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neue lehre abzuschaffen wäre. Unter diesen aufrührern warThnro Johanson der vornehmste, so auch seinen söhnen inUpland zuschrieb, und sie ermähnte, daselbst einen aufstand wi-der den König anzufangen , beredete auch die Ost-und West-Gothen zu einem gleichen tumulte. Mein die KöniglichenCommissarien vermochten das volck, daß sie dem Kömge vonneuem gehorsam zusagten, jedoch, daß der alte glaube möchtebeybehalten werden. Dieses bewog den Bischoff Magnumvon Skara und Thuro Johanson, daß sie sich nach Dänemarckbegaben, aüwo sie dem König Gustavo grossen schaden zufüg-ten. Zu diesem schickte auch der König Friedrich Gesandtenin Schweben, die Wyck gar trotziglich wieder forderten, welcheaber der König Gustav dergestalt abwies, daß er sich erklärte,er wäre zum kriege und frieden bereit, hielt auch an. 1529. ei-nen Reichs-tag zu Slregneß, da er einige aufrührer hinrichtenließ, und den andern pardon ertheilte. Als aber die Dale-kerls sich unterstunden 12. männer aus jeder prvvintz nach Ar-boga zu beruffen, um von des Königs Gustavi abseßung zu be-rathschlagen, rüste er, dieses vorhaben zu unterbrechen, dengemeinen mann und die sämtlichen Stande nach Uvstrl, dahiner sich mit einer starcken armee verfügte, und ihnen die Ursa-chen, warum er solche äusserste mittet brauchen müste, vor-hielt. Als sie sich noch störrig erzeigten, machte er Mine, aufsie feuer geben zu lassen, dadurch sich erschröckt zu fussefielen, und durch vorbitte der Räthe pardon erlangten, auchvon neuem treu und gehorsam zusagten. Nachdem nun derKönig die innerlichen unruhen meistens gestillet, verheurathe-te er sich mit Hertzogs Magni von Sachsen-Lauenburg toch-ter, Catharina, deren copnlation und crönung halber er einenneuen und zwar Lutherischen Ertz-Bischoff,Laurentium Petri,erwehlen ließ, damit er dem muthwillen der Dom-Herren zuUpsal steuren könnte. Dieser schaffte sie bald ab, und erhielt anderen stelle so viel junge studenten, die er nachmals in fortpflan-tzung der Lutherischen lehre gebrauchet. Bald darauf rüstetesich Gustavus wider Christiernum, der durch Gustav Trolle ei-nen grossen anhang in Norwegen bekommen, und mit 10000.mann nebst schiffen auf selbiges Reich ansegelte, auch such-
te Gustav Trolle die Dalekers zum aufstande wider Schwedenzu bewegen, und Christiernus bemächtigte sich einiger schlösser,hingegen schickte König Gustav einige völcker nach Lobest, umdie grentzen gegen Norwegen zu verwahren. Darnach suchteChristiernus die Schweden mit list zu berücken, und stellte sich,als wollte er zu ihnen über den mit schwachem eis belegtenström kommen. Als nun die Schweden hitzig zu ihnen überdas eis eileten, fielen ihrer viel ins wasser und ersoffen , aufdie andern aber gab man feuer. Nachdem aber Christiernus.von König Friedrich in Dänemarck gefangen worden, züchtigteGustavus dte Dalekerls, und ließ die rädelsführer hinrichten.Jedoch machten die Lübecker Gustavo neue Handel, indem siedie Handlung auf Schweden allein haben wollten, so ihnenaber Gustavus abschlug. Dieses verdroß die Lübeckischen Ge-sandten, daß sie die rückständigen schulden mit grossem unge-stüm forderten, auch sich verlauten liessen, wie sie König Gu-stavs auf den thron geholsscn, also wollten sie ihn wieder her-unter werffen, wobey sie zugleich viel unruhe ansengen. Weilsie auch einige bürger aus Stockholm auf ihre seite brachten, sosuchten sie den König aus dem Wege zu räumen, und ausStockholm eine Hanste-stadt zu machen. Deshalben fiengensie den jungen Suante Sture auf, der sich bey des Königs Gu-stavi schwieger-vatter zu Lauenburg aufhielt, und suchten ihnzu bereden, daß er sich wider Gustavum zum anführer solltegebrauchen lassen; als es aber selbiger abschlug, trugen sie esGraf Johanson von Hoya an, der mit Gustavo nicht zufriedenwar. Gustavus erfuhr diese Intriguen von dem DänischenGesandten, ließ dahero die Lübecker-waaren überall arrestiren,und weil selbige gesonnen waren, beyde Nordische Reicheüber den Haussen zu werffen, conjungirte er sich mitDänemarck,-schlug die Lübecker bey Helsingburg, bekam den Bürgermei-ster, Marcum Meyern, gefangen, und schickte ihn nach War-berg in Verwahrung, der sich aber des schloffes mit list be-mächtigte. Um selbige zeit wurde König Gustavus vor derKonspiration, so einige bürger zu Stockholm und Calmar vor-hatten , gewarnet, deswegen die schuldigen gefangen genom-men wurden, und ihren lohn bekamen. Als nun die Lübe-cker zu wasser und lande geschlagen waren, machten sie an.
mit den Dänen friede, worein auch Gustavus geschlos-sen war. Zwischen diesen beyden Königen war zwar eine äusiserliche freundschafft, sie hatten aber doch allezeit eine heimli-che jalousie gegen einander. Damit Gustavus seinen innerli-chen Staat besser bevestigen möchte, heurathete er, nachdemseine erste gemahlin gestorben, seine bluts-freundin Margare-tham, Abraham Errchsons von Loholm, Gouverneurs inWest-Gothland, tochter, d,e mit Suante Sturen verlobt ge-wesen. Nach diesem gab es zwischen ihm und-er, Dänen vielkläqden, darüber man öfters zusammenkunfte gehalten, bisendlich beyde Könige zu Bromsebroe an. 1541. in Person zu-sammen kamen, auf ?o. jähr friede, auch eine defensiv-alli«nutz unter sich schloffen, und allen streit aufhuben, ausser daßsie die Gothländische sachc aussetzten. Weil aber der Königmerckte, daß Kayser Carolus V. des gefangener» Chrrstiernttochtermann, Pfaltzgraf Friedrich, allen Vorschub that, ihm
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starcken, und hierzu fand er niemand bequemer, alschen K^nig von Franckrerch. Anfänglich schickte er nurcrstsrium dahin, um einen commercten-tractat zu saMchzdaß die Schweden die Französischen waaren, sonderllw > ^und wein, hinführo nicht aus der Holländer, sondern un'telbarer weife aus Französischen Händen erhalten sollten. ^ses war den Franzosen sehr angenehm, zu dessen zeiche"^König Franciscus I. ihm eine partey saltz zollfrey auSM^ren verehrte, und folgends einen commercien-tractat muaufrichtete. Hierauf, als sich Franckrerch von deinder Schweden wohl erkundigt hatte, schlössen sie den 1an. 1542. bis auf 2z000. mann und 50. schiffe im m»noth eine defensiv-alliantz mit einander, so aber keinentzen gehabt. Nachdem nun Gustavus die innerlichen um^mit grosser mühe gedämpfet, beredete er die Stände amRetchs-tage zu Westeras, daß sie den i;. jan. an.erb-recht auf die Cron Schweden seinen männlichenauftrugen, und zu dem ende seinen Printzen vonihm zum Nachfolger erklärten. Wie sich denn auchvus aufdemselbigen Reichs-tage eydlich erklärte, beyder ^therischen religion vest zu verbleiben , selbige mitkräfften zu schützen , und keine andere im Reiche;«Hierauf beflisse stchGustavus, dastand mit nützlichenden zu zieren und zu bevestigen, auch die Unterthanenhalten, daß sie selber schiffe bauen, und die sthiffftchctM ^die West-see anstellen sollten. An. 1555. fielen dieFinnland, belagerten Wiburg vergeblich, und machten^x,im folgenden jähre friede. Als seine andere gemahnngaretha verstorben, vermählte er sich den 16. aug. an- , Mszum dritten mal mit Catharina, Gustav Olassons, eveinGouverneurs in West-Gothland, tochter. Nachdem er em ^zu einem hohen alter gelanget, gedachte er auch G" Maufs beste zu versorgen. Dannenhero er dem ältestenErich indessen, bis er zur Cron gelangte,Smaland und E ^;eingab; dem andern, Hertzog Iohannsen , gab er -dem dritten, Hertzog Magno, Oster-Gothland und deM» ^ften, Hertzog Carln, Süderrnannland, Nericke und A jyland. Weil nun sein ältester söhn ein absehen auf dre K»n»,Elisabeth von Engelland hatte, um selbige zu H^Ä.Mhielt er den 2;. jun. an. i^9> einen Reichs-tag zu S/ousum selbiges werck mir den Ständen noch ferner zuHierfelbst wurde die erb-vereinigung nochmals, wie amvtestament von den Ständen confirmirct. In dieHeurath bewilligte endlich der König und die Stande,gar schwerlich. Jedoch starb Gustavus darüber W" ^29. sept. nachdem sein Cron-Printz Erich von der reue ^Engelland aufsein begehren hin wieder nach Hause kam»,^welchem er eben sowol als den übrigen Printzen mir r ,schönen nachklang abgeletzet, und ihnen allen sowol daspel eines rechten Regenten, als guten Christen hmrer»bittorü Oustsvi I. Lac-ce«,, Klitoris .
Klitoris (-uitsvl I. PUfeNdSkffS eottttii.
Hamburg, remarq. an. 1702. x. 19;- bist- "
volutlons cle 8ueäs.
Gustavus Adolphus, der Schweden, Gothen unoden König, war den 9. dec. an. 1594. früh um 7.ren. Sein vatter war Hertzog Carolus von Suberma» ^g-so nachmals König wurde, die Mutter Christina,
Adolphs in Gottorp tochter. Es prophezeyete ihm der or ^te Tycho von Brahe gleich bey seiner geburt eine Erb Agleich sein vatter, wie gedacht, nur noch Hertzogwurde anfänglich von Johann Skytte , welcher nu^^,Schwedischer Reichs-Rath wurde, in den studier» uircercaber von seinem vatter noch gar jung mit in den >- § zsnommen, auch den 24. apr. an. i6n. auf dem Reims-erOrebro von demselben wehrhafft gemacht. H>eram ^00.sich in dem Dänischen kriege wohl, und überrumpelte m' j ge-keilter» Avescher in Bleckingen, so nachmals ChnM'Äß -e-
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nennet worden, woselbst er grosse beute machte, >ec >"'mächtigte er sich den 20. sept. mit hülste der einrvohncr ^sul Oeland, griff das schloß Borcholm an, und dem ftillfAls sein vatter an. iün. gestorben war, führte rnocii ^^hlili-mutter Christina und der noch lebende vetter, Hertz^s M §nes von Ost-Gothland, von den Räthen aber, Magu,
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zu" den Nordischen Reichen zu verhelffen, hielt er esrathsam, sich gleichfalls mit auswärtiger freundschafft zu
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aber nicht viel über ein jähr, so erreichte er das ' ,',„rde Z
trat alsi> die regierimg an. 16,2. sechsten an; doch " ,nicht ehe, als den 12. oct. an. 1617. zu Upsalhatte von seinem vatter sonderlich diese 2. ftiude orer^nig Christianum IV. in Dänemarck, und König SM" ^^,crIII. in Polen. Erstlich führte er den Dänischen krieg,aber nicht allzu glücklich war , indem die Danm U ^Elfsburg, Jencöprng, Gulberg und Wcsterwyck neoi> ^ piesul Oeland einbekamen, ja so gar mit einer flokre " rlMttc*scheeren vor Stockholm giengen, bis endlich durcy jan-lüng des Königs Jacobi aus Groß-Brrtanmen dm Lichts'an. 161;. zu Knärödh friede geschlossen wurde' mCalmar, Elfsburg, und Oeland gegen eine Million „00Schweden restituiret, Sonneburg in Oefel,
Dänemarck nebst einiger gerechtigkeit an die w'rill'-rentzende Lappländer überlassen, und darr» erne m i