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Herren von Brederode gewesen styn. Weil in dem Haag , wievor gedacht/ die General - Staaten sich versammeln / so habenalle Abgesandte von ausländischen Potentaten allda ihreresidentz, und pflegt sich auch der gröste Adel von den vereinig-ten Provintzen daselbst aufzuhalten, daher man die prächtigstenHäuser und alle andere bequemlichkeiten an diesem orte findet/Rings um den Haag sind lustige dörfer, darunter sonderlichSchevelingen sehr besucht wird, welches eine halbe stunde vomHaag harr an der see liegt, dahin man durch einen breiten undmit gebackenen steinen gepflasterten, auch mit bäumen besetztenweg kommt, welcher mit grossen kosten durch die Dünen odersand-berge gegraben worden. Auf dem halben wege ist Sorg-vliet, allwo der Graf von Portland einen schönen garten undorangerie angelegt. Ferner sind an den andern stiten von demHaag die drey lust-häuser Königs Wilhelmi von Engclland ,welche nunmehr der König von Preussen besitzet, als Honslaer-dyck» das Haus zu Ryßwick, (woselbst man an. 1697. denfrieden geschlossen) und des Königs Haus im dusch, sonst dasprintzeßtn-haus genannt, weil es von der Printzeßin Amaliavon Solms, Printz Friedrich Heinrichs von Oranien gemahlin/gebauet worden. Es liegt nur eme kleine viertel-meile von demHaag, in einem dusch, und ist bekannt wegen dem grossen saal,Lärmn die thaten Printz Friedrich Heinrichs von den bestenmeistern abgemahlet sind. Gantz nahe dabey ist Clingendael,ein lust-haus nnt einem sehr schönen garten / dem Herrn vonSt. Anneland zugehörig. (?«/>«>-!llekcr. öslg. inLatav. p. 299. TdxoZ»-. Eck/r Miffsus reise-beschr.
, cie la Hays.
Haag, ein feiner Bayerischer marck-flecken nebst einemChurfürstlichen ober-und unter-schloß in dem Bißthum Frey-stngcn und dem Rent-Amt München am Jnn gelegen, hat eineigenes Gericht und Kasten-Amt, und ist der fürnehmste platzDer schonen Grafschafft Haag. Ihre erste besitzer sollen dieHerren von Hurren gewesen seyn, daher sie auch in alten Ur-kunden Gurmhaag genennet worden, nach deren abgang umdas jähr 122;. selbige die von Frauenberg, so sich daher zumHaag beygenennet, geerdet. Der letzte dieses stamms warDer unruhige Ladislaüs, nach dessen an. 1566. erfokgtcm todeHertzog Albert von Bayern die Grafschafft Haag samt derHerrschafft Hohen - Schöngau als Heimgefallene lehen , oderweil Bayern durch Kayser Carolum V. und Ferdinandum I.die anwartfchafft darauf erlanget, an sich gebracht, nachdemer einige daraufprätendirendc Grafen mit gelde abgefunden.Dieser Grafschafft halber führt Chur-Bayern auf Kreis-tagenein besonderes votum, vertritt auch selbige bey dem Reiche aufder Wetterauischen Grafen-banck. An. 1709. gab sie KayserIosephus feinem obersten Hof-Cantzler, Philipp Ludwig, Grafenvon Sintzendorff, zu lehrn; sie ist aber an. 1719. an Chur-Bayern restituirt worden. Sonst ist davon merckwürdig, daßChurfürst Maximilian Emanuel in den Niederlanden einen jun-gen Herrn gezeugt, welcher den titul eines Grafen von Haagführet, und daß Kayser Carl V. den ort mit einem besondernsf,!o begnadiget. k. II. Ilk. XI. p. 267. L 27;. Hunds
Bayer, stammb. üb. I x. 67. allda das geschiecht der alten Gra-fen zu Haag zu finden. Chur-Bayern, p. isz.
* Haage, (Ioh. Barth.) ein fürnehmer Würtembergi-fcher ^beol<>8v8, welcher an. i6;z. den s. aNg. in dem fleckenGussenstadt, von armen und geringen eitern gebohren wor-den. Merckwürdig ist, daß, als auf die unglücklicheschleicht bey Nördlingen an. 16)4. eine grosse noth im landeentstanden, und ihm noch dazu an. i6;6. seine eltern gestorben,er von feiner sechzehn! jähr alten schwester lang in den Wäldernmit wurtzeln- ist ernehret worden. Dieselbe hat ihn endlichzu Ulm bey dem stechen - und waysen - Hause ausgesetzt, daer als ein findling, weil man von seiner schon geschehenentaufe nichts wußte, von Balth. Gockelio den may an. i6;s.nochmals getauft, und Johann Fund genennet ward. Seinefamilte, geburt, und erste taufe ward ihm erst an. 1646. durchseinen ältern bruder offenbar. Der berühmte Ulmische sslleo-1ogu8, Dr. Cour. Dietrich, hat aus diesem anlas ein beson-deres theologisches Lonülium abgefasset. Er wurde hieraufdurch Vorschub guter lenthe zu Ulm in die schule geschickt,und nachgehends , als man eine besondere fähigkeit an ihmwahrgenommen, von dem Hertzog Eberhard III. an. i6;o. indas 8t>xsnäium zu Tübingen aufgenommen. An. 1652. warder Pfarrer zu Wangen und Faurnden, wobey er wegen schlech-ten salarü zugleich auch Schulmeisters-dienste thun muste. Hier-auf folgte an. i6;6. die Pfarrey zu Köhlberg. An. 1668. mach-te man ihn zum Pfarrer zu Pfullingen, auch Vorsteher desAuracher Pastoral - LolleZii, und^Lsmsrsrio des Capituls zuReutlingen. An. 1677. ward er vpecial-Superintendent undStadt-Pfarrer zu Blaubeuern, an. 168». Conststorial- Rathund Hof-Prediger, und endlich an. 1692. General-Superin-tendent, und Abt zu Adelberg. Er kam ferner an. 1694. in dengrösser« und an. 1699. in den kleinern oder engern ausschuß derWürtembergischen landschafft. Er ist den n.jun. an. 1709.gestorben, und hat verschiedene Fürstliche Trauer-reden lm druckhinterlassen. frst-z>/r«rmemor. illsol. ^össurtemb. k. II.
MAnufariptsJ
" Waagen, ein in Ober-Oesterreich gegen der Haupt-stadtLintz über der Donau gelegenes schloß, welches ehemals dieGrafen von Schaüenberg besessen. Von denselben kam es durch
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lauM an die Hercen von Cronpichel ; Ferdinand Carl vo-Cronpichel aber verkaufte es Jvhanni Ferdinando, Grafen °Saldurg, welcher an. 172;. ohne männliche erben gestorvew ,.es denn durch seine älteste tochter, Mariam Francistam, we» -an. 1699. mit Johann^Leopoldo, Freyherr« von und U> ^vermählt worden, an die Freyherren von Clam gewinn» .Von Hohenecks defchreidung von Oder-Oesterreich, wm. fIn lupxlom. p. ^
*Haak, (Theodorns) gebohren an. I6c>;. zu Neuhausen d ,Wvrms , siudirte in Engelland , und wurde allda O-acE»Weil er der spräche sehr mächtig war, übersetzte er die Hos"dische notcn über die Bibel, so anfbefthl des 8,-ao6i zu ^brecht an. i6;7. zuerst nebst einer neuen Version heraus gervwen, ins Englische, welche zu Londen an. 1657. gedruckt»'-^den, wie auch einige Englische moralische wercke und euienss-von des Miltons verlohrnen Paradiese ins Teutsche; wommucirte bey der Königlichen Societät als mitglied einige obieitiones, und starb den 9. may an. 1690.
* Haal, eine Herrschafft nebst einem marckt-flecken inOesterreich in dem sogenannten Traun-Biertel, nicht wen ^dem kloster Crems-Münster, gelegen. Sie hat ehemals zuHerrschafft/Steyr gehöret, ist aber von dem Kayser Heroindo III. Maximiliano, Grafen von Trantmannsborff,pfand-schilling gegeben worden. Bey dem marckt-flecken ^bet sich ein gesund-brunnen, dessen Wasser die kröpfe verlre» ^Von Hohenecks beschreibung von Oder-Oesterreich, eo"'-
*Haan , (Abraham äs) war zu Ziricksee an. 1622. dw ^nvv. gebohren, wurde OoLkor Ueclicin-e an. 1645. und an.der Mennonistm Prediger zu Amsterdam , und starb an. '7 ^den 19. april. Er hat verschiedene streit-schriftenals ikenIexcliiiAL tot clo Xenni8 vgn äs LllriitsI^Ics 6ocle8cieine LLiagcaphiam von der Offenbarung Ivhannis ;xour les ?rotettan8, und etliche Predigten. Unschuldigerichten, 1704. p. 269.17,0. p. 654. ^
* Haansbergen, (X.) ein von Utrecht gebürtigerler, welcher ein lehrjünger des bekannten Pölenburg gew»»^und dessen art so wohl nachgeahmet hat, daß seine stUA' ^Pölenburgische gehalten wurden. Weil aber nichts veiwniger der .abgang davon sehr langsam war, als hat c» '^auf Portraits zu mahlen geleget , und darinn einen
viel grossem zulauf gehabt, als er die Portraits derrvewder sehr sthmeichelhafftig zu mahlen wußte,
Ul- 7 -
Haaren, eine adeliche familie in Nieder-Sachse»,von Rabano herstammet, der sich in dem XI. Leula au» ^dern dahin gewendet , und um das jähr 1080. ö-civocs . ^Arche zu Müllen gewesen. Dessen enckel, Rabanusamt eines Cämmerers bey der Abtcy Heerforden verwUm das jähr 1650. war Johann Präsident zu Oldenburgs .sc-hatte einen bruder, nahmens Adam, welcher der Cron ^^sscllden als Rittmeister diente, und von seinem diener e^iward. Noch an. 1670. lebte Rabanus III. und haltedie hiessen Christian Wilhelm , Johann Dietrich ckns A ^je
Daniel. Es iloriret diell'ä >« meioeri
denn an
Es florirct dieses geschlecht auch noch m Gelder^
. 1679. Wilhelm, als Deputirter von Ho^ §px-
Frießland, den Niemägisthen frieden untersthriebeiider geneal. tab. v. Steinb.
Haarsee, ist ein see, oder vielmehr weyer bey Henckh^Mdem Züricher gebieth mitten in einem seid. Es fließt reu»weder darein noch daraus; wann er im may anstroM»versieget, so machet der leichtgläubige landmann sichnehme Prognostikon, es werde eine reiche erndt erfolgen, Maber das gegentheil, so muß nach ihrer einbilduna nory ^ >eine theurung eintreffen. Scheuch;. B. R. wm. U- ?, Agoiu'* Haas, (Nicol.) gebohren an. 166?. den 2/. >wv.sicdel in dem Marggrafthum Bayreuth, studirte zu A>» ^Leipzig , wukde an dem letztem ort an. 168;.
1686. Pfarrer zu Machern , und ferner an. 1691. ^
Witz , darauf an. 1701. Vlgconu8 zu Oschatz /.kassor sLLUNÜLeiu8 , und an. 170z. krimsrius UNd ßxxM8clloliL zu Budißin , in der Nicder-Lausitz, und E
vilp. äs kkrologls juäioiariL; Heilige Unterredung ^
des Christlichen und andächtigen Studenten GOlt-s^ ^iiesBät - und Danck - Opfer; den geistlichen Redner; vSeelen - Hirten ; Grund des wahren Christentminw- ,
Evangelischen Engel ex M8cro; ejulllam Pest-Gwa».das andächtige Frauenzimmer ; die andächtige^
Priesterliche GOtt-geheiligte Bat-Andachten ; ,
tigen Bäter; des geistlichen Pilgrims Wander-E ^kleinen CatechismuM Lutheri aus seinen eigenen M ' ;kläret, Leipzig 170;. in 12. die Bibel cum norisKleinod der Verqnüglichkeit, aus dem Englische'
Evangel. Paßions«und Fasten - Andachten, T.»
8. Kern geistreicher alter und neuer Lieder; der ^ ^ r>r»thol. Kirche Paßions - Andachten , Görlitz HandlePaßions - Hütten, Leipzig 1711. in 8- sonderbare^ ^,1chung; Mülmanns heilsame Artzney der Seele»)- ,^-ii^vorrede; Christliche Bestellung des Hauses ; - st»»
Hochzeit-Reden; allerhand kleine schritten, Sierh^-von der Privat-Communion; Vorstellung, was vsy . »