g u z
g»z gya 97r
A Lochen, welche er nebst dem kloster erbauen lassen, begraben.M seinem absterben soll er dem Könige beweglich haben rathenMn,, friede mit Franckreich zu schliessen. Er hatte von denUey amtern eines Ober-Cammerers, Ober-Stallmeisters undMoß-Cantzltrs 200000. cronen an etnkünften, und von einigenKommenden in den orden von St. Jacob, Calatrava und Al-^ntara 4^00. cronen jährlichen einkommens. Er war sonstr»cht eigennützig, und hat kein geschenck genommen. Wann" wichtigen fachen nachsinnen wollte, hat das gemach, darin»W er sich befunden, gantz finster seyn müssen. Er gab gemei-Wrch audientz, wenn er auf der carosse fuhr, oder wenn erMn konnte, und dieses darum, weil er wegen seines unge-Mten rückens im gehen und stehen etwas ungeschickt aussähe.
verheurathele sich mit Annes von Zuniga und Velasco, Ca-'^us von Azevedo und Zuniga, Grafen von Monterey, seinerWtter bruder tochter, und hatte von selbiger eine einzige tochterl^ ariam, welche, als sie an Raimundum von Guzman, Herrnvon Toralva, so nachmals zum Hertzoge zu Medina ä- Iss Tor-creirt worden, sollte vermahlt werden, vor dem beylager»arb. Vor seiner Vermählung zeugte er an. 1610. mit Mar-Metha Spinola ausser ehe einen ^ohn, Iulianum, welchenZMciscus Valazar , als er die Spinolam, da sie mit ihm'wwanger gieng, heurathete, vor sein kind annahm, auchMtze; i. jähr davor hielte. Weil aber dieser Hertzog sich ohneWlinliche leibes-erben befand, erkannte er ihn nachmals vorMen söhn, ließ ihn legitimiren, und zum Marggrafen zuMyzena machen. Nachdem er seine erste gemahlin verstoßen,Nmahlte er sich mit deü Connetabels von Castikicn tochter.^vbemeldter sein legitimirter söhn starb an. 1650. und das Her-Mgthum St. Lucar von Barameda bekam sein declarirter ey«, der Hertzog von Medina äs las Torres , die GrafschasstMvarez aber feiner schwester söhn, Don Louis äeHaro. ErM ohnftrn Madrid einen treffichen garten angelegt, welchen"er König bekam, und dergestalt vergrößerte, daß es etlicheMionen gekostet. Es wird derselbige jetzo Lusu rstiro genannt.Opera lels^a. ÄI. klüsrre äes
Favoriten-spiegel.
^.Guzman, (Caspar Alphonsus Perez) Hertzog von Medina^wonia in Spanien. Er war Joh. Emanuel Perez von Guz-A»n, Hertzogs von Medina Sidonia in Spanien, und Johann«rancisci Gomez I. von Sandoval, Hertzogs von Lerma, Marg-Men zu Denia tochter söhn. Er führte annoch bey seinesMters lebzeiten, nach seines ältesten bruders Alphonsi tode, den^ul eines Grafen von Niebla. Als PhilippuS II. in Spanien!6r4. eine reise aus Castilien in Andalusien that, tractirte^Lenselben aufseines vatters lustigem Hause zu Donnana, und^Muckte den König, dessen bruber, den Jnfanten Carolum,M die vornehmsten bedienten, mit allerhand galanterien. AlsM . Engelländischen kriegs-flotten an den Spanischen kästenn «essen, begab er sich nebst andern Herren und Volontairs.Mu / um das landen zu verhindern. Nachdem sein vatterverstorben, erbte er das Hertzogthum Medina Sido-^ die Marggraffchafft Cacaza und die Grafschasst Niebla.
machte ihn hierauf zu seinem Cammer-Herrn, fernerAnü ^^neral-Capitain des Oceanischen meers an den kästen vonx'waiusien, und zum Gouverneur in Andalusien. Als der67,Mg Johannes von Braganza, der dieses Hertzogs schwestersielen zur gemahlin hatte, zu einem König in Portugall pro-amrrt wurde, befahl der König diesem Guzman , daß er so'uannschafft, als in Andalusien aufzubringen, an die gren-sv" von Portugall senden sollte, erklärte ihn auch zu seinemlsie. . wider Portugall. Der neue König von Portugall aber^ Hand publiciren, als pflöge er heimlich verstand-,hm, ließ auch einige briefe, die er ihm durch einennach Lissabona zugesendet haben sollte, öffentlich zeigen,öag urch ^ ihn bey dem Könige von Spanien verdächtig machte,wL/? M an. 1641. um seine Unschuld davzuthun , an den Kö-ösNMn Hof begeben muste. Gestalt er denn auch durch einsß.Mches cartel den König in Portugall zu einem duell aus-w^rrte, und den ort an den grentzen zu Valencia äs Alcan-1 Awmte, da er seine erklärung binnen 80. tagen, vomkünc, "ts den 19. dec. und zwar die letzter» 20. tage seine an-schss'persönlich erwarten wollte. Im fall er aber nicht er-vöu 0? wurde, versprach er demjenigen, welcher den KönigL»..?^tugall umbringen würde, seine vornehmste stadt St.Sen -ä? Barameda, M Hertzogthum Medina Sidonia gele-erbne ^ er sich denn auch gegen den König von Spaniensein/,' I"" aufgetragenes Generalat niederzulegen, und aufruh«»« »mit 1000pferden bey dessen armee wlder Portugallbest,,» ' und demjenigen Gouverneur, welcher eine wichtigeeiaeW Portugall an Spanien übergeben wurde, in seinemcher- de gewisse güther zu schencken, worüber aber man-dölckpv fielen. Er brachte mit grossen kosten viele kriegs-^Wsammen, so, daß er auch seine pretiolsi angreissenKöt,j° z "Ussern muste, und wartete an dem bestimmten orte desdorr Portugall vergeblich. Bald darauf ließ ihn derWqhss dvn Spanien zu Arroyo äel Puerco in der provintz Estre-vrte ' kmem dem Grafen von Benevento zugehörigen vestenMr»«^restiren, und auf das castell zu Vittoria in BistayaAndo>,.^ Man wollte ihm, als wenn er sich zu einem Könige inseiüe», -" hatte proclamiren lassen wollen, zuschreiben , auchw «genen vetter, dem Grafen von Olivarez, -eymessen,
daß er zu dieser gefängnis vornemlich rath gegeben. Es wurdeauch würcklich die provintz Andalusien über diesen seinen Unfallin nicht geringe betrübnis gesetzet, so daß man selbige, als wennsie es mit ihm gehalten, in verdacht zog. Von gewissen König«lichen Ministern wurde hierauf der inquifltions - proceß widerihn formiret, und weil er dem Könige die versprochenen 1000.mann zu pferde nicht geliefert, sondern noch 8. compagnienmangelten, deren Werbung man auf 140000. cronen anschlug,wurden ihm seine einkünfte eingezogen, und ihm samt seinergemahlin kaum der denöthigte unterhalt gelassen, er auch vonVittoria auf das castell zu Coccas gebracht. Er salvirte sich aber,wurde von neuem arrestirt, und erlangte endlich an. 1660. seinevöllige erledigung. Er brachte die übrige lebens-zeit in ruhezu. An. 1664. erkranckte er im nov. aus einem zugestoßenenschrecken , als ein Hund ein armes weib grimmig anfiel, worü-ber er, als er aus dem fenster gesehen, in eine ohnmacht fiel,und hierauf mit einem sicher befallen wurde, woran er starb.Bey lebzeiten seines vatters wurde ihm die Heurath mit des fa-voriten, Caspars von Guzman, Grafen zu Olivarez einzigentochter und erbin vorgeschlagen; dieselbe wurde aber hernachmit Ramiro Philipps von Guzman, Hertzoge von Medina äslss Torres, versprochen, worauf er Annam Mariam von Guzsman heurathete. Er hat mit selbiger verschiedene kinder, undunter denseldigen seinen Nachfolger in seinem Hertzogthum,Alphonsum Perez von Guzman, und Johannem, Marggrafenvon Vedevillarde, gezeuget. Er hatte noch einen unächtensöhn, Franciscum Dominicum, der an. 1676. Bischofs zu Lei-kia in Portugall worden. Weil an. «66i. sein älterer söhn,Hertzog Alphonsus, als er zu Valladolid sein Haupt im ball-Hause wider eine wand hart gestoßen, eine viertel stunde hernach,seines alters rz. jähr, verstorben, hat demselben sein bruder,obbemelbter Marggrafzu Vedevillarde, gefolget, welcher mitJohanna, Alphonsi Ferdinande; von Cordoua, Marggrafen vonPriego tochter, sich vermählet, und mit ihr eine erbin gezeu-get hat.
Guzman, (Didacus von) Cardinal und Ertz-BischoffvonSevilien. Er war ein Spanier aus dem alten Hause Guzman,und wurde bey dem Könige Philippo III. und Philippo IV. Al.mosenier und Präsident im Rath äs la Cruzada, bediente auch -noch viel andere wichtige chargen. Nach diesem wurde er Pa-triarch von Indien, Ertz-Bischoff von Tyro,und an. i6;<^von Sevilien, starb aber wenige zeit darauf. Er hat das lebenMargarethä von Oesterreich, so Königin in Spanien war, inseiner mutter-sprache beschrieben. Tsrc-»/. ^«,0». bibl. üilx-m.
Guzman, (Ferdinandus Nunne; von) war sonst unterdem nahmen Ferdinandus Nonius Pincianus bekannt. Er warvon Valladolid gebürtig, und ein söhn des Ferdinandl von Guz«man, so Intendant der finanzen im Königreiche Spanien war.Er hatte von seiner jugend an sehr grosse lust zum studircn, underlernte die sprachen zu Bologna in Italien. Bey seiner rück-kunft aber in Spanien lehrte er selbige auf der Academie Alcala,woselbst ihn der Cardinal Limenes hingezogen. Er lehrte da-selbst auch die Rhctoric, und erklärte Plinit lMorlsmlem. Er hatte verschiedene berühmte discipul, worunter Leoäs Castro, Hjeronymus Surita, Christophorus äs Horosco,Franciscus äs Mendoza, so Cardinal wurde, und andere. DerCardinal Timenes brauchte ihn auch zu seinen ölblüs Lomplu.tenlibus, wie er denn den Griechischen text der 70. Dollmetschepin das Latein übersetzte. Er hat auch noten über den Senecam,Pomponium Melam, Plinii silüorism nseumlsm, <Ls. geschrie-ben. Er starb an. 1552. im 80. jähre seines alters, und ver-machte seine bibliotheck der Universität zu Salamanca.eleöl. üb- II- s. 8- vits Ximsne». ,
bibl. llilp. äs lcript. lees. XVI. bibl.
Guzman, (Ludovicus) ein Jesuit aus Castilien, welcherbeyseinem orden in gutem ansehen war. Er war keNor in ver-schiedenen Collegien seines ordens, und zuletzt Provincial vonSevilien und zu Toledo. Er starb den 10. jan. an. it°z. zuMadrid, und hinterließ 14. dücher von der Jesuiten prvgreffenin Indien. cot. .sÄipr.
* Guzuntina, ein theil des Königreichs Algier, in der Bar-barey, so unter sich die Reiche Bugia und Constantra begreiffet.H/ay,, vidk.
Guzurate, siehe Lambaja.
Gvac, Königs Caroli VII. in Franckreich oberster Cammer-Herr und favorlt. Er mißbrauchte der gütiqkeit dieses Herrn,und weil er das finanz-wescn unler seinen Händen hatte, dispo-mtte er damtt nach seinem gefallen. Mein der Connetable,Artus von Rlchemont, nachmals Hertzog von Bretagne, konntedessen msolentz nicht langer ansehen, weshalben er ihn ohne desKönigs wissen, aus seinem bethe holen, und nach Du-Is-Roifuhren ließ. Nach diesem hieng man ihm einen stein an denhals, und warf ihn in das wasser, so an. 142;. geschahe. Seinegemahlin war Johannis, Hertzogs von Burgund, maitresse ae«Wesen, und hatte sehr treuloser weise das meiste beygetraaen,leidigen einzuschläsen nnd sicher zu machen, als Carolus Vll.damaliger Dauphin , ihn Hinterlistiger weise in das gärn zu lo-cken und ermorden zu lassen suchte, wie auch geschehen ist* S-«.«He,, gnniäes ä'sigultains. bist. ürsnes. *
Gyarus, siehe Jouka,
Gyas,