Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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^ von Flandern, den derselbe mit seiner andern gemahlin,r^vella von Luxemburg, genüget halte. Nachdem ihm sein°mter an. 1296. alles recht, so er an Seeland hatte, abgetre-^, nahm er den titul eines Grafen von Seeland an , undverband sich hierauf mit seinen übrigen brüdern Wider denvving von Franckreich , als derselbe an. 1299. seinen vatterMangen genommen hatte. Er föchte auch an. i;o2. in derrn cht bey Tournay, darinnen die Franzosen den kürtzernMu , mit grosser tapferkcit, und gieng darauf wider dengrasen von Holland , der sich von einigen Seeländischen in-M Meister gemacht hatte , zu selbe. Nnn brachte er zwarIEstwe an. izoz. bald wieder unter seine botmäßigkeit, alleinacht lange hernach hatte er das Unglück, daß er nicht nur in ei-yfm see-gefechte gefchlagen und gefangen, sondern auch nachMs gesandt wurde, um daselbst seinem vatter und beydenri> E/rn gesellschafft zu leisten. An. i;o;. erlangte er durch denAthies-lur-Orge geschlossenen frieden seine freyheit, machtean- r;v9. unterschiedliche geistliche stiftungen , und starb , wie"an will, an. izio. in Italien. Dieses ist gewiß, daß ei^"verehlichet mit tode abgegangen, und im ocrobr. des jetztbeMn jahrs nicht mehr am leben gewesen. bitt. Zs-

^2l. wm. II. x. 7)2. feg.

iün Auido von Hennegau, Bischoff zu Utrecht, war der'"ngste söhn Johannis von Avesnes I. Grafen von Hennegau,l. " dessen gemahlin Adelheid, Florentii IV. Grafen von Hol-"no, tvchrer. Nachdem er eine Zeitlang LanomLus und Schatz-.'mwr ^ Lültich gewesen, wurde er daselbst, nach seines vet-Jvhannis von Flandern, an. 1290. erfolgtem tode zumA ichoff erwehlet, fand aber sehr grossen Widerspruch, und"M es endlich dahin, daß der Papst Bonifacius VIÜ. an. 1296.d,,ae Wahl vor nichtig erklärte. Vier iahr hernach wurde ernp hülffe seines bruders, Johannis II. Grafen von Hen-i„ 2 au, Bischoff zu Utrecht, und nahm dieses Stift an.i;vi.'sitz. Er stund hierauf diesem seinem bruder an. rzvL

er

gtz ^m kriege wider den Grafen von Flandern bey, wurdegefangen, und erst nach dem an. 1;--;. im tun. geschlos-sn ..sieden wieder los gelassen. An. i;n. wohnte er dembe^Ä'o zu Vienne bey, woselbst ihm der Papst Clemens V.b,' ^ardinals-hut anbot, den er aber anzunehmen bedenckendem ^Immittelst erklärte ihn Philippus der schöne zu sei-djs".-nath, und gedachte ihn bey sich zu behalten; alleinth Estern einfülle der Friesen nöthigten ihn , in sein Biß-hatt- ^"^ück zu kehren, da er denn, um diese feinde adzu-«nl? ,' die schlösser Tollenbourg , Stouteubourk und GorrenthWke, denen von Utrecht aber ansehnliche freyheilen er-ivuvk Er starb endlich an. i;i?. den 29. may plötzlich, undm der Cathedral - kirche zu Utrecht beerdiget. SeineHauche tochter, Maria, ist mit Giselberto von Amstel,von Istlstcin, verheurathet worden, bitt.

wm. II. p. 780.

stch < mit dem beynahmen von Siena, weil er nein»

dieser stadt gebürtig, war ein berühmter mahler, undlvx.'IWe an. 1221. ein Marien-bild mit dem kindeIEsu,w ehedessen vor ein meister-stück gehalten worden , undstqd. Lurche Dt. Dominici zu Siena noch zu sehen ist. Die^r- k na rühmt sich dannenhero, daß sie in Italien die mah-ih„ch^"st zuerst wiederhergestellt; die Florentiner aber wollentxx,'ssOlefe ehre streitig machen , weil Guido keine schüler hin-ziele n».' dahingegen ihrCimabue, der an. 1240. aebohren,vyfg.Msere und gute mahler gezogen, welche dieser kuust sehr

^Missen. o» , äi-rr. Ital. p. ;;c>.

tvgxÄ^^nis, sonst genannt äs Is Guionie, ( Bernhard )Lcwan'M'siwon Tuy in Spanien, und nachmals zu Lodeve indvrsx Dominicaner-ordens. Er war m einem kleinen^tern iandes Limosin , ohnfern Roche-Abeille von geringenE"Ner wE°^cn. AIs er an. 1280. oder 1285. in den Domini-FrqsA,en getreten , wurde er eine der grösten zierden inlehrt-s^lch , und stieg durch alle chargen seines ordens. Erl»Wgutem succeß , predigte mit sonderbarer beredrfamkeit,, verschiedene bücher, die von allen geliebt wurden.Uair-« Mannes XXII. brauchte ihn in verschiedenen wichtigenober d^' ""i) gab ihm das Bißthum Tuy in Gallicien , nichtsticht ak ^^tille in Limosin, denn er luäensts genennet wird,iy da^ «r - elsntts, wie andere wollen. An. 1)24. wurde erdvy /„^'llthum Lodeve versetzt, welches durch des Johannish>vr^„ *>^ia , eines Franciscaners von Cahors, tod oacantk-sej ci'j. Eben dieser Papst machte ihn auch zum Inguilttorebey ^ Albigenser, so noch in Languedoc übrig geblie-, fragte ihn auch zum öftcrn um rath. Er hat viele^! ein-^-b" geschrieben, als: äs Lonsilü«; äs Olstcio lVIis-e's. v)ro„ologie der Bifchöffe von Toulouse und Limoges;Er stgxk xZum derer von Lodeve, äs Viris 8 sn<ttorum; Lc.Mre "°t>embr. an. iz;i. im ein undsiebenzigsten

"kr-xjrV", ss'ters, und sein leicbnam wurde in die Dominica-^ cieöu Lrmoges gebracht, wie er befohlen hatte.

' eis bpitt. boäev. TamMaret,. Lall. Lbriü.

i rtzvam!.«^ Französische provintz, welche den titul eines« 5 ; ^fheet. Sie wurde vor zeiten ttguttania genen-

^ Gs ab- !>, zu tage nicht so viel länder in sich begreift,Das .gvltanren. Plinius giebt ihr den nahmen gremo-insonderheit sogenannte Guienne r r eigentlich die«Mor. ///. Theil.

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Landvogtey von Bvmdeaux; was aber insgemein diesen nah-men führet, flösset westwärts an die offenbare see, südwärtsan die sogenannte bsnäes und Gascogne, ostwärts an Perigordund Quercy, und nordwärts an Saintonge. Das land ist an»muthig und fruchtbar, die luft lieblich und temperirt, und dasvolck sinnreich; doch beschuldiget man sie, daß sie allzu verwegenund »»bedachtsam seyn, und gewaltig prahlen , wann sie dieoberhand haben. Diese landschafft fasset in sich Bvurdelois,Medoc, Bazadois , Agenois und Condomois nebst der zwischenzwey seen liegenden gegend, 1 'kntre äeux Nerz genennet. DieHaupt-stadt ist Bourdeaux, woselbst auch der Ertz-Bischöff-liche sitz und das Parlement ist, die übrigen sind Agen, Condom,Bazas, nebst Marmande, Vt. Foi, Libourne, Bourg an der see,Nerac, rc. Die Römer gaben dicfer provintz den nahmen Aqui-tanien wegen ihrer Wasser. Sie erstreckte sich vor August! zeitennicht weiler als was zwischen dem Ocean, dem Pyrenaischen ge-bürgt und der Garonne gelegen; selbiger Kayser aber fügte nocheinige völcker bey. Die West-Gvthen nahmen es den Römernab, bis der König Clvdvväus sie von dannen vertrieb. Nach-mals hat dieses land seine eigenen Hertzoge gehabt. Sonderlichreden die sLnpwre» von einem gewissen Basolo, welchen Clodo-vaus zu Lmis ins gefängnis bringen lassen. Aimoinus redetvon Willichario, und Gregorius Turonentts gedencket des Re-gnovaldi und Ennodii. Man findet nachgehends von dem Sa«. dregiselo, Bertrando , Bugiso, Agalfio , Abbone und Rivino,man kan aber nichts gewisses von ihnen sagen. Von den Herzo-gen von Aguitanien ist an seinem orte gehandelt worden; dieaber von Guienne oder ttguttsnm fesunäL stammen von den erb-lichen Grafen von Poitou her. Renaldus, Graf von Herbau-ges, wird Graf von Poitiers und Marquis von Bretagne qe-nennet. Er schlug die Normänncr den 20. aug. an. 8;;. undwohnte an. 841. der schlacht bey Fontenay bey, und erhieltnachmals die Grafschafft Nante, so dem Lamberto genommenwar, der ihn aber den 2;. jun. an. 84;. umbrachte. Seinesöhne waren Herveltus, welcher an. 844. ober 84;. durch ebenden Lambertum hingerichtet ward, und Bernhardus, Graf vonPoitiers. Dieser vermählte sich mit der Bilichilde, Goffelini,Bischoffs von Paris, schwester, mit welcher er zeugte Nanul-phum I. von dem hernach ; Bernhardum , Grafen von Auver.gne; Emenonem, welchen Papst Johannes Vlll. in den bannthat, weil er sich mit dem bastard Hugone, des Kömgs Lotha»rii söhn von der Valdrade, verbunden hatte; und Gosbertum.Ranulphus I. war Graf von Poitiers und Abt zu St. Hilaire.Unterschiedene neuere 2u<ttore8 melden, daß der König CarolusLslvus ihn zum Hertzoge von Guienne gemacht. Er wurde vonden Normännern den ü. nov. an. 882. bey Brillac geschlagen.Ein jähr hernach schickte er eben demselbigen Carolo Valvo chenjungen Pipinum wieder zu, welchen er gefangen bekommen. Alser aber nebst Roberto korti mit den Normännern in einem dor-fe, Bistrte genennet, in Anjou gelegen, abermals schlug, em-pfieng er eine wunde, an welcher er im jul. an. 887. starb. Erhinterließ Ranulphum II. von dem jetzo; Gosbertum, dessenRegino gedencket; und Eblonem, Abt von St. Denys, vonSt. Hilaire in Poitiers, rc. welcher Paris wider die Normän«ner defendirte, und an. 89;. bey belagerung des schlosses Bril-lac in Poitou getödtet wurde. Ranulphus II. bekam mildemKönige Eudone zu thun, welches den krieg in sein land zog,und nachmals , als er selbigem folgte, wurde er 894. mit gifthingerichtet. Man hält davor, baß er sich mit Adelheids foman vor des Kaysers Ludovici Saldi tochter ausgiebt, vermahlethabe, mit welcher er Eblonem, Grafen von Poitou und Her-tzog von Guienne, zeugte. Sein vatter recommendirte ihn auffeinem tod-bethe dem Grafen von St. Geraud, Herrn vonAurillac. Dieser schickte ihn Wilhelm dem frommen , Grafenvon Auvergne, zu , der auch Hertzog von Guienne war. Eolovermählte sich mit Aremburge, nachmals mit Aemiliana, welchean. Yi2. lebte, und zum dritten mal mit Hedwig, Königs Eduar-ds des ältern aus Engelland tochter, mit welcher er zeugte Wil-helmum, der wegen seines welssen Haares der flachs-kopf ger-nennet wurde, und Eblonem, Bischoff von Limoges, Abt zuSt. Maxent, so um das jähr 975. starb. Wilhelm, Graf vonAuvergne und Bourgogne der I. dieses nahmens , Hertzog vonGuienne, rc. defendirte sein volck wider den König Radulphnm,schlug die Normänner, stiftete und restaurirte an. 910. die Ab.tey Cluny, die Prvbstey Saucillanges, an. 916. und starbohne erben. Seine gemahlin war Ingelbergis. Ihm succe-dirte sein Vetter, Wilhelm II. von welchem die alten Genealo-gien nichts wissen. Die neuern aber beweisen aus einigen Ur-kunden , daß er den König Radulphum an der Loire, allwo erzu ihm gekommen, vor seinen König erkannt, und an. 927. ge-storben sey, seinen bruder Alfredum zum erben hinterlassend.Wilhelm III. .auch der flacho-kopf genannt, war Hertzog vonGuienne. Konig Lotharius ließ sich durch seinen vctter Hugo-nem den weisen bereden, daß er ihn mit krieg überzog, vertrugsich aber wieder mit ihm, daß er ihm auch an. 96;. in der bela-gerung Vitry beystund. Als er von dar wieder zurück kam,faßte er die resvlution, sich in ein kloster zu begeben, gieng auchin die Abtey St. Cvpriani zu Poitiers, und darauf zu St. Ma-xent, allwo er in demselbigen j«rhre verstarb. Diestr Herizoa er-bautewieder die Abiey von St. Jean ä Angeli, so durch die Nor-männer ruiniret war. Er vermahlte sich mit Adelheid aus derNormandie, Gerloc genannt, RoüoniS tochter von der Pope,mit welcher er Withelmum IV. zeugte; Iozelin, welcher zum

Llll Grafen