Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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Aeri dieser Matthiolus sagt von Guilandino, daß er in Si-o'und zu Rom in solcher armuth gewesen , daß er genöthi-U. Worden, wurtzeln zu sammeln , und selbige zu verlausten.^,'Uarb endlich an. 158s. und vermachte seine bücher der Ne-^wtlck Venedig. Er hat verschiedenes geschrieben, als : Lom-„ ^srium in silinium äs kapern ; äs 8rirpiku8 Lpiltols8 guin-näversuz Nnttliiolum likrum primum.llb. XOVI. vit. Nsäisorum. bikl. Ueä.

elo§. tom. II.

ZrDuilford, die Haupt-stadt in der Graffchafft Surrey, inAoung-hundred gelegen, welche zwey glieder in das Unter-abschicket. Sie liegt sehr lustig am flusse Wye, und hatlÄ vvlckreiche kirchspiele in sich. Die Sächsische Könige hat-« Ylerseibst ein Königlich schloß, zu deren zeilen dieser ort ei-d "'Ueit grösser« umfang hatte. Man siehet noch bis dato bey«p U siuffe dieruäern von einem grossen («stell. An. 16Ü0. er«w?lü? König Carolus II. Elisabetham , Burggräsin von Ki-b' "Uacly in Irrland, zur Gräfin von diesem orte auf ihre le-fo^eit. An. 1672. wurde der titul eines Grafen von Guil-von eben demfelbigen Könige Iohanni Matland, dem«en- Hkrtzoge von Lautherdale in Irrland, gegeben. Nach-wurde der letzt-verstorbene Lord Francis North vonAchtem Könige zum Baron Guilford ernennet. Dieser ort^ N dreißig meilen von Lönden. (Siehe North.) oaM-ic»/^Nn. Lritsnn.

q.Duilielmim / ( Dominicus) war zu Bononien an. iS;?.^V"hren. In seinem 22. iahre gab er ein 8ckeäisfms äs^'»lante heraus, und ward das jähr drauf kkilolopkixsto^' ciiciliL voüor. Hernach wurde er Incilor bey den Ana-. mien, legte sich aber zugleich auf die Astronomie, und ließ>n neues 87ÜLMN der cvmeten drucken. An. i6Z6.wurde ihm dietb, al-ober-aufsicht der Messenden Wasser im Bononischen gebie-dev getrauet/ und das folgende jähr erhielt er eine stelle inyp "?ononifchen llcsäemis kk^lica experimental; des Grafenden ' worauf er auch in die Gefellfchafften zu Paris, Lon-kvm/"- Berlin/ und in das Lollegium I^aturT Lnriosorumvom ^ln> 1689. wurde ihm die krofellio Natkeseos zu Bo-ki^u anvertrauet, und zugleich aufgetragen, die Verfertigung^lsnägrii ltlkrologico-lVIsäisi zu besorgen. An. 1690.der M er eine neue erfindung bekannt, wie man die bewegungk^jwessendrn wasser ausmessen konnte, undlbekam bey denr-wgkeiten wegen des flusses Neno gelegenheit, seine besonde-It^'chlcklichkeit zu zeigen, worauf an. 1694. eine kroksliio^MLcriL zu Bononien aufgerichtet, und demselben gege-tz^i,w°rden; wie sich dann auch öfters andere Fürsten und Re-wass- " feiner hülste bey Achtung und leitung der Muffendentsier Abdienten. An. 1698. bekam er die ?ro5ellionem IVls-!,I A?08 zu Padua, dabey er zugleich den titul eines krofellorisKicik , und die besoldung wegen des (lslsnäsrü Mrolo-dua ^Ewelt. Die an. 1702. erhaltene krofstllo Nsäiss zu Pa-zu V veranlaßte ihn, auf Verbesserung der Medicin und Physicbeov- . ^ davon er auch verschiedenes geschrieben, aber diectirir? ^^'vsten wercke, von den fiebern und von der Methode zuden, ? >"cht können zu stände bringen; mästen ihn der todalter/' an. 1710. in dem fünf und fünfzigsten jähre seinesPasta'-Fwweg raffte. Kurtz vor seinem tobe hat ihm nocheiner .!?wens XI. die stelle eines Ehren-Cämmerlings nebstEküi/stwrllchen bxftldung von rooo. scudi antragen lassen.Ohs/ jchrjften sind: Oillert. äs Lomstarum blacura L Ortu;

8olari8 Lclipiis an. 1684.; Lguarum kluentiumÜe stvvg mstkoäo inguilits; Lpiltvlse cinse H^ärolistisX;

Matura L Lonlkitutions ; pro fksorics lVIsäisaruft, st^.^plrisam 8eätam kreelsätio ; äs 8slibus; äs läea-' OorreÄione iL II 5u sä ingnirenäsm hilorborumle p; > äs krincipio 8ulpkureo ; Keüeäioni äs äotts äal-^Zure äs' 8sli. Bücher-Saal.te,, ailielmius, (Ianus) war an. 15;;. zu Lübeck geboh«denn-.., als er seine Kuäia auf verschiedenen Teutschen Aca-in^sta wohl geführet, that er mit etlichen vom Adel eine reisegjxLfanckreich. Anfänglich hielt er sich zu Paris auf, von darselbst ^ "ach Bourges, um Cujacium zu hören, starb aber da-einen ^ ^ 84. an einem hitzigen fleber, welches er sich durchtiqem ^ "ck soll zugezogen haben, da er in grosser Hitze und hef-cchast vurst eine ohngefehr vor sich gefundene kanne wein ohneivüi'si- austranck, als er noch nicht dreißig jähr alt war, undhatvvn Thuano nebst andern Gelehrten sehr bedauret. Er^dene schriften hinterlassen, als: lldros Veroümi-^werrionsm aäv. 8igonü (ionsolationem; (^Uceüiones

cvnf-^b; er hatte auch den Ciceronem mit vielen manuscriptencher »stststV Wie bey Iacobi Gronovii und anderer ausgaben sol---lvlosts^cke zu sehen. lib. sXXX. ^a-nr vir. ?ki-

wlu.ls bibl. kost. üb. IV. x. n;. r^erW»-, slog.

,k- 7- *

rj«, Eard, (Claudius) Präsident des Parjements zu Pa-svhu aar ^ohannis Guillard, eines Edelmanns aus Poitou,die autstor der Historie vom Gastinois giebt vor, daß

wollest ^ familie von dem heiligen Huberts herstammendiejenst'v"d daß sie durch dessen interceßion die macht haben,DutllstN ^ so mit der raserey befallen sind, zu heilen. Dieserwwents-nÄ vu> W treflicher Advocahdaß er an. 148-. zum Par-wurd? ^ nachmals zum Requetenme sier crwehlet

( Er that den Königen Carolo VIII. und Ludovico XII.«tstOk. L.e«ico» /II. Thkil.

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grosse dienste, daß er auch von diesem letzter» an. izog. zumPräsidenten des Parlements erwehlet wurde, worbey er sichwohl aufzuführen wußte. An. 1^4. danckte er ab, weil er dieverkaussung der ämter nicht billichte, und begab sich auf einesseiner lust-häuser, worauf er auch wenige zeit'hernach starb. Erhinterließ zwey söhne, Andream , Königlichen Staats-Rath,und Ludwig, Bischofs von Tournay und nachmals von Char-rres. Dieser war ein Prälat von grossen Verdiensten, bewieseinen grossen eiftr vor die kirche, und starb an. r; 6 ;.; An-dreas aber hinterließ einen andern gleiches nahmens, AndreamGuillard, Königlichen Rath und ersten Präsidenten des Parle-ments von Bretagne, welcher nach eröfnung des Lonsitü zuTrident als Ambaffador nach Rom geschickt wurde. Sein bru-der, Ludwig Guillard, war Bischofs zu Chartres nach seinemvetter Ludwig, schrieb einen tractat äs LAnsipHz kiäei, undstarb an. 1572. bist. äu 6astin. bist. äer

Lreüäens äes karlemens.

* Euillebaud, (Petrus) ein Cistercienser-Mönch, war zuAngoulsme den 21. ftbr. an. iz8c. gebohren, erhielt auchdaselbst ein Canonicat, trat aber nachhero an. 1615. zu Parisin den orden der Feuillans, da er denn den nahmen Petrivon St. Romuald überkam, unter welchem er auch am be-kanntesten ist. Er brachte die zeit meistens in der einsamkeitund in Verfertigung unterfchicdlicher historischer schritten zu,womit er jedoch keine sonderliche ehre eingeleget, und starb zuParis den 29. mertz an. 1667. Man hat von ihm : üorcumLpiiApbiorum lelecstorum, ou .saräin ä'Lpiwpbsz sbc>il>5;Tresor (ibronologigue L Historigus, von ansang der weltbis an. 1647. welcher aus drey folianten bestehet; stpksmsrl-äes ou sonrnsl Obronologiqns L Aistorigus pour rou8 le8 jourräs I'annse; Historie krancorum, leu sstironici LäemsriLnZolilmsnüs Lpiroinen, mit einigen Zusätzen und nvten; tn-gleichen Lbronison seu Lontinugrionem Lkronici ^äsmsri,bis auf das jähr 1652. welche beyde letzte schriften von demErtz-Bischofs zu Paris, I. F. äs Gondy, sehr scharf cen-sirt und verdammt worden; da hingegen das Parlemcnt sichdes Verfassers angenommen, und die gedachte censur wieder-um aufgehoben. Listersium restorslsen»,

xag. roo.

Guillemette , aus Böhmen, war das Haupt einer heßli-chen secte, die in dem XIII. stesulo in Italien entstund. Swwußte durch eine äusserlich angenommene bevotion vor der weltihre fache wohl zu spielen, daß sie nicht allein unter einem grosssen scheine der Heiligkeit starb, sondern auch noch einige zeitnach ihrem tode als eine heilige verehret wurde. Sie starbaber an. 1282. und wurde auf den kirch-hof zu St. Peter inMayland begraben. Sechs monat darnach wurde sie in daskloster Caravalle gebracht, allwo man ihr auch ein gravmahlaufgerichtet, wovon man noch die reliquien siehet. Ihr festwurde dreymal im jähre bey ihrem grabmahl gehalten, ein-mal am tage St. Bartholomäi, als an weichem sie gestorben ;zum andern mal an dem tage, da ihr leichnaM nach Caravallegebracht worden, und das dritte mal an dem Pfingji-rage. Al-lein nach ihrem tode sollen ihre grobe heucheley und untern, scheinder frömmigkeit verübte schandthaten erst an den tag gekommenseyn. Sie war nebst ihrem buhler, Andrea Sercmtta, nachMayland gekommen, da sie denn, ihrem vorgeben nach, umdie Göttliche strafe abzuwenden, einen neuen golresdienst ange-fangen , welcher darinnen bestanden, baß bey dunckler nacht an-fänglich nur die Wittwen , hernach auch die verrhilchten wcibs.biidec in einer unterirdischen hole, so.vor der stadt Maylandgelegen, und zu diesem ende nebst dem darzu gehörigen platzeerkauft, auch mit einem gebäude versehen war, zusammen ka-men , ihrer vermeynten andacht zu pflegen, worzu auch vortaa junge leuthe mit gelassen wurden. Allen, die sich hierzuverstunden , wurde die platte geschoren, und wAl bey ihrer Ver-sammlung allerhand Üppigkeit getrieben wurde, funden sich im-mer mehr leuthe darzu. Bey ihren Versammlungen trat eineweibs-person aufim Priesterlichen schmucke, trat zu dem altare,der in der hole war, that ein gebät, wendete sich nachmals zudem gesamten Haussen, und rief darbey aus: gehet zuiammen,verstecket das licht, da denn ein jedweder die, so ihn, am näch-sten gesessen, ergriffen, und nach feinem gefallen mu ihr umge.gangen. Einsten aber ist ein reicher kaufmann, nahmens Ale-xander äs Coppa, seiner frau, als sie des nachtö aus ihrembethe gestiegen, nachgegangen, und hat sich unter verstelltemHabit in der Versammlung zu ihr gesellet, auch ihr einen ring ab-gezogen , nachmals ein herrliches gastmahl angestellet, und die-jenigen zuvörderst, deren weiber er bey der Versammlung gese.hen, hierzu mit erbäten; als nun nach der mahlzett allerhandlustbarkeiten getrieben wurden, hat er gleichsam rm spielgeboten, daß ein jeder seiner frau die Haube von dem köpfereisten sollte, worzu er den ansang gemacht. Ais man sie nunmit geschornen platten fände, hat er dre gantze fache entdecket,

welche denn sofort an den Richter gebracht worden , welcher den

Andream nebst feinem anhange bey dem köpfe nehmen und ver-brennen ließ, wie denn auch der GmUemette lelchnam ausge-laden und an. i?oo. verbrannt wurde. Den Männern aberwurde frey gegeben, ihre weiber nach gefallen abzustrafen , w,esolches die icriptsre8 reftriren, wtewol andere noch an einemund dem andern zweifeln wolle». illä. Me-

älol 11b. XVlll. sä sn. i;oo. Kilt. Meäiolsn.

LltIr lib. I.