Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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>y ^ "»'-'Nwrrgr, liegen die russora von einem alten schlosst,noch etwas mauerwerck und gräbe» zu sehen, welches

' , welche der Für-Beckmanns An-

N«n ansehen nach die Güntersburg gewesen

s^ümersblum, eine kleine stadt in der UnterePfaltz, ;wi-^-"Oppenheim und Franckenthal, aüwo ein Graf von Lcinin-^"'Dachsburg residiret. An. i6ri. ist sie von den (Spaniern.'Mundet, und gegen ausgang des XVII. steculi von den Fran-^^gantzlich ruinirt worden. tom. XIII.

b^ünterschal, eine adeliche Benedictiner-Nonnen-Abteyssteyburg in dem Breißgau, welche von den Grafen vonL^Mrg mit hülffe des umgelegenen Adels und der bürger-te v^Freyburg an. 1221. gestiftet worden. Oerm.

^Büntherus, Graf von Schwartzburg, nachmals Nömi-M Kayser. Er war an. i;c>4. von Henrico, Grafen von^Awartzburg, gebohren, und hatte sich unter dem Kayfer Lu-^°lcv Lsvsro sonderlich hervor gethan, weshalben er nach desd " wde an. i;4y. zu Franckfurt am tage der reinigung Martäden Churfürsten zum Kayfer erwchlet wurde. Er wollte^ anfänglich diese würde nicht annehmen, zumal Caro-b? ". schon von einigen war erwehlet worden. Weil aber dieliZmursten ihm anlagen, und das Reich vor vacant erklärten,er sich hierzu bereden. Anfänglich wollte ihn die stadtv,"!. fürt am Mayn nicht annehmen; allein als er selbige 2.

belagerte, muste sie sich endlich ergeben. Als Carolus IV.b'W vernahm, suchte er bey den Churfürsten von Trier unds 7 "l- bey dem Bischoff von Lüttich, bey den Heryogen von Brä-unt und bey einigen Neichs-städten hulffe,und versammelte sti-

Z armee bey Castell, ohnfern Mayntz gelegen, da sich denn GrafKMher nichts anfechten ließ, sondern indessen ein turnier unds» ,?r-spicl anstellte, worbey sich eine grosse menge Ritter be-Gven, und etliche tage mit grossen frenden zugebracht wurden,afl"»» Carolus mit kriegs-macht wider ihn nichts vermochte,er^ es auf eine andere weise anzugreiffen, indem er, weilq- n? ssittwer war, des Churfürsten Rudolphi von Pfaltz einzi-txx?^«tzeßin zur gemahlin nahm, damit er seinen schwieger-vat->i,.s,"ourch auf si-ine feite bekommen möchte. Weil aber Gün-mache wuchs, beschrieb Carolus einen Reichs-tag nachsicher, und verlangte von den Fürsten, sie sollten Günthersh>v, wen, daß er auch darbey erscheinen mochte, da man sehenNlei-k' ^ie die jwisttgkeiten könnten gehoben werden. Ob nunsicb^ ^rschiedene Fürsten auch Gesandten der städte zu Speyerd-ss^ssfanden, blieb doch Güntherus aussen , und eroberte in-»a!sss?>e stadt Friedberg in der Wctterau. Als er aber hieraufdeUMnckfurt zurück kehrte, wurde er mit einiger schwachheit»en ' und als der Nassauische tVleäiLus Fridangus ihm el-ssh, Mck reichte, welchen er vor sonderlich gut ausgab, be-syL"Untherus, der Neäicus sollte ihn zuvor kosten, und alscri° ssgeschehen, tranck er das übrige vollends aus. Der IVlecli-drittsk,. elite bald daraus, fiel zur erbe nieder, und starb denig tzÄ tag darauf, welches dann eine sittsame anzeige war, daßbvnN tranck gift gewesen. Güntherus brachte das meiste<chf "w, ledoch blies ihm der zurück gebliebene gift den leib gantzin wird vorgegeben, daß des Neäici diener, welcher hiev-Carö „ßbld bestochen gewesen, den gift unter die artzney gethan,^aynk o^lef hierauf seine armee nach Mayntz, indein die

st> ihrem Ertz-Bsschoff nicht gut waren, Carolum"iede^Ä ^ das schloß, so der Ertz-Bischoff am Rhein gebauet,lliit ajl. "sieu sollte. Als Güntherus ftlbiges vernahm, kam erCach volcke, so schwach als er auch war, dahin, und alshelch^uber den Rhein gieng, setzten ihm 200. reuter nach,sie,, seinigen in die flucht jagten, und Carolum bald ftlb-WMugen bekommen, wofern ihn nicht GrafEberhard vonChissZuberg annoch errettet hätte. Nach diesem bot sich dervon Brandenburg zu einem schiedsmann zwischenhey, . Günthero an, und als beyde seine arbitrage annah-M d^Z! diesen ausspruch, Carolus sollte Kayfer seyn, hinge,Agend- Günthero und dessen erben 22000. marck silders denMte°j" luonat zahlen, auch zugleich 2. Thüringische Reichs-ssch,,, "Daumen. Graf Günther war zwar hiermit nicht zu-sie xssV^voch, weil er sich gar kranck und schwach befand, mu-Uc üb°/!'bljch geschehen lassen. Indessen beschwerte er sichChurfürsten, und zumal über das Haus Bayern,ver b„!° verpfändete ihm inzwischen die stadt Gellnhausen mttA,N;L'den zoll zu Oppenheim , die Reichs-städte Nordhau-Ms ss blhauftn und Goslar vor 20000. marck silbers, undsolange, bis er in berührte städte eingewiesen, dieMfqss'edberg und die Reichsssreuren zu Franckfurt zum un-^den Cs hat aber Carolus diese 20000. marck silbers den^legt. Franckfurt abgedrungen, und Graf Günthers erben»M w^^ntherus starb bald darauf im augusto an. iz4y.

öüntbero 8ck>vsrtburg. L. in

Oüntbero 8clivart2durg. Eerouers

^Echw^rusf. Ertz-Bischoffzu Magdeburg, war ein Graf^lstor ^rg Westphalen, und an. 127z. erwehlet wor-

///. Theft.

den. Obwvl etmge Dom-Herren Erkcum, Marggrafen zuBrandenburg, andere aber Bussonem, Herrn zu Querfun, zumErtz-Bischoff erwehlet hatten, behielt doch Güntherus den platz.Er ward aber von den Marggrafen zu Brandenburg, derer da-mals gar viel waren, sehr beunruhiget; ja sie fielen endlich garins Ertz-Stist ein, und liessen sich vernehmen, daß sie die Pferdebald in die Dom-kirche zu Magdeburg einstallen wollten. Gün-therus aber gewann die schlacht, und bekam nicht nur ;c>o. vornAdel, sondern auch zugleich MarggrafOttoncm IV. gefangen.Der Marggraf ließ durch seine gemahlin einen Dom-Herrnnach dem andern mit gelde bestechen, und erlangte dadurch, daßer um 4000. marck silbers losgelassen wurde. Als er das geldgezehlet hatte, lachte er-und sagte zu den Lanomcis: Ihr wissetnicht, wie ihr einen Marggrafen von Brandenburg schätzen sollt,eine prque hattet ihr sollen aufrichten,und denMarggrafen draufsetzen, darnach hattet ihr so viel geld um die Maschine sollen las-sen hernmschutten, drs man den Marggrafen davor nicht mehrhatte sehen können. Als nun Ertz-Bsschoff Güntherus darhin-ter kam, worauf sich diese Worte bezogen, und wie untreu dieOsnnmoi mit ihm umgegangen waren, sagte er zu ihnen: Weilihr mir und dem heil. Mauritio so untreu gewesen, so begehreich auch nicht euer Ertz-Bisthoff zu seyn. Er danckle also ab,ehe noch das erste jähr seines regiments zu ende gegangen war.

in primst. Mggcled. Magd. thron.

sntig. IVlsgäeb. estsl. llkokiepilc. Msgä. in 6erm. 8.

Euntherus II. Ertz-Bisthoff zu Magdeburg, war ein bru«der Heinrichs, Grafen zu Schwartzburg, bisheriger Dom-Probst zu Mayntz, und Loachmor zu Magdeburg, an. 140,aber ward er Ertz-Bsschoff daselbst. Bald anfangs gerieth er mitdem Hause Anhalt in einen schweren krieg,tvelcher von an. 1404.bis 1407. geführet worden; die meiste Ursache darzu hatten dieZerbster durch ihre raubereyen und spott-reden wider die Mag-deburger gegeben. Es wurden aber erstlich zu Mersebnrg, undhernach zu Zorbig Handlungen gepflogen, und alles in gute bey-gelegt. An. 1411. und 1412. hatte dieser Ertz-Bifchoss nebst sei-nen bundes-genossen mit eroberung und Zerstörung des raub-schlosses Hartzburg, sobrüder von Schwichelde inne hatten,zuthun. Als auch im letzt- gedachten jähre die zu Halle den Saltz-Grafen Hans Hederslebcn unter der saltz-pfanne verbrannt hat-ten, aus Ursache, weil er sich von dem Ertz-Bischoffe zu ihrempräjuditz mit dem Saltz-Grafen-amt hatte belehnen lassen, woll-te Güntherus solches mit fener und schwerdt rächen, er ließsich aber durch Vermittelung der Grafen von Mannsfeld miti zooo. gülden versöhnen. Um das jähr 14z;. gerieth er mitden Magdeburgern in Widerwillen, welche die stadt besser bevesti«gen wollten; es brachten auch die Magdeburger durch hülffeder benachbarten Fürsten und städte die örter Tuchem, Ummen-dorff, Calve, Stasfurt, Saltz, Ottersleben, Schöndeck undandere unter ihre botmäßigkeit, und ob gleich das jähr daraufdas Concilium zu Basel bey strafe der acht und ober-acht derstadt anbefahl, daß sie dem Ertz-Bischoff alles restituiren sollte,so kehrte sie sich doch nicht daran, gieng aufs neue wider ihn zuselbe, und nahm unterschiedene andere örter ein. Als hieraufdie Magdeburger mit der stadt Halle ein bündnis machten, sogieng der Ertz-Bischoff mit dem Churfürsten zu Sachsen, mitdem Landgrafen in Thüringen und in Hessen, wie auch mit denGrafen von Mannsfeld, Stolberg und Schwartzburg mit eineransehnlichen armee vor Halle; es kam aber gleich anfangs zueinem vergleich, vermöge dessen dem Ertz-Bsschoff alles abge-nommene wieder eingeräumet wurde. Güntherus starb an.144;. am schlage auf dem schlösse Giebichenstein. In

krirn. IVl-iZklvb. snrig. IVIsgäeb. Netrop.

Spangenb. Mannsfeld. chron.

Güntherus, ein Mönch von St. Amand, der Kongrega-tion Cluny in Hennegau, lcdle um das jähr n6o. Wiewol an-dere melden, daß dieser Mönch St. Amandi von dem PoetenGünthero zu unterscheiden. Er war »ach den umständen selbi-ger zeiten ein guter Lateinischer Poet, und schrieb ein geticht vondes Kaystrs Friderici L-u-bi-rostäs Italiänischen kriege», welchemer den titul lügurinus gab, worüber Iacodus Spigelius undConradus Rittershusius anmerckungen geschrieben haben. N- .

äe soripr. eccl. c. iü6. oatsl.

cie Hiü. hat. bibl. llelg.

Eüntz, ist eine kleine stadt in Nieder-Ungarn, nahe bey denqrentzen von Oesterreich und Steyermarck. Sie wurde an.17,0. von des Ragoczy partey eingeäschert. Vor dem dabeybefindlichen schlösse musten die Türckcnan. r-izr. nachdem sie iz.stürme darauf gethan, ohnverrichteter fache abziehen. Nahe beyder Vorstadt liegt ein thurn, welchen man Alt-Güntz nennet, undfür den vrt hält, wo die alten völcker llvgre8 ihre Königliche Hoststatt gehabt. Es soll auch ehemals ein Gräfliches geschlecht sichallhier aufgehalten haben, welches sich von Güützing geschrieben.

üb. XXX. bist. k. I. cbron. P. 60. sog.lib. XI- bist. unnsl. Lurinck. Ong.

statt vorbey läuft, an den Meder-Oesterreichlsctm, grentzen ent,spftnqt7und bey Crackenlhurn sich mit dem fluß Raab vereinigt;

- em ssuß, welcher in der Abtey Kempten m Schwaben, beyeinem ort, Güntzberg genannt, entspringt, und nach einem laufvon ungefehr 12. meilen, unweit ement ankern ort, welchera!eichfälls Güntzberg heißt, und in dem Marggrafthum Burgau