Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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vbrr in allen seinen expeditronen unglücklich, dahero er gezwun-gen ward, friede zu machen. ( c) Gleich darauf an. §87. giengkr auch einen vergleich ein zu Andlau mit Childeberto II. inAnstrasien, krafft dessen er ihm die succeßion seiner länderversprach, weil er selbst keinen söhn hatte. (st) Endlich starbP den 28. mertz an. zy;. und Childebertus II. König in Au-lwasien erbte seine länder. (e) (») ste Zeit. I-oir-

llohgrst. Ich. III. L. I. ulgue c. 9- ( h ) Tr,^. Ich. IV. L. ;o.

Ich. VIII. L. ;o. In ckron. ( 6 )

Ich. IX. c. 2o. ( e ) ?>e^Z»r.L.i4. Ho ». lid. III. c.i8>

. * Guntzen, ein berg in der Grafschafft Sargans, nahe beyvem flecken Flums, hat einige Minen in sich, aus deren vermi-lchung der beste stahl gemachet wird. ^ L,

^ Guntzenhausen, eine Brandenburg - Anspachische kleineDdr an der Altmühle, wo ein Ober - Amt und Decanat oderC-upertntendentur.

. Guplo, ein see in Groß-Polen in Cujavien, zwischen deruaot Gnesen und Brzestie, welcher 6. meilen lang, und eineHalbe Meile breit ist. kolonig.

. Gurck , eine Bischöffliche stadt in Kärndten , war vor die-lem nur ein marck-flecken, und ein Nonnen-klvster, welches St.Hemma, eine Gräfin von Beilstein, stiftete, die selbst allda dieMe Nonne war, und von dem Ertz-Bischoffe von SaltzburgHvalduino um das jähr 1050. eingesegnet wurde. Vie vermach-A nach ihrem tode das kloster dem Ertz-Stifte Saltzburg, wor-M einige zeit hernach an. 1072. der Ertz-Bischoff Gebhardus,wrt bewtlligung des Papsts Alexandri II. und des KayserS Hen-M IV. aus dem Frauen-klosicr ein Bißthum machte, undMntherum von Krapfenfeld zum ersten Bischoff einsetzte, (fie-He auch das wort Saal.) Die nahmen und ordnung seinerMssolger sind etwas ungewiß. Doch scheinet folgender cms-der beste:

2. Güntherus, an. 1072.

2. Hildebaldus; andere setzen Henricum l.

1- Romanus I. an. nzo.

4. Henricus I. wird von einigen ausgelassen.

5. Rvmanus II. an. 117;.

6. Hermannus I. bis 1130.

7 . Theodoricus I. bis 1192.

8. Wernerus. Nach dessen tode findet man bey den gcschicht-

schreibcrn zweyerley listen, die wir ohne entscheidung,

welches die beste ist,9 Otto.

ro. Henricus II.li. Udalscalcus.rr. Wenceslaus.rz. Udalricus, an. rs;l.24. Theodoricus II.

hier beysetzen.

9. Henricus II. an. 1212.io. Udalricus, an. 1219.n. Paulus I. an. rrzo.i2. Henricus III.i;. Theodoricus II.

14. Johannes I. an. 1279.

Johannes I. war zugleich r;. Hartwicus lI. an. 1280.Bischoff zu Chiemsee.

* 6 . Hertindus

27. Henricus III.

28. Geroldus.

* 9 . Laurentius I. zugleichBischoff zu Lavant.Conradus.

22. Udalricus.

22- Paulus.

21 - Johannes II.

24 - Johannes III.

16. Hermannus II. an. 128;.

17. Henricus IV) an. i;i8.

18. Paulus II. an. rz<;8. ward

hernach Bischoffzu Frey,singen.

29. Johannes II.

20. Georgius.

21. Conradus, an. 1410. wurde

hernach Bischoff zu Frey-stngen.

22. Ernestus. ,

2;. Johannes III. wohnte demCostnitzer-LonLllio bey.24. Laurentius, an. 1418. warvorher Bischoff zu Lavant.Leonhardus, an. 1454.

2;

21. Johannes IV. war auf

dem Loncilio zu Costnitz. _

26. Conradus II. 26. Slptus, an. 24z y.

27. Ernestlis.

2». Laurentius II.

29 - Johannes V.

11. Laurentius III. vorher Probst zu Gurck. ,

12 . Raymundus ste Perandi, wurde hernach Cardmai.

11 - Matthäus Lanaius, wurde hernach Ertz- BMoff zu

Salvbura. Es est von ihm ein besonderer arttckul.Hieronymus Baibus, an. 154°- von dem unter dem wort, ^ Baibus ein mehrers.

Antomus äs Hoyos, ein Spanier.

1^- Johannes VI. von Schönberg.

17 - Urbanus.

Christianus Andreas von Spaur.

^ 9 - Johannes Jacobus von Lamberg.

Sebastian.

41. Franciscus von Lodron. , , .

42- Slgismundus Franciscus , ein Ertz«Hertzog von Oester.reich, war zugleich Bischoff zu Augspurg, und resi-^snirte an. 1664. ^ „

41- Wenceslaus, Graf von Thun, und zugleich Bischoff zun,^Eau. Von an. 1665. bis 167;.

44 . Polycarpus Wilhelmuö, Graf von Khüenburg.

4t. Johannes VII. von Goes, bis an. 2696. Siehe vonihm den art. Goes, (Joh.) Cardinal.

46. Otto, von an. 1697- bis 1708.

47. Jacobus Marimiiianus, Graf von Thun.

Die Bischöffe zu Gurck leben gantz abgesondert von demDvm-Capitul; denn jene residiren in dem stadtlein Straß-burg eine viertel meile von Gurck; der Dom - Probst abernebst dem Capitul zu Gurck selbst. Es sind auch die ein-künfte des Stifts unter beyde getheilet, und gehören demBischöffe das schloß Aich, samt der Dechantey Altmarck; derMarck und das schloß Grodas; Halbeck; Pockenstein, rc.Der Dom - Probstey hingegen: Gliednitz, Mannsperg , rc.Die OLnonlei sollen dem Bischoff für die refidentz nur einenducaten in geld reichen, und dieses um zu zeigen, daß siedoch einen Bischoff über sich haben , weil sonst der Dom-Probst das meiste zu sagen hat. Der Ertz-Bischoff zu Saltz-durg machte sonst dem Capitul die freyheit der wahl-gerech-ligkeit streitig, und es ist auch in dessen favor von dem Pap-ste der ausspruch geschehen, daß er das recht haben solle, ei,nen Bischoff zu Gurck zu wehlcn und einzusegnen. Es istaber hernach wegen des juris prXlemrmsti wiederum zwischenOesterreich und Saltzburg gestritten worden, weil nemlichder Bischoff zu Gurck ein Landsaß von Oesterreich ist, unddarneben auch dem Ertz-Bischoffe zu Saltzburg den eyd dertreue und Huldigung schwören muß; doch haben sich bevdetheile endlich so verglichen, daß bey einer vacantz Oesterreichallemal zwey Bischöffe nacheinander, und Saltzburg den drit-ten nach denselben denominiren solle. Der Bischoff zu Gurckdarf keinen Vicanum von dem Ertz-Bischoffe zu Saltzburgannehmen , sondern ist sowol in seinem Stifte, als auch indenen zu Chiemsee, Seckau und Lavant, Vie-inus.

Keuv^. 8a!i8b. blü. 8alisb. Staat von Galtzburq.

wpoZr. Larimb. , KMc. ^ur. xubl. LLP.

29. n. 14.

* (Furch, oder Gurk, lat. 6urea, ein -uß in Kärndtenbeym städtgen Landstraß, welcher sich in der Windischen Marckin die Sau ergeußt. Zeillers Reichs-geogr. I. p. ;r. Manhält davor, daß des Strabonis VII. p. 482. Corcaras ebendieser fluß sey. , not. orb. nnc. II. 8. §. ;r.

(Furckfeld , eine kleine stadt in Crain, an der Sau, einemeile von Laybach in der Windischen Marck gelegen. DaSallda befindliche schloß nebst der darzu gehörigen Herrschafftist in dem XVII. sreculo an die Grafen von Strasoldv ge-langet. Man hält davor, daß ehemals das alte Xoviosiu-num, wo Kayser Constantinus residirt haben soll, allhier ge-standen , wiewol andere das lager der alten stadt Quadratedaselbst suchen. In dem XVII. sseculo hat man, nebst andernRömischen antiquttäten, etliche tausend stücke heydnischer mün-tzen in dieser gegend gefunden. Es hat vor diesem auch einFreyherrlich geschiecht siorirt, welches von obgedachtcm schlösseden nahmen gehabt, und in dem XIV. Lor-lo ausgeftorben.Vawasors ehre des Hertzogth. Crain. Las« resp. Dom. l-b.XII. leä. 9. c. z.

(Furdon, (Adam) ein Englischer Ritter, von ungemeinerleibes-stärcke, und von nicht geringerm muthe, ließ sich in derempörung der Engelländischen Baronen wider den Konig Hen,ricum III. vor andern gebrauchen , weshalben das Parlementihn nachgehends in die acht erklärte, (wovon der ihm bcvgeleg»te zunähme Out-law entstanden) auch seine güther confiscirte.Hierauf lebte er, nebst einigen andern desperaten leuthen, vonstrassen-raud, und machte sich so formidabel, daß niemand sichan ihn wagen wollte. Weil er aber vornemlich denjenigen zuschaden suchte, welche dem gemeldten Könige die liebsten wa-ren , so ließ dessen Cron-Prtntz Eduardus, damit er zugleichseine eigene tapferkeit prüfen möchte, sich in einen absonderst,chen zwey-kampf mit ihm ein, und nöthigte ihn, daß er sichergeben muste. Er war aber so gnädig gegen ihn , daß er ihmnicht nur das leben schenckte, sondern auch völligen pardon,nebst der erstattung seiner güther, zuwege brachte. E.p/ear 0/ LvZ/anüi, vol. I. p. 192.

(Furdon, (Bertram ele) befand sich in dem schlösse Cha,lus, nahe bey Ltmoges in Franckretch , als solches an. 1199.von dem Engelländischen Könige Richards I. belagert wurde,und schoß demselben einen pfeil in den arm, woran er durchUngeschicklichkeit des Wund-Artzts, n. tage hernach mit grossenschmcrtzen sterben muste. Vorher aber wurde das gemeldteschloß mit stürm erobert, und alles, was die Waffen führte,massacrirt, bis auf den einzigen Gurdon, welchem man aufdes Königs ausdrücklichen befiehl schonen, und vor ihn bringenmuste. Auf befragen, was ihn bewogen, den König in ei-nen solchen stand zu setzen? gab er unerschrocken zur antwortdu haft meinen vatler und zwey brüder mit deiner eigenenHand getödtet, und willst nunmehro auch mir das leben nehmenlassen; räche dich an mir, wie es dir gesiiltt; ich will gerndre gröste matter ausstehen, nachdem ich dich, der du diesesund so viel ander unheil in der weit gestiftet, dem tode auf-geopfert. Rlchardlis l. befahl, ungeachtet dieser trotzigen re-de und der vorher gegangenen Verwundung, daß man ihn auffreyen fuß stellen, und mit einem geschencke von ioo. schilltn»aen beaaben sollte. Allein, kaum war der König den 6. apr.verschieden, so ließ dessen General von den Brabantischentrvuppen, nahmens Merchard oder Markadey, den Gurdon