Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
963
JPEG-Download
 

g u s

g 8 s

96Z

« Archen terminen gezahlt würde, wie denn selbiger friedenachmals durch beyderseits Deputirte zu Helmstadt erneuertMde. Hieraufwandte sich der König Gustavus mit gesam-te macht gegen die Russen, mit welchen man wegen LieffandM Ingermannland noch immer zu streiten hatte. Nun warMiger krieg durch den berühmten General Jacobum ä- laMrdie bisher mit guter reputation geführet worden, indemnie Schweden an. i6n. Kexholm, und bald darauf die berühm-^vestung Neugart erobert, auch da die Russen in Neugart'.'w erkläret, des Königs bruder, Hertzog Carolum Philippum°u Südermannland, zum Groß-Fürsten von Moscau zu rna-Mkn, nahmen die Schweden Noteburg, Coporie, Jama ,saugda und Jvanogrod weg. Weil es aber lange währte, eheAr Prmtz hinein kam, und die Schweden Jacobum äe 1a Gar-A^sehr beneideten, wurden die Moscowiter verdrieslich, undfehlten einen andern Groß-Fürsten, namentlich Michael Fö-Mwitz. Hierauf beschloß er, auf dem Reichs-tage zu OrebroM in gute Verfassung zu setzen» gieng an. 1614. selbst widerM Russen zu felde, machte mit eroberung der stadt Narva denMang, und belagerte an. 161;. Pleskow, aber vergeblich, daWessen Jacobus cls la Gardie 8000. Russen bey Brunitz ge-nylagen. Weil aber der zustand von Schweden des Königs»egenwart nicht lange entbehren konnte, kehrte er wieder nachMuse. b ward auch an. 1614. mit den General-Staatenvereinigten Niederlande eine alliantz auf 15. jähr, sowol dieHandlung als beyderseits hülfs-leistuna betreffend, geschlossen.Indessen arbeitete der Engelländische Abgesandte an einem frie-Au, und wurden die Präliminarien zu Glebova, der haupt-"actat aber zu Stolbova den 1;. febr. an. 1617. geschlossen,wodurch Schweden die provintzen Kexholm und Jnger-vannland bekam. In demselbigen jähre lief er mit 18. schif-M wider die Polen in Lieffand ein, und eroberte Pernau nebstAr Dünamünder-schantze, es wurde aber den 1. nov. an. 1618.

stillstand auf 2. jähr geschlossen. Nach deren endigung°»ng er an. 1620. mit einer armes von 24200. mann vor Ri-»a, und eroberte solchen ort durch accord, wandte sich hieraufMn Curland, und nahm die Haupt-stadt Mitau ein, die erAM, nachdem er auf ein jähr stillstand mit Polen gemacht,AAer einräumte. An. 162z. zog er abermal mit ;?, schissen«us Schweden, lagerte sich bey Weichselmünde, und ließ es sichfernem kriege in Preussen ansehen, es ward aber an. 1624.N, stillstand aufio. monate bis zum letzten mertz an. 1625. ge.'wloffen. Bey ablauf des stillstands segelte er mit 7;. schiffenAch Lieffand, bemächtigte sich daselbst Kockenhausen, DörptM anderer geringenörter, gieng hierauf in Litthauen, nahmjSssstn ein, und von dar in Curland , schlug auch unter dem^meral Graf Gustav Horn und Grafen von Thuen die Lit-Muer unter dem Sapieha in einem harten treffen bey Wal-tn Semigallien. Als sich nun der König Sigismundus" Holen auf keine weise bequemen wollte, kam er unversehenseiner flotte von 82. schiffen, so 26200. mann auf hatte, in-»mau an, allwo er von dem Commendanten willig aufgenom-men wurde; eroberte hierauf Braunsberg, Frauenberg, El»sgA/n» Marienburg, Mewe, Dirfchau, Stum, Christburgw oem grossen und kleinen Werder ohne mühe. Die Polenäs« enmttVerlust 4000.mann von Marienburgweggeschla-ve?f, belagerten hierauf Meve, wurden aber ebenfalls mit

»^"'Abgetrieben. Er gieng nach diesem zurück in Schweden-MA^ver an. 1627. mit mehrern trouppen wieder an, conti-den Preußischen krieg, eroberte die kleinen Werder beyTsslchch' wurde aber, indem er selber die zugänge recognosciskrollte, mit einer mustueten-kugel in den bauch, und in dem,^n bey Dirfchau in den arm geschossen. Hierauf wurdelaAd durch Vermittelung der Holländischen Gesandten in demw-s!. v Dirfchau an einem;o. jährigen stillstände gearbeitet,schon auf dem schluß stund; allein die ankunft dertze^wsthen Gesandten, welche dem König von Polen alle hülsteSck^chen, und mit 24. kriegs-schiffen nebst 12000. mann mbda-k c>en übersetzen wollten, war ursach, daß man selbige ab-wiewol sie Pas versprochene nicht leisten konnten. An.kam er zum dritten mal in Preussen, nahm auch die stadti« Wund in Pommern wider den Kayser Ferdinandum IstqlüVutz, und continuirte den Preußischen krieg mit gutemdem nrEchon die Polen durch den Kayserlichen succurs unterIe<>.'General Wallenstein und Arnheim stärcker wurden. ErwW^^uf 8. seiner kriegs-schiffe vor der Dantziger haftn,rineä^ die Dantziger wegschlugen, erhielt hingegen zu landeErherrlichen sieg, daß ;ooo. Polen auf der stelle blieben,ren «Att"wpelte hieraus Neuenburg, worinnen die Polen ih-«. .^"uen Proviant und bagage samt einer summa gelds von^ vnnen golds hatten, welches aber die Polen wieder einbeka-War ^» sust alles wieder erhielten. Die letzte campaqneWann da schlug erstlich der Schwedische General Hersker iA^angel bey Gotzno ;ooo. Polen todt, und nahm ih-btum « Zangen. Bey der Haupt - action aber, die zwischengen. Marienwerder vvrgieng, war der Kvnig selbst zuge-vab/n ^ .st die Polen dreymal nach einander, gerietst aberdem d!n-Aeus-gefahr, dergestalt, daß ihn ein Pole schon beyUnd n-Ea^dehencke statte, welches er aber über den köpf streifte,j,„ sticht lixß. xju anderer faßte ihn bey demsey. aber von einem Schweden von dem Pferde geschol-tn DxA«dlrch wurde durch Vermittelung Königs Ludovici XIII." und Caroli I. von Engelland -er sechsjährige«'ir-r, //s. Theil»

stillstand bis in den jun. an. i6;e. geschlossen, krafft dessen desKönig in Schweden den Polen ZVrodnitz, Worndis, Melsack,Stum und Dirfchau wieder einräumte, Memel, Pillau , El«hingen und Braunsberg aber, nebst dem, was ste in Lieffandhatten, behielte. Marienburg wurde dem Churfürsten vonBrandenburg in Verwahrung gegeben, dergestalt, baß er dierenken desseldigen Werders in des Königs von Polen casse lie-fern, und das schloß und die stadt samt Dirfchau, wo immit-telst nicht völliger friede geschlossen würde, den Schweden wie-der zustellen sollte. Nachdem er wieder in Schweden zurückgekommen war, und wohl sahe, daß Kayser Ferdinandus II.sich indessen an der Ost-fee suchte veste zu setzen, und er dereinsteine visite von demselben zu gewarten hätte, resolvirte er denkrieg in Teutschland, that incognito eine reise dahin, und mach»te sich selbigen zustand bekannt, versuchte aber indessen, ob diefache zu einem vergleich zubringen wäre, suchte dannenhersauch den, zwischen demKayser und dem Könige von Dänemarckan. 1629. zu Lübeck angesetzten tractaten durch Gesandten mitbeyzuwohnen, wurde aber abgewiesen. Es wurden zwar an.r6;o. zu Dantzig neue tractaten gepflogen, sie zerschlugen sichaber vergeblich. Als er sich indessen mit Franckreich, Engel-land und Holland in alliantz eingelassen, setzte er seine gemah-lin zur Regentin des Reichs, und erklärte seine tochter Christi«nam, wenn ihm etwas menschliches begegnen sollte, zur recht-mäßigen Cron-erbin. Hierauf segelte er mit 92. compagnienzu fuß und 16. compagnien zu pftrde in Teutschland. Über dieinfanterie war Johann Bannier General, und Leonhard Tor-stensohn Feld-Zeugmeister ; jedoch wurden diese völcker durchdie regimenter, so in Preussen und an andern orten geworbenwaren, sehr vermehrt. Er kam also den 24. jun. an. iü;o.glücklich unter Rüden an, und setzte das volck aufUsedom ausland, worauf, wie auch auf Wollin die Kayserlichen ihre inn-habende schantzen verliessen. Hierauf segelte er mit gutem windeüber dasHaff vor Stettin, und ob gleich derHertzog Bogislausvon Pommern schwierigkeit machte, ihn daselbst einzulassen,muste er doch nach vorher gepflogenen tractaten in StettinSchwedische befatzung einnehmen. Unter andern hatte sichder König vorbehalten, daß im fall ihm, dem Hertzoge, etwasmenschliches zustieß, der König und die Cron Schweden rechthaben sollte, das Hertzogthum so lange in legueitro zu behalten,bis der streit ausgemacht, und die Unkosten des krieas ohne be-schwerde von Pommern wieder ^stattet worden. Nachdem ernun die Kayserlichen hin und wieder in Pommern geschlagen,und sich dieses Hertzogthums bemustert, brachteer den krieg indas Hertzogthum Mecklenburg, befreyete selbiges von den Kay--serlichen völckern, und setzte die beyden vertriebenen Hertzoge-Adolph Friedrich und Johann Albrecht, wieder ein. Als ervon bannen zurück kam, schlug er die Kayserlichen ausGretffen-Hagen und Gartz, und jagte ihnen einen solchen schrecken ein,daß sie Hinter-Pommern und die neue Marck verliessen, und sichin Landsberg und Franckfurt an der Oder zogen. An. i6;i.schloß er den rz. jan. die alliantz mit Franckreich, woran lang«zeit war vergeblich gearbeitet worden, vermöge welcher er jähr-lich 400000. rthl. subsidien-gelder bekam, gleichwie er auchhernach mit Engelland gethan. Hierauf machte er sich nachund nach von gantz Pommern meister, und ob ihm gleich derKayser den General Tilly mit seiner armee entgegen schickte,konnte er doch nicht viel ausrichten. Tilly, damit er den Kö«nig aufs ebene selb lockte , da er ihm vermeynte überlegen zuseyn, gieng zurück, und belagerte Magdeburg. Allein der Kö-nig, der sich zuvor den rücken frey machen wollte, gieng vorFranckfurt an der Oder, und eroberte es mit stürm, bekamLandsberg mit accord ein, erhielt von Brändendurg die pässeüber die Havel Und Oder, Spandau und Cüstrin, suchte sichmit dem Churfürsten von Sachsen an der Dessauer-brücke zuconjungiren, und alsdenn Magdeburg zu entsetzen; weil aberder Churfürst nicht wollte, muste er es geschehen lassen, daß die-selbe stadt den 18. may an. i6;i. mit stürm erobert wurde. Ergieng hierauf zurück nach Pommern, nahm Greyphswalde ein,siel des Tilly vor-trouppen bey Wolmerstabt an, und ruinirteihm ;. regimenter zu pferbe. Darauflagerte er sich bey Wer-ben, und rückte zwar Tilly wider ihn, konnte aber nichts aus-richten. Ais aber Tilly mit 40000. mann in die Chur-Sächsi-schen lande einfiel, bat der Churfürst, der mit seinen völckernbey Torgau stund, den König um hülffe, welcher nach vorhergeschlossener alliantz seine armee, so aus i zooo. mann zu fußund fast 9000. mann reutern bestünde, bey Wittenberg überdie Elbe führte, und sich mit den Sachsen bey Dieben conjun-airte. Hierauf kam es den 7. sept. an. i6;i. bey Leipzig zurMacht, in welcher der Tilly aufs Haupt geschlagen wurde.Nach selbiger schlackst nahm der König Hall, Erfurt, Königs-höfen, Schweinfurt, Würtzburg, Höchst, Oppenheim, Mäyntz,Hanau, Franckfurt am Mahn nach einander ein, nahm auchdie stadt Nürnberg in schütz, verglich sich Mit Ulm und Straß-burg, und bemächtigte sich unterschiedener orter, worunter auchWismar, durch seine Generalen, dergestalt » daß er von allenPlätzen bis nach Coblentz und an die Mosel Meister war, wiedenn auch Speyer, Landau» Werssenbnrg und Manheun niseine gewalt kamen. An. iü;2. vergonnete er Chur-Trier bisNeutralität, eroberte Creutznach, Braunfels, Bobenhausen undKirchbera, jagte den General Tilly aus dem Stift BaMbergbis an die Donau, eroberte Donawerth, und als die Tilly«scheu und Bayerischen völcker ihm den paß an dem Lech-ffusis

Mmmm» wehrest