige in Engellanb und Fram ^rals Oberster, gedient. Endlich ward er Kayserlicher sw ^Kriegs - Rath und Gesandter an die Reichs - Fürsten,die ehre, daß ihn der König von Engellanb an. 1620. zum §rschlug , der Kayser aber in den Freyherr» - stand erlM- ^starb an. 1624. als Gesandter inDreßden, einen ssd"Christian hinterlassend, welchen die Kayserlichen ausbey Hamburg erschossen. ) Ernst anfGoldbach, der am ^als Chur - Sächsischer Oberst - Lieutenant und Commem> MsSenfftenberg gestorben. 4.) Christoph, Reußisch - -qfRath und Hofmeister zu Grätz, dessen enckclNicolen! ch,Volgstedt an. 1706. als Gräflicher Schwartzdurgischer AOber - Hofmeister und Hauptmann zu Rudelstadt mn ^^j,gegangen, und männliche nachkommen hinterlassen, . pestfchalck ausWeißtropp, Chur-Sächsischen Cammer-Jnn»^/sen söhn Albrecht ausWeißtropp, Grottzsch und Debi^^e-1671. als Chur-SächsischerOber-Schencke undCanuneE Msterben. Sein söhn Heinrich Adam ausWeißtropp, Ks' , h-tPolnischer Cammer-Herr und Amts-Hauptmann zu Nvii ppp,seinen stamm mit etlichen söhnen fortgepflantzet. «ums 'Rhein. Adel, tab. 92. bist. Luther. ^

Güntersberg, eine alte adeliche familie in Po»'^ Mgis-welcher Johannes um das jähr 123;. bey dem HerE, ^0-'lao IV. in grossem ansehen gestanden. Werner war »>' M,und Caspar an. 1461. Heermetster zuSonncburg.

Clans und Martin von Güntersberg haben an. i4°o- ' ftjegmen des Hertzogs Erici in Pommern der stadt Stettin " ^ ,iwangekündigt. Matthias auf Reichenbach und Leveiwdas jähr i;6o. und hinlerließHeinrichen auf Retchendüw'^^Blichen Mecklenburgischen Rittmeister und Amts - :uuzu Rhene, dessen söhn Matthias aus Reichenbach, ge-terschiedenen Pommerischen und Mecklenburgischen <,pcyheimer Rath, Hauptmann und Dechant zu Cannnm / », MBurg - Richter zu Pyritz , und zeugte Frantz aufMuschrein. Derselbe ist um das jähr 167;. Chukburgischer Rath, Dechant zu Cammin und Amts-H»"^tzel.zu Rügenwalde gewesen, und hat seinen stamm Mb ^

Pommerische chronick. . ^nths^

gebrannt. Hierauf hat der Rath eine von dendie zuvor ein adelicher Ritter - sitz, und denen von ^ Lständig gewesen, mit den zugehörigen selb - guthern " ^her',kauft, und das Rathhaus darauf erbauet. A».' 7 .^ ^ b>dieses zum andern mal den 18. april nebst 76. vnp^en g^.-aasche geleget worden, daß nichts vom Rathhause stevben als ein thurm. Das stadt - wapen bestehet aus »w ,p ut>ethürmen auf einer mauer, in deren mitte ein tyor' pfoic>demselben zwischen den thürmen ein bär, so "stechenach dem thurm zur lincken Hand grelffet. Das FM!> ^wo der Amtmann wohnet , heißt auf die Burg. erbau«'zwar an. 1707. im rauche auf , doch ist es .wederUngleichen ist vor zeiten ein adeliches guth hier S^.^rd d»'"ches man vor diesem den alten berg genannt, u'w ^ es ss'gehalten, daß es ein geistliches Haus gewesen ; ESeiner Hochfurstlichen Durchleucht ersten gemahiiu ^. a^andenckens der Aibertinen-berg gehetssen. Nahe bey d pelu