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Grafen von Divis und Valentinois gemacht wurde; Adelheid,des Königs Hugonis Lgpeü gemahlin. Wilhelmus IV. derunverzagte genannt, konnte sich anfänglich, Hugonis Laxer!und Roberti partey zu ergreiffen, nicht bequemen, obgleich dereine fein schwager, der ändere aber fein vetter war. Endlichaccommodirte er sich, und fchlug Gottfried, genannt Lrilego-rrells, Grafen von Äniou, und gieng endlich nach feines vattersexempel in das kloster St. Marent, worinnen er an. 99;. starb.Sein söhn war Wilhelmnö V. zugenannt der grosse. DerKönig Robertus, die Könige von Spanren, Navarra uNd Dä-nemärck, ingleichen der Kayfer Heinrich hielten gar viel aufihm. Er that alle jähr eine wallfahrt nach Rom oder nach St.Jacob in Gallicien. Er stiftete die Abtey Maillezais, so nach-mals eine Zeitlang ein Bißthum in dem untern Poitou gewesen,gieng auch in selbiges kloster, und starb den ; i. jan. an. ic>;o.Seine söhne waren, Wilhelmus Vi. der ihm folgte, aber balddarauf starb; Eudo, Graf von Gafcogne, welcher nach feinesältern bruders tobe das land in besitz nehmen wollte; kam abervor Mauze, einem schlöffe, so in dem lande Aunis gelegen, den17. mertz an. io;y. um; und Thibaldus, der jung starb.
- Wilhelmus VI. hatte von seiner gemahlin, Agnes von Bour-gogne , Petrum , genannt Wilhelmum VII.; Guidonem ;Gottfridum, genannt Wilhelmum VIII.; und Agnes, Kay-sers Henrici III. andere gemahlin. Wilhelmus VI. genannt derdicke, führte krieg mit Gottfried Marteln, Grafen von Anjon,welcher sich mit seines vatters dritter gemahlin Agnes vermählet,und starb an. 10)7. ohne kinder. Sein bruder Petrus, genanntWilhelmus VII. folgte ihm, starb aber an. io;8. an der ro-then rühr in der belagerung von Saumur ohne erben. GuidoGottfried, genannt Wilhelmus VIII. folgte ihm. Er leistetedem Könige Henrico I. in Franckreich hülffe, half auch dieSaracenen in Spanien schlagen , that verschiedene stiftungen,und starb an. 1036. im septembr. auf dem fchlosse Chize. Seineerste gemahlin war Audeberti Grafen von Perigord rochier, vonwelcher er sich wegen naher verwandtfchafft schied, und sich mitMartha vermählte, die er aber ebenfalls von sich ließ, ob ergleich eine tochter von ihr hatte, welche an Alphonfum VI.Könige von Castilien, vermahlet war. Er verheurathete sichzum dritten mal mit Aldearde, Roberti von Franckreich, Her-tzogs von Bourgogne tochter, und zeugte mit ihr WilhelmumIX. von dem sofort; Hugonem den Grafen , und Agnes, Pe-in Sanctii, Königs von Araqonien, gemahlin. Wilhel-mus IX. regierte gar lange, stund dem Könige Alphonso ausAragonien wider die Mohren bey, und starb endlich den ro.febr. an. H27. Seine söhne waren, Wilhelmus X. von demsofort; Raimundus von Poitiers ; Henricus, Prior zu Cluny,nebst fünf töchtern. Wilhelmus X. bekam seiner Mutter wegendie Graffchafft Toulouse, wiewol er auch darüber viel Händelhatte. Er hielt des Papsts Petri Leonis partey wider Jnnocen-tium II. und starb auf einer reife nach Compostell an. n;?.Seine söhne waren Wilhelm der beherzte, welcher aber vordem vatter starb. Richard, genannt Lowenhertz, Graf vonPoitiers , welcher ohne kinder starb ; Gottfried hinterließ einensöhn Artus, Grafen von Bretagne. Dieser wurde von seinesvatters schwester söhn, Johanne ohne land, feiner güther be-raubet und getödtet. Dieferhalben wurden Iohanni durch einenausfpruch des Parlements zu Paris alle güther, so er in Franck-reich befaß , genommen, und Guienne zu des Königs PhilippiAugusti zeiten der Crone eiüverleibt. Ludovicus IX. trat zwaran. irzy. den Engelläudern ein stück von Aquitanien unter demnahmen des Hertzogthums Guienne ab; allein König Philippder schöne zog es wieder zu sich. Jedoch wurde es ihnen wiederabgetreten, bis sie unter Carolo VI. gäntzlich daraus vertriebenwürden. König Ludovicus XI. gab an. 1469. Guienne feinembruder Carolo zur apanage. Allein, als selbiger an. 1471. oh-ne erben verstarb , wurde es zum letzten mal der Crone Franck-reich einverleibet. in SNOMLÜ. äs illutlr. vlr. üquir.
Jad. xsnssl. cles Duos äs Luienns. Dr, Ll-e-re.
Guiffrev, (Guigo) Herr von Bouttieres, ein Edelmannaus Dauphins, und berühmter General. Er that zu KönigsLudovici XII. zeiten unter dem Ritter Bayard seinen ersten feld-zug in Italien, als er noch nicht i;. jähr alt war, hielt sich abergleich anfänglich wohl. Nachmals diente er in allen Italiäni-schen kriegen , wurde auch in der schleicht vor Pavia gefangen.Er defendirte Marseille wider den Kayfer Carolum V. und thatan. I Z44- viel zu der victorie bey Cerisoles, allwo er die avant-garde commandirte. Ein jähr darnach commandirte er ;6.schiffe von der flotte, welche König Francifcns I. wider die En-gelländer schickte. Aus dieser familie sind auch viele andere vor-nehme leuthe entsprossen. , lib. I.
kill. äs Dauphins.
Guignard, (Johann) von Chartres gebürtig, ein Jesuitund llrniellor in der Theologie tn dem LoilsZio von Clermont,ein abgesagter seind von allen Protestanten, welches ihm aberden tob brachte. Denn als man die papiere des Johannis Cha-stell aufsuchte, nachdem er die Hand an den Konig Heinrich IV.gelegt hatte, fand man unter andern auch eine schrift von un-term Guignard, darinnen unter andern höchst - verfänglichendingen, der tod König Heinrichs III. den er von dem Jacobiner-Mönch Element erlitten, gebillichet, und daß ein gleiches andem Bearner, wie er ihn nennete, vorzunehmen sey, mit allen
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kräfften gerathen ward. Die thar des Chastels war allzu strK'bar und allzu neu, und also ward unser Jesuit verdammn ^er vor der Haupt-pforte der kirche zu Paris im blossen hemee, ^dem stricke um den hals, und einer brennenden kertze m .Hand GOtt und den König auf den knieen um Vergebungund daraufä I-, Lreve an einen besondern galgen gchenctt, ^
wenn er verschieden, mit samt dem galgen verbrannt we ^solle. Zu dem ersten, nemlich zu der adbitle, war er mA-stsibringen, dem vhngeachtel wurde das übrige von dem m ^an ihm vollzogen. Zu Rom hat man ihn unter die MA- ^seines ordens gefetzt, welches aber ohne genehmhaltungdens von etlichen privat-personen soll geschehen seyn.
Guigo, siehe Guido.
Guigo-Andre, von Bourgogne, siehe Bourg§6"b'
Guigo Dauphin, siehe Dauphins. .
Guijeno oder Giliceo, (Joh. Martinez) Cardinal " ^Ertz-Bifchoff von Toledo, war von Villagarcia aus Can> ^ein söhn eines armen bauers-manns, Johann Martinezjeno genannt. Er verwechselte nachmals feinen nahmen?,^nennte sich Siliceo oder äu Bois , so alles einerley, ^„ftrnan die Grammatic zu Lerena, einein kleinen städtlein oy'nVillagarcia gelegen, zu erlernen, da er denn alle ionn«^,nach Hause gieng , um vor die gantze woche brodt zu dMan sagt auch, daß er in seinem dorfe das küster - aml"hen, weil seine eitern nicht so viel gehabt, daß sie ihnkönnen. Er fand aber nachmals mittet nach «sevilienmen , allwo er die Philosophie trieb , und von dar nacvzu gehen vor hatte. Er machte sich dannenhero auf den ^als er aber durch Valencia reifete, muste er sich am <u>w h,eines vom Adel, der ihm seine kinder in die informativ» » ^daselbst einige zeit aufhalten. Er machte an diesem ornaue freundfchafft mit einem gewissen ordens-bruder / ' mel-den rath gab, lieber nach Paris, als nach Rom zu lMn/chem er auch mit gutem Vortheil nachkam. Denn aull^ ^baß er daselbst zulängliche Mittel zu subsistiren fand,er zum MaZiker gemacht, und nahm in der Theolog"zu. Als er wieder zurück in Spanien kam, wurde er ^kKilolopKiX zu Salamanca und Theologal zu Corm, ,^psendlich bey des Kayfers Caroli 'V. jungem Printzenzum Informator ernennet. Darneben war er des ovoemPrintzen Allmvsen-Psieger und Beicht-vatter, welcher w'Bißthum zu Carthagena zuwege brachte, und ihn mu -§ni,nach Badajoz schickte, um daselbst seine braut, dzeJnfantin aus Portugall, anzunehmen. Eben diejer-'foder Philippus II. machte ihn hernach zum Ertz-BlMU^e,Toledo. Er that nachgehends an seine kirche großeund stiftete daselbst zwey Häuser, eines vor vierzig junge" ^fo zu dem gottesdienst in der forcht GOttes sollten erzöge"^-den , und das andere vor eben fo viel arme magdlem. ymlus iv. machte ihn an. 155;. zum Cardinal, er starb a ^.z i. mertz an. 1557. als er fast achtzig jähr alt war.nebst einigen philosophischen fchristen, als über etlichedes Aristotelis, item Lrirkinecica Tbeoretica <L krackw
nebst einigen
I, item LrittimetlLL —-- . g
eine Erklärung über das kater notier und über das w
' .. ' e von seiner fanuu^er
und andere fachen geschrieben. Diegleichfalls diesen nahmen Siliceo angenommen. — .„d M,!--Lorentz verheurathete sich in das Haus Caravaial, u>>. Mzur ehe Franciscam, Frau von Mediana - Suerte, stgohne erben. Er hatte auch zwey fchwestern, dereneinen söhn hinterließ , der Lsnonisus von Toledo ittw/^M,St. Leocadia wär. tiiti. äc8 Laräin.
bibl. Itilx. zil
* Guijon, (Jacvbus) ein gelehrter Franzose , ',,, g.ibSaulieu in der kleinen landfchafft Aux an. 1542. dafMeinen Parlements-Advocaten zu Dijon ab, und starv
an. isrz. Er war besonders ein guter Poet in .
spräche, davon seine hinterlassene getichte, und vorm ^
Übersetzung des Dionysii kerier-erX zeugen. Diele »verrdieses besondere, daß da er seinem original von wo" '^ per-darinnen gefolget,er doch hierin» weder wider dieReun- ^ Estossen, noch auch sonst die dergleichen art von ub.ersttzU''^Aachne fehler angenommen. Air. äs Is Mare, ein ParletU vkUstzu Dijon, hat an. 1658. zu Paris feine gesamte wer»^gegeben, und denselben eine Nachricht von dem leben vfers vorgesetzet. L-Mer, jugemeos rom. VIII. ^ ;a
Guilandinus, (Melchior) ein IUeäicus, grbov ^ ^Königsberg in Preussen, studirte in seinem vatterian^chweil er sich in den studien wohl umgesehen, auch vorm xcawauf die erkänntnis natürlicher dinge und wissenstlMf W'ter gelegt hatte, gieng er nach Venedig, reifetemann daselbst, nahmens Marinus Cabuüus, vurwland, Asien und Afticam , kam endlich in Jndren /auf seiner rückreise fo unglücklich , daß er unter die >fiel, und von denselbigcn auf die galeeren gesthnuc ^Er machte sich aber dieses sein Unglück wohl zu nutze' giss
viel barbey von kräutern und medicamenten erlerne
wieder tn freyheit gesetzt wurde, gieng er nach Paou fr<den tlornim Alecticum zu stände, und wliro ° ^ M
daselbst l
fessore tVIsäisinse
nicht vertragen,
bestellet,wie denn
zu imnoc, er
Mit Matthwlo konwe E
beyde wider einander A>ei>