Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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lib. I. p. 49;. aä an. i;oc>. L-/«Ms«rr5, itin. Ital.

k. I.p. I y. 20. 8»>/k.

OMUbVIl'ffX, ein gewisser orden, welcher auch derweißmäntler genennet wird. Einige sagen, daß Wilhel-mus X. Hertzog in Aguitanien , solchen gestiftet, und mdemer von sich ausgeben lassen , daß er auf einer wallfahrt nach St.Jacob an. n;6. gestorben sey, habe er sich in das Florentnuscheretiriret, und darinnen bis an. 1157. geledet. Die auüoresaber selbiger zeiten fagen das gegentheil. Dieser orden folgteder regul St. Augustini. Albertus und Renaldus, oder wieandere fagen, Johannes der gute von Mantua, soll selbigengouvernirt haben, nachdem ihn Wilhelmus gestiftet gehabt.

§5 , in cbronico.

* Guillery , der nähme von drey brüdern aus einem ade-lichen Haufe in Bretagne, welche nach vielen schönen thatenendlich zu straffen - räubern geworden sind. Sie folgten derpartey der Ligisten unter dem Hertzoge von Mercöur, und wur-den da als tapfere soldaten bekannt ; da aber der friede gema-che! worden, begaben sie sich in einen wald auf der hohen straf-fe von Bretagne nach Poitou, und daueten daselbst eine kleinevestung auf, dahin sie sich salviren konnten; daraus thaten sieeinfalle bis in die Normaudie und gegen Lyon. An den bäu-men auf den grossen land-strassen liessen sie anschlagen: Frie-de für die Edelleuthe; der tod aber für die Häscherund Slur-Richter, und von den kaufleuthen der se-ckel. Widerriefe freveln Banditen wurden flebenzehen Blut-Vögte mit fünftausend mann ausgeschickt, welche auf befehldes Königs sie in ihrer redoute angreissen, und daraus treibensollten; man schoß die vestung mit canonen in den gründ, undfieng also diese das saust - recht liebende Zwing - Herren samt ih-rem anhang, da sie denn an. 1608. lebendig gerädert wurden.

Kill. universelle.

* Guillet, (George) gemeiniglich äs St. George zuge-

uannt, ward zu Thiers in Auvergne um das jähr 162;. geboh-ren. Er ward an. 1682. in die Königliche Mahler-und Bild-Hauer-Academic, als derselben erster sliüorioZrspbus, aufge-nommen , da er in der nach gewohnheit gehaltenen antritts-rede sich zwar anheischig gemacht, derselben geschichte dereinstzu beschreiben, aber sein Wort nicht gehalten, ob er gleich bisauf den 6. aug. an. 1705. gelebet. Seine vornehmste schuftist die, welche er an. 1673. zu Paris unter dem titul: lesNrsäe sllomme ä'Lpse, ou vickkionnsire äu Oentilbomms, herausgegeben. Man weiß eigentlich nicht, ob der Verfasser des be-kannten wrrcks, ärkenes ansiennes <L nouvelles 6c I'ktsr pre-lent äs I'Lmpirs äes lurcs, ingleichen I.2Leäsmoins ansienne6c nouvelle, mit diesem George Guillet eine Person, oder bestsen verwandter sey, indem er sich daselbst Guillet äs Guillettierenennet. So viel erzehlet dieser letztere von sich selbst, daß eraus Auvergne gebürtig sey, und, nachdem er die studien ver-lassen, kriegs-dienfte angenommen habe, da er denn an. 1652.vor Casal gefährlich verwundet worden. Er habe darauf inPiemont und Catalonien, und zuletzt in Ungarn gedienet, daihn die Türcken gefangen bekommen , und an einen Corsarnnach Tunis verkauft hatten. Er wäre endlich an. 1669. wie,her loskommen, darauf er eine reiste nach der Levante ge-than , und die daselbst gesammelte Nachrichten in ermeldetenrvercken publicirt habe. Jacobus Sponius, der um eben diesezeit seine Volags äs 6rece 6c äu Lev-Mt heraus gegeben, hatDiesem autliori unendliche fehler gezeigt,, ja auch gar gestanden,daß er sehr zweifle, ob Guillet jemals würcklich in diesen gegen-den gereiset. Es sind daher einige streit-schriften unter ihnengewechselt worden, bis sie Nr. Charpentier mit einander verei-niget. p.Z7i. Libl. clu Rrcdk/ee.

Guillim , (Johannes) ein sehr berühmter NerMiE inEngelland, ist aebohren zu Hereford an. i;6;. hat studirt inOxford in dem Lollegio Lnei bl-cki , und gute progreffen inLKilolopK. gethan. Weil er sich hernach insonderheit auf dieHeraldic gelegt, wurde er in die Societät der OKcers ok ssrmsaufgenommen, und bekam zum titul korrsmomk, und her-nach rouge croix, starb an. 1621. und hat heraus gegeben zuLonden an. r6io. für das erste mal Lispl^ ok Neralclr^ in fol.oder Heraldic, welches werck sehr wohl aufgenommen, undoft aufgelegt, auch von andern als Nowers und Blome vermehrtworden; doch sollen diese neuen zufatze dem wercke mehr hin-.derlich als beförderlich seyn, weil dadurch des sursiockstreflicher msrboäus confus gemachet wird. U rx/i

* Guillimannus, (Francistus) ein berühmter wüoricus,war aus dem Canton Freyburg in der Schweitz, oder wolselbst aus der Haupt-stadt dieses nahmens gebürtig. Er erwarbsich eine gründliche wissenschafft in llumrmionbus, und befon- 'ders in der Historie, daher er auch zu Freyburg im Vrißgauzum krokellore dieser letztem bestellet, und von Rudolpho II.um das jähr 1609. zum Kayferlichen wie auch OesterreichischenRath und llittoriograpka ernennet wurde. Er starb nach eini-ger meynung um das jähr 1612. andere aber wollen, daß ernoch an. 162;. am leben gewesen. Seine schriften sind: llel-vetia , live 6e Rebus llelvetivium libri V. weiche Nicht alleinvon N. H. Gundlingio mit des Aventini annal. Lchorum zu-gleich wieder ans licht geftellet, sondern auch in dem TKe-Luro kill. IlelveeiLiL von neuem aufgelegt worden ; fernerLlablxurgiac», Leu äs Online vomus Luürlse llb. VU. Wels

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che in eben diesem Tbeümro befindlich ; äe Rpiscoxi8nenilbus; äe Origine 6c Ltemmate Lonraäi II. lmp- b? -gLymnxms, welches H. Chr. Senckenberg seinen 8-IeÄis L>,L killorisrum tom. III. einverleibet , und andere mehr.

L in prsckstionib. cc. II. . . ^

Guimaranes, oder Guimaraens, eine stadt im KoEreiche Portugaü, und zwar in der zwischen dem DueroMinho gelegenen provintz, welche den titul eines HertzogthU'«führet. Sie liegt nächst bey Braga an einem flusse, der vden Portugiesen Aves genennet wird. SchauplatzSpanien, x. 794. .

Guimaranes , (Bernhardus) ein berühmter Comment"tor von den Malthefer-Rittern, in der mitten des XVI. Acu -Er war aus einem vornehmen Spanischen geschlechte cnM.^sen, und hatte in seinen ersten jähren mehr als dmWschlachten mit solchem muth und mit so grosser klugheit bey»wohnt, daß ihn der Großmeister seines ordens, I-, ValetM nandern erwehlte, mildem Könige von Spanien, Ph"T,n;gewisse tractaten wider die Barbarische see-räuber zuzu welchem ende er unterschiedene mal als Ambassador §ordens nach Madrid gieng , allwo er durch seine gefchick"^. ^in negotiiren sich nicht weniger, als vorhin durch stineM'.jtkeit, in ansehen brachte. Er gieng auch an. i?6c>. stldu'zu schiffe, um dasjenige, was durch ihn geschlossen worvbewerMelligen zu helffen. Wiewol nun anfänalichvornemlich der eigensinn des Hertzogs von Medina-Celi,Königs von Neapolis, schuld war,) der anschlag aufsehr unglücklich ablief, auch das unternehmen widernicht von statten gieng, so wurde dennoch das schloßstero, ingleichen die stadt Africa, den Barbarn abgenow'' ^zu welchen Vortheilen, insonderheit zu dem letztem, dn ^anführnng und saust des Guimaranes ein grosses beytrug' ^nachmals der Türckische General, Sinan Bassa, undrühmte see-räuber Dragut, einen versuch wider die inst»tha thaten, coutribuirte er viel zu deren schleunigen wreo^-zuge. Mein zwey jähr hernach, da er als General von ^Sicilianischen galeeren auf dem meere von Sicilien kreutzl» ^er sich (ungeachtet der vorher gegebenen Nachrichten, deren'Halter entweder nicht geglaubt, oder vor nichtgefährucv"' ^sehen) von dem erwehnten Dragut, welcher nur mn »galeazzen zum Vorschein kam, hinter der inful Stombo» ^eilf andere starcke schiffe verborgen hatte, in einen fwss. MenHinterhalt locken, worinnen, nach einem langen und on"widerstände, seine sieben galeeren in der ungläubigen hssNlen, er selbst aber mit vielen wunden getödtet wurde. ^ä'Orione äi krimo OsmÄlcsiini k. I. p. 6;.

Guimens, oder Guemens, ein kleiner vrt in der Efischen provintz Bretagne, zwischen Blavet und St. BoM ^legen, hat an. 1570. von König Carolo IX. mit beyg^?he-verification des Parlements, den titul eines Fürstenthuw"kommen, und ist den Hertzogen von Rohan zuständig. ^

Guindano, (Sigismund) ein Poet von Cmnong,te ein getichte von Kayfers Caroli V. thaten, welches er ly"'zu unrechter zeit überreichte, als er eben in den schweren.^.fchen krieg verwickelt war. Weil er nun keinen heller dM« ^hielte, ergrimmte er dergestalt, daß er sein getichte ms >schmiß. HoMäi L. I. L. 27. x. 2?7. .

Guinea, ist ein Afticanisches Königreich, welches Ms,tien nordwärts, die Königreiche Congo und Biafara on>v ^und den berg Sierra Leona, wie auch das grosse meer^und westwärts hak. Das land ist sehr groß von hsten ->Westen zu , wie man dann die länge auf ;?7. und die bce» ^i;;. meistn rechnet, und die Europäer treiben einen n»Handel darinnen. Die kaufleuthe theilen es in fünfkusten^^i.) die korn-küste, welche von der maginette oder dendies-körnern den nahmen hat, und sich von dem L->poxos bis an das L-lpo äss ?slmi>8 erstrecket. 2.) vck^küsse, von den elephanten-zähnen genannt, welche alM ^ ^handelt werden; diese gehet von dem Oavo äas Lalw^das L-lpo Rskös. ;.) Die quaqua - küsse, so^',, at--

gruß quaqua, womit dasige einwohner einander ame^ .^,»

so betitelt wird; diese erstrecket sich vom Lspo bsho?dem Lspc> Triangulo. 4.) und ;. ) Die gold- kuirc^^adem gold-staube, der allda in den flüssen und bergen M^fzigwird; sie langet bis an Akre, und hat in sich gegen die 1Meilen. Die luft dieses landes ist sehr heiß und ungenwdaß sonderlich den Europäern grosse lange würme ^gdund fleisch wachsen. Der Winter fällt in den aprffjunium, da dann das feld voller früchte ist, auch starA Machund regen-wetter entstehen, dessen wasser gantz röthliw^ M p,eheiß, und deswegen höchst schädlich ist, darum M., jg raseinwohner mit palm - öl beschmieren. Zu sommers-ze» M-fcld gantz leer und öde. Ihr gewöhnliches getränck U> her-wein, welcher wie das wasser aus den bircken-bau> . „jeraus gezapfet, und in einen krug gesammelt, aber nund zwanzig stunden zu eßig wird. Es giebt inve» . ^schlangen bis fünf und zwanzig spannen lang, auch MPortion sehr dick, welche aber nicht giftig sind, sonder" ,^r,zo-einwohnern mit grostem appetit gegessen werden.sen waren die ersten, welche es nm das jähr ^4^-und einige colonien dahin sandten. Nachdem abA v" , Mfchen kriege in Zranckreich unter Caroli VI. und vu- » rn