Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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939
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^eine mathematische expsriiüentä sind nach feinem tode zusam-,n druck heraus gekommen. v»«

1704. p. ;;6.

«i^uericke, (Otto von) Preußischer geheinrer Rath und Re-zu Hamburg, war den 2;. oct. an. 1628. zu MagdeburgU« dem obigen Ottone von Guericke gebohren, und muste inMn ersten jähren bey der Zerstörung seiner geburts-stadt viel„Muck erfahren. Er wurde anfänglich in den sprachen undhMgen wissenschafften durch Privat-krLcextore8 wohl unter», und von Christophoro Schulten, welcher Cantzler zu/Oberstadt war , .und dessen groß-mutter. in der andern ehell>n ,' wohl erzogen. Als er aber etwas erwachsen war, nahmdatier mit sich nach Münster, Oßnabrück, Nürnberg.no Wjen. An diesem letzter» orte hielt er sich;. jähr auf undHaltte daselbst in den Rechten, war auch willens nur demLeserlichen Gesandten, Freyherr» von Schmidt, eine reise nachUMantinopel zu thun, welche ihm aber sein vatter nicht ge-

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Nn, ^ wollen. Jedoch that er an. i6> I. rme reue uoer Oleyer-""d Friaul nach Venedig, hielt sich den winter über zuvki-k ""st besähe Ferrara, Bologna, Loretto, Ancona, undKarrete einige monate zu Rom. Von dar gieng er über Flo-iiU und Venedig zurück nach Inspruck, bejahe Augspurg und^ ui, und disputirke zu Straßburg. Er war zwar gesonnen,^'>e reise in Franckreich zu thun, wurde aber durch die damaligeM "Wüsche unruhe und von Hause erhaltene bnefe genöthiget,auf den rückweg zu begeben. Da er sich denn anfänglichtzM Prag verfügte, allwo eben damals von des RömischenFerdinandi IV. wähl gehandelt wurde, gieng auch„'^uf nach Dreßden, um selbigen Hof zu deichen. Als er^AMagdeburg zurück kam, wurde er Lanomcu-, bey demMt M. Nicolai, und bald darauf bey dem Fürsten von An-Ä-Kochen Hof-Rath, welche stelle er auch bis an.Fürstj^uhelm Ludwigs tod getrelilich verwaltet hat. An. iä6;. er-ben," 5 ^" Churfürst Friedrich Wilhelm zu Brandenburg zu sel-be,, ") und Residenten bey dem Nieder-Sächsischen kreise,gL welcher function er zum öfter» an die Holsteinuchen Höfede,, "ach Lübeck verschicket wurde, wie er denn auch an. 1670.ten 1! "'Väcn der Oldenburgischen succeßion angestellten tracta-"^wohnte, und zu zweyen malen in den zwischen demtj»t Mrat und der bürgerschassr zu Hamburg schwebenden strei-kr^'wn zum Lommissario ernennet wurde. An. 1681. wurdeheim- "W Churfürsten zum Hof-Rath und an. 1690. zum ge-kr°N Rath und ordinart Residenten des Nieder-Sächsischensein, . ernennet. Er starb den 26. jan. an. 1704. zu Hamburg,^'/etchnain aber wurde nach Magdeburg gesühnt, und in dersie» m^-kirche daselbst beygesetzt. Er verehlichte sich zum er-zu Ratzcburg den 11. oct. an. 1655. mit Catharina Do-ziq/^ von Bunsow, aus welcher ehe er nicht mehr, als eine ein-iu ^-wter,Iulianam, hatte, so jung verstarb; zum andern malge>„s, wburg den n. febr. an. 1662. aus welcher ehe er 6. linder1,1, , worunter Lcbrecht, Königlich- Preußischer Hof-Rath

AN,Q^vsthum Magdeburg worden, der jüngste, Friedrich.ober, in Preußische kriegs-dienste getreten. 0^»»»

pgreMalis. 00.1704. p.;;?.

8ebu^brin, ein Iohanniter-Ritter von Jerusalem, und vonvix,.^ kin Französischer vom Adel, brachte sich durch semc oer-dvvjr-M?em Könige Phtlippo Augustv und seinem söhne Lu-eül^j "I- dergestalt empor, daß er aus einem Staats-Rathr-,, Ml-Bewahrer, nachmals Cantzler in Franckreich,und an.schie).'"Osschoff von Senlis wurde. Er stgnaiirte sich bey oer-^v>,j„"bn qelegenheiten, insonderheit aber in der schleicht beyrilc-, "es, da er die schlacht-ordnung machte, und die trsuppentejch .,"Mte. Er brachte es dahin,daß ein Cantzler von Franck-andern bedienten von der Cron seinen sitz unter denhaben sollte. Endlich übergab er König Ludwig deinlais, antzler-stelle, und begab sich in die Abtey von Cha-Divy^v er um das jahr i2,c>. im 70. jähre seines altcrs einwurde. in vito köllippi Lugulti.

X. Philipp. Kilt. lies Niniü.

^ ^britl. tom. II. p. 10.19.

bis, , (Claudius) Herr zu Montet und zn Hermame-

tvij 9,' -Mh nnd Staats-8ecretirriu8 des grossen Hcrtzogs Ca-Mes,!,-'. nt in der Rechen-Cammer in Lothringen, und Ober-sthM ÄU der Königin Christinä von Dänemarck in der Graf-wmont, und den Herrschafften von Deneuvre, ward«von Iacobo Guerin, welcher in dem zeug-NajttL Nantes eine bed.enung hatte, und von Frau Ienon°ey R-«.. Er war ein enckel Claudit Guerin, Muntznieisters,wlv ^"?to , Könige in Sicilien, und bey dem Hertzoge Ca-Meg ° keiner mutter der Königin in Dänemarck wohl ge-1?!tiq'm.seiner aufrichtig- und fahigkeit wegen ward er viel-M, der regierung und administratibn diestr Kont-

er r- 0 auch unter ihrem söhn Carolo gebrauchet. Er waryr alt, da er von dem Hertzoge zu seinem Staats-ästd-n? gemacht würden, und im ; 6. jähre erhielt er die- in der Rechen-Cammer, welches damals das

war ""aeschränckte und seldst-mächtige Gericht in Lothrin-^chen ' worein nur leuthe von hohem stände gezogen^ vermählte sich an. 1569. mit Claudia Fournier, ei-

"^aci, Herrn zu Elevant, und Raths bey dem""d Franks Earl, wie auch Generals über seine einkünfte, rc.>",ca von. Xauburel. Claudius haste einen einzigenuor. ///. Theil.

söhn, Balthasärem, Herrn clü Montet, Andilltz, Hermamenii,rc. Rath und Auditoren bey der Rechen-Cammer in Lothringen,welcher sich an. 1599. vermahlte mit Maria äe Is Ruelle, einertochter des Herrn äe la Ruelle, genannt Renati, welcher auchHertzoglicher Rath und Staats-8ecretariv8 gewesen, und Bar-ba !e Pols, seiner zweyten gemahlin. Diese Maria vermähltesich an. 1616. nach dem absterben Balthajars mit Johanne äsI» Moussaye, Herrn von Carcouet, Cammer-Herrn des HertzogHeinrichs, und Gouverneur-Lieutenant zu Nancy. Aus ihrerersten ehe hatte sie eine tochter, Ciauöiam, Frau von Andilly,gezeuget, so an. 1621. mit Balthasar äs Renel, Ritter, Herrnzu ^arreville, und Staats-Rath in der Hertzoglich-Lothringi-schen Rechen-Cammer, verhcnrathet worden. Ihre andere toch-ter war Barba, welche mit Francisco äe Berman, Herrn vonPixerecourt, und Raths-Auditoren in der Lothringischen Rechen-Cammer, vermahlet ward, rc.

Guerinus, der 16. Großmeister der Iohanniter-Ritter zirJerusalem, deren Convent damals zu Ptolemais oder St. Jeanvon Acre war, wurde an. 124s. nach Bertrand Tejst erwehlet.Die Corastnier, ein aus Scythien entsprossenes volck, nachdemsie aus Persien verjagt waren, zogen durch gantz Arabien, undbelagerten endlich die stadt Ascalon in Palästina, so durch dieTempel-Herren verwahret wurde. Guerinus kehrte sich nichtdaran , daß die Tempel-Herren seinem orden zuwider waren,sondern sahe darauf, was zur gemeinen Wohlfahrt der Christendiente, coujungirte sich mit Gualtern, Grafen von Jaffa, de»Königs von Jerusalem bruder, und lieferte den Cora,m,ern eineMacht, welche nach einem sehr harten gefechte in die flucht qe-trieben wurden. Als sich aber die Christen über dem beute-ma,chen sehr zerstreuet hatten, setzten sich die Corastnier wieder,und massacrirten selbige. Der Großmeister nebst dem Grafenvon Jaffa wurden gefangen, und dem Sultan von Egypten zu-geschickt. Guerinus starb an. 1244. wiewol man nicht weiß,ob er noch in der sclaverey gestorben, oder ranzionirt wordensey. , Sein Nachfolger war Bertrandus äs Comps.lulioire äs 1'oräre äs 8t. )sLN äs äerulölem. privilszs

äö 1'oräre.

Guerinus, ein Dominicaner, hielt sich zu Avignon anstundbrachte daselbst an. r;4->. das leben St. Margarethä, einer Un-garischen Printzeßm, in einen kurtzen extract, so man unter dem28. jan. bey Surio sindet.

Guerinus, (Wilhelmus) General-Advocat bey dem Par-lement zu Aix in Provence, war einer von den deputirten Com-Missarien, welche das urtheil, so an. 1540. wider die Walden-ser von Merindole publiciret war, zur execution bringen sollten.Er bewies darinnen einen fast rasenden eifer, und ließ nichtnur sie, sondern auch die ist den benachbarten gegmden elen-diglich hinrichten. Eben diesen eifer ließ er auch nach der ero-berung von Cabrieres von sich spüren. Allein, als unter Hein-rich II. das Parlement von Air wegen dieser grausamkeit fürdas Königliche Gericht gezogen ward, kamen zwar die übrigenschuldigen durch gnnst des Hofes los ; Guerin aber, der keinefreunde hatte, müste es mit der haut bezahlen, und ward ihman. zu Paris der köpf abgeschlagen- Man sagt, daß ebenden tag und die stunde, da solches geschehen, seine frau zu Aipdie figur von ihres Mannes kbpf auf der Hand gebildet gesehen.Siehe Vppede. IMoirs äu Lsivinilme. ^«6-

lid. VI.

* Guernier, ( Ludwig äu ) ein geschickter FranzösischerMahler, welcher einer von den ältesten her Academie gewesen,und insonderheit kleine Portraits sehr schon mahlen konnte. Etwar der Reformirten religion zugethan, und ein söhn AleMndrtGuernier, dessen vatter eine ansehnliche stelle in dem Parlementzu Rouen bekleidet hatte, und in den religions-kriegen umge-kommen ist. Als nun Hiebey dessen güther geplündert wurden,flöhe der söhn in Engelland, und erwarb sich einige zeitlangden unterhalt durch Unterweisung in den sprachen. Nach die-sem kam er wieder in Franckreich, und weil er keine Mittel fände,feine güther wieder zu erlangen, begab er sich nach Paris, undlegte sich auf die miniatnr-mahlerey. Er Heurathete auch Ma-ria m Dophin, eine tochter eines Mahlers von Troyes, vonderen er verschiedene kinder bekommen. Unter den söhnen warLudwig der älteste, und den 14. april am 1614. gebohrem Evbeflisse sich neben andern auch Portraits in schmcltzwerck aus-zuarbeiten , darin» er die gleichheit sehr wohl treffen konnte.Weil seine brüst und wagen schwach waren, hat ihm fein fleißin Verarbeit, und beständiges sitzen , eine lange kranckheit zu-gezogen , an welcher er auch den 16. jan. an. 1659. gestorben.

, Snrretien8.

Guernsey, eine insul, siehe Garnesey.

Guernsey, (Lords äs) siehe auch Garnessy»

Guerre, (Martinus) flebürtig von Andave aus dem landevon Basques, heurathete an. i;iy. Bertranbam^von Rolö,undnachdem er 10. jähr mit ihr gelebt, si'kng /r m ^panmi, und

Mi r hchn^ü kani ArnolduS von Tilh, Pansette genannt, nachNt L" und gab sich bop Bertranda für ihren mann aus, wel-che durch die ahnlichkett betrogen , froh war , ihren mann, wiesie vermevnte, wieder zu sehen. Alle ihre befreundten hieltenttm 2 davor, zumal er sich aller umstände wohl erk.md.getdatte Äh hatte eine narbe an der stirn, ein m«al auf dem,Mie. K k k k 2 äuge,